Tur Blogg

Das Leben ist gar nicht so. Es ist anders. (Tucholsky)

Nürtinger Orgelkonzerte waren super, Pandemic Dance in Nürtingen, schönes Wetter, wieder daheim. Briefwahl gemacht. Nicht zu wählen ist keine Option, Leute! Außerdem konzertiere ich am Wahlabend, daher Briefwahl. Den wunderschönen Innenraum von St. Johannes hat Hajek gestaltet.


Heute durfte ich die schöne große Goll-Orgel in Nürtingen (Stadtkirche Laurentius) spielen. Meine vierte. Smooth mit fabelhaften Zungen, french Style, Power. Pure Qualität. Schöne evangelische Kirche im Zentrum mit top Akustik. Hanzo Kim ist super Typ. Schöne A-Stelle. Er und Karl-Heinz sind einfach nett und lustig. Wir waren am Neckar etwas essen. Die vielen ings in Baden-Württemberg (Sindelfingen, Reutlingen, Esslingen, Tübingen…) lassen Nürtingen in seiner Schönheit nicht genug zur Geltung kommen, wie Nürtingen es verdient hätte. Andreas Merkelbach hat viel für die Kultur dieser Stadt getan.

Es ist richtig, dass man als öffentliche Person – ob Politiker oder Musiker… – eine Figur ist. Es ist nur ein Bruchteil von mir. Ich habe eine völlige private und persönliche Seite. Das darf man nie vergessen, das schützt einen auch, vor Fans und Anti-Fans. Wer ich selbst bin – ist ein Geheimnis sogar für mich. Wer kennt sich selbst? Wie sollten uns andere dann wirklich kennen? Außer Gott. Ich bin oft verblüfft über mich selbst.
Auch entwickelt man sich immer weiter, verändert sich, teilweise sehr.

Zudem haben öffentliche Personen Berater. Das ist tatsächlich wichtig. Darauf hören, was Berater raten. Und insgesamt gilt: Immer mind. 48 Stunden warten. 12 oder 24 Stunden reichen nicht. Je sensibler frau ist, desto länger warten mit Reaktionen. Manchmal lernt man effektiv nur auf die „harte Tour“. Warum? Weil nur dann echte Erkenntnisse geschehen, Nieren-Erkenntnisse. Denn was nützen Berater, wenn man nicht vertrauen kann oder will? Was nützen Berater, wenn man nicht abwarten kann? Wenn man selbst alles besser weiß? Eben. Der Boden muss erst fruchtbar sein. Echten Erfolgen müssen Niederlagen vorweg gehen. Glück auf dieser Erde sind Nieren-Erkenntnisse.

Change. Make that change. (Michael Jackson ❤️Man in the Mirror)

Wir haben heute am Neckar auch darüber geredet, warum es diese dumm-eingebildete Laien-Semi-Orgelszene gibt, was es bei keinem anderen Instrument gibt. Antwort: Die Kirche braucht Orgelspiel. Es muss Leute geben, die Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen spielen. Und das möglichst billig. Das können Profis und Künstler gar nicht auffangen, und schon gar nicht für 40 €. Deswegen gibt es diese „billige Szene“. Die übernimmt das. Die Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen sind öffentlich. Dann sitzen also unmusikalische Typen mit langen Fingernägeln, dicken Wurstfingern und staksender Nicht-Technik an den Orgeln, zappeln herum und lichten ihr Hochzeits-Tauf-Gottesdienst-Pop-Geklimper ab und halten sich für Stars, weil sie da mal öffentlich vor Leuten spielen können. Das Erschreckende ist, dass diese Billigen den Unterschied gar nicht hören und bemerken. Dass sie gar nicht unterscheiden können, so unterirdisch ist das Niveau. Es ist hinter der feisten, fetten Stirn keine Erkenntnis, kein IQ, keine Bildung da, kein demütiges Wissen über ihr Unvermögen, über ihre Antibrillanz. Im Gegenteil. Sie lästern noch über andere und halten sich tatsächlich für besser als Profis und Künstler. Ich habe selten so eine Verblendung erlebt. Es muss damit zusammen hängen, dass die jeweilige Kirchengemeinde die billige Hilfskraft nicht verlieren will und daher dem Laien Honig ums Maul schmiert und ihn über den grünen Klee lobt fern jeder Realität. (Und dass viele dieser Laien insgesamt keine Akademiker sind bzw. niedrige Intelligenz besitzen.)

Wenn diese Billigen Christen wären, wäre es noch ok und erträglich. Aber nichts könnte ferner sein. Es sind oft ganz hinterhältige Menschen.

