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Tur Blogg

Nur wer das Wichtige kennt, findet den Weg zum Wesentlichen. (Stephen Covey)

Gesegneten Frauentag!

Ich freue mich, dass das Rondo-Magazin zwei Tickets für mein Konzert auf dem Bach-Festival Arnstadt am 21.3. verlost.

Heute Abend ist mein Hamm-Konzert in St. Stephanus Hamm-Heessen: Pfeifen & Saiten, Klavier und Orgel im Dialog.

Sehr mag ich Hans Fagius (schwedischer Organist).

Ich glaube, dass Fingersätze in Noten etwas Psychologisches haben. Ich merke mir sogar, wenn ein Fingersatz besonders glitzert aufgrund eines bestimmten Bleistifts.

Ich liebe die Musik von Bruhns; bei mancher Musik ist das Testosteron so künstlerisch, sensibel und leidenschaftlich umgesetzt, dass es mir gefällt.

Mir fällt auf, dass viele Organisten unemotional spielen.

Ich habe zum Internationalen Frauentag 2020 spontan schöne Geschenke bekommen, vielen Dank. Besonders Blumen mag ich, gelbe und bunte Orchideen. Männer sind nett.

Sehr empfehlen kann ich GoodByeStress und Tiefenentspannung von Kneipp und das Teebaumöl von Kanzy. Teebaumöl im Badewasser erinnert mich an meine Zeit in Australien, die ich vermisse. Für kurze Zeit bin ich dann wieder unter Koalabären. Und empfehlen kann ich auch den Roman Exodus über Israel

Die kleinen Kohlmeisen warten oft ab mit dem Po zu mir gedreht, bis ich die Tauben verscheucht habe, dann kommen sie zum Futter auf dem Balkon angesaust.

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Zum Beethoven-Jahr 2020

7. März 2020

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Gott lässt uns nicht zum Sterben leben, sondern zum Lieben. (AHS)

Unterwegs im ICE nach Hamm zur Beckerath-Orgel. Morgen Konzert Klavier und Orgel, Beethoven, Liszt, Chopin, Mozart, Muffat, eigene Werke.

Wenn ich müde bin, tue ich immer noch das Gleiche wie damals, als ich klein war und schnüffle an meinem Ärmel, den ich mir um die Hand winkle. Es riecht doch nichts so gut und beruhigend wie Haut und frisch gewaschene Baumwolle (meine Droge). Irgendwie ist man erwachsen und doch noch auch Kind. Manche “Macken” gehen vielleicht nie weg. Ob wir die noch im Himmel haben? (Daran erkennen mich die anderen sicher da, am Armschnüffeln. Aber im Himmel sind wir nicht mehr müde.)

Lenter-Orgeln mag ich sehr gern, Ansprache, Gefühl und Klang.

Ich freue mich auf nächsten Samstag: Jurorin an der Musterschule-Musikgymnasium Frankfurt. Ich liebe junge MusikerInnen. Schön ist, dass sie ausdrücklich Frauen in der Jury haben wollten, da früher alle Jurys männerdominiert waren. In manchen Sparten sind sie es immer noch, beispielsweise bei ISAM und auf so gut wie allen Orgelwettbewerben.

Unterricht

6. März 2020

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Gott ist die Möglichkeit aller Möglichkeiten. (Christin Morgenstern)

Ich freue mich, wieder zu malen, mehr über die Techniken der Zusammensetzungen von Farben zu lernen, wie man Kreativität in Professionalität einfängt, den Mut, den eigenen Stil zu finden.

Dennoch, kann ich in den Noten die schwierigen Stellen wegmalen, wie ich es oft tue? Schön wär’s. Dennoch ist das Optische meiner Noten für mich wichtig. Orange übermalt den Fehler, den ich spiele. Oder besser, gespielt habe. Ich markiere meine Noten und würde sofort einen “fremden” Fingersatz entdecken. Fremde Fingersätze muss ich erst verarbeiten, und das geht nur, wenn ich vertraue. Aber ich habe fast alle Noten noch mal doppelt, da es schön ist, sie auch noch mal “ganz blank” zu haben beim Spielen. 

