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24. Januar 2026: Gott ist gegenwärtig und verborgen.

Foto: Orgel Burghaun Fulda Kirche 2026

Ich freue mich auf die nächsten Konzerte.

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23. Januar 2026

Foto: Organistin Burghaun Fulda Kirche 2026

Heute erinnere ich an Kirsten Steward, die Frauen als wandelnde Geheimnisse bezeichnet, die andauernd Übergriffigkeiten ausgesetzt sind.

Im Buch Phallozän von Gertraud Klemm nimmt sie Bezug auf den realen Begriff Anthropozän – vermutlich auch für viele eher unbekannt. Anthropozän bedeutet laut KI ein “neues geologisches Erdzeitalter, das die tiefgreifende und dominante Wirkung des Menschen auf die Erde beschreibt, gekennzeichnet durch globale Veränderungen in Klima, Umwelt und Ökosystemen, die über natürliche Prozesse hinausgehen” – kurz gesagt, unsere Zeit. Ich würde diese Zeit nicht als Erdzeitalter, sondern als Endzeitalter betiteln.

Getraud Klemm stört sich an “des Menschen”. Sie schreibt, dass es Männer sind, die unsere Erde zerstören, nicht pauschal “der Mensch”. Daher nennt sie Anthopozän Phallozän. Denn welche Art Mensch ist verantwortlich? Es geht also um die Rettung unserer Erde. Um die Rettung des Menschen. Sie schlägt vor, damit wir vielleicht noch herauskommen aus der dauerhaften globalen Krise, in die uns Männer gestürzt haben, indem die männliche Hälfte des Erdballs die weibliche Hälfte in vieler Hinsicht systematisch unterdrückt, sich zu überlegen, ein Matriarchat anzustreben, das nicht nur ein Mythos, sondern eine echte Chance ist.

Was sind Matriarchate? Ich stimme mit ihr darüber überein, dass das Patriarchat unglaublich viel zerstört hat. Aber ich weiß, dass es neben bösen Männern durchaus auch böse Frauen gibt, die herrschen und kontrollieren (wollen), die ich genauso wenig an der Macht haben möchte. Ich wünsche mir, dass Frauen zusammenhalten, anstatt gegeneinander zu arbeiten oder sofort aus dem Häuschen zu geraten, wenn irgendwo ein (gutaussehender) Mann auftaucht, dem sie gefallen wollen. Ich glaube, nur die Heilung und Heiligung durch Gott macht Menschen fähig, zu leiten – also nicht zu herrschen, sondern zu leiten, zu fördern, zu sorgen. Ich stimme jedoch nicht mit den unchristlichen, heidnischen oder einseitigen Vorstellungen von Klemm überein. Außerdem vergisst sie ganz entscheidend wichtige Punkte: Phallozäne werden an wichtigen Stellen von Frauen unterstützt, die das Spiel mitspielen.

Jeder von uns hat vermutlich schon solche Phallozäne erlebt: den Würgegriff des Patriarchats, mehr oder weniger ausgeprägt. Jeder von uns geht anders damit um. Die meisten versuchen, darin zu überleben. Sich irgendwie damit zu arrangieren. Ich habe diesen Würgegriff in manchen Kirchen und Hochschulen erlebt. Die “verzwergte Männlichkeit”, wie sie Klemm nennt, die so viel auf dem Gewissen hat, Rudelführer, die alles bestimmen wollen und Frauen klein halten. Vermutlich haben schon die Mütter ihre Söhne zu erzogen, dass sie etwas besseres sind.

Ich habe das berufliche Phallozän erlebt an der HfMDK Frankfurt, an der HfK Heidelberg, bei Männern wie Carsten Wiebusch, Stefan Viegellahn oder Jörg Breiding. Oft hat das Phallozän sehr nette oder konservative Gesichter, ganz gewöhnliche Patriarchaten, die Frauen “begabt” nennen. Aber eben nur das, keinen Schritt weiter. Sie sollen in untergeordneten Nebenrollen bleiben. An Männern wie Georg Enderwitz, die scheinbar alles dafür tun, dass sie keine weibliche Konkurrenz bekommen. An Männern wie Hermann Beyer, der sich als “eng verbunden mit der Musikhochschule Würzburg” bezeichnet, der hintenrum Frauen boykottiert. Kurz gesagt, Männer, die sehr skeptisch sind, wenn eine Frau außergewöhnlich, anders, nicht berechenbar ist und die es wagt, ihr System in Frage zu stellen. Phallozän steht für mich für Männer, die Frauen hindern, unterdrücken und boykottieren. Und wer auch nur eine Frau hindert, unterdrückt und boykottiert, der ist fähig, dies bei allen zu machen, die ihnen nicht passen oder die nicht gehorchen.

