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Die Gesellschaft darf nicht vorschreiben, welche Funktion und Ideale eine Frau anzustreben hat. (Maria Jepsen)

Die Gesellschaft ist leider männlich. Das war Maria Jepsen schon 1945 klar. Heute erinnere ich an Verena von Weymarn, Suzanna Randall, Erna Eckstein, Dianna Cohen, die gegen die Plastiküberschwemmung aufbegehrte, Franca Inbergamo, die gegen die Mafia kämpfte, und die Künstlerin Hulda Pankok, die lautstark für Frauen war. Was man nicht von vielen Frauen sagen kann.

Ich mag Chris Rice.

Ich glaube, ich bin einfüßig schneller als viele mit zwei Füßen. So wie ich einhändig schneller bin als viele mit zwei.

Eine Organistin darf nicht eigene Songs singen?

Ich singe:

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Von was dir nie Verlust war, geh. (Russische Seele)

Ich mag die Musik von Bessie Smith. Interessant ist der Film Zwischen den Stühlen. Es geht um das Lehrersein.

Schön ist auch Engel der Langsamkeit und Juan.

Ich erinnere heute an Segolene Royal, Politikerin, und an Diane Hendricks, super Geschäftsfrau. Und an die Lyrikerin Sarah Kirsch.

Sehr gerne höre ich Volodos.

Mein Auto läuft wieder wie am Schnürchen.

Ein wenig Jazz-Piano:

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22. März 2021

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Charakter zu entwickeln ist viel nötiger, als den Verstand weiter zu fördern. (Beatrice Webb)

Bald ist Ostern, aber eigentlich heisst es: Das Auferstehungsfest.

Endlich ist das Video zum 2. Examenskonzert Hamburg gekommen. Danke ❤️ Wegen Corona hat es sehr lange gedauert, ist aber sehr schön geworden. Ich poste es noch – oder Teile daraus. Ich bin die erste, die an der tollen Orgel in St. Katharinen Hamburg ein Streamkonzert gespielt hat, und das von der großen Länge, und dann noch als Prüfung. Es ist mir eine Ehre. Es war mein erstes Streamkonzert. Ich glaube, das gab es in Hamburg insgesamt und an allen Musikhochschulen noch kaum. Und der Scheidemann passte perfekt hierher. Die perfekte Orgel. Ich erinnere mich, dass ich vor zwei Jahren an dieser Orgel mit der Orgelfahrt aus der Hochschule Frankfurt war. Damals war ich noch ganz neu und unerfahren. Ich stand stumm und staunend da. Und nun bin ich die erste, die dort gestreamt hat. Ich kann alle ermutigen, die neu mit etwas sind, noch unerfahren, das Gefühl haben, dass andere das Potential nicht sehen, das man hat oder einem Dinge nicht zutrauen: Alles ist nur eine Frage der Zeit, der Erfahrung und des Willens. Lass dich von niemandem entmutigen. Corona macht Prüfungen doppelt so schwer, wenn Live-Stream und Zoom Prüfung und Unterricht ersetzen und ausmachen. Die meisten Juroren und Prüfer haben selbst noch nie ein eigenes Konzert gestreamt und wissen gar nicht, wie enorm anstrengend das ist. Und dann ohne Präsenzunterricht. Das sind Ausnahmesituationen.

Beatrice Webb ist 1943 gestorben. Tolle Frau. Sie hat sich um die Armen gekümmert. Heute erinnere ich auch an die Stuntfrau Kitty O‘Neil (schnellste Frau der Welt) und an die erste promovierte (1900) Chemikerin Clara Immerwahr. Ihr Mann hat sie dennoch auf eine Haushaltshilfe reduziert. Er war zwar Nobelpreisträger, aber seinen Charakter hat er nicht entwickelt, siehe Zitat. Und sie ließ es zu.