Ich unterscheide in folgende Gruppen (crescendo nach unten):

  1. Nichtchristen mit schlechtem Charakter
  2. Nichtchristen mit gutem Charakter
  3. Christen mit schlechtem Charakter
  4. Christen mit gutem Charakter

Ich habe viele Kirchenmitarbeiter/Kirchenmusiker erlebt, die ich unter Punkt 1 einsortiere. Deutlich weniger gehören zu Punkt 2 (mit diesen zu tun zu haben ist schon eine Erleichterung) und noch weniger zu Punkt 3 (keine leichten Menschen, aber hier finden sich irgendwie viele Christen wieder, evtl. Durchgangsstation) und leider nur ganz wenige, maximal 3-5 Prozent, zu Punkt 4: Die seltene Creme de la Creme, Pannacotta mit bester Himbeersauce, von Punkt 1 Lichtjahre entfernt.

Charakter und Musikalität gehören natürlich zunächst nicht zusammen, aber bedingen sich doch. Ich finde zudem, dass Sprache und wie sich jemand sprachlich ausdrückt (dazu gehören auch Rechtschreibung, Grammatik und Satzzeichen), mit Musikalität und musikalischer Interpretation zusammenhängen. Schlechte sprachliche Ausdrucksformen können auf mangelnde Musikalität hindeuten. Es gibt Ausnahmen, vor allem bei Störungen, mangelnder Bildung und bei Krankheiten.

Orgel-Verzeichnis


Goll Orgel Nürtingen

An jeder neuen (fremden) Orgel muss frau sich erst wieder neu eingrooven, Hüfte, Gelenke, Körper, sich strecken. (AHS)

Konzert war super, „ausverkauft“, etwas mehr als 100 Leute (mehr durften mit „3 G“ nicht hinein), 1 1/2 Stunden gespielt. Presse war auch da (Zeitung für Nürtingen und Esslingen). Blumen. Ich berichte morgen, bin grad erst ins Hotel zurückgekehrt.

Dadurch, dass ich in der Mitte des Konzertes meine eigene Lyrik gelesen und gesungen habe, hatte ich mein gutes zeitliches Gespür für die Länge eines Konzertes etwas verloren… deswegen die Überlänge ohne Pause. Plus Zugabe.
Ich habe aber gemerkt, wie sich Erschöpfung einstellte bei den letzten beiden großen Bach-Werken am Ende des Konzertes. Dadurch hätte ich merken müssen, dass ich bereits weit mehr als 60 Minuten das Publikum „entertained“ hatte.

Nürtingen liegt praktisch: Nah an Ulm, Stuttgart, Reutlingen, Augsburg…

Die Albiez-Orgel lässt sich ja nicht ganz so easy spielen, da sie federt und die Sternsetzer unten schwer zu sehen sind, vor allem die beiden letzten außen. Wenn man dann alles selbst macht, dann fiebern Kollegen, die wissen, was es heißt, unten mit. Ritter und Bach. Pandemic Dance. Andreas und Hanzo sind sehr nett. Danach waren wir essen beim Italiener. Ich habe Tatar und Parfait gegessen und dazwischen Trüffel-Spaghetti. Ich liebe den Duft von Trüffel.

Happy Birthday, Emilia! ❤️

Neu an der Albiez-Orgel:

Schlüter – Komet

Ich bin wieder im Maskenland Deutschland. (AHS)

Ich bin in Nürtingen angekommen. Eine schöne Stadt zwischen Stuttgart und Tübingen. Tolle Orgel, liebe Leute, ich berichte morgen.

Es ist eine sehr schöne Albiez Orgel in St. Johannes (katholisch) von 1974, 2 Manuale, Stern-Setzer unten im Pedal, mit Absteller und tutti, Radialpedal mit schmalen Tasten, nach innen gebogen, schöne Schleierbretter aus Holz, große Pedalpfeifen aus Kupfer (Zinn war damals viel teurer) rechts und links. Sehr schöne Zungen. Schwellwerk mit Schwellern aus Glas (Vorsicht schwergängig; und kein Lärm zu machen). Die Orgel federt beim Spiel, da sie „windstößig“ ist, bedeutet, dass der Winddruck nicht immer hoch genug ist und sie dann zu wenig Luft bekommt. Dadurch kann man auch interessante Effekte beim Improvisieren kreieren. Interessant ist auch die None im 2. Manual und neu das Bourdun 16 im 1. Manual. Die Akustik ist glänzend, schöner Nachhall. Große und helle Kirche. Albiez ist völlig anders als Wiegleb, Mühleisen oder Walcker. Jedes WE eine neue Orgel. Manche Orgeln sind eher laut und robust, andere machen Lärm beim Umregistrieren, andere wiederum sind sehr leichtgängig.

Die Albiez Orgel wurde gestern frisch gestimmt. Orgelbauer waren da. Top! 

Albiez hat sich wohl wegen großen Problemen mit der Kirche und Geld (Schulden) das Leben genommen, erzählte mir der Kantor. Sehr traurig. Solche Dinge machen mich fassungslos. Ein so guter Orgelbauer! Das erinnert mich an Trost. Offenbar geht die Kirche mit ihren Orgelbauern manchmal nicht gut um.

