{"id":38176,"date":"2022-01-20T12:08:52","date_gmt":"2022-01-20T11:08:52","guid":{"rendered":"https:\/\/p612233.webspaceconfig.de\/vorwort-doktorarbeit\/"},"modified":"2024-02-13T23:46:23","modified_gmt":"2024-02-13T22:46:23","slug":"vorwort-doktorarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ann-helena.de\/fr\/2022\/01\/20\/vorwort-doktorarbeit\/","title":{"rendered":"Vorwort Doktorarbeit Einleitung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Danksagung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich meinem Doktorvater Herrn Prof. Dr. Armin Langer f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung danken, f\u00fcr die Anregungen, Hinweise, den spannenden Austausch, die Begleitung und zur Verf\u00fcgung gestellten Zeit. Auch der Universit\u00e4t Mozarteum Salzburg und dem Standort Innsbruck sei f\u00fcr die Unterst\u00fctzung gedankt,&nbsp;besonders Frau Prof. Dr. Heike Henning, zudem Frau Prof. Dr. Silke Schmid, P\u00e4dagogische Hochschule Freiburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich danke allen&nbsp;Post-Millennials&nbsp;f\u00fcr ihre Bereitschaft zur freiwilligen Teilnahme an dieser empirischen Studie. Euch widme ich diese Arbeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bedanke mich&nbsp;bei meinen Kolleginnen und Kollegen, Sponsoren und Freunden, die mich unterst\u00fctzten.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonderen Dank allen, die meine Arbeit mit Korrekturlesen und Anmerkung&nbsp;begleitet haben, insbesondere&nbsp;Andreas Friedrich, der zudem in allen Phasen ein wertvoller Ermutiger war.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch&nbsp;meinen k\u00fcnstlerischen Mentorinnen und Professoren in der Orgelmusikszene und der Kirchenmusik m\u00f6chte ich danken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Allen Lieben seien f\u00fcr ihre Geduld und umfassende Unterst\u00fctzung gedankt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ann-Helena Schl\u00fcter, Januar 2022<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Music&nbsp;is&nbsp;not&nbsp;a&nbsp;thing&nbsp;at all&nbsp;but&nbsp;an&nbsp;activity,&nbsp;something&nbsp;that&nbsp;people do.&nbsp;The&nbsp;apparent&nbsp;thing&nbsp;&#8220;music&#8221;&nbsp;is&nbsp;a&nbsp;figment, an&nbsp;abstraction&nbsp;of&nbsp;the&nbsp;action,&nbsp;whose&nbsp;realtiy&nbsp;vanishes&nbsp;as&nbsp;soon&nbsp;as&nbsp;we&nbsp;examine&nbsp;it&nbsp;at all&nbsp;closely.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>(Christopher Small 1998, S. 2)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorwort<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jede Musik ist von Auff\u00fchrungsbedingungen gepr\u00e4gt (vgl. Tr\u00f6ndle 2018, S. 12 f.).&nbsp;Das Konzert ist Teil der Interpretation (vgl. Tr\u00f6ndle 2018, S. 11).&nbsp;Tr\u00f6ndle&nbsp;f\u00f6rdert Konzertforschung, mahnt sie&nbsp;als notwendig an&nbsp;und fordert zudem&nbsp;einen fundierten Diskurs, um die Zukunft von Konzerten mit klassischer Musik zu er\u00f6rtern und aufgrund des gro\u00dfen Mangels an jungem Publikum (ebd., S. 12 f.) L\u00f6sungen zu finden.&nbsp;Die Verkaufszahlen von klassischer Musik auf dem Tontr\u00e4germarkt und das Konsumverhalten von klassischer Musik seien alarmierend niedrig, trotz aller Euphorie der Elbphilharmonie (vgl. Tr\u00f6ndle 2018; Seliger 2017).&nbsp;Auch Reuband h\u00e4lt in seiner Langzeitstudie&nbsp;die \u00dcberalterung von Konzertbesuchern f\u00fcr schwerwiegend genug,&nbsp;um nicht einfach am Status Quo festzuhalten (vgl. Reuband 2018, S. 24). Neue Vermittlungs- und Konzertformate sind demnach dringend erforderlich (vgl. Schl\u00fcter 2019; Tr\u00f6ndle 2018; Seliger 2017; Mandel 2008). Seit der Corona-Pandemie Anfang 2020 sind die Zahlen junger Menschen zwischen 14 und 17 Jahren im Publikum klassischer Konzerte noch drastischer gesunken. Der Musikunterricht in Schulen hat seit der Corona-Pandemie zudem stark gelitten. Jedoch war bereits l\u00e4ngst vor der Pandemie ein deutlicher R\u00fcckgang von Konzertbesuchen klassischer Konzerte von Post-Millennials festzustellen (vgl. F\u00f6rg\/Spath 2018; Rosa\/Endres 2016; Pfrogner 1986), und das, obwohl seit einigen Jahren schon gro\u00dfe Bem\u00fchungen um Kinder und Jugendliche durch Musikvermittlung und Education Programme an Institutionen get\u00e4tigt wurden (vgl. Weber 2018; Mayer 2017; Bernhofer 2016; Heinen 2013; Wimmer 2010; H\u00fcttmann 2009; Mast\/Miliken 2008). Die totale (mediale) Verf\u00fcgbarkeit von Musik hat nicht geholfen, klassische Musik oder Bachs Musik interessanter f\u00fcr junge Menschen zu machen (vgl. Rosa 2016; 2017; 2018; 2020). Im Gegenteil: Die Verf\u00fcgbarkeit bewirkt gest\u00f6rte Weltbeziehungen (vgl. Rosa 2016; 2020). <\/p>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnte ein Vermittlungsprojekt, ein Konzertformat f\u00fcr&nbsp;Post-Millennials&nbsp;heute aussehen? Heute, in heutiger Zeit, verf\u00fcgbar und s\u00e4kular, und heute, in oder nach der Pandemie? Welche Idee, welches Projekt, welches Modell k\u00f6nnte erfolgreich sein, ihnen klassische Musik im Allgemeinen und Bachs Musik im Speziellen n\u00e4her zu bringen?&nbsp;Wie&nbsp;kann Bachs Musik jungen Menschen&nbsp;zwischen 14 und 17 Jahren vermittelt werden?&nbsp;Und warum sollte sie?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOhne die durchg\u00e4ngige Gottbezogenheit ist die Bachsche Welt nicht vorstellbar. Alles Nachdenken \u00fcber ihr M\u00f6glichsein muss in das&nbsp;<em>Soli Deo Gloria<\/em>&nbsp;einm\u00fcnden.\u201c (Eggebrecht 1992,&nbsp;S. 185)<\/p>\n\n\n\n<p>Bachs Musik&nbsp;ist im Alltag von&nbsp;Post-Millennials&nbsp;im Grunde und praktisch nicht vorhanden (vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 25&nbsp;f.). Bachs Botschaft und Ansichten \u00fcber&nbsp;das&nbsp;Leben&nbsp;stehen nicht in Buchstaben, sondern in T\u00f6nen;&nbsp;sie&nbsp;sind&nbsp;sanfter als ermahnende&nbsp;Worte,&nbsp;unbelehrend. Die Studie&nbsp;<em>Das Demutsprinzip in Bachs Musik und die Wirkung der Kunst der Fuge im Erstkontakt&nbsp;mit Jugendlichen<\/em>&nbsp;(Schl\u00fcter 2019) erkl\u00e4rt,  dass Johann Sebastian Bachs Musik ein wichtiger Bestandteil des Repertoires einer Konzert-Pianistin und Organistin ist. Weiter wurde in der&nbsp;genannten&nbsp;Studie entdeckt, dass&nbsp;Bachs Musik&nbsp;nach einem Erstkontakt durchaus Interesse bei Jugendlichen geweckt hat (vgl. Schl\u00fcter 2019). Musikalische Live-Begegnung ist entscheidend&nbsp;wichtig (vgl. Mayer 2017, S. 13-25;&nbsp;Bernhofer 2015, S. 33&nbsp;f.; Bernhofer 2016; Schmid 2014), um Kontakt herzustellen. Leonard Bernstein nahm sich die Zeit, Kinder und Jugendliche f\u00fcr klassische Musik&nbsp;zu begeistern und war sehr erfolgreich damit&nbsp;(vgl.&nbsp;Burton 1994). Denn es gibt keine unmusikalischen Menschen (vgl. Spitzer 2007, S. 76). Wie sieht&nbsp;hierzu&nbsp;ein&nbsp;Bach-Vermittlungsmodell&nbsp;heute&nbsp;aus?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bachvermittlung und Bachs Musik&nbsp;sind ein Angebot, kein Zwang&nbsp;(vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 10-12). Die Begegnung ist entscheidend wichtig, nichts hat die gleiche&nbsp;Wirkung wie ein&nbsp;live-Vorspiel&nbsp;(vgl. Mayer 2017, S. 13-25;&nbsp;Bernhofer 2015, S.30-42).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Studie <em>Das Demutsprinzip in Bachs Musik und die Wirkung der Kunst der Fuge im Erstkontakt&nbsp;mit Jugendlichen<\/em>&nbsp;(Schl\u00fcter 2019) wurde festgestellt, dass&nbsp;Post-Millennials&nbsp;zwischen 14 und 17 Jahren kaum in&nbsp;Konzerte mit klassischer Musik gehen, kaum in&nbsp;live-Konzerte, und&nbsp;dass sogenannte&nbsp;Post-Millennials,&nbsp;also&nbsp;Jugendliche nach 2000 geboren, in den Untersuchungen&nbsp;2015-2016&nbsp;im Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>&nbsp;in W\u00fcrzburg Bachs Musik nicht kannten (vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 30-46). Da die Meinung und das Urteil von&nbsp;Post-Millennials&nbsp;wichtig sind,&nbsp;wurde daher seit 2016 ein Vermittlungsformat entwickelt, das&nbsp;unterst\u00fctzen k\u00f6nnte,&nbsp;Post-Millennials in&nbsp;deren Freizeit f\u00fcr klassische Musik und Kunstmusik im Allgemeinen und f\u00fcr Bachs Musik im Speziellen zu interessieren. Post-Millennials h\u00f6ren meist Pop, Hip-Hop, Deutsch-Rap, auch&nbsp;<em>Gangster-Rap<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>Assi-Musik<\/em>&nbsp;genannt&nbsp;(vgl. Schl\u00fcter 2019, S.