Gedanken

Gedanke 83




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Baldachin von Klang

Musik ist sinnliche Wahrnehmung. Ein Baldachin von Klang, ein Firmament der Töne. Leere gibt es gar nicht: Das Universum singt: In Musik baden. Wir können uns auf unsere Sinne verlassen. Wir sind ein Instrument. Ein sinnlicher Globus. Kunst wird nie überholt sein; wird immer gedeutet werden.

Innen-Wahr-Nehmung: zwischen Wahrheit und Sinnen. Staunend. Dankbar. Die Ebene der Kunst: Mutterboden der Unschuld: Alle Heiligkeit ist Unschuld.

Gedanke 81




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Sehnsucht

Kopf rangiert

Züge im Kopfbahnhof

Ein- und Ausstellung

Der eine wichtige steht nicht dort

Zug auf der Kopfhaut

Wo

Einen sanften Durchschnitt habe ich nicht

Haar nach unten fällt

Gedankenfahrt

Nach oben weil dort Dutt der blonde Punkt

Duett

Gedanke 79




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Horchsam

Am Hörendsten sein in der Stille. Preisgegeben. Ich höre das Helle, die Fülle. Musik ist Lobgesang. Die Sonne singt, das Meer. Schmelz und Schichten. Musik ist Anschein und Substanz. Höre Israel.

Erhöre mich.

“Alles erfahre ich, indem ich schweige, auf dass ich höre.”

Liebe hören. Weibliche Schwingungen. Wie hell muss Gottes Stimme sein, wie schwingend, voll Klang. Eine Stimme voll Freude. Höhe ist Freude! Steigerung!

Hörende Wesen: Ein winziger Fötus hört im Bauch der Mama schon nach 7 Tagen. Aber die Wissenschaft will meist nur das, was die Gesellschaft will: Männermacht. Augen. Dabei bleibt jeder Mensch drei mal so sensibilisiert für weibliche Schwingungen. Warum? Liebe hören. Gott hören: Er kann und wird nicht Teil der Männerdominanz sein. Gott sei Dank!

 

Gedanke 78




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Fanfare und Farbe

Ich schätze Vincent van Gogh, ich bin berührt und erschrocken über sein Leben und seine Hartnäckigkeit in der Kunst, seine Leidensbereitschaft, seine Vision. Unglaubliches Leben. Regeln fielen ihm schwer. Sehr schwer. Wunderbar schwer. Seine Revolution. Seine Not. Nicht zu fassen. Wie konnte ein solcher Mann mit allen Tiefen und Höhen solche Werke schaffen? Ja, sein Schmerz hat seinen eigenen Stil erschaffen. Er malte seine Gefühle. Seine Krankheit. Seine Seele. Er ist in seinem Leben ganz anders als Bach, ein Stück weit gegensätzlich, unsicher, verletzlich, sensibel, genauso unschuldig und kindlich, und hat dennoch genauso seinen eigenen Stil erschaffen, Ablehnung und Zorn und dennoch so viel Zartheit, immer auf der Suche nach Vollkommenheit. Dennoch ist mein Lieblingsmaler Monet. 

Gedanke 77




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Musik trinken

Die Beflügelung der Angst, sie zu verlieren. Sound ist etwas Weibliches, Echo erst recht, etwas Schöpferisches, etwas, das aus Herz und Bauch kommt, aus Brust, Kehle und Tiefe. Die Kunst kommt aus den tiefen Regionen des Körpers, schwingt. Ist edel.

Es tut gut, Jazz zu hören. Tiefenentspannung. Kontrabass, Saxofon. Mehr nicht. Simpel. Augen schließen.

Wie ein Amen. Singen. Hören.

Gedanke 76




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Musik ist ein Fächer, ein Schutzschild

Musik kann nicht bezwungen werden, sie liegt wie das Meer oder ein großer weiter Strand, das Meer spiegelnd, vor mir. Musik kann ich trinken. Der Strand ist wie ein mittelblonder geflochtener Zopf in all den Lichtern.

Mein Klang. Meditation.

Art is strength under control. Welt hören.

Gedanke 75




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Musik ist die Expedition des Hörens

Zufälle sind Gottes Art, anonym zu bleiben. Die Welt ist Klang.

In der Stille liegt die Herausforderung. Höre ich mir selbst zu?

Und fiedelt an der Orgel. Skin and colour. Lauschen. Wechsel der Töne.

Üben ist für mich Inspiration und eine der schönsten Tätigkeiten und (langen) Momente dieser Erde: Rückzug, Lyrik, Mediation. Früher war es manchmal eine hatkärlek-förhållande mit dem Üben aufgrund von Perfektionismus. Nun aber ist es für mich wieder Rückgrat und Speiche.