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Einer singt aus der Zeit gegen die Zeit. Eine singt aus dem Staub gegen den Staub. (Erich Fried)

24. Juli 2025: Die Wahrheit ist viel zu groß für so eine kleine Theorie.

Foto: Wegscheider Orgel Güldendorf Frankfurt (Oder)

Heute erinnere ich an Germaine de Staël.

Charles Darwin Teil II:

Die Erklärungen, die Charles zu den Themen Sprache, Ästhetik, Intellekt, Kunst, Kultur, Musik, Geschmack und geistigen Fähigkeiten findet, klingen erschreckend dilettantisch und so, dass man denken könnte, es wäre eine Satire oder so. Er widerspricht sich selbst zudem und entlarvt sich, wenn man genauer hinsieht. Beispiel:

„Es ist aber sicher ein Irrtum, von irgendeiner Sprache als einer Kunst zu sprechen, in dem Sinne, als sei sie mühevoll und methodisch ausgearbeitet worden“.

Im Grunde will er also in seiner Lehre sagen, dass sich alles entwickelt, angepasst und variiert hat, nichts wurde kunstvoll, methodisch und mühevoll ausgearbeitet, nicht mal die Sprache, nicht mal Musik. Es hat sich irgendwie abgespielt, ganz von alleine. Das steht in totalem Widerspruch zur Schöpfungsgeschichte und zum Christentum und lässt sich nicht vereinen. Laut der Bibel stammen wir nicht von Tieren ab. Unser Vorfahre ist nicht Orang Utan. Es widerspricht auch dem gesunden Menschenverstand.

Denn die gesamte Schöpfung, inklusive Erde, Tiefe, Meer und Himmel, jedoch besonders wir wurden genau das: kunstvoll und mühevoll ausgearbeitet. Deswegen ruhte Gott. Deswegen sollen auch wir ruhen und die Erde erhalten. Dies alles begründet unsere Würde und Verantwortung. Denn alles ist Kunst: dass wir atmen. Dass wir denken können. Dass wir lächeln.

Und woraus soll sich denn unsere Sprache und Grammatik entwickelt haben? Von „Barbaren, Wilden“, wie Charles es nennt, von „Vor-Affen, Tieren und Seelilien“? Charles spricht von „den niedrigsten Wilden und ihrer scheußlichen Musik“. Wer soll damit gemeint sein? Und woher kommen die „zivilisierten Rassen“? Und woraus hat sich das Universum entwickelt? Und was ist so schlimm daran, zu erkennen, dass es einen Künstler gibt, der Schönheit erschaffen hat? Denn woraus soll sich Schönheit entwickelt haben? Aus Scheußlichkeit?

Ich glaube, dass Darwin einige Dinge in der großen Kunst der Schöpfung erkannt hat: die Fülle, das Entwickeln, Wachsen, Abwerfen und Sterben, und daraus eine allgemeine philosophische Theorie entworfen hat. Eine, die falsche Schlüsse zieht, die nicht greifen kann. Die viel zu kurz und zu klein für die Wahrheit ist.

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