Heute Abend ist das Konzert, auch mit meiner Lyrik. Morgen lerne ich auch die Goll-Orgel in Nürtingen kennen.


Rudolstadt und Nürtingen

Orgel-Vlog #11

Es gibt kaum etwas Passenderes für einen klugen, ehrlichen Menschen in dieser Welt des Versagens, als Trauer zu empfinden. (AHS)

Bin nun zweimal geimpft. BioNTech, linker Arm tut etwas weh, bin schlapp, aber ich gehe da nach Markus 16,18 vor.
Im Grunde werden Künstlerinnen genötigt, sich impfen zu lassen, finde ich. Vermutlich 1x im Jahr, obwohl ich nicht zur Viren-Zielgruppe gehöre – nur um Ruhe zu haben und normal mit Veranstaltern essen zu gehen und reisen zu können… Die meisten Veranstalter sind erleichtert, wenn sie hören, dass ihre Künstler geimpft sind.

Morgen fahre ich nun nach Nürtingen (über Stuttgart) zur Orgel, bin gespannt. Die Tage vergehen so schnell. Wenn ich angerufen werde, wann ich denn ankommen würde, bin ich überrascht, dass es schon wieder so weit ist. Nächstes Konzert.

Ach, ich liebe Bachs Musikalisches Opfer, dieses Thema Regium. Das kann man nicht laut genug hören. So, dass die Wände wackeln. Ich habe einige schöne Aufnahmen. Und auch meine eigene letzte CD mit Ricercar 3 und 6 (auch auf YouTube). Was ich auch liebe, ist das Lied Winter von Tori Amos. Und neu entdeckt: Die isländische Sängerin Eivör. 

Sehr spritzig ist Masaaki Suzukis (der auch Orgel spielen kann und auch schon an der Wiegleb war) BWV 66 aus seiner tollen Box.

Ich liebe auch sehr BWV 26.

Was ich nicht mag, wenn Bach-Kantaten oder überhaupt Bachs Musik so herb, streng, perfektionistisch, maskulin und schroff aufgeführt werden. Das berührt mich überhaupt nicht, und ich kann mir nicht vorstellen, dass Bachs Aufführungen jemals so waren. Rethinking Classical Music.

Sehr empfehlen kann ich den Film zur Bachwoche Ansbach. Solistengemeinschaft! Tolle Idee!

Nicht empfehlen kann ich den sogenannten Freimund-Verlag, weder deren „Feste Burg“ noch das CA-Magazin. Es kommen ausgerechnet in einem Verlag namens „Freimund“ Frauen nicht zu Wort. Auch nicht 2021. Solche Schriften sollten gekennzeichnet und gelabelt werden als frauenfeindlich, finde ich. So wie Pfandflaschen gelabelt werden mit einem Zeichen.
Allgemein sollten frauenfeindliche, diskriminierende und/oder sexistische Schriften, Menschen und Institutionen als solche gelabelt werden. Denn viele sind genau dies verborgen.

Ich habe bewusst keinen Fernseher. Daher bekomme ich gewisse Dinge aus der Virus-Welt nicht mit. Aber ich merke sofort bei manchen Fernseher-Leuten, die haben ein anderes Vokabular als ich, da heißt es Long Covid, britische Variante usw. usw.

Ich schaue lieber True Crime auf YT, am liebsten originale amerikanische Verhöre mit Mördern. Ich finde es sehr spannend, wie die Detectivs zu Geständnissen kommen. Das ist Psychologie pur. Manche Detectivs sind richtig gut, andere nicht.

Manche fragen mich, wie ich mich täglich bilde: Ich lese viel, auch Schwedisch und Englisch, lerne jeden Tag neue Begriffe und Wörter, höre viel geniale Musik, übe, schreibe.


Ansbach St. Gumbertus

Ist Winken etwas Weibliches? (AHS)

Einer meiner Lieblingsfilme ist: Catch me if you can

Was ich nicht mag: Vegane Soja-Spaghetti-Bolognese. Ich habe es dreimal versucht.


Ich glaube, der Grund, warum ich für manche so anders, „gierig“, ehrgeizig und unbescheiden wirke, so radikal und ehrgeizig und einzigartig, ist einfach, weil ich die Schieflage in einer Männerwelt wieder gerade rücken möchte. Ich tue es, weil ich spüre, dass dies eine wichtige Aufgabe ist. Es ist, als müsste ich etwas sicher auf die andere Seite bringen. Ohne Radikalität ist das nicht möglich, da die Schieflage schon so schief ist.

Neu: Rezensionen. Wird bald sichtbar sein. Gern können Rezensionen hier eingereicht werden.



Ladegast St. Marien vor der Einweihung 

Mozart im Gewandhaus

Heute ist der No-Pants-Day. Endlich haben auch Exhibitionisten ihren Feiertag. (Czech/Domzalski)

Jemand sagte mir gestern, meine Homepage würde mindestens 3 Frauen zeigen. Wie ich das alles in einer Person sein kann?