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22. Januar 2026

Foto: Organistin Burghaun Fulda Kirche 2026

Liturgik und Musik sind nicht immer grün miteinander. Woran liegt das? Warum widersprechen sich beide sogar manchmal? Ich habe Priester und Pfarrer in verschiedenen Denominationen und Glaubensstilen sagen hören, dass „sich die Musiker nicht selbst darstellen sollen“. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass sich Priester, Pfarrer und Prediger massiv selbst dargestellt haben.

Ich habe erlebt, dass sie weniger Musik wollten, weil es angeblich keine Zeit oder kein Geld gab, aber es gab stets genug Zeit und Geld, dass Prediger, Pfarrer und Priester ihre (politischen) Meinungen, Geschichten und Witze (aus ihrer Kindheit) und anderes unheiliges Geplapper während Predigt und in Abkündigungen von sich geben.

Gute oder virtuose oder gut präsentierte oder gut geübte und wunderschöne Musik ist keine Selbstdarstellung. Erst recht nicht von Profimusikerinnen und Profimusikern. Es ist heilig.

Es ist eher der Neid oder die Sorge mancher Geistlicher, dass ein Teil ihrer eigenen Selbstdarstellung durch Musik eingeschränkt wird. Dies drückt sich dann so aus, dass Regeln und „liturgische“ Regeln aufgestellt werden. Regeln die Kunstmusik einschränken und begrenzen sollen. Es ist also nicht die Schuld von Liturgik. Denn es müsste hier kein Problem geben. Es ist wie immer ein menschengemachtes Problem. Oder besser, ein oft männergemachtes Problem.

Musik ist immer mächtiger als Geschwätz.
Natürlich kann aber auch Musik Geschwätz sein.

Ich bin froh und dankbar, dass es aber noch Kirchgemeinden gibt, in denen Musik und Kunst gewollt, genährt, gepflegt und gewünscht sind. Dies zeigt sich an der Auswahl der Lieder und Instrumente, an Budget und Möglichkeiten, an Freiheit und am Umgang mit „absoluter Musik“ und Literatur. Und natürlich an Bildung und gesittetem, höflichen Verhalten. Das Rumgeschwätz beim Schlussstück im Gottesdienst in manchen Kirchen ist eine Unsitte, die ich nicht ertragen würde auf Dauer. Aber der Fisch stinkt vom Kopf her.

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21. Januar 2026: Gott zeltet bei den Schwachen und liebt hoffnungslose Fälle.

Foto: Euler Orgel Burghaun Fulda Kirche 2026

Heute erinnere ich an Sappho, eine der ersten griechischen Dichterinnen.

Ich lese ”Abschied vom Phallozän. Eine Streitschrift” von der österreichischen Schriftstellerin Gertraud Klemm von 2025, geliehen von einer Freundin. Sie schreibt über das Matriarchat. Den Begriff Phallozän kannte ich nicht. Gertraud Klemm hat diesen erst etabliert und geprägt. Was ist das?

Es bedeutet ein ”übersteigertes, aus dem Ruder gelaufenes Patriarchat, ein weltweites System männlicher Dominanz, ein Machtsystem, das sich selbst überlebt hat, aber mit Gewalt versucht, seine Existenz zu sichern und das durch patriarchale Strukturen wie Kontrolle, Ausschluss, Canceln, Mobbing und Gewalt gekennzeichnet ist.” (nach Klemm)

Klemm plädiert in ihren Schriften für einen Abschied davon hin zu matriarchalen, feministischen oder humanistischen Alternativen —- schreibt die KI dazu.

Ich plädiere für eine liebevolle, christliche Alternative. Gibt es das?


