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5. Mai 2025: Auf dem Weg zum Licht lass keinen zurück. (Rosegger)
Foto: 1. Mai 2025
Ich glaube, dass Menschen, die Freiheit lieben, auch zeitgenössische Kunst und Musik lieben und darin ihre Lust auf das Experimentieren ausleben, ob aktiv oder passiv. Doch auch in der Kunst und Musik gibt es eine Sklavenhalter-Mentalität, eine Herrschaft im Sinne von Männerschaft, eine Lobby, die mit Schlingen der Macht agiert und bestimmt, anstatt zusammen zu arbeiten und frei zu lassen.
Meine Master-Chorleitungsprüfung an Folkwang mache ich mit dem Schwerpunkt Arrangieren und Komposition. Wann genau, gebe ich noch durch – entweder Ende des oder Anfang nächsten Jahres.
4. Mai 2025: Nur wer mit ganzem Herzen einer Berufung folgt und nicht zwischen beruflich und privat aufteilt, wird erfüllt werden. (nach Papst Franziskus)
Foto: Gottlieb Knauf Orgel ev. St. Petri Kirche Mackenrode Hohenstein
Das, was ich vom evangelischen Kirchentag in Hannover mitbekommen habe von Freunden, die dort waren, ist eher erschreckend. Es geht mehr um Regenbogen als um Bibel, mehr um grüne Linke und Politik als um Gott, um „queere Tiere in der Arche Noahs“, mehr um den Klimawandel als um das Evangelium, mehr um den Woke-Zeitgeist und liberales Denken als um Gottes Wort, sogar um die Leugnung des Menschen in Mann und Frau und die Aufweichung der Wahrheit, die Jesus und das Neue Testament betonen. Themen wie Sünde, Gnade, Gemeindeaufbau, Evangelisation, Christenverfolgung sind kaum existent, wenn, verwoked.
Was würde Bonhoeffer, was würde Luther, was würde Jesus diesem Kirchentag sagen?
In Mackenrode Hohenstein war das Konzert gut besucht und sehr schön. Das Konzert war Teil von der Reihe LICHTwege mit Licht-Installationen von Ludger Hinse im ganzen Harz. Ich habe Goldhelm-Osterschokolade, Harzer Honig und Honig Kerzen und Schokolade in Form von Noten bekommen. Das beste Konzertgemüse sind jedoch Fleurop-Gutscheine – schon mein zweiter nach einem Konzert ❤️
Der Ortsteil Mackenrode ist der größte Ortsteil in der Gemeinde Hohenstein.
Die evangelisch-lutherische Kirche St. Petrus gehört zum Pfarrbereich Trebra im Kirchenkreis Südharz.
Die Saalkirche mit Kanzelaltar (diesmal ohne Engel, der fliegt), Satteldach und Turm mit spitzem oktogonalem, schiefergedecktem Helm wurde aus Bruchsteinen 1792 erbaut und nach einem Brand 1877 wieder hergestellt. Das ganze Dorf brannte damals fast ab.
Ich habe hier u.a. in Obersachswerfen, Bleicherode, Nordhausen, Heringen, Limlingerode, Mackenrode, Liebenrode, Görsbach, Hausneindorf, Worbis, Leinefelde, Gräfenroda und Walkenried gespielt.
Deutschland ist wunderschön 😍 Man muss gar nicht woanders Urlaub machen oder konzertieren. Man schafft nicht mal, bis man 120 ist, alle Orgeln in Deutschland durch.
Manche sagen ja, Künstlerinnen sind eher verschusselt. Ich würde dem nicht zustimmen. Ich merke nur, dass ich irgendwie anders ticke als die meisten. Aber dann denke ich, dass die anderen verschusselt sind, nicht ich. Diese wiederum denken, dass ich verschusselt bin. Komisch.