Das Buch Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken kann ich nicht empfehlen. Das Thema weibliches und männliches Gehirn ist zwar sehr spannend für mich, aber in diesem Buch sind die Klischees doch sehr stark, finde ich. Die Struktur der “Tests” ist zudem sofort ersichtlich. Obwohl es stimmt, wie dort steht, dass 90-99 Prozent aller Einbrecher, Mörder und Vergewaltiger Männer sind.

Dieses Jahr ist ein schönes Jahr, ein Beethoven-Jahr, ein Ludwig van- und #LudwigFan-Jahr.

Ich freue mich auf Hamm und Arnstadt.

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5. März 2020

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Wer die Natur betrachtet, wird vom Geheimnis des Lebens ergriffen. (Albert Schweitzer)

Es war schön, wieder zu reiten, diesmal in einer Rundhalle mit sechs anderen Reiterinnen;  die Anlagen sind schön, ich habe noch nie so viele Haflinger auf einmal gesehen. Tiere sind so genügsam. Es ist schön, die Bewegungen zu spüren, diese lieben, genügsamen Bewegungen, und ich komme mir durchaus auch wie ein Schulpferd vor im Leben. Eine Haflingerstute. Alles um mich herum ist ein Geheimnis, und dabei ist man mitten in der Dressur.

Seltsamerweise stört mich bei Pferden und Tieren allgemein Behäbigkeit viel weniger. 

Heute wird auf Bayern 4 Klassik und BR Klassik in Panorama ein Erinnerungskonzert um 15.30 für meinen Papa gegeben, der mein wichtiges Vorbild und größter und wichtigster Lehrer war. Es wird aufgenommen. 

Freue mich auf mein Konzert 18 Uhr in Hamm am Sonntag. Und auch besonders auf das Bach-Festival. 

Am 14.3. bin ich Jurorin für einen Wettbewerb in Frankfurt. Ich finde es schön, dass junge Musikerinnen und Musiker fleißig sind. 

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Mozart KV 594

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Beethoven Elise

Von der Tiefe bis hoch zu den Sternen durchflutet Liebe das All. (Hildegard von Bingen)

Ich werde hin und wieder gefragt, woher ich die Zitate habe. Nun, sie fliegen mir geradezu in den Schoß.

Die oben genannte Liebe ist in meinen Augen keine anonyme Macht, sondern eine persönliche, denn alles, was kreativ und schöpferisch ist, kann nicht anonym sein, sondern hat eine Persönlichkeit – wer Gasplaneten schafft, besitzt eine starke Persönlichkeit, Willen, Leidenschaft, Humor und Durchsetzungsvermögen. Gott. The Great. Der größte Künstler. Noch dazu einer, der liebt. Einer, der nicht eitel ist. Wo findet man das sonst schon? Kunst und Liebe?

Ich mag die Musik von Corelli und Pachelbel sehr.

Manchmal wundern sich meine Füße, was ich an der Orgel von ihnen will. Und Leute wundern sich, warum ich meine Fingersätze in die Noten angeblich “reinritze”. :). Ich bin zwar eine Flüsterin, eine Orgelflüsterin, eine Flügelflüsterin, aber die Fingersätze müssen für mich schon deutlich sein, damit sie in mein Inneres übergehen.

Schön ist, wenn die Orgel nicht atemlos klingt, natürlich auch der Flügel nicht.

Ich freue mich auf die Konzertwoche in Schweden bei Göteborg. Aber jetzt bin ich bald erst mal unterwegs nach Hamm. Kaum zu glauben, dass ich Jubiläum habe: Seit 2010 bin ich nun mit Konzerten weltweit unterwegs.

Anbei mein erstes richtiges Orgel-Video von 2018:

Ich freue mich auf viele Abonnenten auf YouTube.

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Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, da zu sitzen, vor sich hinzuschauen. (Astrid Lindgren)

Was ist das Besondere beim Musizieren? (Auch wenn ich dies Wort in meinem Kopf kaum verwende.) Ich denke, das Besondere ist, durch Musik nah an die Gefühle, Ängste, Seele heranzukommen und diese “unter Kontrolle” zu bekommen, mein Denken und Fühlen.

Bach war virtuos mit Füßen. Das inspiriert mich.

Ich freue mich auf die Beethoven Klavierabende.

Und auf die Pfeifen-Saiten-Konzerte, also Orgel und Klavier, jetzt am Sonntag in Hamm.

