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Weihnachten-Kirche

Musik ist ein Wahrzeichen Gottes.

8. Dezember 2025

Heute erinnere ich an Franz und Else Rauhut, 1898 geboren und in Würzburg gelebt, er war romanischer Philologe.

J.S. Bach war nicht der typische Kirchenmusiker, Kantor oder Dommusiker von heute: junger weißer Mann mit dem oft langweiligen Lebenslauf eines typischen Kirchenmusikers, oft an einer Stelle studierend und dann oft Assistent bei einem Dommusiker und dann 40 Jahre an der gleichen Stelle, bis alter weißer Mann – nichts verändert und nicht über den Tellerrand geschaut und alles bekämpft, was neu und anders ist.

Bach aber war an sehr vielen Orten, war Kammermusiker, Geiger, Komponist und Tasteninstrumentler. Viele Kirchenmusiker dagegen können kein einziges Tasteninstrument spielen (die Orgel gehört nur bedingt dazu, ist zudem ein Pfeifeninstrument) – es hört bei den meisten beim Klavier und Cembalo auf, von Geige ganz zu schweigen, und wenn, dann auf keinem hohen Niveau; von Komponieren und Kammermusik mal ganz ganz zu schweigen. Dazu im Vergleich war Johann Sebastian völlig anders, so gesehen beinahe gar kein Kirchenmusiker / Kantor, denn er war Künstler und hat unglaublich viel verändert. Man mag nur allein an das WTK denken.

Noch im letzten Jahr seines Lebens nahm er Schüler in seine Wohnung auf, die bei ihm lebten. In der deutschen Abteilung Kirchenmusik heute unvorstellbar. Da wird ein Graben zwischen Dozent und Studierenden gemacht. Viele weiße alte Männer reisen sofort nach dem Unterricht ab in ihre Parallelwelt in eine andere Stadt zur family. Manche können gar den Hals nicht voll kriegen und haben gleich 2 Professuren, pendeln und machen Dienst nach Vorschrift.

Bach aber hatte Jünger wie Jesus, Nachwuchs, der bei ihm und seiner Frau lebte, mit ihm diskutierte, mit ihm aß und ihn beobachtete, wie er wirklich war. So hatte der gesegnete Gottlieb Müthel noch die unfassbare Gelegenheit gehabt, bei Bach zu leben. Obwohl JSB bereits fast blind gewesen sein könnte. Und noch immer bekämpfte er seine Feinde mit der Waffe der Kunst.

Leider war J.S. Bach auf einen gewissen „Arzt“ John Taylor hereingefallen, der ihn nicht gesund machen konnte. Bach starb am 28. Juli 1750.

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