Eine Sache, die bei mir vielleicht anders ist, ist, dass ich noch immer hoffe, mich, wenn ich mich genug anstrenge, zweiteilen zu können, heisst, an zwei Orten gleichzeitig sein zu können, was die meisten für ausgeschlossen halten. Vor allem, wenn ich etwas durcheinandergebracht habe, hoffe ich inständig, dass Gott mir ausnahmsweise genehmigt, mich zu beamen oder dass er mir hilft, indem er Zeit und Ort für mich streched. Hier habe ich schon einige Wunder mit ihm erlebt.
Besonders seltsam ist es, wenn ich mich sehr bemühe, sortiert zu sein, und dann doch etwas verschusselt auf andere wirke. Dieses Jahr habe ich mehrfach zwei Konzerte auf einen Tag gelegt und habe keine Ahnung, wie das schon wieder passieren konnte und falle zudem aus allen Wolken. Es ist mir leider bisher noch nicht gelungen, gleichzeitig an zwei unterschiedlichen Orten um 17 Uhr zu spielen.
Auch die Wege und Strecken, die ich zurücklegen muss, sind manchmal enorm. Ich musste im April Inlandflüge nehmen, weil es nicht anders möglich war, die Termine zu handeln, und bin mit der Lufthansa zum Beispiel Frankfurt Main-Dresden geflogen, was ja nicht gerade günstig ist One Way abends – und auch nicht klimafreundlich. Es sind kleine Mini-Flieger rappelvoll mit Business-Leuten, die den halben Counter zusammentreten, wenn sie einen Flug verpasst haben. Aber es ist auch lustig und spannend.
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Foto: Plakat Konzert Christian Friedrich Voigt Orgel 1868 Kirche Idstein Taunus
An kleineren Orgeln zu spielen, ist oft schwerer, man muss sehr feinfühlig und konzentriert sein, da man es oft mit „unbequemen“ Orgeln zu tun hat mit ihren besonderen Macken und Tücken. Hier in Idstein ist zum Beispiel das unverrückbare Notenpult sehr nah über dem zweiten Manual, die Register wiederum sehr weit oben. Auch die trockene Akustik mit einer seitenspieligen Orgel ist nicht so leicht.
Morgen fahre ich nach Thüringen zum nächsten Konzert.
Orgelbau geht es generell gerade nicht so gut. Viele wunderbare Firmen sind insolvent gegangen. Auch die Firma Hey, Sauer, Schuke Berlin oder Andreas Voigt gibt es so nicht mehr. Andere große Firmen haben nur noch wenige Mitarbeiter und können kaum ihre Aufträge erfüllen. Das ganze Handwerk ist betroffen. Zudem gibt es Streit und Konkurrenz.
Aber eigentlich geht es noch weiter als das. Die meisten Firmen im Orgelbau können nicht mal ansatzweise leisten, was früher möglich war – obwohl es damals bei weitem nicht das Werkzeug und die Hilfen gab wie heute und die Orgelbauer auch früher sehr viele Hindernisse zu überwinden hatten. Auch künstlerisch gesehen ist nicht mehr das Geniale aus dem 17. oder 18. oder 19. Jahrhundert anzutreffen – wenn man an Walcker, Ladegast, Silbermann denkt. … Es ist, als wären viel Geschmack, Kunst und Handwerk und vor allem Leidenschaft verloren gegangen. Es darf nicht nur um Geld gehen. Es geht um Neugierde, Durchhaltekraft, Zähigkeit.
Anderen Orgel-Firmen geht es wiederum finanziell gut. Bei den 630 000 Euro in Weilburg ist der digitale Spieltisch noch gar nicht dabei, der unten hinkommen soll. Das wäre dann der 5. Spieltisch in der Schlosskirche.
Besonders gut gefällt mir die Treppe hoch zur restaurierten Orgel in der Schlosskirche Weilburg. Es sind sehr viele Stufen, sie führt an den besonderen Logen mit ihre Öfen und Tapeten vorbei und wird am Ende sehr klein und schmal, selbst für mich mit kleinen Füßen.