&nbsp;42-44), vor&nbsp;allem&nbsp;Jungs.&nbsp;Viele Texte&nbsp;des Deutsch-Rap&nbsp;und Rap zeugen von Leere, Unzufriedenheit, Zorn oder sind&nbsp;offen aggressiv und gewaltverherrlichend, konsumverherrlichend, frauenfeindlich oder antisemitisch: Deutsch-Rap wie die Band&nbsp;<em>187&nbsp;Strassenbande<\/em>&nbsp;hatten mit dem Lied&nbsp;<em>Mit den Jungs<\/em>&nbsp;allein 2018\/2019 auf&nbsp;YouTube&nbsp;\u00fcber 22.283.393 Aufrufe und 273.000&nbsp;Likes (vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 40-47).&nbsp;Die meisten Videos dieser&nbsp;Art sind Playback gesungen,&nbsp;keine&nbsp;live-Videos.&nbsp;Der deutsche Musikpreis&nbsp;ECHO wurde&nbsp;2018 wegen massiver&nbsp;Kritik um die Echoverleihung 2018, in der frauenfeindlicher und antisemitischer Rap pr\u00e4miert wurde, eingestellt. Klassische Musik und Bachs Musik&nbsp;sind&nbsp;sicher&nbsp;nicht die L\u00f6sung aller Probleme, aber sie macht&nbsp;mit ihrem Fokus auf Gott (Soli Deo Gloria) und den tragenden Generalbass als Anker&nbsp;den deutlichen&nbsp;(musikalischen)&nbsp;Unterschied&nbsp;klar. <\/p>\n\n\n\n<p>Musik spielt eine&nbsp;wichtige Rolle im Leben von&nbsp;Post-Millennials, wie unter anderem die&nbsp;<em>Kulturbarometer <\/em>von Susanne&nbsp;Keuchel&nbsp;zeigen&nbsp;(vgl. Keuchel 2014, 2012, 2011, 2010).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Menschen Bachs Musik nicht kennen, sind sie bildungsfern oder ungebildet (vgl. Schl\u00fcter 2019; Schloemann 2015) oder haben einfach noch nicht&nbsp;die M\u00f6glichkeit erhalten, Bachs Musik kennenzulernen und wahrzunehmen und zu h\u00f6ren? Und wie nehmen&nbsp;Post-Millenials&nbsp;Bachs Musik wahr?&nbsp;Wie bewerten sie sie nach einem Erst-Kontakt?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einleitung und Zielsetzung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Klassik (wenn man den hier in sehr weiter Fassung gemeinten Begriff gelten l\u00e4sst) \u00e4chzt angesichts der Konkurrenz der popul\u00e4ren Musik.\u201c (G\u00f6ttert 2017, S. 387)<\/p>\n\n\n\n<p>Die popul\u00e4re Musik ist&nbsp;nicht das Problem. Es geht nicht um Konkurrenz. Musik, die&nbsp;heute viele Kids h\u00f6ren,&nbsp;weisen erschreckende Texte auf, in denen es um&nbsp;die Verherrlichung von&nbsp;Drogen, Prostitution, Raub, Geld, Mord und Alkohol geht, um Gewalt, Fl\u00fcche, Schimpfw\u00f6rter, Zorn&nbsp;und Sex&nbsp;(vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 41-44).&nbsp;Aggressiven Deutsch-Rap&nbsp;h\u00f6ren&nbsp;teilweise schon Kinder unter zehn Jahren laut den Vorstudien zu dieser Arbeit.&nbsp;Diese Art von Rap und andere Musikstile mit solch gestalteten&nbsp;Texten, sei es nun in Deutsch oder in Englisch,&nbsp;kann Kleidung, das Verhalten, die Einstellung zum anderen Geschlecht und zu&nbsp;Mitmenschen generell und zu ehrlicher Arbeit&nbsp;beeinflussen&nbsp;(vgl.&nbsp;Rolle 1999; Buchholzer 1974). \u201eDie Art Musik und ihre Texte, also Gangster-Rap und aggressiver Deutsch-Rap,&nbsp;beeinflussen Kleidungsstil, Verhalten&nbsp;und Lebensstil der Jugendlichen, wie&nbsp;an den Antworten bemerkt werden konnte.&nbsp;Viele Erwachsene, Konzerth\u00e4user, Veranstalterinnen und Musikerinnen und Musiker sind ganz weit weg von dem, was Jugendliche heute h\u00f6ren, und k\u00f6nnen es sich gar nicht vorstellen, was geh\u00f6rt wird, auch nicht Musikerinnen und Musiker mit Kindern. Es wird oft verharmlost und bagatellisiert. Dass 14-J\u00e4hrige von \u201esexy sein m\u00fcssen\u201c und \u201ed\u00fcnn sein m\u00fcssen\u201c sprechen, ist beispielsweise sicher nicht zu verharmlosen. In Bachs Musik geht es um die innere Sch\u00f6nheit, nicht um Konsum, Waffen, Drogen, Vergewaltigungen oder Prostitution. Bei ihm ist nicht nur das Fehlen der Inhalte von Deutsch-Rap festzustellen, sondern das Gegenteil der Inhalte.\u201c&nbsp;(Schl\u00fcter 2019, S.&nbsp;43)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Alle Kunstbereiche, als mikrokosmische Abbilder g\u00f6ttlicher Ordnung,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>unterliegen der gleichen gro\u00dfen Aufgabe und Sinndeutung:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Verwirklichung einer g\u00f6ttlichen Ordnung zu sein, wie Gott in den Menschen gelegt,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>vom Menschen f\u00fcr den Menschen geschaffen,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>um wieder innerlich eins zu werden<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>mit der nat\u00fcrlichen und geistigen Umwelt, mit Gott selbst!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Das ist der Sinn aller K\u00fcnste!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Das ist die Aufgabe jedes K\u00fcnstlers!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Das ist Anliegen jedes tiefer denkenden und k\u00fcnstlerisch interessierten Menschen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>(Helmut Degen, Handbuch der Formenlehre, 1957, S. 12)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Johann Sebastian Bach w\u00e4re 2018 333 Jahre alt geworden. Nun ist 2022. Kann eine solch alte Musik heute von jungen Menschen gemocht werden, egal, welches Jahr es ist?&nbsp;Die K\u00f6rper- und Regungslosigkeit der Konzertvariante von 1870 st\u00f6\u00dft heute auf wenig Interesse (vgl. Tr\u00f6ndle 2018, S. 15 f.; Rebstock 2018, S. 150-153). Gerade bei&nbsp;Post-Millennials&nbsp;und in einer Zeit, in der K\u00f6rperkult gefeiert wird,&nbsp;in heutiger Zeit, in der es um&nbsp;Wellness, Gesundheit, Sport, Lifestyle und&nbsp;Fitness geht,&nbsp;um&nbsp;Anti-Aging und Di\u00e4ten, ist das stundenlange Ruhigsitzen in einem klassischen Konzert nicht sehr beliebt. Vor McDonald&#8217;s-Filialen, wo Post-Millennials laufen, stehen, essen, reden k\u00f6nnen, ohne Schule, Zwang, Benotung, zusammen mit ihren Peers, da ist die H\u00fcrde zu Bach nicht mehr so gro\u00df?<\/p>\n\n\n\n<p>Fastfood Bach? Bachfood? Bach selbst ist zwar einer der bekanntesten Komponisten weltweit, gar der bekannteste Komponist, aber junge Menschen unter 18 kennen seine Musik meist dennoch nicht (vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 110-114;&nbsp;Mayer 2017;&nbsp;Bernhofer 2015).&nbsp;Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man auch Liszt, Schubert oder Brahms&nbsp;vermitteln, doch die vielf\u00e4ltige und geistliche Musik von Johann Sebastian Bach (vgl.&nbsp;Wiemer 2018; Franck 2017; Geck 2002; Eggebrecht 2001; D\u00fcrr 1998; Schleuning 1993; Bergel 1980, S. 10f.; Adorno 1979; Hoke 1975, S. 90; Degen 1957; Schweitzer 1955;&nbsp;M\u00fcller von Asow 1950; Martin 1940) scheint im gr\u00f6\u00dften Gegensatz zu Aggressivit\u00e4t, Rebellion, Konsum und Atheismus zu stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausl\u00f6ser&nbsp;f\u00fcr diese Studie war, dass&nbsp;2010 bis 2020&nbsp;kaum Post-Millennials&nbsp;im&nbsp;Konzertpublikum&nbsp;sa\u00dfen. Diese Beobachtung stimmt auch mit wissenschaftlichen Untersuchungen&nbsp;\u00fcberein, die zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die Gruppe der unter 40-J\u00e4hrigen stark unterrepr\u00e4sentiert in klassischen Konzerten sind (vgl. Neuhoff 2008,&nbsp;S.&nbsp;475-509).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs steht fest, dass das Durchschnittsalter der Konzertbesucher in etwa gleichem Ma\u00dfe steigt wie die Durchschnittszahlen sinken.\u201c (G\u00f6ttert 2017, S. 389)&nbsp;Karl-Heinz&nbsp;G\u00f6ttert&nbsp;betont, dass die H\u00f6rgewohnheiten der j\u00fcngeren Generation entscheiden, ob Orchester und Opernh\u00e4user bestehen bleiben (vgl. G\u00f6ttert 2017, S. 373-375).