Ich freue mich auf das Konzert in Rothenburg/Tauber. Es ist am 29.10. an der Steinmeyer Orgel in Heilig Geist.

Die Konzerte 28. und 29.9. sind auf 30. und 31.10. gelegt. Rudolstadt ist ebenfalls im Oktober.

„Die Verwandlung“ von Kafka ist hervorragend. Klug, ironisch, sehr witzig, verrückt, psychologisch, sarkastisch. Und vor allem originell. Das Besondere und Originelle ist der sagenhafte Humor, der natürlich bissige Kritik ist. Jedoch solch einen genialen Umgang mit Kritik habe ich selten so klug und witzig erlebt. Denn es ist ganz ernst und erschreckend und doch so lustig, dass man den Kopf schütteln muss. Gleichzeitig traurig. Es ist eine unfassbare Mischung. Kafka schreibt viel aggressiver, wilder und sarkastischer als Zweig, der wehmütig und lyrisch ist. Kafka bleibt bis zum Schluss „böse“ und beißend. „In der Strafkolonie“ – sehr gut komponiert. Beide schreiben keineswegs politisch und doch sehr politisch. Besonders in Zweigs Essays.

Apropos Kompositionen. Meine neuen Werke sind eingetroffen. In DIN A 3 vor mir liegend – wunderbar. Furore und Stringendo.

NEU: Wiegleb Orgel Ansbach:

Wegen Lazy Load werden alle neuen Fotos und Texte bei Orgel Infos jeweils erst nach ca. 24 Stunden online zu sehen sein. Dadurch läuft die Webseite schnell.

Es kann gern kommentiert werden:

Wiegleb Orgel Ansbach

Rainer Goede erzählte mir, Architekten können manchmal durchaus auch ein Problem sein beim Orgelbau. Das hätte ich nie vermutet. Die grünen Schleier innerhalb der Stiftskirche Stuttgart dienen dem Klang. Denn Orgelbau Mühleisen wollte keinen Freipfeifenprospekt. Gehäuse und Schleier helfen, Klang zu bündeln, zu sammeln, zu sortieren. Aber die Architekten suchen nicht die Organisten und Orgelbauer aus, sondern Juristen und Theologen im Amt. Da wird oft der Hausarchitekt ausgesucht. Einen hervorragenden Freipfeifenprospekt (Werke übereinander) zu bauen, der dem Klang nicht schadet, ist schwer und viel Arbeit. Um dem Klang zu helfen, gab es zumindest ein Rückpositiv und die grünen Schleier. Das Zusammenspiel von Kirche, Klang, Orgelbauer, Gewölbe, Architekt, Sachverständiger, Organist – ist enorm! Als Organistin ist man also auch Akustikerin. Es gibt viel zu wissen und zu kennen. Und dann muss man noch diplomatisch sein, denn der Bau einer Orgel oder die Rekonstruktion ziehen sich Jahre hin, man muss mit den unglaublichsten, widersprüchlichsten Leuten zu tun haben.

Ich bin verblüfft, dass die Bälge in der Decke über der Wiegleb Orgel liegen (fallender Wind, Schwerkraft). Der mächtige 32-Fuß (offen, Holz) hinter der Orgel ist begeisternd.

Dass eine so wunderschöne Orgel im Prospekt ohne Gott und Anbetung ist, sondern idealtypisch für männlichen Absolutismus – das ist erschreckend. Nur die Musik und doch die Musik werden Gott preisen. Denn der Markgraf ist trotz seiner Monogramme längst im Totenreich. Gott aber wird nie sterben. Kann er gar nicht.

Heute habe ich mit Hans-Ola Ericsson (er ist gerade in Linköping) gesprochen, das Haus in Schweden nehme ich leider nicht 😭, zu weit weg, und wegen Registrierung:

  • immer aufschreiben in die Noten (nicht spontan und mündlich die Orgel inhalieren), was wo will
  • auch wenn es keine Nummern gibt, sich im Kopf Nummern (er hat mir eine immer gleiche Strategie genannt) „notieren“ (=merken)
  • jedes Register EINZELN durchgehen, dann mischen, die Chöre usw., erst dann in die NOTEN SCHREIBEN (auch wenn meine „awful“ wären 🎋🦜)- nicht spontan
  • sollte was schief gehen, gleich korrigieren (den FlOW stoppen!) – sollte aber nur 3 x im Leben passieren (was bedeutet, dass es mir nie mehr passieren darf)

Ich mag Manualschiebekoppeln und Sperrventile wie bei Ladegast. Wiegleb hat dies „edler“ gelöst.

