29. April 2026
Foto: Elektropneumatische Kegelladen-Orgel St. Peter Kirche Wien, Konzert 2026
Das Konzert war sehr schön heute und gut besucht. Ich bin direkt vom ICE ins Konzert an die Orgel gesprungen. Wie gesagt, ich liebe ja pneumatische Kegelladen.
Zuvor war die Orgel der Peterskirche (heute mit über 2175 Pfeifen) ein vollpneumatisches Kippventilladen-Instrument von Swoboda. Ich hätte sehr gern das Swoboda- und auch das original Sonnholz-Instrument gehört und gespielt. Aber die beide gibt es nun nicht mehr. Heute ist es im Grunde eine elektropneumatische Kauffmann-Eppel Orgel mit elektropneumatischen Kegelladen im alten Gehäuse: mit den züngelnden Flammen.
Kippventilladen und Kegelladen sind sich ähnlich; schade, dass das Swoboda-Instrument verändert wurde. Ich mag es lieber, wenn man erfinderisch und kreativ erbaute und individuelle Instrumente erhält. Aber der Drang, zu verändern und angeblich zu „verbessern“, ist im Menschen leider sehr stark.
Später nach dem Konzert kam eine amerikanische Dame auf mich zu und sagte, dass sie dachte, es wäre ein Mann an der Orgel (weil man das eben so denkt) – und sie wäre delighted gewesen, als sie mich oben verbeugen sah. Dann legte sie ihre Hand auf meinen Kopf und sagte: God bless you.
Ich wohne im zweiten Bezirk; wenn ich über den Donaukanal gehe, bin ich schon im ersten Bezirk, nahe der Peterskirche.
Ich mag die Grünflächen der 2-Millionenstadt, den Stadtpark.
Für viele Menschen ist die sog. Klassik – insbesondere die Orgelmusik – ein Rausch, indem sie Melodien nicht wirklich erkennen können. Ich verstehe das. Vor allem bei starker Akustik. Aber es ist Training. Eine Sprache. Eine Welt. Es ist für mich oft beinahe erschreckend und traurig, dass viele Menschen diese Sprache nicht sprechen; nicht kennen. Sprache ist so wichtig.
Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:
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