&nbsp;Dies sollte jedoch nicht die erste Motivation f\u00fcr Musikvermittlung und Bachvermittlung sein. Es geht darum, sich in Post-Millennials erst einmal einzuf\u00fchlen, sie ernst zu nehmen, sie zu verstehen, ihnen zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Schritt ist der Erstkontakt, jungen Menschen&nbsp;in deren Freizeit und Alltag&nbsp;\u00fcberhaupt&nbsp;die M\u00f6glichkeit zu geben, freiwillig Bachs Musik zu h\u00f6ren und die Ohren f\u00fcr Bachs Musik zu \u00f6ffnen, dass sie einmal eintauchen in diese Welt, in diesen Weltstoff und Weltausschnitt (vgl. Rosa 2016; 2017). Der Begriff klassische Musik ist verwirrend. W\u00fcrde man&nbsp;<em>187&nbsp;Strassenbande<\/em>&nbsp;als Schlager oder Pop bezeichnen, w\u00fcrden die&nbsp;Post-Millennials emp\u00f6rt sein.&nbsp;W\u00fcrde man Michael Jackson als Jazz bezeichnen&nbsp;oder Whitney Houston als Rockmusik, g\u00e4be es einen Aufschrei.&nbsp;Wie k\u00f6nnte&nbsp;Bachs Musik \u201aKlassik\u2019 sein?&nbsp;Der Begriff \u201aBarockmusik\u2019 ist jedoch noch verwirrender, unbekannter und viel&nbsp;verstaubter&nbsp;f\u00fcr&nbsp;Post-Millennials; der Begriff&nbsp;\u201aKunstmusik\u2019&nbsp;ist ebenfalls schwer zu definieren, jedenfalls aus der Sicht von Jugendlichen, f\u00fcr die Deutsch-Rap Kunstmusik ist (vgl. Schl\u00fcter 2019). Viele bezeichnen Bachs Musik in Fachkreisen als \u201aAlte Musik\u2019. Dieser Begriff ist&nbsp;ebenfalls nicht hilfreich in der Bachvermittlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Schritt nach dem Erstkontakt ist, dass sich Post-Millennials selbst entscheiden, ob diese Musik ihr Interesse weckt, geweckt hat und sie ein Konzert besuchen wollen oder sich Bach auf Youtube anh\u00f6ren wollen oder nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Warum Bach?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Aussagen, in Umfragen notiert seit&nbsp;2015 bis heute in und nach Bach-Konzerten&nbsp;aus dem Publikum, in dem jedoch kaum&nbsp;Jugendliche sa\u00dfen, waren der Ansto\u00df zu dieser Dissertation (vgl. Schl\u00fcter 2019):<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe endlich eine Antwort bekommen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSeine Musik ist so unaufgeblasen, so bescheiden, so klug.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch konnte die Augen schlie\u00dfen, entspannen und vertrauen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBei dieser Musik wird man noch gl\u00e4ubig!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch h\u00e4tte ja nie gedacht, dass Bach so sch\u00f6n ist!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch kann hier Alltagsglauben&nbsp;sp\u00fcren!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAls w\u00fcrde er sein&nbsp;<em>Soli Deo Gloria<\/em>&nbsp;pers\u00f6nlich unterschreiben: Allein Gott die Ehre. Nicht mir, nicht dem Sebastian.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWelcher menschliche K\u00fcnstler schafft es schon, bewusst in seinen eigenen Sch\u00f6pfungen im Hintergrund zu bleiben? Ich kenne kaum einen au\u00dfer Bach&#8230;\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEr gibt einem anderen Namen die Ehre. H\u00f6chstwahrscheinlich Gott!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEr hat geschafft, was kaum ein anderer&nbsp;an Zur\u00fcckhaltung zustande gebracht hat!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDort, wo andere Komponisten suchen und&nbsp;verzweifeln, hat Bach schon gefunden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist der Geist dahinter, kein rebellischer, sondern ein gehorsamer.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAngenehm aufw\u00fchlend,&nbsp;virtuos und t\u00e4nzerisch. Von wegen, Bach schreibt keine Melodien.&nbsp;Seine&nbsp;sind doch die sch\u00f6nsten&nbsp;\u00fcberhaupt, finde ich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eB-A-C-H, ist sie&nbsp;dadurch&nbsp;nicht vollendet, die&nbsp;<em>Kunst der Fuge<\/em>?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zitate&nbsp;haben dazu bewogen, Bachs Musik Post-MIllennials n\u00e4her zu bringen, um herauszufinden, wie diese reagieren werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Man kann widersprechen und sagen, andere Komponisten oder eine Mischung aus verschiedenen Komponisten w\u00e4ren geeigneter&nbsp;oder schneller zug\u00e4nglich&nbsp;in der Musikvermittlung.&nbsp;Jedoch geht es um Bach-Vermittlung. Viel l\u00e4nger als zehn&nbsp;oder f\u00fcnfzehn&nbsp;Minuten werden die&nbsp;Post-Millennials nicht&nbsp;aufmerksam&nbsp;zuh\u00f6ren k\u00f6nnen im McDonald\u2019s.&nbsp;Eine bunte Mischung verschiedener Komponisten wurde f\u00fcr diese Studie als nicht geeignet gesehen.&nbsp;Es geht darum,&nbsp;etwas Konzentriertes, Pures anzubieten, einen Leckerbissen, eine&nbsp;Kostprobe, gratis,&nbsp;nicht verkauft, sondern verschenkt. Denn noch immer bestehen wenig Ber\u00fchrungsspunkte zwischen klassischer Musik und Post-Millennials, trotz vieler Versuche, Musik zu vermitteln (vgl. Gembris\/Menze 2018; Wimmer 2018; Tr\u00f6ndle\/Nordmann 2018; G\u00f6ttert 2017, Keuchel 2012).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTrotz der zunehmenden Zahl an Musikvermittlungsangeboten f\u00fcr Jugendliche gilt diese Altersgruppe immer noch als schwer erreichbar f\u00fcr klassische Musik.\u201c (Mayer&nbsp;2017, S.&nbsp;13)&nbsp;Am&nbsp;19.7.2018&nbsp;traf sich die Autorin dieser Studie mit Andreas&nbsp;Bernhofer&nbsp;in Salzburg&nbsp;bez\u00fcglich seiner&nbsp;Konzert-Studie&nbsp;von 2015,&nbsp;am&nbsp;27.6.2018 und 18.6.2018&nbsp;mit&nbsp;Tobias Emanuel Mayer in M\u00fcnchen&nbsp;bez\u00fcglich seiner Studie&nbsp;<em>Der Bernstein-Effekt<\/em>&nbsp;(vgl. Kapitel 3).&nbsp;Beiden&nbsp;war&nbsp;es&nbsp;wichtig,&nbsp;so auch der Autorin dieser Studie,&nbsp;herauszufinden,&nbsp;inwiefern man Interesse f\u00fcr&nbsp;klassische Musik&nbsp;messen&nbsp;oder entwickeln&nbsp;k\u00f6nnte.&nbsp;Mit&nbsp;Schulevents, Schulexkursionen&nbsp;oder Klassikstars, die Brennpunktschulen besuchen,&nbsp;versuchte man bisher, herauszufinden, ob hier Interesse geweckt werden k\u00f6nnte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Medienwirksame von Events und Stars ist&nbsp;jedoch offenbar nicht entscheidend, denn die Musikvermittlung hat in den letzten zehn Jahren nicht gen\u00fcgend Frucht gebracht: Der R\u00fcckgang junger Menschen im Konzertpublikum ist drastisch voran geschritten (vgl. Schl\u00fcter 2019; Bishop 2018; Gembris\/Menze 2018; Seliger 2017; G\u00f6ttert 2017; Heinen 2013). Post-Millennials kennen Klassikstars sowieso nicht. Zudem werden die wenigsten Schulen von Klassikstars besucht werden k\u00f6nnen. Der Aufwand ist zu gro\u00df. Im&nbsp;<em>Bernstein-Effekt<\/em> stehen diese Klassikstars&nbsp;zu sehr im Fokus, um&nbsp;auf&nbsp;authentische und glaubw\u00fcrdige Weise&nbsp;Interesse an klassischer Musik messen zu k\u00f6nnen. In der Studie BACH BER\u00dcHREN gibt es kein Podest und auch keine Schule.&nbsp;Die&nbsp;Augenh\u00f6he wird in folgender Studie direkt realisiert und&nbsp;findet tats\u00e4chlich statt. Jugendliche in deren Freizeit mit einem&nbsp;live-Vorspiel&nbsp;zu konfrontieren, von interessanten, interessierten Profis gespielt,&nbsp;wird eher m\u00f6glich sein, umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies kann ganz zart und ohne viel Rummel geschehen.&nbsp;Es gibt viele Musikstudierende, die interessiert sind, f\u00fcr Post-Millennials zu spielen, als Antipode zum Rummel, zur Schule, zum Konzertgesch\u00e4ft, zu B\u00fchne und Saal, aber auch zum sogenannten Deutsch-Rap mit&nbsp;gewaltverherrlichenden, frauenfeindlichen Texten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin tendenziell nachlassendes Interesse bei j\u00fcngeren Generationen\u201c (Mandel, 2008, S. 2): Die Erfahrungen der Autorin vorliegender Studie mit Publikum&nbsp;im deutschsprachigen&nbsp;Raum seit 2010 und mit&nbsp;\u00fcber&nbsp;120 Solo-Klavierabenden bzw. Orgelkonzerten pro Jahr&nbsp;best\u00e4tigen dies:&nbsp;Selten sa\u00dfen Post-MIllennials zwischen 14 und 17 Jahren im Publikum,&nbsp;au\u00dfer in speziell geplanten&nbsp;Jugendkonzerten&nbsp;oder Schulkonzerten&nbsp;wie in&nbsp;der August-Hermann-Francke-Schule Gie\u00dfen im Sommer 2014,&nbsp;der Lukas-Schule M\u00fcnchen&nbsp;im&nbsp;Sommer&nbsp;2015&nbsp;oder der Gesamtschule in D\u00f6beln&nbsp;im Herbst 2017.