Der Film Tschaikowsky von Ken Russell fällt von der anderen Seite vom Pferd als der von Talankin – der erste Tschaik ein Wilder, Lotterlebenführender, Erfolgsbadender inmitten von übertrieben dargestellten homosexuellen Gestalten, ein Mann im Spektakel, die wunderschöne Musik unterlegt mit Vorstellungen von Kunstbanausen, der zweite ein in Melancholie versunkendes Opfer. Empfehlen kann ich beide nicht. Zu viele Klischees.

Anbei ein Lied für die Abendstunden:

Taize Ann-Helena

Erzeuge, aber nimm nicht in Besitz. Fördere, ohne zu beherrschen. (Lao-Tse)

Das Konzert gestern war sehr schön, wieder hatte ich Standing Ovations. Die Leute sind begeistert und schauen mich von oben bis unten an, als würden sie sich wundern, dass ich die große Orgel gespielt habe. Ich gebe zu, ich wundere mich selbst darüber. Ein von Mozart durchwebtes Programm von 75 Minuten. Beide Fantasien f-Moll und das Andante. Der März hat sehr gut begonnen.

Man hätte in einem Päuschen Mozartkugeln anbieten können, ganz recht. Es war ein Frauenpower-Konzert: Thalea ist die beste Blätterin, oder Blätteresse, die ich je hatte, und Anke eine der tollsten und bescheidenste Kantorin. Man erkennt am Blättern, wie musikalisch jemand ist. Ich habe bei Thalea gar nicht gemerkt, dass sie blättert, so gut war es, samtig und unsichtbar. Da die Orgel etwas auf einem Podest steht, musste sie um mich herum springen, da meine Noten besonders geklebt sind, lange Bandwürmer, da ich immer darauf gefasst sein muss, allein blättern zu können. Ich bin froh, dass Tobias auf die Idee kam, die Noten als Kompaktes, Ganzes zu blättern, indem man sie übereinander legt, vor allem bei Mozart und Liszt B-A-C-H.

Die Setzer habe ich alle selbst bedient, das ist mir sicherer. Dennoch habe ich das Gefühl, es gibt Heinzelmännchen (böse) in Orgeln: Es ist oft mindestens ein Setzer spurlos verschwunden. Ich habe sogar das Gefühl, es sind Heinzelmännchen in Noten: Plötzlich sind Fingersätze verschwunden. Es ist immer ein spannendes Abenteuer.

Was macht denn so Spaß an einem Orgelkonzert? Das Unberechenbare, das Bedienen der Tasten, Schweller und Setzer mit Händen und Füßen, das Glücksgefühl, wenn eine Setzerkombination noch da ist und funktioniert, das Einregistrieren, ja, das Verstehen der Orgel und des Raumes und das Sich-Verbinden mit Orgel und Raum, denn der wichtigste Registerzug ist die Akustik, die Artikulation, die Frage, wie es den Zungen geht und ob etwas verstimmt ist, das Verschmelzen und Kommunizieren und Aufeinanderabstimmen der Werke, das Mischen der Farben –

Kurz, das Technische und Komplexe an der Orgel, und dass Leute hin und wieder gern ohrenbetäubend gerauscht sein wollen inklusive mir. Ja, der Klangrausch. Nach fünf Stunden Einregistrieren höre ich auch nichts mehr. Ersetzt jede Disco und jedes Rockkonzert.

Empfehlen kann ich die Heizdecke stoov – sie ist relativ kabellos. Zum Üben gut zu verwenden (jedoch nicht im Konzert. Im Konzert geht auch keine Miniheizung. Aber das braucht man dann auch nicht mehr). Meine Stücke Snö und Längtan kamen auch gut an.

Was schrieb Mozart? “Als ich Herrn Stein sagte, ich möchte gern auf seiner Orgel spielen, denn die Orgel sei meine Passion, so verwunderte er sich groß und sagte: Was, ein solcher Mensch wie Sie, ein großer Clavierist und Pianist, will auf einem Instrument spielen, wo keine Expression ist?” So ähnlich sprechen Leute auch zu mir. Aber die Orgel hat Expression. Man muss sie nur zu beherrschen wissen.

1. März 2020

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Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen. (Oscar Wilde)

Wie labil das Männergemachte und ihre Wirtschaft ist, sieht man nun spätestens am Virus.

