Gedanken

Gedanke 91

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Gestalterin sein in den Schnittstellen

Originär schaffen in einer Zeit, in der Musik wie fließend Wasser ist, in der Applaus eine Knautschzone des ritualverliebten Publikum ist, in der wir in einem Zeitalter der Verfügbarkeit leben – Außergewöhnliches schaffen. Kunst schaffen, Kunst machen. Für die Öffentlichkeit.

Gedanke 89

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das feuer im kessel der tasten geschürt

klang wölbt die handfläche

baut säulen aus fingern

das feuer im kessel der tasten geschürt

schweiß der töne trocknet noch

in den armen des befreundeten akkords

der gesangauffangbecher

Gedanke 85

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Upprörd Meditation

En storm får kvarnens vingar att vilt gå runt

i nattens mörker, malande intet.  – Du

hålls vaken utav samma lagar.

Gråhajens buk är din svaga lampa.

Diffusa minnen sjunker till havsens djup

och stelnar där till främmande stoder.  – Grön

av alger är din krycka. Den som

vandrar till havs vänder styvnad åter. 

(Thomas Tranströmer, 1954: Dikter)

Aufgewühlte Meditation

Ein Sturm lässt die Schwingen einer Mühle wild herumgehen

in das dunkle, antreibende Nichts der Nacht. – Du

wirst wach gehalten von dem gleichen Gesetz.

Nur der Bauch des Grauhais ist deine schwache Lampe.

Diffuse Erinnerungen sinken in die Tiefe des Meeres

und versteinern dort zu fremden Säulen. – Grün

von Algen ist deine Krücke. Die, die wandert,

bis das Meer sich steif wieder dreht.

(Ann-Helena Schlüter)

Gedanke 83

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Baldachin von Klang

Musik ist sinnliche Wahrnehmung. Ein Baldachin von Klang, ein Firmament der Töne. Leere gibt es gar nicht: Das Universum singt: In Musik baden. Wir können uns auf unsere Sinne verlassen. Wir sind ein Instrument. Ein sinnlicher Globus. Kunst wird nie überholt sein; wird immer gedeutet werden.

Innen-Wahr-Nehmung: zwischen Wahrheit und Sinnen. Staunend. Dankbar. Die Ebene der Kunst: Mutterboden der Unschuld: Alle Heiligkeit ist Unschuld.