Tankar

Gedanke 100

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Klein bin ich, drum ist dein Rat

für mich doch mein Verlangen.

Und wenn ich suchte, warst du da,

dass ich mich konnte hangen an dich und warst die Wache. (AHS)

Gedanke 97

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Das Talent arbeitet, das Genie schafft. (Schumann)

Das Schaffen macht Spaß, das Arbeiten weniger, scheint aber doch auch dazuzugehören. Schön finde ich an Liszt Ad nos, dass das Thema überall ist, in sämtlichen Gesten, Schattierungen und Nebenstimmen – Ingesamt kann man sagen, dass es hilft, möglichst wenig Mätzchen oder Kokolores an der Orgel zu machen. Hier und da kann man sich ein Sahnebonbon leisten. Aber nicht die ganze Zeit. Vor allem nicht am Anfang: Das Stück beginnt mit einem dunklen Bühnenbild. Ruhig.

Die Orgel ist wie ein Pferd. Es möchte nie grob behandelt werden und auch nicht immer getrieben werden.

Ich merke, dass ich bei der Registrierung dieses Stückes sehr perfektionistisch bin. Oder jedenfalls ändere ich jeden Tag um. Immer fällt mir etwas Neues auf und ein. Ob man jemals die perfekte Registrierung findet?

Manche sind durch mich ermutigt und inspiriert, auch einen Blog zu schreiben.

Empfehlen kann ich das Buch Himmelblau und Rabenschwarz.

Gesteuerte Wege des Windes

Was ich an der Orgel mag? Ich mag den Wind. Den gesteuerten Weg des Windes. Senkrechte und waagrechte Wege. Bewegungswege, übertragene Wege. Klangwege.

Dass sich die Luft am Oberlabium bricht, oberhalb der Kernspalte, und durch diese Brechung schwingt und Ton erzeugt. Die Orgel mit dieser Brechung symbolisiert: Einheit im Gegensätzlichen.