25. September 2026: Man treibt sie zusammen wie Vieh und wirft sie in Eisenbahnwaggons, die sie in den Tod fahren. (Charles Goldstein)
Foto: Historische Gustav Heinze Orgel 1907 op. 24 Jänschwalde Spreewald
Heute erinnere ich an Sidonie-Gabrielle Colette, 1873, französische Künstlerin. Sie stellte fest, dass ihr Mann sie ausbeutete, und verließ ihn. Damals galt dies noch als unkonventionell.
Ich lese Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel. So gut. Ich lese gern reale Bücher, aber auch gern ebooks in meinem neuen tolino. Meine Bücher und Interviews gibt es übrigens auch als e-books.
Es war sehr schön, in Peitz in der Niederlausitz zu konzertieren. Wenn man die große rote Kirche betritt, erwartet man eine schöne historische Inneneinrichtung – so, wie es war, als die Dinse-Orgel noch stand. Es ist eine Überraschung, wenn man das modern eingerichtete Innenleben in der roten alten Backsteinkirche antrifft – aber es gefällt mir sehr gut.
Dirk betreut auch die schöne kleine Museumsorgel von Schuke 1984 im schönen Hüttenmuseum Peitz.
Das Cockpit der Kemper Orgel erinnert mich an die große Kemper Orgel in Lübeck. Ich mag diese alten, unübersichtlich wirkenden Spieltische, die in Wirklichkeit sehr organisiert sind.
Im Konzert spielte ich auch alle Flügel in der Kirche; der Wechsel von Orgel auf Klavier ist eine Herausforderung in Technik und Konzentration.
Genauso Moderieren und Spielen, was ich auch tat.
Die große Kirche war während des Konzerts in wunderschönes buntes Licht getaucht mit Strahlern. Es gab Sekt und Snacks. Kinder waren ebenfalls da.
Spätromantische kleine Gustav Heinze Orgel 1907 opus 24 ev. Kirche Jänschwalde Spreewald Niederlausitz, 2 M, 9 R, pneumatische Kegellade
Die wunderschöne klassizistische Dorfkirche, wendisch-sorbisch, hier im Lande Brandenburg besitzt diese schöne, weiße, grundtönig klingende Orgel mit sanften Streicherstimmen. Sie muss weiter saniert werden, was nicht ganz billig ist; es wird um die 20.000 Euro kosten. Immerhin ist sie über 120 Jahre alt. Sie leidet etwas unter Windstößigkeit.
Ich liebe Kegelladen.
Es ist meine dritte Heinze-Orgel. Die Stadt Sorau gib es noch, sie gehört heute jedoch zu Polen seit dem Krieg und heißt Zary. Polen ist sehr nach an Brandenburg. Zary gehört ebenfalls zur Niederlausitz.
Die Dorfkirche Jänschwalde (niedersorbisch: Janšojce) ist ein eingetragenes Baudenkmal und gilt als ein architektonisches klassizistisches Kleinod in der Niederlausitz. Die Kirchengemeinde selbst zählt zu den ältesten der Region und wurde bereits 1346 urkundlich erwähnt.
Das heutige Kirchengebäude vereint eine schlichte elegante Bauweise mit besonderen historischen Schätzen.
Die turmlose Saalkirche besitzt ein freistehendes, hölzernes Glockenhaus mit dem ältesten erhaltenen Geläute im Kirchenkreis Cottbus. Die drei Bronzeglocken stammen von 1596, 1515 und der Zeit des 15. Jahrhunderts.
Die schlichte Kirche präsentiert einen Kanzelaltar von 1806, dreiseitig umlaufende weiße Emporen, die historische Heinze-Orgel sowie traditionelle, wendischen/sorbischen Bibelsprüche an den Wänden samt Fotografien von wendischen Feiern hier in der Niederlausitz. Ich habe schon oft in sorbischen Gemeinden gespielt, jedoch in Oberlausitz, deren Tradition anders ist als die Niederlausitzer Tradition.
Die evangelische Kirchengemeinde Jänschwalde, zu der seit Januar 2024 offiziell auch die Ortskirchen Drewitz, Heinersbrück und Tauer gehören, gefällt mir sehr gut, ebenso das schöne Dorf, gepflegt, mit alten Häusern, mit Museum mit originalem Leichenwagen und Archiv und einem Pfarrhaus, das wie ein Schloss aussieht.
Segensprüche wie Chwalba bźi Bohu we wysokości! (Ehre sei Gott in der Höhe!) sieht man an den Wänden.

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