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Register Steinmeyer Orgel Marienkapelle

Wein, Weib, Gesang vs. Bier, Männer, Geschrei

28. Oktober 2026: Kunst-Fans vs. Fußball-Fans

Foto: Steinmeyer Orgel op. 1088 1911 kath. Marienkapelle Bütthard Würzburg Franken

Kleine historische Steinmeyer Orgel 1911 op. 1088 kath. Marienkapelle Bütthard bei Würzburg Franken, 2 M, 9 R

Die wunderschöne Kapelle wird auch St. Laurentius-Kapelle oder Kappel genant. Es ist eine reich geschmückte Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert außerhalb der kleinen Stadt. Vor der fränkischen Kapelle stehen zwei große alte wundervolle Linden, die unter Denkmalschutz stehen wie die Kirche, die Kapell-Linden. 

Der barocke Saalbau steht gegenüber dem Haus der Messnerin, eine goldige liebe Dame, die dort schon seit 56 Jahren lebt und sich einsam um die Kapelle kümmert. Die Kapelle kann nicht beheizt werden.

Die Kapelle besitzt die wertvolle braune Steinmeyer Orgel, die 1911 für 3000 Mark gekauft wurde. Bütthard besitzt die seltene Konstellation, dass sowohl die kleine Marienkapelle als auch die große örtliche Pfarrkirche St. Peter und Paul mit Steinmeyer-Orgeln ausgestattet sind. In der Pfarrkirche steht ein größeres Instrument ebenfalls von 1911.

Auf dem Schild der Kapellen-Orgel steht kgl.-bayr. Hof-Orgel & Harmoniumfabrik Oettingen, Schwaben.

Die Orgel muss dringend saniert werden.

Genau wie in St. Peter und Paul Bütthard stand hier zuvor eine barocke geniale Otto-Orgel von 1760, wie ich auch in der Kapelle im nahen Eibelstadt am Main gespielt habe. In dieses barocke Gehäuse von 1760 wurde auch hier die Steinmeyer Orgel neu eingesetzt 1911.

Die Orgel ist in einem sehr guten Zustand, muss dennoch unbedingt saniert werden, da einige Tasten und Register nicht mehr richtig reagieren.

Die bunten Register-Kippschalter befinden sich über den Tasten.

Die Koppeln sind bunt gestreift, das HW unten rosa, das OW türkis, das Pedal gelb. Die Akustik in der Kapelle ist vokal, feinsinnig und schön. Ich bin immer sehr berührt von solchen demütigen Kapellen am Ende der Welt mit historischen wertvollen, originalen Orgelschätzen, die die wenigstens Menschen kennen. Es war sehr schön, hier zu spielen. Kennt ihr das, ihr spielt an vielen teuren, reichen Orgeln und Kirchen und findet immer mal wieder ein so fernes, einsames wundervolles Instrument, und ihr nehmt ein Register, wie das Lieblich Gedackt aus dem OW, und so spielt ihr es und denkt, was ist das genial, genialer und singender als andere Register von berühmten Orgeln. Das eine Kunstwerk im Museum, das dich zum Weinen bringt.


Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:



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