Ps:

In den Lektürevorschlägen der Lehrpläne für Deutsch in Bayern sind immer noch viel zu wenige Autorinnen erwähnt, meistens max. 2-3, aber es überwiegt immer noch der Eindruck, dass hauptsächlich (ältere) Männer schrieben, erst recht gute Literatur/ Weltliteratur. In einer Diskussion darüber bemerkte letztens ein Mann, dass das wohl daran liegt, dass Frauen eben anders und insbesondere nicht so gut schrieben wie Männer und deshalb in Vergessenheit geraten wären und auch nicht in der Schule gelesen werden. Ich finde jedoch, dass dies genauer untersucht werden müsste und heutige Schülerinnen unbedingt auch viel mehr Texte von Autorinnen lesen sollten. Es geht mir dabei vor allem um eine Balance, kein entwederoder. Erst dann entzerren wir auch diesen doch noch immer sehr patriarchalen Blick auf Literatur, Geschichte und Kunst. Das Bild ist aber viel bunter, und die Kenntnis dieser Autorinnen würde uns alle sicher bereichern. Zudem bestimmen nach wie vor Männer, was „gut“ sei. Der einzige Lichtblick: Männer schreiben über Frauen. Es geht in der Literatur zu 90 Prozent um Frauen.


Aber auch Frauen können Weltliteratur schreiben.

Ebenfalls neu Ladegast: Es kann gern kommentiert werden:

Ladegast Orgel Weißenfels

Ladegast Orgel Marienkirche

Wiegleb Orgel Ansbach

Dortmund Konzert

Die Erde ist ein atmendes Lebewesen. Ob sie fühlen und hören kann? (AHS)

Wenn man selbst registriert, ist es wichtig, dass man registriert. Also nicht zu wenig. Sondern farbig. Dass einem dabei Fehler unterlaufen können, sollte nicht abschrecken davor, farbig und viel zu registrieren, so als hätte man zwei Registranten oder als gäbe es eine Setzeranlage oder Nummern. Inhaliere die Registernamen!
Was ich bisher jedoch noch nicht wusste: Wenn man beim Selbstregistrieren einen Fehler macht, zB eine Mixtur vergisst oder im Pedal plötzlich zu viel oder zu wenig hat – was tun? Soll man stoppen und sofort korrigieren? Oder so tun, als wäre alles gewollt so und erst bei der nächsten Chance korrigieren? Im Studium lernt man so etwas nicht, denn wer konzertiert schon viel im Studium? (Außer mir) Rainer Goede aber gab mir darauf eine Antwort, ohne dass ich fragte: Zum Fehler stehen und sofort oder bei der nächsten Eins korrigieren. Dies würde auch ein Dirigent tun. Ich war erstaunt. Am Klavier ist es eine Todsünde, stehen zu bleiben.
Wunderbar war auch, dass er mir eine lange private Orgelführung gab zu dieser wundervollen Wiegleb Orgel, die er seit über 18 Jahre betreut. Und auch zur Rieger-Orgel in der Nachbarkirche St. Johannis. Die Rieger-Orgel ist im Stil eines entwickelten Neobarocks, hell, aber nicht grell und scharf. Sie ist ganz anders als die historische Barock-Bach-Orgel Wiegleb, die einzigartig ist: Gambenchor, 2-Fuß-Gambe, Echo im Schwellkasten, Flagiolett 2 im Prospekt, ein Prospekt des reinen Absolutismus.

Besonderheiten sind und gelernt habe ich:

Kirchen und Klang einschätzen können:

  1. Teppich 
  2. Putz (glatt ode rau)
  3. Farbe (körnig oder glatt)
  4. Bögen, Rippen, Gewölbe (Gleichmäßigkeit, Höhe)


Feinde“ von Orgeln:

  1. Schmutz, Wurm, Feuchtigkeit (oder Trockenheit)
  2. Klanghinderer (siehe obiger Hauptpunkt Kirche)
  3. Gewisse Architekten und Orgelsachverständige

Orgelbau und Komponieren:

  1. Kapieren
  2. Kopieren
  3. Eigenes machen 


Man kann auch 1 und 2 tauschen: Solange kopieren, bis man kapiert. Denn Kapieren ist der Knackpunkt, finde ich.

Die Professionalität der GEMA hinterfrage ich manchmal, die die Schlagerbranche ehrt und eher primitive Musikdigitalisierungen fördert.

Ich lese/höre Kafka. Anstrengender Stil.

