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Ladegastmuseum Ladegast-Verein

Nothing is so strong as gentleness; nothing so gentle as real strength. (de Sales)

19. Oktober 2026: Chor ist viel mehr als Teamarbeit; Chor ist Klang; Musik; Kunst; im besten Fall Klang des Himmels. (AHS)

Foto: Ladegast Orgel op. 77 Ladegast-Verein 2026

Der große Saal in Bütthard in Franken war wunderschön, appetitlich und gemütlich herbstlich hergerichtet und heiß und proppenvoll mit Chören der Region und Publikum. Es gab Leckeres zu essen und zu trinken, lustige Moderation, eine Bühne und viel Spaß. Wir sprangen aus dem Mercedes, ich spielte und dirigierte ingesamt 14 Lieder mit Frauenchor; Männerchören; gemischtem Chor. Alle Chöre waren super, auch die Gastchöre (gemischte Chöre und super gute Männerchöre). Die Strahler glühten von der Decke. Ich habe die blaue Vereinskrawatte mit Violinschlüssel bekommen.

Es war eine sehr herzliche und sichere Atmosphäre; herzlicher als in vielen Kirchgemeinden. Kennt ihr den sogenannten Kirchenkaffee nach einem Gottesdienst, wo alles dennoch kühl und fremd wirkt? Ich kann verstehen, dass Menschen in ihren Heimatorten sich engagieren in Vereinen; das kennen die, die in der Stadt leben, so vermutlich nicht. Es war auch eine Atmosphäre ohne Konkurrenz. Kein Chor war auf den anderen neidisch oder ähnliches.

Im Gegenteil, die Chöre haben sich gegenseitig inspiriert und sich alles gegönnt. Musik machen ohne Druck, Neid und Eifersucht, aber gegenseitig motiviert zur bestmöglichen Brillanz, also über sich selbst hinauszuwachsen in Gemeinschaft, ist ein Merkmal des Himmels, finde ich.

Das geht oft in Familien und Profi-Wettbewerben verloren. Ich habe in professionellen Musik-Wettbewerben, Kirchgemeinden, Worship-Bands und im Studium schlimme Dinge erlebt, gehört und gesehen: Harsche, übertriebene Kritik, Schmerz, Haß, Trennung, Diskriminierung, Traumatisierung. Ich glaube, Kränkung in einer so sensiblen Sache wie Musik und Musizieren ist eine der schlimmsten Kränkungen; viel schlimmer als im Sport. Da schmeißen viele jungen Leute, Geschwisterkinder, Kolleginnen und Kommilitonen mit Musik ganz hin, wenn sie sich zweitrangig, nicht gut genug, zurückgesetzt oder abgelehnt fühlen. Sehr schade.

Wenn Musik nur Leistung ist oder wird, dann wurde etwas falsch gemacht. Auch in der Kirchenmusik gibt es viele Menschen, die sich abgelehnt fühlen oder bitter sind und daher neidisch auf andere erscheinen.

In Karlsruhe gestern wurde ich für das Konzert voll bezahlt; spielen konnte ich leider nicht wie geplant, da mutmaßlich Cliquen oder das Umfeld um Carsten Wiebusch nicht wollten, dass ich in Karlsruhe auftrete, weswegen die arme Veranstalterin Lehmann-Horsch eingeknickt sein muss, obwohl das Konzert schon seit ca. einem Jahr geplant war und ich einen Vertrag hatte. Sie muss schon massiv angegangen worden sein, denn sie hat ja doppelt bezahlt. Was auch ok ist; so hatte ich mal einen Tag bezahlte Ruhe.

Klar stellen muss ich das, weil Hater gern die Lügen verbreiten, ich würde fake-Konzerte spielen.

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