Heinze Orgel Kirche Jänschwalde Spreewald Niederlausitz
ev. Pfarrkirche
Orgelbauer:
Gustav Heinze (Sorau)
Baujahr:
1907 opus 13
Datum des Erstbesuchs:
September 2026
Disposition und Spielhilfen
Spätromantische Heinze Orgel Kirche Jänschwalde Spreewald Niederlausitz, 2 M, 9 R, pneumatische Kegellade
Die wunderschöne klassizistische Dorfkirche, wendisch-sorbisch, hier im Lande Brandenburg besitzt diese schöne, weiße, grundtönig klingende Orgel mit sanften Streicherstimmen. Sie muss weiter saniert werden, was nicht ganz billig ist; es wird um die 20.000 Euro kosten. Immerhin ist sie über 120 Jahre alt. Sie leidet etwas unter Windstößigkeit.
Ich liebe Kegelladen.
Es ist meine dritte Heinze-Orgel. Die Stadt Sorau gib es noch, sie gehört heute jedoch zu Polen seit dem Krieg und heißt Zary. Polen ist sehr nach an Brandenburg. Zary gehört ebenfalls zur Niederlausitz.
Die Dorfkirche Jänschwalde (niedersorbisch: Janšojce) ist ein eingetragenes Baudenkmal und gilt als ein architektonisches klassizistisches Kleinod in der Niederlausitz. Die Kirchengemeinde selbst zählt zu den ältesten der Region und wurde bereits 1346 urkundlich erwähnt.
Das heutige Kirchengebäude vereint eine schlichte elegante Bauweise mit besonderen historischen Schätzen.
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.





Die turmlose Saalkirche besitzt ein freistehendes, hölzernes Glockenhaus mit dem ältesten erhaltenen Geläute im Kirchenkreis Cottbus. Die drei Bronzeglocken stammen von 1596, 1515 und der Zeit des 15. Jahrhunderts.
Die schlichte Kirche präsentiert einen Kanzelaltar von 1806, dreiseitig umlaufende weiße Emporen, die historische Heinze-Orgel sowie traditionelle, wendischen/sorbischen Bibelsprüche an den Wänden samt Fotografien von wendischen Feiern hier in der Niederlausitz. Ich habe schon oft in sorbischen Gemeinden gespielt, jedoch in Oberlausitz, deren Tradition anders ist als die Niederlausitzer Tradition.
Die evangelische Kirchengemeinde Jänschwalde, zu der seit Januar 2024 offiziell auch die Ortskirchen Drewitz, Heinersbrück und Tauer gehören, gefällt mir sehr gut, ebenso das schöne Dorf, gepflegt, mit alten Häusern, mit Museum und Bibliothek und einem Pfarrhaus, das wie ein Schloss aussieht.
Segensprüche wie “Chwalba bźi Bohu we wysokości!“ („Ehre sei Gott in der Höhe!“) sieht man an den Wänden.
Klang und Akustik

Samtig-trockene, vokale Akustik.
Persönliche Note

Es war sehr schön, hier zu spielen.
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