Gedanken und Gedichte

13. August 2020

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Das Talent arbeitet, das Genie schafft. (Schumann)

Das Schaffen macht Spaß, das Arbeiten weniger, scheint aber doch auch dazuzugehören. Schön finde ich an Liszt Ad nos, dass das Thema überall ist, in sämtlichen Gesten, Schattierungen und Nebenstimmen – Ingesamt kann man sagen, dass es hilft, möglichst wenig Mätzchen oder Kokolores an der Orgel zu machen. Hier und da kann man sich ein Sahnebonbon leisten. Aber nicht die ganze Zeit. Vor allem nicht am Anfang: Das Stück beginnt mit einem dunklen Bühnenbild. Ruhig.

Die Orgel ist wie ein Pferd. Es möchte nie grob behandelt werden und auch nicht immer getrieben werden.

Ich merke, dass ich bei der Registrierung dieses Stückes sehr perfektionistisch bin. Oder jedenfalls ändere ich jeden Tag um. Immer fällt mir etwas Neues auf und ein. Ob man jemals die perfekte Registrierung findet?

Manche sind durch mich ermutigt und inspiriert, auch einen Blog zu schreiben.

Empfehlen kann ich das Buch Himmelblau und Rabenschwarz.

Gedanke 95

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Musik ist Kunst in der Zeit

Menschsein und Musikmachen gehören zusammen. Menschsein und Klavierspielen sind eine Einheit: Geschliffen werden, Echtheit, Demut, übernatürliche Kraft.

Hörende Hand. Raum schaffen im Kopf.

Verinnerlichte, zärtliche Hände haben.

 

 

Gedanke 93

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Gesteuerte Wege des Windes

Was ich an der Orgel mag? Ich mag den Wind. Den gesteuerten Weg des Windes. Senkrechte und waagrechte Wege. Bewegungswege, übertragene Wege. Klangwege.

Dass sich die Luft am Oberlabium bricht, oberhalb der Kernspalte, und durch diese Brechung schwingt und Ton erzeugt. Die Orgel mit dieser Brechung symbolisiert: Einheit im Gegensätzlichen.

Gedanke 92

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Süßigkeit ist der Gottesgeschmack

Bachs Musik ist nicht nur Heftpflaster und Aspirin, sondern Raum zwischen Reiz und Reaktion.

Musik bringt den Menschen in Berührung mit Liebe, die im Herzen schlummert. Süßigkeit ist der Gottesgeschmack.

 Großartige Musik ist nicht zu hören, ohne das Herz zu weiten.

Musik deckt mir den Adel meiner Seele auf.

Das Lied verwandelt den Menschen.

Gedanke 91

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Gestalterin sein in den Schnittstellen

Originär schaffen in einer Zeit, in der Musik wie fließend Wasser ist, in der Applaus eine Knautschzone des ritualverliebten Publikum ist, in der wir in einem Zeitalter der Verfügbarkeit leben – Außergewöhnliches schaffen. Kunst schaffen, Kunst machen. Für die Öffentlichkeit.