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20. Januar 2026: Erweckte Menschen schlagen in sich; sie haben mehr Gefallen an Jesus als an sich selbst. (nach Wilhelm Busch)

Foto: Euler Orgel Burghaun Maria Himmelfahrt Kirche 2026

Heute erinnere ich an Heinrich von Kleist und Stefan Zweig, die beide kein leichtes Leben hatten und beide Selbstmord begingen. Auch Georg Büchner starb jung. Heute sind all diese Lyriker Stars. Aber in ihrem realen, wirklichen Leben hatten sie es schwer und waren alles andere als Stars. Ganz im Gegenteil. Sie scheiterten, kämpften, litten.

Und ich erinnere an die wunderschöne Königin Luise von Berlin, unkonventionell, ein “Stern in Wetterwolken”.

Ich träume davon, dass reiche Orgelbaufirmen nicht nur Millionengeschäfte in Dubai oder Shanghai etc. in Neubauten usw. abschließen, sondern sich vielmehr um die vielen wertvollen historischen Kleinode und Orgelschätze in Deutschland bemühen, diese wiederherzustellen, zu sanieren, zu reinigen, zu rekonstruieren und, um es klar zu sagen – zu retten! Und hier nicht einfach wegschauen und sagen, “das ist doof” oder “das wollen oder können wir nicht.”

Neben meiner intensiven Organistin- und Pianistin-Konzerttätigkeit, die ich liebe, meiner kirchenmusikalischen Tätigkeit, dem Dokumentieren, Schreiben und dem Unterrichten in Orgel, Klavier, Blockflöte und Saxofon liebe ich meine intensive Weiterentwicklung in Chorleitung, Saxofon und Dirigieren von Bläsergruppen. Ich finde es außerordentlich wichtig und auch normal, sich als Künstlerin musikalisch, künstlerisch und menschlich stets weiter zu entwickeln.

Man wuchert mit dem Wissen und Können, das frau hat, und gleichzeitig aber ist man stets immer auch Lernende. Das gehört zusammen. Nur jemand, der noch weiter lernt, kann lehren. Zumindest meiner Meinung nach; auch wenn manche das nicht zu begreifen scheinen. Ich lerne beispielsweise enorm für meine eigene Lehrtätigkeit an Jung und Alt dadurch, dass ich beobachte, wie ich selbst lerne im Unterricht. Ich bin mein eigenes Versuchskaninchen, mein eigenes Objekt und Projekt.

Lehren und Lernen sind mit die schönsten Angelegenheiten im Leben, etwas, das wir genießen sollen – und sie sind gehören zusammen. Ich liebe lernen und deswegen auch lehren.

Es ist eine sehr wandelbare, formbare Tätigkeit, da Zeiten und Menschen sich verändern. Wichtig ist, beides zu können: Die, die sehr begabt sind, aber auch die, die nicht so begabt sind, zu führen und anzuleiten. Denn es geht zuerst um den Menschen und die Freude an der Musik. Diese Geduld hat mich Gott gelehrt. Ihm sind oft die Geringsten besonders wertvoll. Ich hatte immer eine Nase für die Begabten. Aber Gott hat auch eine Nase für die Geringen. Und ich lerne am meisten von Gott, dem größten Dozenten aller Zeiten. Ich lerne an ihm im Umgang mit mir, wie ich lehren soll.

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19. Januar 2026: Ich bin überzeugt, dass die Bibel immer wichtiger wird, je mehr wir sie lesen.

Foto: Register Euler Orgel Burghaun 2026

Mein Konzert gestern in Burghaun bei Fulda gestern war sehr schön. Vorgestern spielte ich in Schwanberg. Ich fuhr direkt von Schwanberg nach Burghaun in Osthessen im hessischen Rhön an einem sonnigen Tag:

Romantische historische Euler Orgel katholische Kirche Mariä Himmelfahrt Burghaun bei Fulda, Osthessen, 2 M, 20 Register, mechanisches Schleifladen-Instrument, 1878

Diese historische Orgel mit freiem Spieltisch ist eine Blick-zum-Altar-Orgel hier in der hessischen Rhön und eine Denkmal-Orgel. Sie wurde bis 1970 von Alban Späth betreut. 2004-2007 wurde die Orgel von Orgelbau Waltershausen restauriert. Die hochromantische Orgel, die beinahe schon süffig „brummt“, ist ein wertvolles Denkmal dieses Stiles. Das dreiteilige Rundbogengehäuse mit dem Wappen im Mittelfeld gefällt mir sehr gut.