Solange das Kleinhalten von Frauen ein Privat-Thema bleibt, schamhaft ist, unangenehm, heimlich, in akademischen Kreisen peinlich versteckt, behütet oder „normal“, mit Angst besetzt, als müssten die Rollen unbedingt gewahrt bleiben, um die Menschheit zu erhalten, solange immer abgewehrt wird, peinlich berührt, gerechtfertigt, um das Welt-Rollenbild nicht zu erschüttern, wird nur so getan, als würde man eine Lösung suchen. Man will es gar nicht ändern. Manche Männer tun nur so. Weil es nett wirkt. „Wie ein Gentleman.“ Sie müssten aber zu viel aufgeben, sich wirklich dafür einzusetzen. Und Frauen rechtfertigen das Rollenspiel, da für viele sonst eine schockierende Erkenntnis einsetzt. Sie rechtfertigen sich, das Spiel mitgespielt zu haben, um geliebt zu werden. Mit dem Haken: Dass es keine Liebe ist. Und dann gibt es Männer, die wie aufgehetzte Hunde reagieren, wenn man das Rollenspiel auch nur ankratzt.

Interessant ist der Film Müdigkeitsgesellschaft von Gresser und Han.

21. März 2021

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I konsten kan vi finna oss själva och förlora och själva på samma gång. (Thomas Merton)

Normalerweise Bachfestival Arnstadt Schönes Video dazu mit einem Gruß von mir auf der Page von Bachfestival Arnstadt und facebook.

Der alte Film von vor 10 Jahren, Himmelstöne, über die Firma Klais ist sehr interessant. Es macht viel Spaß, zu sehen, wie Orgeln und Pfeifen hergestellt werden. Ja, die Orgeln geben einem erst Profil und Geschmack, niemand anderes, keine Lehrer. Sehr schön ist der Film Die Spielwütigen. Durch den Film lernt man viel über das Künstlersein und Künstlerwerden. In der Musik wird einem auch oft gesagt, dass man sich hinter die Musik zurücknehmen muss, nicht zu viel von sich selbst geben darf. Und dennoch ist genau das der Schlüssel: Sich selbst finden, sich selbst geben. Warum sollte man in der Musik weniger geben als im Leben? In Hochschulen braucht man viel Demut, gerade wenn man ein Künstler ist. Denn es gibt dort auch Menschen, die einen hindern und brechen wollen.

Der Film Klassik und Kalter Krieg DDR ist sehr interessant.

Der Film Dirigenten ist schön, aber männerlastig, Kerle gleich Kumpel, dieses Kumpelsein ist für Frauen schwierig. Können Königinnen Kumpel? Die alten deutschen Männer in der Jury können irritierend sein. Und die jungen wirken eingebildet. Es geht oft darum, international, jung, männlich zu sein. Geht es wirklich um Musik? So viele äußere Faktoren… Die heute Bekannteste – eine Frau – wurde damals gleich in der ersten Runde rausgeworfen.

Mit Beetle Drop in die Werkstatt reingeruckelt. Zündkerzen. Das Auto bekam keine Luft mehr. Ich bin mit Autos eine Laiin (selbsterfunden). Aber es kommt mir so vor: Unsere Lunge gibt uns Atmung und Zündung. Unsere Lunge ist unsere Zündkerze.

Komm, Heiliger Geist: Hamburg

https://youtu.be/SiOoGOTypnA

Ein Küken bin ich. Die Schale meines Lebens birgt sorglich den Geist. (Marie-Luise Stangl)

Die Orgelwerke Himalaya und Meereszyklus erscheinen bald.

Unter e-Books habe ich neu eine Anthologie von einem Literatur-Wettbewerb (Thema Vegan), dort ist ein Gedicht von mir, auch wenn ich nicht vegan bin. Aber ich bewundere Menschen, die das sind, zum Beispiel auch Freunde von mir und welche aus meiner Familie. Das e-Book hat eine Schutzgebühr.

Empfehlen kann ich den Film Rush Hour Date; es ist zwar nicht meine Welt, aber irgendwie lustig. Mein Beetle muss morgen in die Werkstatt.

