10. September 2026: Gott hat die Veranlagung in mir. (AHS)
Foto: Klais Orgel Schlosskirche Hachenburg Westerwald
Heute erinnere ich an die baltische Freifrau Juliana von Krüdener, adelige, pietistische Schriftstellerin.
Ich habe sehr schöne Presseberichte zu meinem Konzert in Marienstatt bekommen – hier schöne Auszüge zu meinem Eröffnungskonzert des Orgeltriduums am mobilen Spieltisch, z.B. in der Westerwälder Zeitung / Rhein-Zeitung von Julia Hilgeroth-Buchner:
“Ein Ausnahmetalent beim Orgeltriduum: Die deutsch-schwedische Organistin verzauberte das Publikum in jeder Hinsicht.”
“Eine Zugabe voller Innigkeit.”
“Exquisite Stückauswahl.”
“Eine fröhliche, völlig allürenfreie Künstlerin…”
Und in der Siegener Zeitung und im Westerwald Kurier von Wolfgang Tischler:
“Hochkarätiger Wechsel beim Orgeltriduum: Ann-Helena Schlüter sorgt für furiosen Auftakt vor gut besuchten Reihen.”
“Orchestrale Passagen standen feinen Klangfarben gegenüber, eindrucksvoll, konzentriert, bemerkenswert.”
Als Zugabe spielte ich aus den Goldberg-Variationen, fein und zart; ich bekam Standing Ovations.
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Anbei zur schönen Schlosskirche:
Schöne Klais Orgel Schlosskirche Hachenburg Westerwald, 2 M, 28 R, mechanische Schleiflade, im historischen Barockprospekt, Altarorgel
Wenn man hinein kommt, sieht man direkt über dem wundervollen bauchigen braunen Altar die Orgel. Dies ist typisch für eine Predigerkirche. Eine solche schöne bauchige Kanzel habe ich selten gesehen.
Der wundervolle und bunte historische Orgelprospekt auf der Chorempore der Schlosskirche Hachenburg wurde 1718 von Orgelbau Johann Caspar Kirchner aus Farnroda geschnitzt. Er hat hier die erste Orgel gebaut in diesem Prachtgehäuse. Wie sie wohl klang?
1776 kam die zweite Orgel in den Prospekt. Dieser Orgelbauer ist leider unbekannt. 1776 wurde leider auch die Gewölbedecke entfernt.
Dieses barocke Gehäuse blieb über die Jahrhunderte und wechselnden technischen Orgelneubauten hinweg erhalten und beherbergt heute das moderne Pfeifenwerk der Klais-Orgel von 1995.
1846: Neubau durch Daniel Raßmann: Im 19. Jahrhundert baute der renommierte Orgelbauer Daniel Raßmann aus Möttau ein neues mechanisches Werk hinter die historische Kirchner-Fassade.
1895 – 1907 – Neubau durch E. F. Walcker & Cie.: Die berühmte Orgelbauanstalt Walcker (Ludwigsburg) ersetzte das alte Werk durch ein damals zeitgemäßes, spätromantisches Instrument (Opus 1373) mit pneumatischen Kegelladen. Das Pfeifenwerk wurde erneut in das bestehende Barockgehäuse eingepasst.
Es ist sehr schade, dass es diese wundervolle Orgel wegen der sehr bedenklichen sogenannten ‘Orgelbewegung’ im damaligen Zeitgeist nicht mehr gibt. 1963 ‘modifizierte’ Kemper die romantische Orgel in den damaligen Zeitgeist. Habt ihr schon mal einen guten Zeitgeist erlebt?
1964 – Neubau durch Oberlinger in den alten Prospekt: Die Orgelbauwerkstatt Gebr. Oberlinger (Windesheim) errichtete ein neues, neobarock ausgerichtetes Instrument mit mechanischer Spieltraktur, das bis zum Abbau Anfang der 1990er Jahre im historischen Prospekt Dienst tat. Deswegen wurde die wundervolle romantische Walcker-Orgel zerstört.
2026 wird die Kirche renoviert (Leitungen, Rohre, Heizung), obwohl sie eigentlich gerade frisch gestrichen wurde, und auch die Orgel wird saniert von Klais. Es war schön, vorher die Orgel noch mal gespielt zu haben.
Man merkt, dass die wundervolle Kirche alt ist, die alten grünen Emporen sprechen und atmen Geschichte. Die allererste Orgel hier stammte von 1594von Christoph Embach, dann 1652 von Georg Walker. Vor der Kirche steht eine alte Linde von 1871. Die weiße alte Kirche ist eine Augenweide. Es gibt sogar eine Brücke hin zum Schloss. Die Schlosskirche wird auch Katharinenkirche genannt:
Rieger Orgel Anna Kapelle Abtei Marienstatt
Anbei meine neue CD bei Naxos:
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