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St. Annenkirche Orgel Budapest

Und in heiliger Bläue läuten leuchtende Schritte fort. (Georg Trakl)

16. August 2026: Was für Farben!

Foto: Jehmlich Orgel Buda opus 1047 Barockkirche St. Anna

Es sind diese Art Registerwippen, die leuchten und die man oben antippen muss, damit sie ausgehen. Der Schweller ist laut, wenn er unten ist.

Die erste Orgel hier war von 1727, eine kleine tragbare Orgel von der Krönungskirche, der heutigen weißen Matthiaskirche bei der Burg.

1720 begann der heutige Bau der Annenkirche. Die neue Orgel hatte 7 Register und wurde 1743 saniert von dem bekannten Orgelbauer Janos Staudinger (+1764). 1765 rief man József Fückl zur Reparatur der Orgel.  Doch die 7 Register-Orgel war zu klein geworden. Der Erbauer des Instrumentes ist leider unbekannt.

Die nächste Orgel kaufte der Budaer Stadtrat, die Überführung und Aufstellung der Orgel übernahm 1784 der Budaer Orgelbauer Xaver Ferenc Puhob. Um 1800 wurde sie umgebaut; in die Brüstung wurde von József Herodek ein Rückpositiv eingebaut. Auch der Name dieser Orgel ist nicht bekannt.

1923 baute die Orgelbaufirma Jozsef Angster & Sohn aus Pécs (Fünfkirchen) als op.982 eine neue pneumatische Orgel mit 19 Registern auf 2 Manualen und Pedal in das alte barocke Orgelgehäuse.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Orgelempore von einer Bombe getroffen, dabei wurde die Angster-Orgel leider zerstört. Nur das Orgelgehäuse blieb leer stehen.

Deutschland beschloss, der Annenkirche eine neue Orgel zu schenken. Der VEB Jehmlich Orgelbau Dresden sollte die Orgel erbauen. Doch es dauerte eine Weile.

1979 wurde das barocke Orgelgehäuse renoviert, das Barockgehäuse rekonstruiert und wieder aufgebaut.

Erst 1985 kam die langersehnte Orgel. Sie steht in beeindruckender Akustik.

Ich hätte gern die pneumatische ungarische Orgel mit ihren schönen Farben kennengelernt. Sie hatte wohl einen französischen Touch und sehr schöne Streicher.

Die neuen Jemlich-Pfeifen stehen nun im alten Gehäuse.

Die Tremulanten sind einstellbar, der Zimbelstern fliegt und klingelt angenehm. Das Pedal ist reich bestückt.

Jehmlich Orgel Budapest

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