Was mir an den (schwedischen) Märchen und Sagen nicht gefällt, sind die „Magie“ (oder Trolle im Schwedischen), dass alles „vertrollt“ ist, witchcraft und Hexerei. Muß das wirklich sein? Es gibt doch auch eine gute, heilige Spiritualität. Muß es denn die gottlose Magie sein? Oft wird sie romantisch gefärbt (Disney).
Überhaupt gefällt mir in angeblich romantischen Märchen die angeblich romantische Rolle der Frau nicht: Sie muß stets schön und bescheiden sein und sich alles gefallen lassen (siehe Aschenputtel). Ihr einziges Ansinnen: Ball, König und Heirat, anstatt sich gegen Stiefmutter und (komplett schweigenden, devoten) Vater durchzusetzen oder davon zu gehen in die Welt. Nur Magie und Aussehen helfen ihr, den König zu heiraten. Katastrophales Rollenbild. Zudem sind es immer die bösen anderen Frauen, die Frauen das Leben schwer machen (Schneeweiß, Aschenputtel…). Man muss bedenken, dass alle diese Märchen von Männern beeinflusst wurden und dass die Könige in den Märchen meist schweigen.
Selbst jetzt, 2021, gibt es eine Shampoo-Werbung, die behauptet, das Haar gäbe Frauen Selbstbewusstsein! Frauen sollen wohl mit solcher Werbung verdummt und in ihre Rolle verwiesen werden. Glaubt mir, Frauen, es ist nicht euer Haar, was euch Selbstbewusstsein gibt. Das ist eine Lüge der Männerbranche.

Aber es gibt auch Männer, die verstehen, was Sache ist. Neben Stefan Zweig auch Moa Martinson. Er schreibt darüber, dass Frauen, die von Männern verführt, belogen und geschwängert wurden (ehelos), bestraft und verachtet wurden, auch von der Kirche, während nach den Männern niemand fragte und diese logen, dass sich die Balken bogen. Bei Männern konnte man ja die weiteren Folgen von Sex nicht sehen.
Es gibt selten aufrichtige und mutige Männer. Die meisten sind leider eher schwach, weich und feige.

ps: „Süßsein“ scheint für viele Männer gleich mit Antikönnen zu sein. Süß und Können ist für viele Männer schwer zu kombinieren. Scheint sich für sie geradezu zu widersprechen. Man und besonders frau darf nicht süß (oder unschuldig) sein und doch mehr können.

The Beatles – Yesterday – Piano and Voice (mit Gesang und Klavier) in Berlin. Ann-Helena

Yesterday mit Gesang
Pandemic Dance

13. September 2021

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Niedrigkeiten und pöbelnde Männer entlarven sich von selbst. (Alice Schwarzer)

Die schwedischen musischen „Klassiker“ sind interessant: Roman, Bellmann, Kraus, Berwald, Rangström, Nilsson, Attenberg, Hallström…

Schön ist, dass St. Gumbertus Ansbach, evangelische Stifts- und Hofkirche, auf einem Johann Sebastian Bach– Platz steht… mitten in der Innenstadt, am Schloss, in der sich die Regierung Mittelfrankens befindet. Nah der Orangerie. Und dass das kleine Ansbach (bei Nürnberg) ein eigenes feines Theater hat.
Ich fragte den Taxifahrer, wo St. Gumbertus sei. (Wir waren zwar schon mal mit Christoph Bossert da, ist aber schon lange her). Der Taxifahrer sagte, am besten mit Taxi. Ich antwortete, es sei doch nur 7 min zu Fuß entfernt. Er sagte: Wer verrät denn so was?
Ich lachte: Sie hätten wahrscheinlich mit dem Taxi 30 min gebraucht. Klar, lachte er.

Eine schöne Stadtführung hätte ich da bekommen…

Ich finde, an jeder neuen (fremden) Orgel muss frau sich erst wieder neu eingrooven, Hüfte, Gelenke, Körper, sich strecken. Sich streckend dem jeweiligen Instrument entgegenbiegen und anpassen. Nicht zu schwungvoll sein. Anti-Stretta. Ruhe. Wissen, wo man die Ferse platziert. Die Hand merkt schon vorher, wenn und dass etwas unangenehm wird.
Man muss so vieles an der Orgel beachten: 

Frau muss das jeweilige Werk als Tastatur, aber auch als Register begreifen und auch als Klang, als Pfeifen. Dreifach! 

In Ansbach ist das Schließwerk ähnlich wie in Wiesbaden, ein Chip mit Doppelpieps.
Ich mag den schlichten, hellen Raum, in dem das Schmucke einzig und allein die Orgel ist.

In meinem eigenen Stück hatte ich im Mittelwerk (3. Manual) einen Heuler (evtl. wegen den Glissandi). Es war ein a und perfekt und passend, wie er weiterklang. Ich baute mein Stück um den Heuler herum. Man muss flexibel sein. Ich dachte mir nur: Ich muß zudem auch schauen, dass und wie ich ihn im Spiel kreativ wieder wegbekomme. Das ist mir gelungen. Ich war stolz auf mich selbst. Es war ein kreativer Heuler.
Ansonsten hat mir der Ritter besonders Spaß gemacht. Ich habe alles allein gemacht. Der Kantor sagte mir, es sei ein Horror für einen Registranten, hier zu registrieren. Der könne seitlich die Schilder kaum lesen. Setzer und Hilfen und Nummern gibt es nicht. Das finde ich auch schön.
Rainer Goede sagte mir hierzu: In der Bibel steht: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, nicht bei einer Nummer. – So ist es: Man muss alle Register vom Namen (und Klang) her kennen, nicht von einer Nummer. Gembshorn, Petitt, Oboe, Gambe… Ich bin das Register Ann-Helena.