&nbsp;Allerdings ist die Teilnahme an diesen Schulkonzerten verpflichtend f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gewesen.&nbsp;Die Frage ist: Wie viele Jugendliche w\u00fcrden kommen, wenn ein solches Konzert einfach nur ein Angebot ist? W\u00fcrden sie kommen, wenn sie vorher die Chance erhalten h\u00e4tten, einen freiwilligen Erstgeschmack&nbsp;in der Freizeit live zu erleben?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erkenntnis, dass Post-Millennials Bachs Musik gar nicht kennen, noch nie in einem klassischen Konzert waren und noch dazu in ihrer Freizeit&nbsp;gewaltverherrlichende&nbsp;Texte h\u00f6ren&nbsp;(vgl. Schl\u00fcter 2019,&nbsp;S. 30-45),&nbsp;haben&nbsp;zu den Vorstudien und zu&nbsp;dieser Dissertation motiviert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan kennt die Sorge aller Vertreter der klassischen Musik um die Zukunft. Es ist auch v\u00f6llig klar, wo das Problem liegt \u2013 bei der j\u00fcngeren Generation.\u201c (G\u00f6ttert 2017, S. 373)<\/p>\n\n\n\n<p>Ist es die Schuld der jungen Generationen, dass sie nicht freiwillig in Konzerte mit klassischer Musik kommen? Die \u00e4lteren Generationen stellen den j\u00fcngeren diese Art Musik nicht mehr vor (vgl. M\u00fcller 2006). Wo und wer sind die Vermittelnden? Ohne Vermittlung geht es nicht.&nbsp;Kein Mensch wacht morgens auf und versp\u00fcrt den Wunsch, Bachs Musik zu h\u00f6ren, wenn er sie vorher noch nie als etwas real Existierendes, Relevantes wahrgenommen hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Laut Vorstudien seit 2016 behaupten viele Musiklehrer und Musiklehrerinnen, dass Post-Millennials ohnehin keine Lust auf Bachs Musik haben, ganz&nbsp;egal, ob es ihnen angeboten wird oder nicht. Dieses Vorurteil erkl\u00e4rt, warum Bachs Musik wenig vermittelt und angeboten wird. Junge Menschen lassen sich nat\u00fcrlich wenig von Eltern und Lehrern sagen und sind angezogen von Gleichaltrigen&nbsp;und Peers (vgl. Keuchel 2012). Wenn Kumpels&nbsp;<em>187&nbsp;Strassenbande<\/em> h\u00f6ren, dann h\u00f6rt man&nbsp;das eben auch, um&nbsp;cool zu sein und zur Clique zu gehren. Daher w\u00e4re es&nbsp;wichtig, Musik als etwas anzubieten, bei&nbsp;dem es nicht allein ums&nbsp;\u201aCoolsein\u2019&nbsp;geht. Im Gegenteil. In diesem Zusammenhang&nbsp;steht Musik f\u00fcr etwas Bedeutenderes, mehr als nur Stimmung, T\u00f6ne.<\/p>\n\n\n\n<p>Musikgeschmack&nbsp;steht&nbsp;unter anderem&nbsp;f\u00fcr&nbsp;Bildungsstand, Intelligenz und Erziehung (vgl. Bourdieu 2016; Bastian 2011; Rolle 2008; M\u00fcller 2006; Mahlert 2004; Niermann 1997; Beck et. al 1992; Abel-Struth 1975; Schmidt 1974).<\/p>\n\n\n\n<p>Erforscht werden soll nun auf Basis eines&nbsp;klavier- und orgelbasierten&nbsp;Modells, wie ein Vermittlungskonzept entwickelt werden k\u00f6nnte, das&nbsp;Post-Millennials&nbsp;zwischen 14 und 17 Jahren&nbsp;abholt und&nbsp;\u201aKlassik\u2019&nbsp;oder&nbsp;\u201aKunstmusik\u2019&nbsp;am Beispiel von&nbsp;Johann Sebastian&nbsp;Bach&nbsp;n\u00e4her bringt. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Vermittlungsmodell BACH BER\u00dcHREN soll&nbsp;in Alltag und&nbsp;Freizeit&nbsp;einsteigen,&nbsp;in die&nbsp;Freiwilligkeit&nbsp;von Post-Millennials, au\u00dferhalb von Konzerth\u00e4usern,&nbsp;Schulen,&nbsp;Musikschulen&nbsp;und S\u00e4len. Denn H\u00f6rgewohnheiten bilden und befinden sich genau hier,&nbsp;in Alltag und Freizeit, im Privaten, Pers\u00f6nlichen, nicht in Institutionen. An Umfragen mit Kindern bis zu neun Jahren im Umfeld von Schule, selbst au\u00dferhalb von Schulgeb\u00e4uden, beispielsweise in einer Exkursion&nbsp;in die Kirche, um die Orgel kennen zu lernen,&nbsp;stellte die Autorin der Arbeit fest, dass Kinder sp\u00fcren, was die Erwachsenen h\u00f6ren wollen&nbsp;und dementsprechend antworten. Daher war es wichtig, Post-Millennials in deren Freizeitorten zu befragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>4.1<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Voruntersuchungen&nbsp;seit 2015&nbsp;in W\u00fcrzburg &nbsp;(vgl. Schl\u00fcter 2019, Kapitel 1-5&nbsp;und 16) wurde herausgefunden, dass die meisten&nbsp;Post-Millennials&nbsp;zwischen 14 und&nbsp;17 Jahren, denen man an \u00f6ffentlichen Orten wie dem Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>&nbsp;oder am Hauptbahnhof&nbsp;begegnete,&nbsp;noch nie in einem Klavierabend oder Orgelkonzert waren und Bachs Musik&nbsp;nicht kannten. Sie besuchten bisher kein einziges Konzert mit klassischer Musik,&nbsp;auch kein Schulkonzert,&nbsp;geschweige denn, dass sie im Alltag &nbsp;aktiv oder <em>bewusst&nbsp;Musik&nbsp;<\/em>von Bach geh\u00f6rt h\u00e4tten.&nbsp;Sie hatten zwar vom Namen Bach als Komponisten&nbsp;schon geh\u00f6rt,&nbsp;was wohl im Musikunterricht genannt worden war,&nbsp;kannten aber dessen Musik nicht, konnten kein Werk nennen, kein St\u00fcck summen, nicht beschreiben, wie die Musik klingt; sie konnten sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal ein Werk von Bach geh\u00f6rt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Frage \u201eKennst du Bachs Musik?\u201c gaben 78 Prozent der Vierzehnj\u00e4hrigen, 83 Prozent der F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen, 73 Prozent der Sechzehnj\u00e4hrigen und 67 Prozent der Siebzehnj\u00e4hrigen aus dem Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>&nbsp;in W\u00fcrzburg 2016 an, sie w\u00fcrden Bachs Musik nicht kennen. Bei der Frage \u201eKennst du Bachs Musik?\u201c gaben 34 Prozent der Vierzehnj\u00e4hrigen, 36 Prozent der F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen, 32 Prozent der Sechzehnj\u00e4hrigen und 31 Prozent der Siebzehnj\u00e4hrigen aus den Musikschulen an, sie w\u00fcrden Bachs Musik&nbsp;<em>nicht<\/em>&nbsp;kennen. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent Jugendclub zu \u00fcber 70 Prozent Musikschule gegen\u00fcber stehen, was das Kennen von Bachs Musik betrifft. &nbsp;Zum ersten H\u00f6ren oder f\u00fcr&nbsp;einen Erstkontakt braucht es kein Vorwissen, es braucht vor allem eines: einen Resonanzkontakt, einen initiierenden Pol, der den ersten Schritt wagt, der Interesse weckt, der ein Setting schafft, der \u00dcberraschung und Relevanz verspricht. Eine erste Begegnung in der Welt der Post-Millennials kann etwas zum Vibrieren bringen, wo lange Schweigen herrschte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>3 <\/p>\n\n\n\n<p>Warum sollten&nbsp;Menschen, warum sollten Post-Millennials&nbsp;mit klassischer Musik \u00fcberhaupt erreicht,&nbsp;konfrontiert,&nbsp;gar ber\u00fchrt werden?&nbsp;Inwiefern geh\u00f6rt kulturelle, musische Bildung zum Leben dazu (vgl.&nbsp;B\u00e4ssler et al. 2004; Huber et al. 2003; Orgass 1996)?&nbsp;H\u00e4tten die&nbsp;Post-Millennials&nbsp;einen Mehrgewinn, wenn sie klassische Musik kennenlernen?&nbsp;Musik pr\u00e4gt&nbsp;(vgl.&nbsp;Rosa 2020; Roth 2012; Beckers 2004). Die&nbsp;Erkenntnis, dass&nbsp;Kunstmusik&nbsp;(im Sinne von k\u00fcnstlerisch anspruchsvoller Musik der europ\u00e4ischen Hochkultur) zu den&nbsp;Post-Millennials&nbsp;gebracht werden k\u00f6nnte,&nbsp;da diese&nbsp;von sich aus nicht ins Konzert mit klassischer Musik kommen oder sich nicht von allein mit klassischer Musik besch\u00e4ftigen,&nbsp;da sie&nbsp;sie&nbsp;gar nicht kennen,&nbsp;hat zu BACH BER\u00dcHREN veranlasst.