Flügelschlag:

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Neue Klänge zu entdecken gehört mit zu den schönsten musikalischen Erlebnissen überhaupt auf dieser Welt, Klang neu zu entdecken und kennenzulernen. (AHS)

Am 5.4. stelle ich meine Dissertation vor, erst via Zoom und dann im internationalen Doktorandenforum. Die Ergebnisse der Studie. Zum ersten Mal bin ich zufrieden mit der Studie. Ich freue mich, wenn sie veröffentlicht wird (Wißner). Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn es so weit ist. Ich mache eine Party, wenn ich sie abgebe, hoffentlich dieses Jahr… Und dann kommt die zweite. Wenn ich das schaffe, aber es wäre schade, wenn nicht, da diese ja auch bereits viel Kraft, Herzblut und Zeit gekostet hat und mir am Herzen liegt. Ich hoffe, diese beiden völlig unterschiedlichen Arbeiten über Bach sind wichtig und hilfreich für die Forschung (Musikpädagogik/ Musikwissenschaft) und helfen anderen weiter, zum Beispiel in der Musikvermittlung. Und für alle Bach-Fans sind sie sowieso.

Ich bin eine Weltensammlerin.

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18. März 2021

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Zehntausend Dinge. Jedes will zurück zum Grund. Ich schaue nur zu. (Marie-Luise Stangl)

Wie schön, dass ich wieder einen Hauskreis habe. Es macht Spaß, es hat mir gefehlt. Und es geht doch ganz gut mit Zoom. Alles hat Vor-und Nachteile.

Ich liebe Monet, besonders Die Landspitze bei Heve, Die Eisenbahnbrücke, Rouen. Sehr mag ich auch Botticelli und besonders Boudin. Weiterhin mag ich Tizian, Cézanne, Cuyps. Ach, wann kann man wieder Museen besuchen. Ich bin auch gespannt auf das Orgelmuseum.

Und langsam geht es wieder los mit Üben, nachdem ich mir und meinen Händen eine kleine Pause gegönnt und mich auf die Dissertation verlegt habe. Aber die CD-Aufnahme kommt bald. Ich freue mich und nähere mich wieder der Königin.

Zwei Königinnen. Was will man mehr? 🙂 Jedoch muss ich an der Dissertation dran bleiben, denn das Raus- und Reinhüpfen ist ein Killer. Ich brauche einen doppelten Plan und Doppel-Flow.

Wann lernt man eine Person und sich selbst kennen? In der Krise. Heute erinnere ich an die wundervollen Frauen, die unter Männerterror gelitten und sich für Menschenrechte eingesetzt haben: Phan Phuc, Olympe de Gouges, Ntozake Shange, Navanethem Pillay, Naika Foroutan. Populistische Argumentation und frauenfeindliche Ressentiments mussten manche dieser Frauen schon 1748 ertragen.

Die Wolke zu spüren im Haar. Springende Blätter wie paarende Frösche. (AHS)

#annhelena

17. März 2021

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Nicht das Wort Heimat, sondern das Wort Kunst war für mich das Wesentliche. (Clara Viebig)

Heute das größte Kapitel der Dissertation fertig bekommen. Es ist schwierig, da man im Flow bleiben muss. Sobald man diesen verliert, wird es schier unerträglich, wieder dorthin zurückzukehren, wo man war. Wie oft ist mir dies schon passiert, aufgrund der Musik. Anstrengend ist, dass man pausenlos denken muss, um kompakt zu bleiben im Inhalt, und das ganz ohne Musik.

Dennoch ist es schön, die Puzzlestücke zusammenzusetzen, zu sehen, wie es vorwärts geht. Am meisten machen mir die Grafiken Spaß: Den Inhalt visuell zu sehen. Man muss immer eine gespannte Saite sein, brennend, angezündet.

Heute erinnere ich an Robin Wright, die sagte: Ich habe es satt, mir auf die Zunge zu beißen.

16. März 2021

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Welche Musik wirkt auf welchen Menschen zu welchem Zeitpunkt auf welche Weise? (Minkenberg)

Neues schönes Interview im Tableau Musical. Kommt bald. Und bei Zeitzeichen. Heute möchte ich an die nordische Jeanne d’Arc erinnern: Elsa Brandström, Schwedin. Berufstätige Frau, Lebensretterin, Kämpferin.

Habe mich heute bei TikTok angemeldet, weil man mich mehrfach bat, obwohl ich (lebe hinter dem Mond? bin der Mond?) gar nicht weiß, was nun hier der Unterschied zu YouTube ist. Kürzere Videos? Ihr könnt mir hier gern folgen. Unter meinem Namen bin ich dort zu finden. Ihr könnt die ersten Follower sein. Ich denke, ich werde dort ganz andere Dinge hineinstellen, wenn, kurze knackige Handyvideos aus meinem Leben oder anderes. Mal sehen. Etwas Menschliches, nicht nur Leistung.