High Risk SOS Pandemic Dance XIV – Wiegleb Orgel Ansbach live in Concert. Uraufführung AHS

 

 

 

Wiegleb Orgel

Denn ihr träumt nur noch im Schlaf, um am Tag zu funktionieren. (SDP Duo)

Das Konzert in Ansbach war sehr schön und gut besucht. Weit über 120 Menschen waren da. St. Gumbertus ist groß. Es hat großen Spaß gemacht. Die wunderbare Wiegleb Orgel schmolz unter meinen Händen. Viel Applaus. Ich habe alles selbst registriert, gezogen und geblättert. Der Pfarrer Thomas Meister hat eine sehr schöne Begrüßung gemacht. Danach habe ich alle meine CDs verkauft. Ich bekam auch drei CDs geschenkt von der Ansbacher Orgel. Rainer Goede war auch da. Er ist ein sehr kluger und warmherziger Mensch. Auch Carl Friedrich Meyer ist sehr nett.

Ich musste im Hotel Ansbach einen (meinen ersten) Selbst-Test machen, war aber easy und schnell. Beim Frühstück saß neben mir eine Gruppe älterer Damen. Bei deren Gesprächen brach mir fast das Herz: Sie redeten darüber, dass sie zuerst nicht mehr leben wollten, als die Ehemänner starben und sich fragten, warum sollen sie sich noch hübsch machen?, und dass sie erst lernten mussten, das für sich selbst zu tun – und dass ihre Lebensaufgabe vorbei sei und dass sie sich jetzt etwas Gutes tun. Dass sie wie die Wespen seien, die ihre letzten Wochen nach getaner Arbeit auf dem Zwetschenkuchen sitzen. Dass niemand vom Tod zurückkäme. Von Aussteuer und Zinn und Schmuck und selbstgesticktem Monogramm. Und dass sie den „Plunder lieben“. Davon, dass sie lernten mussten, Kaffee zu mögen, weil der Ehemann das immer trank und sie nicht täglich Tee und Kaffee kochen wollten. Dabei nickten sie sich demütig zu. Ich dachte: Das ist der Grund, warum Männer früher sterben. Damit Frauen danach endlich zu sich selbst finden und leben dürfen.

Die Besucher in den Kirchen lieben mein Üben, ich bekomme oft Applaus und die Bitten, weiter zu spielen (Stuttgart, Ansbach…).
Den Papier-Bogen für die Gage habe ich trotz Mühe wieder völlig falsch ausgefüllt.

Erinnert mich an manche Fingersätze von mir: „Also dies ist der ungünstigste Fingersatz, den man sich aussuchen kann von allen.“ (Kay) ☺️😎 Ich bin vom Klavier her gewöhnt, unbequeme Fingersätze zu wählen. Je schwerer, desto besser, nach dem Motto. Meine Hand fühlt die Fingersätze schon vorher. So eine (meine) Hand ist ein lebendiges Wesen.

Ich mag gern den Stil von Stefan Zweig, auch wenn er sehr melancholisch und etwas anstrengend ist/schreibt, besonders seine Kurzgeschichten. Im Grunde drehen sich seine Erzählungen immer um das gleiche Thema: Um traumatische Ereignisse (in der Kindheit) und das zerstörte Vertrauen hinterher bis hin zur völligen Katastrophe und Vernichtung (Tod/Selbstmord). Auffällig ist ebenso, dass das Traumatische, von dem Stefan Zweig berichtet, fast immer um das (sexuelle oder moralische) Versagen des Mannes gegenüber der Frau geht. Was muß Zweig geschehen sein?: Diese tiefe Trauer und das Aufarbeiten in seiner Literatur.
Manche Menschen werfen einem Trauer vor. Als dürfte man nicht traurig sein im Leben, schon gar nicht als Christ. Als wäre Trauer in dieser Welt unpassend, unerwünscht, peinlich oder gar unverständlich und seltsam. Aber das Gegenteil ist der Fall, finde ich. Es gibt kaum etwas Passenderes für einen klugen, ehrlichen Menschen in dieser Welt, in dieser Welt des Versagens, als aufrichtig Trauer zu empfinden.

Ich höre gern Dave Grusin zum Entspannen (Jazz).

Was mir auch auffällt ist, dass Frauen und Mädchen (ich auch) gern winken. Männer (sogar kleine Jungs) winken oft nicht. Nicht mal zurück.
Ist Winken etwas Weibliches?

Ich vermisse Schweden und einen leckeren Kanelbulle. Nun bin ich wieder im Maskenland Deutschland.

Über das Leben bin ich täglich erstaunt. Dass die Erde ein atmendes Lebewesen ist. Ob sie fühlen und hören kann? Dass die Natur Mathematik ist. Dass Zellen, Amöben, Seetang, Samen, Schnürgras, Plankton leben. Dass Haie selbst im Schlafen schwimmen. Dass es Haie gibt, die 200 Jahre alt werden. Ob ich auch wie so ein Hai sein kann, obwohl ich ein ganz anderes Wesen bin?