&nbsp;Obwohl Post-Millennials viel Musik in ihrem Alltag h\u00f6ren,&nbsp;Pop, Rock, Rap, Hip-Hop, Radio, YouTube, Apple Music (vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 35-36; Keuchel 2014; 2011), ist klassische Musik nicht oder kaum in ihrer Playlist (vgl. Schl\u00fcter 2019; Mayer 2017; Seliger 2017; Heinen 2013). Im Radio wird zwar kein aggressiver Deutsch-Rap gespielt. Doch auch&nbsp;im milderen Rap oder&nbsp;Hip-Hop, was von Post-Millennials aus allen Bildungsschichten geh\u00f6rt wird (vgl. Pre-Tests zu vorliegender Arbeit),&nbsp;werden folgende Texte angeboten: Andreas&nbsp;Bourani&nbsp;und&nbsp;Sido&nbsp;singen: \u201eSitzen im Dreck bis zum Hals,&nbsp;ertr\u00e4nken Sorgen und Probleme in dem Becher voll Wein &#8230;&nbsp;wir haben morgen schon vergessen, wer wir gestern noch waren&#8230;&nbsp;die Stimme der Vernunft ist l\u00e4ngst verstummt .. wir geh\u00f6ren nicht hierher&#8230; alles blass und grau &#8230;\u201c Viele Post-Millennials aus den Voruntersuchungen&nbsp;im&nbsp;Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>&nbsp;W\u00fcrzburg&nbsp;aus Hauptschulen, Gesamt- und Realschulen h\u00f6rten diese Art von Texten und Musik und hielten&nbsp;sich selbst, was erschreckend ist, f\u00fcr zu dumm, nicht gebildet genug, nicht intellektuell genug oder nicht musikalisch genug, um klassische Musik zu h\u00f6ren, und deswegen sei Bachs Musik uninteressant, unverst\u00e4ndlich und langweilig f\u00fcr sie (vgl. Schl\u00fcter 2019). Diese sogenannten bildungsfernen&nbsp;(vgl. Schloemann 2015; Schindler 2013; Halle 2017)&nbsp;oder bildungssystemfernen Jugendlichen (vgl. Stamm 2016) sind die&nbsp;Zielgruppe&nbsp;in diese Studie BACH BER\u00dcHREN. Adressiert sind die Ergebnisse des systematischen Vorgehens unter kontrollierten Bedingungen, jedoch auch mit freien, offenen, kreativen Momenten, an Lehrende, Schulen, Konzerth\u00e4user, Vermittlerinnen und Vermittler, p\u00e4dagogisch T\u00e4tige, K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler, Veranstalterinnen und Veranstalter, Forscherinnen und Forscher&nbsp;auch&nbsp;aus den Bereichen des&nbsp;Audience&nbsp;Development&nbsp;und der Sozialforschung. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Image von Klassik, Kunstmusik und der Kulturbegriff&nbsp;<em>Johann Sebastian<\/em>&nbsp;<em>Bach<\/em>&nbsp;waren bei den&nbsp;Post-Millennials&nbsp;oft besch\u00e4digt,&nbsp;von Eltern, Schule, Medien (vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 36).&nbsp;Die negative Grundhaltung&nbsp;zur Klassik (\u201eist langweilig, ist alt, ist sehr alt, klingt trocken, klingt doch alles gleich\u201c, Schl\u00fcter 2019) hat den Weltausschnitt Klassik tot und stumm werden lassen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Noch einf\u00fcgen in Einleitung an den Schluss: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2016 begannen die Befragungen in der Bachvermittlung f\u00fcr das tastenbasierte Vermittlungsmodell BACH BER\u00dcHREN nach den Pretests 2015 und 2016. Bereits 2017 wurden auf einem sehr guten Yamaha-Stage-Piano&nbsp;in zwei&nbsp;McDonald\u2019s-Filialen&nbsp;in W\u00fcrzburg Innenstadt 10 Minuten bewusst ausgew\u00e4hlte Musik&nbsp;von Bach (Fugen, Pr\u00e4ludien) Post-Millennials&nbsp;zwischen 14 und 17 Jahren pr\u00e4sentiert und davor und danach m\u00fcndliche und schriftliche Befragungen durchgef\u00fchrt.&nbsp;In weiteren Untersuchungen&nbsp;spielten Kolleginnen&nbsp;und Kollegen der Autorin dieser Studie (professionelle Pianistinnen und Pianisten) in diesem Vermittlungsmodell. Die die sogenannten bildungsfernen&nbsp;(vgl. SCHLOEMANN, 2015; SCHINDLER, 2013; HALLE, 2017)&nbsp;oder \u201abildungssystemfernen Jugendlichen\u2019 (vgl. STAMM, 2016) sind die&nbsp;Zielgruppe&nbsp;in diesen&nbsp;neuen, weiteren&nbsp;Untersuchungen. Adressiert sind die Ergebnisse des systematischen Vorgehens unter kontrollierten Bedingungen an Lehrende, Konzerth\u00e4user, Vermittlerinnen und Vermittler, p\u00e4dagogisch T\u00e4tige, K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler, Veranstalterinnen und Veranstalter, Forscherinnen und Forscher&nbsp;auch&nbsp;aus den Bereichen des&nbsp;Audience&nbsp;Development&nbsp;und der Sozialforschung. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Bach-Vermittlungskonzept,&nbsp;Kompositionsmusik&nbsp;am Beispiel von Klavier- und Orgelmusik Johann Sebastian Bachs direkt zu den&nbsp;Post-Millennials&nbsp;in ihre Freizeit zu bringen,&nbsp;wurde entwickelt, durchgef\u00fchrt und untersucht,&nbsp;um&nbsp;m\u00f6gliche neue Perspektiven&nbsp;f\u00fcr Musikvermittlung&nbsp;mit Jugendlichen&nbsp;und kreative Wege dahin&nbsp;aufzuzeigen. Man kann schwer etwas vermissen, das man nicht kennt&nbsp;oder kennengelernt hat. Wie sollen sich Post-Millennials&nbsp;f\u00fcr etwas interessieren oder von etwas profitieren, von dem sie nicht wissen, dass es existiert?<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand bisheriger&nbsp;Beobachtungen fehlte es&nbsp;an Selbstbewusstsein&nbsp;f\u00fcr und ein&nbsp;Sich-Zutrauen&nbsp;in&nbsp;Bildung allgemein&nbsp;(vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 36-37).<\/p>\n\n\n\n<p>Warum McDonald\u2019s? Discos&nbsp;w\u00e4ren als&nbsp;Vermittlungsort&nbsp;viel zu laut.&nbsp;Vereine, Fu\u00dfballvereine, Sportstadien&nbsp;waren auch unpassender als McDonald\u2019s-Filialen, wo sich eine gro\u00dfe Diversit\u00e4t unter Post-Millennials trifft. Denn Bach muss nicht in Kirche und Saal gespielt werden, um zu ber\u00fchren. Sie wirkt \u00fcberall: gerade dieser ungewohnte Ort als Antipode, um Vorurteile gegen\u00fcber klassischer Musik und klassische Konzerte abzubauen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDa muss man bestimmt immer leise sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan muss sich doof anziehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan muss still sitzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan darf nicht reden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan darf nicht raus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan kriegt keine Pulle Bier im Gegensatz zum Hip-Hop-Konzert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm&nbsp;Metal-Konzert&nbsp;flie\u00dft der Alkohol in Str\u00f6men. Auf Festivals auch. Bei klassischen Konzerten bestimmt nicht.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch krieg keine Luft mehr in so einem Saal und darf nicht hinten sitzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe Angst, aufs Klos zu gehen und darf nicht raus, dann schauen mich alle an.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch geh\u00f6re nicht dazu.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch wei\u00df nicht, wo ich klatschen soll.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas klingt doch alles gleich in der Klassik, oder nicht?\u201c (vgl. auch Schl\u00fcter 2019; Pretests).<\/p>\n\n\n\n<p>Post-Millennials&nbsp;eine&nbsp;<em>Erstbegegnung<\/em>&nbsp;mit Bachs Musik&nbsp;mitten in ihrem&nbsp;Leben zu erm\u00f6glichen, ist ein Ziel: eine&nbsp;T\u00fcr&nbsp;aufmachen&nbsp;zu einem Gesp\u00fcr und Selbstbewusstsein&nbsp;f\u00fcr&nbsp;sogenannte Klassik oder Bildung. F\u00fcr eine angenehme, ungezwungene Erstbegegnung mit Bach m\u00fcssen&nbsp;Post-Millennials&nbsp;Bachs Musik nicht erst verstehen&nbsp;(vgl. Floros 2008),&nbsp;aufs&nbsp;Gymnasium&nbsp;gehen&nbsp;oder im Besitz eines umfassenden Kunstverst\u00e4ndnisses sein&nbsp;(vgl. Cerachowitz 2012; B\u00f6ttner 1997; Amrhein 1983)&nbsp;oder Bachs Fugen&nbsp;gar analysieren&nbsp;k\u00f6nnen.&nbsp;96&nbsp;Prozent der&nbsp;Post-Millennials&nbsp;in den Voruntersuchungen wussten nicht, was eine Fuge ist (vgl. Schl\u00fcter 2019). Mangelnde Bildung soll kein Ausschlusskriterium sein f\u00fcr&nbsp;den Besuch&nbsp;klassischer&nbsp;Konzerte oder f\u00fcr&nbsp;live-Kontakt&nbsp;mit Bachs Musik, schon gar nicht bei jungen Menschen; sie m\u00fcssen nicht Noten lesen k\u00f6nnen, um die M\u00f6glichkeit zu&nbsp;erhalten, von Bachs Musik spontan&nbsp;\u00fcberrascht und m\u00f6glicherweise fasziniert werden zu k\u00f6nnen.&nbsp;Schule&nbsp;ist nicht&nbsp;unbedingt der&nbsp;beste Ort, Post-Millennials&nbsp;von Bach zu&nbsp;begeistern, denn dies ist nicht&nbsp;Teil eines Lehrplans. Mit&nbsp;<em>Kennen<\/em>&nbsp;war gemeint, wie den Post-Millennials auch erkl\u00e4rt wurde, ob sie Bachs Musik schon mal geh\u00f6rt hatten, ob sie&nbsp;etwas vorsummen k\u00f6nnten, einen Titel nennen, ob sie&nbsp;sie beschreiben k\u00f6nnten oder sich erinnerten, wann sie zuletzt Bachs Musik geh\u00f6rt oder mit Gleichaltrigen zusammen geteilt hatten (vgl. Schl\u00fcter 2019, S. 33-35).