1730 gab es hier die erste Orgel; jedoch wurde die Barockorgel zugunsten der romantischen entfernt. Schön wäre es, wenn wir beide Orgeln noch hätten. Zumindest wurde dieses Instrument nicht verändert oder in der Orgelbewegung zerstört.

Es gibt 3 konservative Sperrventile zum Einhängen, wunderschön zarte Charakterstimmen im zweiten Manual, grundtönige 16- und 8-Füße, auch im Manual. Das Instrument mit der engen Bank geht mit der Glocke an.

Die Euler Orgel Burghaun, bei Fulda, Hessen, klingt rund und warm in samtig-edler Akustik. Die beiden Brüder Euler wurden just im Jahr 1878, als die Orgel erbaut wurde, königliche Orgelbaumeister.

Es ist eine geniale, singende Akustik, etwas trocken, wenn viele Leute da sind, aber sprechend und vokal unten. Schöner, romantischer, süffiger Klang, singend, schöne Akustik. Besonders liebe ich die Trompete 8 im HW und das hauchzarte Salicional und das singende Geigenprincipal im OW. Eine lustige, enge Bank mit Anlehne an den Orgelkörper. Es hat viel Freude gemacht, hier zu spielen.

Nebenan gibt es in der evangelischen Kirche eine ähnliche aber einmanualige Euler-Orgel, die dringend saniert werden muss aufgrund von Schimmel. Auch hier in Maria Himmelfahrt braucht die Euler-Orgel eine gewisse Sanierung. Ich habe mich gefreut, dass der junge begabte Orgelbauer Lars Tappe im Konzert war und einige Töne im Pedal sofort reparieren konnte.

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18. Januar 2026: Sie blieben aber beständig…

Foto: Rieger Orgel Schwanberg 2026

Ebenerdige Rieger Orgel Schwanberg (Steigerwald), 1993, Kloster Schwanberg, Landkreis Kitzingen, Franken, 17 Register, 2 M, II-P

Die ebenerdige Orgel in der Kirche des schönen Klosters auf dem Berg ist eine Augenweide. Sie steht links des Altars. Ich habe hier schon in Schnee und Sonnenschein gespielt. Das Schleifladeninstrument wurde etwas milder für den Raum intoniert, da die Königin vorher sehr laut war.

Die Orgel wird betreut von einem pensionierten Orgelbauer, der früher bei Steinmeyer gearbeitet hat. Die Schwestern spielen selbst die Kirchenmusik.

Das evangelische Kloster Schwanberg in Franken, dessen Kern die Communität Casteller Ring CCR ist, die sich an benediktinischen Regeln orientiert, gefällt mir gut. Viele Schwestern sind berufstätig. Die Ordensfrauen kümmern sich auch um Suchende.

Wenn die Glocke läutet, legen die Schwestern alles weg. Die Anlage liegt im Kloster-Park. Diakonissen sind es keine.

Schöner Klang, ebenerdige, kleine zarte Orgel vorn beim Altar, sehr gut für Bach, samtig-volle, füllige Akustik. Besonders gut gefallen mir Oboe, Posaune und die rauchigen Principale. Schade, dass es so wenig Vierfüße und keinen 16 Fuß im HW gibt. Das fehlt.

Schöner Saal, habe hier viele gut besuchte Konzerte gespielt; jetzt auch wieder 2026.

SEHNSUCHTSORT ORGEL

Heute ist mein Konzert auf Schloss Schwanberg in St. Michael, evangelisches Kloster.

Mein Konzert war sehr gut besucht. Es gibt viele Stammgäste zu den Konzertreihen. Die Akustik wird bei vollem Haus sehr trocken.

Die moderne rote Klosterkirche ist beheizt und warm, mit Toilette. Ich wohne im Pförtnerhaus gegenüber des Ordenshauses, in das keine Fremde darf. Es gibt 4 x am Tage Stundengebet und 3 x die Woche Gottesdienst, die sehr gut besucht sind. Es gibt viele Tagesgäste und Gruppen auf dem Schloss, Konfirmanden und Einzelgäste. Viele wissen gar nicht, dass es evangelische Klöster gibt. Dies hier hat viel mit Münster-Schwarzach Gemeinschaft und 25 Schwestern, auch junge.