Würzburgs Dom, am 16.3. 1945 zerstört, zeigt nun viele historische Dokumente. Es ist nett zu sehen, wie die Stadt ganz früher aussah. Ich mag die ernsten, echten Gesichter auf den Fotos.

Hauptwerkorgel mit neuen Reed-Schaltern bestückt. Hierzu braucht es Bohrer, die kleiner als Millimeter bohren können. Das Pedal wurde auch justiert.

Mein Leben als Konzert-Organistin in der Männer-Domäne Orgel ist nicht leicht.

Ich habe mit Heiko, der Clavichorde sammelt, gesprochen über Sexismus auch in vielen anderen Branchen, GenderPayGap usw. Er fragte mich nach einer Lösung. Oho! Ich weiß zumindest schon, wie sie nicht aussieht. Man kann sich hierbei nicht auf die Hilfe von anderen Frauen verlassen. Noch nicht. Ich denke, dazu muss eine neue Generation frei heranwachsen. Die jetzigen Frauen wollen zu oft Männern gefallen, sehen diese als Autorität, der zu glauben ist.

Auch labile Männer, die anderen nachlaufen, können keine Hilfe sein, im Gegenteil. Sie werden zum Judas, wenn es darauf ankommt, und haben viel zu viel Feigheit, sich gegen einen Mob durchzusetzen. Die Kirchenmusik-Gruppen werden ohnehin zu 80 Prozent von Laien dominiert. Was für eine seltsame Branche. Und dann gibt es dort die, die niemanden hochkommen lassen wollen, der auch nur irgendwie die Chance hat, mehr zu werden als sie selbst.
Gehöre ich zur Lösung? Wegschauen kann keine Lösung sein; ein Feldzug auch nicht. Ich schlage Thesen in meinem Blog an die Kirchentür. Ob sie verstanden werden? Oder wird wie bei Luther ein Bauernkrieg ausbrechen? Ich glaube, Männer werden helfen müssen, eine Lösung zu finden; Männer der Art, wie auch Martin Luther um sich hatte: Wundervolle.
Ich glaube, die Lösung ist: Öffentlichkeit. Solange man nur im Privaten darüber diskutiert, wird sich nichts ändern, da Bewusstsein und Interesse geweckt werden müssen.

15 März 2021

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Wenn wir alles anders hören würden, sähe alles anders aus. (aus der Oper Der unglaubliche Spotz)

Sonniger Sonntag. Wenn ich Fotos der wunderschönen Unterwasserwelt, der Tierwelt im Meer sehe, beispielsweise von Wakolbinger, dann sehe ich die Kindlichkeit und Unschuld Gottes: Tiere mit Schmollmund, mit Riesenaugen, die witzigsten Tierchen, zart, bunt, verletzlich. Der größter Künstler des Universums ist zart und unschuldig. Doch wer dominiert auf der Erde die Kunst- und Musikszene?

Neuer Rekordbesuch auf meiner Webseite.

Was mir gefällt: Bei Blumen zeigt sich, wie sich Geduld auszahlt: Manche Bäume und Pflanzen blühen und treiben, auch wenn man sie beinahe schon aufgeben wollte. Aber ich höre auf mein Bauchgefühl, und sie belohnen mich. Das Leben bricht sich Bahn. Wenn ich merke, es wird Frühling und die Vögel singen, das ist so positiv.

Ich mag gern edle alte Möbelstücke, die ein wenig wie Lampenschirme aus alten Zeiten aussehen.

Hunde, die den Mond ankläffen, versuchen, den Mond vom Himmel zu ziehen und ebenfalls zum Kläffer zu machen, zu ihresgleichen. Der musikalische Mond hasst Lärm und besonders Gekläffe. Ich danke euch, dass ihr mich erinnert, dass der Mond am Himmel bleibt, die ihn noch höher hinauf sehen wollen. Denn in der Höhe, dorthin reicht das Negative nicht. Der Mond hat eine ganz andere Adresse als die Kläffer.

Ich mag Homilius.