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDurch die Umfragen w\u00e4hrend der&nbsp;verschriftlichten Voruntersuchungen und Interviews in &nbsp;2016 und 2017 in&nbsp;Musikgymnasien in W\u00fcrzburg&nbsp;und N\u00fcrnberg fand ich heraus,&nbsp;dass bei Kenntnis von Bachs Musik die Allgemeinbildung der&nbsp;Post-Millennials&nbsp;auch viele andere Komponisten unterschiedlicher Epochen mit einschloss. Kannten sie Bachs Musik&nbsp;jedoch&nbsp;nicht, so hatten sie&nbsp;auch bei der&nbsp;Beantwortung anderer Fragen der&nbsp;(musischen) Bildung Schwierigkeiten. Es schloss sich die Bildungsl\u00fccke bei Komponisten anderer Epochen nicht, sondern erstreckte sich auf viele weitere&nbsp;Teile der Allgemeinbildung.\u201c&nbsp;(Schl\u00fcter, 2019, S. 36) Viele Musikrichtungen, die&nbsp;Post-Millennials&nbsp;heute&nbsp;interessieren, w\u00e4ren wohl&nbsp;nicht denkbar ohne&nbsp;Johann Sebastian&nbsp;Bach: Er ist Teil der geschichtlichen&nbsp;Pr\u00e4gung des deutschsprachigen Raums, ausgef\u00fchrte Musikgeschichte, zukunftsweisend bis heute&nbsp;(vgl.&nbsp;Burton-Hill 2019; Wiemer 2018).&nbsp;Musische Bildung kann Pers\u00f6nlichkeit reifen lassen. Die von den Post-Millennials selbst ausgesprochene&nbsp;Selbsteinsch\u00e4tzungen&nbsp;von \u201ezu dumm\u201c oder \u201ezu ungebildet\u201c&nbsp;(Schl\u00fcter 2019, S. 36-37)&nbsp;k\u00f6nnten ver\u00e4ndert und verwandelt werden. Diese und \u00e4hnliche Zitate etlicher&nbsp;Post-Millennials&nbsp;in den Voruntersuchungen zur Dissertation und deren offenherzige, frappierend positive Neugier haben mich in den Jahren weiter best\u00e4tigt, ein Vermittlungskonzept zu entwickeln, das Veranstalterinnen und Veranstaltern, Konzerth\u00e4usern, Lehrerinnen und Lehrern, K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern helfen und ermutigen k\u00f6nnte, auch an unkonventionellen, gewagten, ungewohnten&nbsp;Orten&nbsp;mit spannenden&nbsp;Angeboten,&nbsp;Ideen, Strategien, Alternativen und Programmen&nbsp;zu gehen und&nbsp;jungen&nbsp;Leuten etwas&nbsp;anzubieten,&nbsp;womit sie nicht rechnen,&nbsp;auch wenn dies zugegeben viel&nbsp;Arbeit,&nbsp;Mut, Zeit und Kraft kostet.&nbsp;Wer rechnet schon mit&nbsp;live-Musik von Bach im oder vor McDonald\u2019s?<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht jede, nicht jeder&nbsp;muss Bachs Musik m\u00f6gen, doch jeder Mensch sollte die Chance bekommen, sie kennenzulernen. Post-Millennials haben ein Recht&nbsp;auf&nbsp;Bach. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen&nbsp;Post-Millennials&nbsp;auch ablehnend reagieren und niemand&nbsp;ist von&nbsp;Pr\u00e4konzepten&nbsp;befreit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bedanke ich mich&nbsp;jetzt schon bei den vielen&nbsp;Post-Millennials&nbsp;f\u00fcr ihre Offenheit, ihren Mut, ihr Vertrauen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beschreibung der&nbsp;<\/strong><strong>einzelnen Abschnitte<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach&nbsp;der Einleitung&nbsp;werden&nbsp;in den n\u00e4chsten Kapiteln zentrale Begriffsdefinitionen aus dem Untertitel dieser Arbeit behandelt und beleuchtet, um die Studie theoretisch zu verorten. Es wird&nbsp;auch&nbsp;der Stand der Forschung (State of the Art) dokumentiert, um die empirische Studie in der relevanten Literatur zu positionieren und zu verankern. Anschlie\u00dfend wird die Methodologie der Studie vorgestellt, die im Bereich&nbsp;der empirischen Sozialforschung, der&nbsp;Cultural&nbsp;Studies&nbsp;und der&nbsp;Musikvermittlung angesiedelt ist. Den Kern der Arbeit stellt die Beschreibung der durchgef\u00fchrten Studie mit ihrem ungew\u00f6hnlichen und unkonventionellen&nbsp;Vermittlungsmodell&nbsp;dar. Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen die&nbsp;Post-Millennials&nbsp;und ihre freiwillige Erstbegegnung mit Bachs Musik durch ein originelles&nbsp;Vermittlungskonzept an Freizeitorten im \u00f6ffentlichen Raum. Das Vermittlungsmodell BACH BER\u00dcHREN kann m\u00f6glicherweise nachhaltig Interesse f\u00fcr Kunstmusik&nbsp;und klassische Musik bei jungen Menschen&nbsp;wecken. Die Studie soll Aufschluss dar\u00fcber geben, wie Bachs Musik aus der Sicht der Generation Z wahrgenommen, geh\u00f6rt und beurteilt wird. Im Forschungsverlauf wird das Vermittlungsmodell vorgestellt und \u00fcberpr\u00fcft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hauptmittelpunkt der Untersuchungen ist&nbsp;die unterfr\u00e4nkische Stadt W\u00fcrzburg,&nbsp;jedoch&nbsp;wurde&nbsp;das Vermittlungsmodell auch in einem McDonald\u2019s Frankfurt am Main&nbsp;durchgef\u00fchrt.&nbsp;Abschlusskonzerte wurden in W\u00fcrzburg&nbsp;und Frankfurt am Main veranstaltet. Auch bei den Abschlusskonzerten sind Frageb\u00f6gen ausgeteilt worden. Die&nbsp;Post-Millennials&nbsp;haben in den Untersuchungen Eintrittskarten&nbsp;erhalten, damit \u00fcberpr\u00fcfen werden kann, wie viele der jungen Menschen zwischen 14 und 17 Jahren aus den McDonald\u2019s-Vorspielen tats\u00e4chlich anwesend waren und freiwillig zum Konzert gekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Grundz\u00fcgen des Mixed&nbsp;Methods&nbsp;Research Designs&nbsp;nach&nbsp;Kuckartz&nbsp;und&nbsp;Creswell&nbsp;erfolgt&nbsp;anschlie\u00dfend die Auswertung der&nbsp;Datenerhebung (durch&nbsp;unterschiedliche&nbsp;und vielf\u00e4ltige empirische&nbsp;Erhebungsmethoden der m\u00fcndlichen und schriftlichen Befragung, quantitativ und qualitativ). Die quantitativen Daten werden nach der deskriptiven&nbsp;Methode ausgewertet (deskriptive, beschreibende Statistik). Dem Vorgehen der Auswertung der qualitativen Daten liegt die Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zugrunde. Aus der Datenerhebung und der Datenanalyse&nbsp;und dem zus\u00e4tzlichen Material&nbsp;ergibt sich ein breitgef\u00e4chertes Material, welche weitreichende Ergebnisse zul\u00e4sst. Die Frageb\u00f6gen sind&nbsp;in ihrer Konstruktion&nbsp;angelehnt&nbsp;an Tobias Emanuel Mayer und&nbsp;an&nbsp;weitere Quellen&nbsp;wie Pearson und Gold, die in den Kapiteln beschrieben werden, bevor der Vorgang der Datenerhebung und Datenauswertung dargelegt wird, um zu umfassenden Schlussfolgerungen zu kommen.&nbsp;Die gewonnenen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen werden am Ende zusammengefasst, um f\u00fcr Konzertp\u00e4dagogik, Kulturmarketing und alle weiteren Bereiche der Musikvermittlung und des&nbsp;Audience&nbsp;Development einsetzbar zu sein, f\u00fcr weitere Forschungsvorhaben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Konkrete Ergebnisse zum beschrieben&nbsp;Forschungsanliegen und den formulierten Forschungsfragen sollen im musikp\u00e4dagogischen Sinne&nbsp;pr\u00e4zisiert und nutzbar werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das&nbsp;generierte&nbsp;und entwickelte Vermittlungsmodell BACH BER\u00dcHREN soll hilfreiche und grundlegende Anhaltspunkte f\u00fcr das breite Spektrum der Musikvermittlung kommunizieren. Hierbei wird versucht, Folgerungen f\u00fcr die Zukunft im&nbsp;Umgang mit&nbsp;Post-Millennials, Bachs Musik und&nbsp;Kunstmusik&nbsp;allgemein&nbsp;nahezulegen. Im letzten Abschnitt wird in einer klar strukturierten Zusammenfassung ein Ausblick f\u00fcr Bachvermittlung und Vermittlung von Kunstmusik gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNat\u00fcrlich w\u00e4re nicht nur Bachs Musik eine Alternative zu&nbsp;(aggressivem)&nbsp;Deutschrap,&nbsp;Hip-Hop&nbsp;und Rap,&nbsp;steht jedochaufgrund seiner&nbsp;bewusst nicht in erster Linie&nbsp;nur&nbsp;sinnlichen, sondern mathematischen Grundlage als \u201agelehrte Kunst\u2019&nbsp;mit komplexem Kontrapunkt als substanzielle Grundlage&nbsp;Rap und&nbsp;Hip-Hop&nbsp;und auch Pop(-Balladen)&nbsp;fundamental&nbsp;gegen\u00fcber.&nbsp;Musikalisch Affektbezogenes steht bei Bach auf dem Fundament von&nbsp;kontrapunktischem&nbsp;Handwerk und auf dem Prinzip g\u00f6ttlicher Ordnung. Hier ist in Bachs Musik die Verankerung zu finden,&nbsp;also&nbsp;fernab&nbsp;vom&nbsp;rein unterhaltenden,&nbsp;schlichten&nbsp;(oft naiven oder derben, pathetischen oder&nbsp;selbsts\u00fcchtigen&nbsp;oder eben gar aggressiven)&nbsp;Ausdruck&nbsp;menschlicher Gef\u00fchle&nbsp;in&nbsp;ihrer stimmungsbezogenen Abh\u00e4ngigkeit.