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17. Januar 2026: SEHNSUCHTSORT ORGEL

Heute ist mein Konzert auf Schloss Schwanberg in St. Michael, evangelisches Kloster:

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16. Januar 2026: Der Tempel wurde mit Rauch erfüllt…

Was schade ist, dass die Häuser in der Innenstadt Lissabon aufgrund der horrenden Mieten teilweise komplett leer stehen. Dasselbe sah ich auch in Spaniens Städten und Küstenorten letztes Jahr. An dem Punkt ist Lissabon wie eine Geisterstadt für Touristen geworden. Und es gibt viel Armut, die jedoch versteckt ist. Die Löhne sind schlecht. Die Mieten hoch. Lehrer z.B. verdienen kaum etwas. Promovierte Geschichtslehrer verdienen mehr mit Walking Tours durch die Stadt, da sie sich bei Booking.com für einen Euro oder for free anbieten und am Ende der Tour von jedem 15 Euro bar oder per PayPal kassieren.

Es gibt viele Schwarze in Lissabon, die jedoch eine Extra-Community sind und für sich wie abgeschottet am Rande existieren. In den engen Gassen liegt oft viel Müll auf der Straße.

Schön ist es, mit der Tram 28, den alten winzigen historischen gelben Straßenbahnwaggons Eléctrico 28 E aus den 30er Jahren in Lisbon die engen Gassen und Kurven heraufzufahren durch das gesamte Altstadtviertel; auch an der Kathedrale vorbei; die Leute steigen hinzu, checken sich ein; abends ist es relativ leer, jedenfalls im Januar; kostet fast nichts. Manchmal kommen sich die Waggons eingleisig entgegen und haben dann Rot, damit man nicht zusammenstößt. Als ich mitfuhr, gab es eine Störung. Wir standen hundert Jahre an einer solchen roten Ampel. Das gefiel mir, so konnte ich den Waggon in Ruhe genießen. Die Fahrer sind sehr nett. Ich habe viele Kirchen angesehen, auch die kleinen am Rande; manche waren ohne Orgel.

Besonders schön ist die Altar-Orgel des Kloster São Vicente de Fora, die São Vicente-Orgel von 1765, ein portugiesisches Instrument von einem unbekannten portugiesischen Erbauer. Sie klingt historisch-barock-süffig, was ich fast noch schöner finde als das Süffige von historisch-romantischen Orgeln. Die große weiße Igreja de São Vicente de Fora besitzt viele historische Fliesen. Die Erbauer der Orgel könnten sein: Machado de Cerveira oder João Fontanes de Maqueixa.

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15. Januar 2026: Fado, Portugals Seele

Foto: Orgelkonzert Deutsche Kirche Lissabon 2026

Sehr empfehlen kann ich in Lisbons Stadtteil Belém den kleinen Laden Pasteis de Belem (seit 1837), oder genauer die Pastelaria Fábrica dos Pastéis de Belém – diese machen in Lissabon die besten frischen warmen kleinen gelben süßen portugiesischen Kuchen, dazu gibt es je eine kleine Tüte Puderzucker und eine kleine Packung Zimt. Ein Kuchen kostet 1,60 Euro.

Belém liegt am großen blauen Tejo und ist portugiesisch für Bethlehem; in diesem Stadtteil wohnen ca. 9000 Einwohnerinnen. Hier gibt es viele Museen: Kunst, Auto, Kutschen. Schön finde ich das große helle Denkmal: Monumento aos Combatentes do Ultramar. Auf dem Dach des Kunst-Museums maat aß ich meine Pastéis.
Außerdem ist dort das Kloster Mosteiro dos Jerónimos und die Klosterkirche Santa Maria. Hingefahren bin ich mit einem Tuc Tuc oder Tuk Tuk, das ist ein kleines Motorrad in einem kleinen offnen Wagen, das nur 40 km/h fahren darf, eine Motorradkutsche sozusagen.

Dennoch hat mir der Stadtteil Alfama am besten gefallen, besonders die Aussicht von der Portas do Sol. Sintra habe ich zeitlich leider nicht mehr geschafft.

Auch die original eingelegten Sardinhas Portuguesas aus der Büchse schmecken gut, vor allem die mit piripiri.

Konzert DEKL Lissabon

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