Historische Voigt Orgel:
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Foto: Christian Friedrich Voigt Orgel 1868 ev. Kirche Idstein Heftrich Hessen
Es war sehr schön, in Idstein Heftrich zu konzertieren. Die historische, romantische, restaurierte, seitenspielige C.F. Voigt Orgel, denkmalgeschützt, gefällt mir gut und wurde 2014 von Orgelbau Mebold (Siegerland) restauriert. Auch Südhessen hat viel zu bieten. Herzallerliebste Dorfkirchen und Orgelschätze und Kleinode!
Das Konzert an dem lauen Sommerabend war gut besucht. Hinterher gab es Sekt. Zuvor waren wir Spargel essen in Idstein.
Die Orgel ist denkmalgeschützt. Es ist meine erste historische Voigt Orgel. Sie ist nicht mit einer Arbeit von A. Voigt Orgelbau zu verwechseln, wovon ich 5 Orgeln spielte.
Praktisch ist zu beachten, dass die Orgel rechts seitenspielend ist. Dies ist eher selten. Die meisten seitenspielige Orgeln sind linksspielig. Man hört die Register nicht „real“. Sie ist oben viel lauter als unten. Sie wurde 2014 von Orgelbau Mebold restauriert. Es ist meine 2. Mebold-Orgel. Die Mixtur wirkt eher neobarock.
Die Terz wirkt am Spieltisch dominant, ist aber im Raum zurückhaltend.
Die Pedalkoppel darf man nicht während gedrücktem Pedal ziehen.
Das 2. Manual wirkt nur am Tisch relativ laut, ist unten aber sehr leise, weil komplett geschlossen.
Die Orgel wirkt von 2 auf 1 crescendierend, die Charakteristik ist romantisch.
Sehr schönes 8′ Prinzipal, auch die beiden Gedackt 8, sehr angenehme 8-Füße.
Die Mixtur hat etwas gelitten unter der Kälte im Winter.
Das Cornett im Prinzipalkontext gut, also im 16,8,4,2 gut zu brauchen, aber nur ab c1.
Die Pedalregister sind im Raum nicht dominant.
Zum Teil stehen die Originalpfeifen neben neuen Pfeifen. Dadurch ist die Charakteristik einiger Klänge leicht ungleich, v.a. in der Gambe. Dieser Effekt ist aber nicht prägnant.
Die Tastatur ist leichtgängig, hat einen leichten Druckpunkt in der Mitte, der sich aber problemlos auch bei schnellen Läufen kontrollieren lässt, die Ornamentik brilliert problemlos.
Die Pedale müssen im Moment sehr kontrolliert gehoben werden, damit sie nicht klappern.
Die Akustik in der hellen kleinen Kirche ist eher trocken, und erfordert auch im leggiero hohe Klangdichte und legato.
Die Orgelbank ist höhenverstellbar. Noten sind im Hochformat stellbar, die Beleuchtung ist gut.
Die Klaviatur und die Pedale leicht verschoben, realiter c auf c.
Das hübsche Gehäuse ist original erhalten, ebenso die drei Windladen; leider nicht mehr die Pedalklaviatur.
1971 war nämlich ein größerer Umbau durch die Firma Hardt aus Möttau erfolgt worden, die die Orgel “verschärft” hat. Sie war nun eher kantig und unausgeglichen im Klang.
Für Hauptwerk und Unterwerk wurde jeweils ein Schwimmerbalg eingebaut.
Die Renovierungsarbeiten zurück in den Originalzustand waren teuer und aufwendig, mind. 100000 €. Aber Idstein hatte viele Sponsoren.
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30. April 2025: Es ist eine große Kunst, wohlklingende Mixturen zu intonieren.
Die hinterspielig-dann seitenspielige Orgel wurde gegenüberspielig. In den höchsten Höhen.
Foto: Sauer-Klais-Dahm-Orgel ev. Schlosskirche Weilburg an der Lahn, Hessen
Doch dann kam 1972 leider eine krasse neobarocke Grusel-Veränderung: Steinmeyer aus Oettingen baute eine elektropneumatische Traktur ein, ersetzte Register „orgelbewegt“ und stellte einen neuen Spieltisch, mit drittem Manual für eine eventuelle Erweiterung, in die Fürstenloge. Warum das dritte Manual dann nie gebaut wurde? Manchen kann es nie groß genug sein. Dieser Spieltisch steht nun als Anschauungsstück etwas ausrangiert unten in der Kirche im Eck.