&nbsp;Schon zu Bachs Zeiten wurde Johann Sebastians Ma\u00dfstab an Musik und seine Grundphilosophie&nbsp;der Demut und Ehrfurcht&nbsp;als \u00fcberholt&nbsp;und konservativ&nbsp;betrachtet, wie man&nbsp;beispielsweise&nbsp;am Verhalten seiner S\u00f6hne, besonders Carl Philipp Emanuel Bach,&nbsp;und&nbsp;des Fl\u00f6tenk\u00f6nigs Friedrich aus Potsdam und in der Kritik seiner Zeitgenossen bemerken kann.Heute hei\u00dft der Stil nicht&nbsp;mehr&nbsp;<em>galanter Stil<\/em>&nbsp;oder&nbsp;<em>empfindsamer Stil<\/em>,&nbsp;dem Bach zu seinen Lebzeiten&nbsp;gegen\u00fcbertrat, wie man am&nbsp;<em>Musikalischen Opfer<\/em>&nbsp;BWV&nbsp;1079, in dem er den Preu\u00dfenk\u00f6nigmit R\u00e4tsel und Komplexit\u00e4t&nbsp;herausforderte, belehrte und&nbsp;\u00fcberforderte und ihn freundlich in seine Grenzen verwies, deutlich sieht,&nbsp;heute hei\u00dft er&nbsp;Pop,&nbsp;Rock,&nbsp;Hip-Hop,&nbsp;Rap \u2013&nbsp;(auch Oper, Musical, Filmmusik),&nbsp;ist&nbsp;aber&nbsp;vom Typus her&nbsp;der gleiche&nbsp;\u201agalante Stil\u2019:&nbsp;Es ist&nbsp;die gleiche Art Galantiere,&nbsp;in der die menschliche Gef\u00fchle im Mittelpunkt stehen,&nbsp;wenn auch ganz anders gesetzt.&nbsp;Dass Bachs Musik&nbsp;nach wie vor die gleiche Polemik&nbsp;ertr\u00e4gt, \u201aalter&nbsp;Stil\u2019 zu sein wie damals schon&nbsp;zu&nbsp;seinen Lebzeiten&nbsp;ist interessant.&nbsp; Es geht also nicht darum, dass der damals&nbsp;\u201aneue Stil\u2019&nbsp;nun von einem noch neueren&nbsp;Stil abgel\u00f6st wurde, nein, es ist derselbe \u201aneue Stil\u2019 der Galanterie von&nbsp;1748,&nbsp;der sich dem \u201aalten Stil\u2019, einer Musik, die&nbsp;die&nbsp;kosmische und kontrapunktische&nbsp;Ordnung der Ewigkeit widerspiegelt, widersetzt, da dies trocken, langweilig, altmodisch sei, wie schon&nbsp;Bachs S\u00f6hne und Zeitgenossen&nbsp;beklagten&nbsp;und was auch noch lange nach Bachs Tod beklagt wurde.&nbsp;Wie viel&nbsp;mehr&nbsp;heute!&nbsp;Es ist also bis heute das&nbsp;gleiche Aufeinanderprallen von&nbsp;Grundphilosophien in der Musik, die immer gleiche Auseinandersetzung:&nbsp;Was und wer steht im Mittelpunkt&nbsp;der Musik (und des Textes)?&nbsp;Der Mensch und sein Gef\u00fchl?&nbsp;Und&nbsp;wie&nbsp;wird&nbsp;dies&nbsp;(durch die Sprache der musikalischen Rede, der Rhetorik?&nbsp;und des Textes)ausgedr\u00fcckt?\u201c (SCHL\u00dcTER; 2019, S. 67)&nbsp; Um die Vermittlung dieses&nbsp;schon zu Bachs Zeiten \u201aalten\u2019 StilsJohann Sebastian&nbsp;Bachs&nbsp;an&nbsp;Post-Millennials,&nbsp;die ganze andere Musik gew\u00f6hnt sind (vgl. KEUCHEL, 2010 und 2012; BERNHOFER, 2015; MAYER, 2017; &nbsp;SCHL\u00dcTER, 2019), darum geht es in dieser Arbeit.&nbsp; Um Bachs Musik&nbsp;des&nbsp;Kontrapunktes als Verankerung und Fundament&nbsp;als Gegenpol zum \u201aaltneuen\u2019 Stil der Galantiere, der schon bei Bachs S\u00f6hnen lange vor 1748 begonnen hat und Kreise bis heute zieht,&nbsp;in der Vermittlung an Jugendliche. Nat\u00fcrlich steht nicht nur Bachs Musik f\u00fcr die Musik dieser g\u00f6ttlichen ewigen Ordnung, jedoch hat er durch sein Sp\u00e4twerk von 1738-1750 eine kontinuierliche Steigerung der Spiegelung dieser Ewigkeit geschaffen wie keiner zuvor&nbsp;und danach&nbsp;(vgl. KATZSCHKE, 2016; WIEMER, 2018; SCH\u00dcTER, 2019).&nbsp;Diese&nbsp;\u00dcberlegungen und&nbsp;Fragen m\u00fcnden in meine Forschungsfragen&nbsp;ein&nbsp;(vgl. Kapitel&nbsp;3 und&nbsp;4).&nbsp;&nbsp;Diese Fragen werden in den Forschungsfragen und den Frageb\u00f6gen aufgegriffen.&nbsp;In meinen Untersuchungen&nbsp;in W\u00fcrzburg (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S.10-50)&nbsp;im Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>&nbsp;gab es nur m\u00fcndliche Befragungen. In den&nbsp;McDonald\u2019s-Filialen&nbsp;werden meine Untersuchungen auf den&nbsp;konzipierten&nbsp;Frageb\u00f6gen aufgebaut werden.&nbsp;Meine&nbsp;Kolleginnen und Kollegen&nbsp;werden mit ihrem&nbsp;live-Vorspiel&nbsp;eine gro\u00dfe Rolle spielen.&nbsp;Diese&nbsp;Untersuchungen und Befragungen, die mich auf die Dissertation gebracht haben,&nbsp;sind wie ein Fluss,&nbsp;der nun in diese gro\u00dfe Studie&nbsp;hineinflie\u00dft.&nbsp;Oder wie ein Bach. Jugendliche der&nbsp;befragten Musikschulen&nbsp;und der Musikgymnasien&nbsp;waren&nbsp;Jugendlichen des Jugendclubs&nbsp;<em>B-Hof<\/em>W\u00fcrzburg und den Jugendlichen am Hauptbahnhof in&nbsp;der Kenntnis von Bachs Musik weit voraus&nbsp;(vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S.&nbsp;33-40):&nbsp;Das aktive Musizieren bewirkt, dass man eher mit Klassik oder Kunstmusik konfrontiert ist.&nbsp;Ob das Musizieren&nbsp;nun&nbsp;im Bereich&nbsp;Klassik, Jazz oder Blues&nbsp;stattfindet,&nbsp;spielt hierbei nicht die Hauptrolle.&nbsp;Aktives Musizieren sch\u00fctzt vor allzu viel&nbsp;gewaltverherrlichendem&nbsp;und rein unterhaltendem&nbsp;Konsum&nbsp;(vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S.43).&nbsp;Abgesehen davon: Diese Art Deutschrap ist auf&nbsp;einem Klavier beispielsweise&nbsp;sehr schwer zu spielen, da es oft keine&nbsp;Melodien gibt au\u00dfer ab und zu&nbsp;beim Beat im Hintergrund. Bei der Frage \u201eKennst du Bachs Musik?\u201c gaben 78 Prozent der Vierzehnj\u00e4hrigen, 83 Prozent der F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen, 73 Prozent der Sechzehnj\u00e4hrigen und 67 Prozent der Siebzehnj\u00e4hrigen aus dem Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>&nbsp;an, sie w\u00fcrden Bachs Musik nicht kennen. Bei der Frage \u201eKennst du Bachs Musik?\u201c gaben 34 Prozent der Vierzehnj\u00e4hrigen, 36 Prozent der F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen, 32 Prozent der Sechzehnj\u00e4hrigen und 31 Prozent der Siebzehnj\u00e4hrigen aus den Musikschulen an, sie w\u00fcrden sie&nbsp;<em>nicht<\/em>&nbsp;kennen. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent Jugendclub zu \u00fcber 70 Prozent Musikschule an Kennen von Bachs Musik gegen\u00fcber stehen. Der gro\u00dfe Unterschied zwischen den Klaviersch\u00fclern in den Musikschulen (Jugendliche aus verschiedenen Schularten) im Vergleich zu den Jugendlichen im Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>, in dem ich ebenfalls Jugendliche verschiedener Schularten gemischt antraf, zeigt, wie sehr das Kennen von Bachs Musik&nbsp;vom eigenen Musizieren abh\u00e4ngt (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S.&nbsp;34). Zum H\u00f6ren oder f\u00fcr&nbsp;einen Erstkontakt muss niemand gebildetsein. Jeder f\u00e4ngt mal irgendwo an. Auch bei Bach.&nbsp;Als Pianistin&nbsp;nutzte ich&nbsp;zusammen mit diesen Kolleginnen und Kollegen&nbsp;die Chance,&nbsp;den zuf\u00e4llig anwesenden&nbsp;Post-Millennialsan Hauptbahnh\u00f6fen und in&nbsp;McDonald\u2019s-Filialen&nbsp;eine&nbsp;Auswahl von Bachs Klaviermusik in ihrem Alltag und&nbsp;in ihrem Umfeld anzubieten und&nbsp;vorzustellen.&nbsp;An&nbsp;Orten, in denen sie sich gern&nbsp;und gemeinsam&nbsp;mit ihren Freunden&nbsp;in ihrer Freizeit aufhielten, freiwillig. Daher wurde McDonald\u2019s gew\u00e4hlt,&nbsp;bewusst au\u00dferhalb von schulischem Umfeld und Unterricht.&nbsp;Denn&nbsp;<em>freiwillig<\/em>&nbsp;ist die Teilnahme der&nbsp;Post-Millennials&nbsp;an den Befragungen.&nbsp;Die Standorte der f\u00fcr diese&nbsp;Arbeit&nbsp;ausgesuchten&nbsp;McDonald\u2019s-Filialen&nbsp;befinden sich in W\u00fcrzburg,&nbsp;Frankfurt am Main und Salzburg, \u00d6sterreich. Was ist&nbsp;freiwillig, mag man fragen.&nbsp;Freiwillig&nbsp;mag&nbsp;relativ&nbsp;sein: Wer isst, bleibt nat\u00fcrlich. Jedoch war&nbsp;auff\u00e4llig, dass die&nbsp;Post-Millennials&nbsp;auch nach dem Essen&nbsp;aus Neugierde&nbsp;blieben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Schulklassen gibt&nbsp;es au\u00dferdem&nbsp;bereits einige Vermittlungsprojekte wie zum Beispiel&nbsp;<em>Rhapsody<\/em><em>&nbsp;in School<\/em>, insLeben gerufen von dem Pianisten&nbsp;Lars Vogt,&nbsp;<em>Zukunft@BPhil<\/em>mit den&nbsp;Education-Projekten&nbsp;der Berliner Philharmoniker,&nbsp;<em>Rhythm&nbsp;<\/em><em>Is<\/em><em>&nbsp;<\/em><em>It<\/em><em>!