Und die Leute haben sofort Angst. Wenn ich lese, dass manche davon reden, dass “deren Waschmittel aus Kastanien für zwei Jahre ausreicht und dass sie Angst haben, dass es keinen Strom mehr gibt”, denke ich mir: Klar, der Strom ist auch vom Virus befallen, aber es gibt Kastanien-Strom, der reicht für zwei Jahre.

Oder diese Hysterie mit Aktien. Ich glaube, viele haben die Börse nicht verstanden. Nichts von Warten, Aushalten und Disziplin gehört. Da lobe ich mir das Üben. Das bereitet auf Krisen vor.

Für mich aber ist klar, ich werde lieber krank, als ein Konzert nicht zu spielen. Zudem fühle ich mich beschützt. Ich habe noch nie erlebt, dass Gott nicht auf mich aufgepasst hat. Vor langer Zeit, als ich am letzten Tag eines Meisterkurses Klavier in Salzburg kein WG-Zimmer mehr hatte, es aber schon spät war und dunkel wurde, kamen zwei Nonnen auf mich zu, als ich etwas ängstlich durch die Straße lief, und quartierten mich im Kloster ein. Sie kamen wie Engel aus der Dunkelheit.

Heute habe ich gelesen, dass für Frauen das Immunsystem eines Mannes attraktiv ist. Dass Frauen in den ersten drei Minuten spüren, ob ein Mann ein starkes Immunsystem hat oder nicht. So was! Sachen gibt es. Doch heutzutage ziehen hasenfüßige  Männer eine Banane und eine Unterhose im Rollköfferchen hinter sich her und erleiden, wenn die Sonne etwas stärker scheint, einen Kreislaufzusammenbruch. Das Einzige, was stark zu sein scheint, sind die Füße so groß wie Schiffe. Die Füße dieser Männer werden immer länger und ihr Immunsystem immer kürzer.

Ach, wenn ich bedenke, dass Männer früher edle Ritter waren… Oder zumindest in meiner Vorstellung.

Nun, das war ein etwas ironischer Beitrag. Jetzt registriere ich für heute Abend ein. Konzert 18 Uhr. Ich mag die Klais-Orgel in Heiligkreuz, sie ist nur ein wenig trompetig insgesamt.

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Messiaen, Beckerath-Orgel HfMDK Frankfurt

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand. (Blaise Pascal)

Es ist ja eigentlich seltsam, dass manche meinen, es sei schwer, beides, Orgel und Klavier, gut unterzubringen. Nun, zeitlich sicher. Aber war nicht auch Marcel Dupré Pianist gewesen, Organist und Komponist? Natürlich lernt man erst mit der Zeit, welche Orgel und welche Klänge zu welchem Stück passen. Aber noch später kommt man, wie ich hörte, dahin, dass man gerade das, was traditionell nicht passt, passend macht oder gerade deswegen schön findet, weil es anders und nicht-traditionell ist – ich habe sozusagen das Normale übersprungen und bin schon dort :).

Was mir auffällt: Viele Organisten sind eher gemütlich, eher langsam und haben es gern gemütlich. Ich komme mir vor wie ein Rennwagen, der mit 250 um die Ecke schießt, oder ein Rennpferd, und die Organisten springen empört zur Seite. Anfangs hat mich das irritiert, dieses Langsame. Ich scharrte mit den Hufen. Aber jetzt merke ich, dass es mir und meinem Spiel gut tut, wenn etwas Ruhiges hineinkommt. Wie wichtig das für mich ist. Ich bin dankbar für die geduldige Ruhe, die manche ausstrahlen, immer wieder – es erreicht mich seltsamerweise vor allem zuerst durch die Ohren – ich muss es hören, dass das Ruhige anders klingt. Ich bin ein Sample-Set, ein Schwamm, ein Spiegel, ein Stempelkissen.

Ich habe ein neues Stück an der Orgel kreiert: Tempelruf. Eigentlich krass, ein Muezzin auf der Orgel. Aber ich meine es eigentlich anders: Ich meine ein jüdisches Tempelgebet.

Empfehlen kann ich (bin dort neu) Pipes and Posts – eine Community für Organistinnen, MusikerInnen und Liebhaber der Musik.

Am Sonntag um 18 Uhr ist mein Konzert in Heiligkreuz Würzburg.

Anbei das neue Video vom SR-Sendesaal Saabrücken: Beethoven “Für Elise”.

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