Steinmeyer ist eine super Firma. Den generellen damaligen neobarocken „Wahn“ kann ich jedoch nicht verstehen; bei Neubauten ja, aber doch nicht bei romantischen oder historischen Orgeln. Wenigstens tat Steinmeyer etwas wirklich Gutes: Die Orgelpfeifen der kostbaren ausgebauten Sauer-Register wurden im Dachgeschoss der Schlosskirche eingelagert und nicht weggeworfen, wie es anderswo geschah.
Auch diese Orgel war also von der Orgelbewegung nicht verschont worden. Ich frage mich, wie man auf die Idee kommen kann, wertvolle Orgeln „umzubauen“.
Doch schließlich wurde das Instrument 2024 restauriert und zurückgeführt auf den Sauer-Original-Zustand für über 630000 € von Klais und das dritte Manual tatsächlich bestückt. Die neuen Klangfarben befinden sich überall – heißt, das neue dritte Manual befindet sich überall und auf alle Manuale verteilt.
Der nagelneue Spieltisch, hochgradig empfindlich, mit großer Setzeranlage, steht nun hochoben direkt gegenüber der Pfeifen. So hoch stand noch nie hier ein Spieltisch. Er ist so empfindlich, dass man sich erst auf die Bank setzen darf, wenn der „Computer“ hochgefahren ist, da schon Druck auf der Bank ein Problem darstellt. Das ist der Nachteil bei so viel Elektronik.
Obwohl ein langer Weg per Luftlinie zwischen Prospekt bzw. dem wahren Instrument und Spieltisch liegt, funktioniert das prima. Das Gehirn ist so genial, dass es die Verzögerung automatisch nachreguliert. Man darf nur nicht „aus dem Tritt“ kommen und der Verzögerung „hinterherlauschen“.
Leider wurden von Klais die historischen, klingenden Pfeifen aus dem Rückpositiv von Dahm bei der Restaurierung nicht verwendet, „da die Ästhetik eine ganz andere sei“ – doch genau diese Ästhetik wollen wir ja wieder haben! Diese Pfeifen stehen behütet noch immer im Prospekt.
Stattdessen wurden ganz neue Pfeifen eingebaut. Viele davon sind sehr schön, besonders die Zungen und Solostimmen. Nicht so gelungen sind alle Mixturen, die etwas zu schrill, zu hart oder zu grob klingen. Es ist große Kunst, wohlklingende Mixturen zu intonieren. Sehr schön ist die rauchige Querflöte, die auf Ebay ersteigert wurde!
Weittragende Klänge und Solostimmen: DieAkustik ist ein Instrument! Ja, die AKUSTIK ist hier an sich schon ein Instrument! Einen Tremulanten gibt es nicht, aber 2 Schweller (einen aux) und eine Walze.
Die querrechteckige, riesige Schlosskirche mit dem Kanzelaltar und den Logen, der Grafenloge und drei hohen Geschossen wirkt völlig frei, ohne Stützen, mit Bänken im Kreis, und gehört zu den größten Predigtkirchen. Es ist nicht so leicht, die Größe des Raumes abzuschätzen.
Ich spielte in vielen kleinen schönen Predigtkirchen zuvor. Es ist meine erste Dahm-Orgel und meine 16. Sauer-Orgel und meine 18. Klais-Orgel.
Es war sehr schön, hier zu konzertieren. Die Solostimmen sind für Klassik, Flötenuhren, meine Transkriptionen und Kompositionen perfekt. Die Akustik singt.
