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Schuke Orgel Eisenhüttenmuseum Peitz

Schuke Orgel Hüttenmuseum Peitz Spreewald Niederlausitz

Eisenhüttenmuseum historischen Hochofenhalle des Johanneums Museum Peitz (1810)

Orgelbauer:

Schuke (Potsdam)

Baujahr:

1984 opus 526

Datum des Erstbesuchs:

September 2026

Disposition und Spielhilfen

Kleine neobarocke Schuke Orgel Hüttenmuseum Hochofenhalle Peitz, 1 M, 7 R, eigenständiges Pedal, 522 Pfeifen, Museumsorgel

Die mechanische Kleinorgel der Firma Alexander Schuke VEB Potsdamer Orgelbau Schuke wurde 1984 als Opus 526 für das St. Annastift in Sonneberg gefertigt. Nach Auflösung dieses Stiftes 2004 wurde das Schleifladen-Instrument in die Stadtkirche gebracht als Zweitinstrument.

Seit 2024 befindet sich das Instrument nun hier in der historischen Hochofenhalle des Johanneums Peitz (Museum Peitz).

Die Kleinorgel verfügt über ein Manual und ein eigenständiges Pedal. Bei Bedarf können die Manualregister an das Pedal gekoppelt werden (Pedalkoppel).

Die Orgel besitzt insgesamt 522 Pfeifen, davon 42 aus Kiefernholz.

Es ist meine 23. Schuke-Orgel (Potsdam).

Das Geräusch des Wassers des Hammergraben mit Wasser der Spree erfüllt das gesamte Museum.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Manual (C-g‘‘‘)

Gedackt 8′
Prinzipal 4′
Rohrflöte 4′
Waldflöte 2′
Quintadena 2’/Sesquialtera 2fach
Scharff 3fach

Pedal (C-f‘)

Pommer 16′

  • alle Schleifen im Manual sind in Bass und Diskant bei b/h geteilt.
  • Pedalkoppel

Die Hochofen- und Gießereihalle mit geschweiftem Bohlenbinderdach wurde 1973 als Hüttenmuseum Peitz eröffnet. Es gibt hier geniale Ausstellungsräume und Konzerte.

2006 wurde die Abteilung Fischereimuseum mit einer Ausstellung eröffnet. Sehr interessant sind die Hochöfen und die Mineraliensammlung.

Klang und Akustik

Eine sehr spezielle und berührende Akustik:

Das aktive Mühlrad vom Hammergraben ist ständig zu hören, was sehr angenehm ist. Dieser künstlich angelegte, wasserführende Nebenarm der Spree fließt unmittelbar am Museum vorbei. Er trieb historisch über Wasserräder die Maschinen und den Hochofen des Hüttenwerks an. Heute speist er das historische Turbinenhaus des Museums.

Es ist nicht alle Tage, dass man konstante Wassergeräusche dieser Art mit dem Klang einer Orgel verbunden hört.

Die Teichlandschaft rings um das Museum Peitz gehört zum größten zusammenhängenden künstlichen Teichgebiet Deutschlands.

Auch ich bin auf diesem Teich Kahn gefahren. Es war wunderschön. Man nennt dies Mummelkahnfahrt auf dem Hammergraben.

An der Kahnanlegestelle am Peitzer Hüttenwerk fuhren wir langsam und gemütlich flussabwärts auf dem Hammergraben bis zur historischen Maustmühle und wieder zurück. Alles ist ruhig, sehr grün, sanft.

Das Hotel Zum goldenen Löwen bietet diese Fahrten an, wo ich auch übernachtet habe 2 Nächte.

Die Akustik im Museum ist eigentlich trocken; aber die Orgel steht oben, das Wasser singt mit ihr, und wenn man unten steht, ist man so berührt, Orgelmusik inmitten der Hochöfen zu hören, inmitten von Technik und Handwerk. Kunst und Handwerk gehören sehr eng zusammen. Ich liebe beides.

Diese faszinierende Kombination aus schwerer Industrietechnik und Orgelmusik!

Die historische Hochofen- und Gießereihalle gehört zu den ältesten erhaltenen Gießereianlagen der Welt. Kuppelöfen, gemauerte Hochöfen…

Persönliche Note

Es war sehr schön, in Peitz zu konzertieren. Die Stadt Peitz und ihr Umfeld ist ein sehr schöner Ort. Das Museum liegt direkt an den riesigen Fischteichen, die eine Fläche von über 1.000 Hektar umfassen. Der Hälterteich grenzt in östlicher Richtung fast direkt an. Bekannt sind die Gewässer vor allem für die traditionelle Zucht des Peitzer Karpfen. Sehr lecker!

Die große sakrale rote Backstein-Kirche ist neben dem trutzigen Festungsturm das Wahrzeichen der Stadt. Aber auch dieses Museum ist ein Meisterwerk! Rings herum gibt es Karpfenteiche und große Tagebau-Seen.


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