Orgel Vlog – Organ Piano Vlog AHS #10 Stretta an der Orgel? Kraft? Dynamik? Wiegleb Orgel Ansbach 
Wiegleb Orgel Ansbach

Der Motor meines Handelns ist Gerechtigkeit. (Alice Schwarzer)

Bin in Ansbach (wunderschön, Mittelfranken, 49.000 Einwohner). Kaum zuhause, am nächsten Tag schon wieder im ICE: Diesmal zuerst Unterricht Stiftskirche Stuttgart bei Kay, dann Konzert Ansbach. Gleich zwei tolle Orgeln hintereinander an einem Tag, und so unterschiedlich wie Tag und Nacht, Stiftskirche und Gumbertus beim Schloss, Mühleisen und Wiegleb. Ich übernachte in Ansbach und treffe morgen vielleicht Rainer Goede wegen den Rezensionen. Die Konzerte in Schmölln sind auf Oktober verlegt. Rudolstadt ist am 3.10.
Nächste Konzerte Ansbach, Nürtingen, Liebenrode Hohenstein und Mannheim. Die Wiegleb 2007 ist einfach genial, was für wunderschöne Farben und Prinzipale! Ich berichte morgen.

Der Unterricht in Stuttgart ist super an der Orgel: Produktiv, auf den Punkt gebracht, sehr effektiv, klar und direkt und trotzdem ruhig. Es kommt mir wie „Hausputz“ oder wie „Zähne putzen“ vor: Ein guter Lehrer ist wie eine regelmäßige Reinigung. Sei es ein Fingersatz, ein Fußsatz, eine Korrektur, Legato, Erkenntnisse der Einstellung zum Instrument im Allgemeinen. Beispielsweise stretta – eine (von mir geliebte) beliebte „Vorgehensweise“ am Klavier, jedoch problematisch an der Orgel. Denn stretta kann man am Flügel gut ausgleichen und abfangen durch Dynamik und Klang, der automatisch entsteht (crescendo). Jedoch an der Orgel ist kein Ausgleich durch Dynamik da, daher verliert stretta an Klang! Dieses von mir instinktiv gewählte Ausdrucksmittel fällt an der Orgel also meist flach. Im Gegenteil: Zügel in der Hand. Tastengrund ausfüllen. Ruhig fließen.
Genauso auch Kraft und Adrenalin: An der Orgel braucht man mehr Kontrolle als Kraft. Dass ich eine Kompass-Nadel werde, die gleich aus dem Gehäuse springt, nutzt an der Orgel wenig. Im Gegenteil. Man braucht viel Erdung und Ruhe, um (positiv) Kontrolle zu haben. Weiterhin ist auch, neben starken (kontrollierenden) Fingern das weiche Strömen in oder auf der Luft wichtig, ohne Akzente, ohne ritardandi, ohne Drücken.
Die Pedale in der Stiftskirche sind schmal. Daran muss ich mich immer erst gewöhnen. Die Setzeranlage ist top. In Ansbach wiederum gibt es keine, auch keine Zahlen. Ein Registrant hat auch keinen Sinn, denn es soll hier „Horror“ sein zu registrieren, denn man sieht von der Seite die Schrift kaum, und zudem kann leicht verwechselt werden, zu welcher Schrift welcher goldene Knopf gehört, darüber oder darunter. Die einzige Möglichkeit ist es, es selbst zu tun. Die Verschmelzung mit den Registerfeldern ist hierbei wichtig. Das Fühlen, wo was ist. Das Wissen. Wie auf den Tasten. Genauso. Hier ist d und es auf den Tasten und in den Noten, hier ist die Posaune und die Pedalkoppel in den Feldern. Die Pedalkoppel muß angehoben werden. Die Mixtur auf II Ist weicher. 32 Fuß mächtig. Posaune gut gestimmt. Usw. Das muss ich alles im Kopf und im Herzen haben. Das Echo in III ist erstaunlich laut, das Bügeleisen (Schweller) wird nach rechts laut, barocke Wiegleb-Klänge in Ritter draußen lassen (wissen, wo die sind, also Sesqui, Aliquoten, Zimbel, Quinta, Quintatön, 2-Fuß, Vorsicht auch mit der Mixtur…). Wo kann man oktavieren. Usw. Es sind also vier Bereiche: Manuale (Aufteilung auch), Pedale, Noten und Registrierfelder. Die Pedale sind dick und weit. In Stuttgart schmal und eng. Jede Orgel anders. Und der fünfte Bereich Klang: Die jeweilige Größe der Orgel und die Akustik des Raumes. Die jeweiligen Einzelfarben und die „chemischen“ Reaktionen auf das Mischen.



Wiegleb Orgel Ansbach