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Foto: Pedal, 2024 restaurierte Sauer-Klais-Dahm-Orgel ev. Schlosskirche Weilburg an der Lahn, Hessen
Und der wunderbare Altar in Weilburg:
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Die geniale, frisch restaurierte Sauer-Orgel im einzigartigen Dahm-Prospekt von 1711, von Johann Jakob Dahm aus Mainz – ursprünglich war die barocke Dahm-Orgel hinterspielig, was ich sehr selten erlebt habe. Der Prospekt ist Harfe und Fächer zugleich. Ein Augenschmaus.
Sie steht weit oben in den höchsten Höhen. Die Spielenden waren komplett verdeckt, man sah nur den prachtvollen Schmuck der Orgel; die hinterspielige Orgel war gleichzeitig eine Altar-Orgel, hoch über diesem: diese Kombination ist sehr selten: eine hinterspielige Altarorgel im Deckengewölbe, noch dazu in dieser Größe mit 23 Registern und Rückpositiv und mit einem fast mittigen Altar.
Da die helle Kirche sehr hoch ist, ist dies möglich.
Wie sie wohl geklungen haben mag?
Es ist so jammerschade, dass sie nicht mehr da ist. Also im Original-Klang!
Dann kam der geniale Wilhelm Sauer, hoch geschätzt von mir, und baute 1901 hinter den prachtvollen Prospekt eine völlig neue, völlig andere Orgel: eine mit spätromantischem Klang, pneumatisch, 28 Register, SW, Kegellade.
Die hinterspielige Barockorgel wurde 1902 seitenspielig, da die romantische neue Sauer-Orgel einen neuen, freistehenden Spieltisch bekam, untendrunter und an der Seite. Dieser Spieltisch steht immer noch da.
Wie es von diesem Spieltisch aus geklungen hat, hätte mich auch sehr interessiert. Aufgrund des starken Nachhalls und der Pneumatik und weit unten seitenspielig – war es akustisch sicher nicht leicht, dort zu spielen, aufgrund der Verzögerungen – weil man sich selbst dort evtl. nicht so gut hören konnte.
Foto: Plakat Orgel Festwochen Schlosskirche Weilburg an der Lahn
Heute erinnere ich an Constanze Storm.
In Heiligenstadt lebte Richter und Dichter Theodor Storm 8 Jahre, bekannt durch den „Schimmelreiter“ (nicht Erlkönig!) und Knecht Ruprecht; ich war im sehr schönen Museum. Allerdings war er seiner Frau Constanze untreu, die er dennoch unentwegt schwängerte, so dass diese entkräftet nach 7 Schwangerschaften beim siebten Kind an Kindbettfieber starb. Sofort heiratete Storm seine Affäre.
Wenn man die Lebensläufe der sogenannten großen Deutschen liest, ist verborgen sehr oft massive Frauenfeindlichkeit zu lesen, wenn man genau hinsieht: Ehefrauen, alleingelassen, unbeachtet, betrogen, rasch ersetzt, ausgebeutet in jeder Hinsicht, sowohl ihren Körper als auch ihre Freiheit und Kraft. Oft steht nur der Vorname da, wie bei Kindern. Es ist „die ganz normale Frauenfeindlichkeit“. Und wenn man dies anspricht, ach, was sind manche Männer sauer und fühlen sich so auf den Schlips getreten, weil man ihnen auf die Schliche gekommen ist.
Immerhin machte Storm Hausmusik. Und das Museum ist genial!
Über der Böhm Orgel in der Martinskirche schwebt die große Fensterrosette. Das Gehäuse hat 9 Pfeifenfelder. Böhm war eine Orgelbauer-Dynastie; Vater Gerhard und Sohn Rudolf bauten die Orgel. In Gotha steht die größte Böhm-Orgel.
Doch ich war schon wieder unterwegs nach Weilburg an der Lahn, Hessen, zum Eröffnungskonzert in der Schlosskirche an der genialen Sauer-Klais-Orgel, gerade frisch restauriert und erweitert von Klais für über 630000 Euro, gefördert von den selben Geldern wie die Förster Nicolaus Orgel in Reinheim (hier 230000 €).
Ich spielte wieder sehr viele Eröffnungskonzerte dieses Jahr.
27. April 2025: .. oder besser, die Frauen ihre Männer!
Foto: Brode-Orgel Heilbad Heiligenstadt
Die Leine ist hier nämlich ein Fluss!
Mein Konzert in St. Martin Heilbad Heiligenstadt war sehr schön. Es war das Eröffnungskonzert der Reihe. Ich habe hier Konzert, Andacht und Gottesdienst gespielt und dieses Wochenende 4 x konzertiert. Zudem spielte ich die Orgel in der Kapelle des Bergklosters und im Marcel Callo-Haus. Auch die Nonnen des Klosters samt ihrer Oberschwester waren im Konzert. Ich habe viele neue wundervolle Leute kennengelernt, mit denen wir lecker essen waren.
Die ehemalige katholische Stiftskirche St. Martin neben dem kath. Bergkloster ist die größte evangelische Kirche im Eichsfeld und damit evangelische Hauptkirche der Stadt und der Region. Sie war ursprünglich die sogenannte katholische Mutterkirche und wurde 1804 an die evangelische Kirche durch die Preußen überlassen, was für Aufruhr sorgte, denn sie ist die größte Kirche der Stadt.
Im Eichsfeld konzertierte ich schon in Worbis, Duderstadt, Leinefelde und Heiligenstadt. Eichsfeld grenzt an den Vorharz mit Bleicherode und Nordhausen. Heiligenstadt mit ca. 18000 EW ist malerisch mit seinen süßen, bunten, schiefen Fachwerkhäuschen und dem Flüßchen, der jungen Lede oder Geislede und der Leine.
Die Fachwerkhäuser hier erinnern mich an Hundertwasser-Kunst, nur echt, unschuldig und natürlich. Viele Menschen kennen sehr schöne deutsche Orte wie Eichsfeld, die Uckermark, Pommern, Brandenburg und alles hinter Dresden nicht.
Sanierte, neobarocke Böhm-Orgel ev. St. Martin Kirche Heilbad Heiligenstadt, Eichsfeld, Nord-Thüringen, 2 M, 27 R
Das vollmechanische Schleifladen-Instrument hoch oben auf der Westempore klingt in der Gesangs-Akustik dieser großen Kirche wundervoll.
Das Bad ist nicht mit Heiligenstadt in Oberfranken zu verwechseln, wo ich schon 2 x spielte. Dem Heilbad gelang es um 1810, ein Bad zu werden, um Verwechslungen zu vermeiden. Es ist meine erste Böhm Orgel.
In einer Nacht-und Nebelaktion wurden 1803 die katholischen Kostbarkeiten von St. Martin inklusive Kanzel und Figuren von den Katholiken in die kath. Marienkirche überführt, da St. Martin evangelisch wurde.
Vor kurzem bekam die Kirche nagelneue teure, helle Bänke eines berühmten Architekten-Ehepaars der Gegend, die auch Eisenach gestaltet haben. Die Kirche ist stets sehr gut beheizt.
Die erste Orgel in St. Martin war romantisch und wundervoll und wurde 1831 von Johann Schulze aus Paulinzella erbaut, jedoch 1949 neobarockisiert und verunstaltet in der Orgelbewegung.
Die neue, neobarocke Orgel wurde 1973 vom Gothaer Orgelbauer Rudolf Böhm erbaut und von Orgelbau Brode gereinigt und saniert, deren Orgel ich im Marcel Callo-Haus spielte.
In der eleganten Akustik wäre besonders eine romantische Orgel eine Ohrenweide und Hochgenuss. Es gibt noch einen schönen Saal mit Flügel.
Eine ausgesprochen schöne Akustik, besonders für Chöre und Gesang. Daher waren schon viele Chöre der ganzen Welt hier im Konzert, die Thomaner, Göttinger Knabenchor usw.
Das Besondere ist, dass der Tremulant ein Piston ist! Also ein Fußtritt wie die Koppeln! Das ist eher selten. (Ich habe ihn schon verzweifelt gesucht.)