<\/em>,&nbsp;ebenfalls mit dem britischen Dirigenten Sir Simon&nbsp;Rattle&nbsp;in Zusammenarbeit mit&nbsp;Royston&nbsp;Maldoom&nbsp;und&nbsp;den&nbsp;Berliner Problemschulen, dazu&nbsp;Musik von Strawinskys&nbsp;<em>LeS<\/em><em>S<\/em><em>acre du&nbsp;<\/em><em>printemps<\/em><em>)<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin gibt es&nbsp;<em>Flying Bach<\/em>, gef\u00f6rdert von Red Bull,&nbsp;oder&nbsp;<em>Das Vivaldi-Experiment<\/em>&nbsp;in Zusammenarbeit mit der ARD.&nbsp;Vermittlungsprojekte in Schulen&nbsp;hat Tobias Emanuel Mayer aufgrund der ansteigenden Nachwuchsproblematik im Konzertpublikum untersucht und seine Ergebnisse in&nbsp;<em>Der Bernstein-Effekt<\/em>&nbsp;(vgl. MAYER, 2017)&nbsp;ver\u00f6ffentlicht.&nbsp;Er konzentriert sich dabei auf \u201eStars\u201c, wie er sagt (vgl. S.&nbsp;15).<\/p>\n\n\n\n<p>Leonard Bernstein war einer der ersten Prominenten, der sich leidenschaftlich und charismatisch f\u00fcr Musikvermittlung einsetzte; seine Reihe&nbsp;<em>Young&nbsp;<\/em><em>People\u2019s<\/em><em>&nbsp;Concert<\/em>&nbsp;wurde weltweit im Fernsehen \u00fcbertragen. Der amerikanische Organist Virgil Fox hat mit&nbsp;<em>Heavy Bach<\/em><em>&nbsp;<\/em>versucht, junge H\u00f6rer zu erreichen.Naji&nbsp;Hakim, Barbara&nbsp;Dennerlein&nbsp;und Wayne Marshall setzen in ihrer Bachvermittlung&nbsp;auf die Einbeziehung von Jazz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWeltstars wie Lang&nbsp;Lang&nbsp;gehen heute in Schulen, um Anregungen zu bieten\u201c (G\u00d6TTERT, 2017, S. 373).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Cameron&nbsp;Carpenter&nbsp;gibt in Berlin Einf\u00fchrungen f\u00fcr Kinder an der Orgel der&nbsp;Philharmonie. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vermittlungsmodell an \u00f6ffentlichen Freizeitorten ist noch nicht durchgef\u00fchrt und untersucht worden.&nbsp;Vermittlungsprojektean typischen Freizeitorten Jugendlicher, die noch dazu&nbsp;wissenschaftlich untersucht werden, gibt es nicht &#8211; und dann gar&nbsp;ausschlie\u00dflich mit Musik von Bach!&nbsp;Bach im McDonald\u2019s eben!<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;Post-Millennials&nbsp;sind meist nicht freiwillig in&nbsp;Schule&nbsp;und&nbsp;(Schul)Konzert.&nbsp;Diese&nbsp;Studie hebt sich ab von Konzertp\u00e4dagogik und Vermittlung in Schulen, ebenso auch davon, Klassik&nbsp;oder&nbsp;besser&nbsp;Barock&nbsp;mit&nbsp;Jazz, Pop, Rap&nbsp;oder&nbsp;anderen&nbsp;popul\u00e4ren Stilen zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sich fragen, inwiefern&nbsp;eine&nbsp;McDonald\u2019s-Filiale&nbsp;an einem&nbsp;Hauptbahnhof&nbsp;ein&nbsp;Lernort&nbsp;sei, ein Vermittlungsraum. Doch&nbsp;gerade hier&nbsp;k\u00f6nnen Jugendliche mit Bachs Musik auf&nbsp;freiwilliger Basis mitten in ihrer Freizeit&nbsp;gut&nbsp;\u00fcberraschend&nbsp;konfrontiert werden.&nbsp;Au\u00dferdem sind sie dort meist so, wie sie sind. K\u00f6nnen sein, wie sie sind, sich geben, wie sie sind.&nbsp;Ihre echte&nbsp;Neugierde soll sie anziehen zu&nbsp;Bachs&nbsp;Musik, zum&nbsp;Stage-Piano.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcssen es wirklich immer Schule, Konzertsaal oder Kirche sein, um Bildung, gar Liebe zur Musik&nbsp;zu vermitteln?&nbsp;Sicher nicht.&nbsp;Denn oft&nbsp;ist es&nbsp;heute&nbsp;eben nicht die Schule, die Liebe zu etwas vermittelt. Ganz im Gegenteil (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S.42). Dabei geht es nicht darum, sie zu manipulieren (vgl. Kruse 2016; Gembris 2004; Fehling 1976).<\/p>\n\n\n\n<p>Post-Millennials&nbsp;halten sich an Pl\u00e4tzen&nbsp;<em>ihres&nbsp;<\/em>\u00f6ffentlichen Raumes auf.&nbsp;K\u00f6nnen mit&nbsp;<em>purem&nbsp;<\/em>Bach, ohne Einbeziehung von Rock&nbsp;und Pop, Jugendliche erreicht werden?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNiemand w\u00fcrde Anne-Sophie Mutter oder Anna&nbsp;Netrebkoempfehlen, zur Erh\u00f6hung der Zuh\u00f6rerzahlen ihr Repertoire zu \u00e4ndern.\u201c (G\u00d6TTERT, 2017, S. 387)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht eben auch nicht in erster Linie um Zuh\u00f6rerzahlen f\u00fcr das Bildungsb\u00fcrgertum. Darum geht es eben nicht. Jugendliche sp\u00fcren, wenn es nicht wirklich um sie geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Anleihen und \u00dcberg\u00e4ngen soll in diesem Vermittlungskonzept verzichtet werden, auf Anschluss an Popul\u00e4res&nbsp;wie Deutschrap oder&nbsp;Hip-Hop.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan sollte sich jedenfalls mehr als vor dem Schwund an Zuh\u00f6rern&nbsp;als&nbsp;vor einem Schwund an Qualit\u00e4t f\u00fcrchten.\u201c (G\u00d6TTERT, 2017, S. 390)<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht nicht darum, dass popul\u00e4re Stile keine Qualit\u00e4t haben oder weniger Kunst&nbsp;sind, um diese Betonung&nbsp;sich auch die&nbsp;Cultural&nbsp;Studies&nbsp;bem\u00fchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Bachs Musik vielleicht gar zu kunstvoll wirkt,&nbsp;sogar f\u00fcr das Publikum&nbsp;seiner Zeit (vgl.&nbsp;EGGEBRECHT, 1992, S. 147 f.),&nbsp;soll nicht&nbsp;abschreckend f\u00fcr Jugendliche&nbsp;sein, sondern zeigen, dass das Kreativ-K\u00fcnstlerische auch in&nbsp;der&nbsp;Klassik oder in der sogenannten Alten Musik sehr inspirierend&nbsp;und&nbsp;ber\u00fchrend sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Roland&nbsp;Eberlein, Unterhalter des erfolgreichen Blogs zum Thema Orgel,&nbsp;<em>Orgelwelt aktuell<\/em>, pr\u00e4sentiert Hunderte Videos popul\u00e4re Orgelmusik.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eF\u00fcr Roland&nbsp;Eberlein&nbsp;liegt die Zukunft in der Anpassung an den Geschmackswandel, den&nbsp;Niedergang an der mangelnden Bereitschaft der Musiker, dem Wandel zu folgen.\u201c (G\u00d6TTERT, 2017, S. 387)<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist mit dem Wandel&nbsp;gemeint?&nbsp;Haben junge Leute zu Bachs Zeiten Bach geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p>Anpassung&nbsp;an Deutschrap ist das Gegenteil von dem, was diese&nbsp;Studie zeigen will. Es geht darum zu pr\u00e4sentieren, dass Jugendliche durchaus durch&nbsp;einen Erstkontakt mit Bachs Musik f\u00fcr seine&nbsp;Musik&nbsp;gewonnen werden k\u00f6nnen&nbsp;in dem Sinne, dass sie \u00fcberrascht&nbsp;sind, dass&nbsp;\u201ees gar nicht so schlecht klingt, wie sie vielleicht gedacht hatten\u201c&nbsp;(vgl. Kapitel 4, 5 und 6).<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist doch schon ein Gewinn. Es geht nicht darum,&nbsp;st\u00e4ndig nur Bach zu h\u00f6ren.&nbsp;Als Berieselung&nbsp;ist Bach&nbsp;jedoch&nbsp;nicht&nbsp;allzu gut&nbsp;geeignet (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S.42).&nbsp;Dazu ist&nbsp;seine Musik&nbsp;zu&nbsp;\u201aaufregend\u2019. Es geht also auch darum, nicht&nbsp;st\u00e4ndig ein&nbsp;\u201aHintergrundsgeriesel\u2019&nbsp;zu&nbsp;brauchen, sondern&nbsp;<em>Musik zu h\u00f6ren<\/em>.&nbsp;Daf\u00fcr kann Bach durchaus&nbsp;Gewinn&nbsp;und eine Hilfe&nbsp;sein.Viele m\u00fcssen&nbsp;erst wieder lernen, zu h\u00f6ren. Bewusst&nbsp;Musik&nbsp;zu h\u00f6ren (vgl.&nbsp;LONGARDT, 1968;&nbsp;RAUHE et. al., 1975;&nbsp;ROLLE, 1999;&nbsp;PFEFFER et. al., 2008;&nbsp;ALLWARDT, 2012;&nbsp;R\u00dcDIGER, 2014;&nbsp;MAYER, 2017).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Bachs Zeiten gab es diese Art Hintergrundsberieselung nicht wie heute.&nbsp;\u201eSo wie Bach&nbsp;Ewigkeit und g\u00f6ttliche Ordnung&nbsp;in Demut&nbsp;in seinen Werken&nbsp;kontinuierlich steigerte, so steigerte&nbsp;sich&nbsp;der um 1740 erwachsene&nbsp;<em>galante Stil<\/em>&nbsp;und&nbsp;der&nbsp;nun&nbsp;heute&nbsp;sehr&nbsp;\u201afortgeschrittene&nbsp;galante Stil\u2019&nbsp;in eine Dauerberieselung&nbsp;und Hintergrundsberieselung&nbsp;mit unmittelbarem&nbsp;Ausdrucks menschlicher Gef\u00fchle&nbsp;mit dem&nbsp;Primat von Melodik undSchlichtheit.\u201c (SCHL\u00dcTER, 2019, S. 77)<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfer Vorteil von Vermittlungsmodellen an Freizeitorten ist, dass hier bewusst nicht&nbsp;nach Schultypen zu trennen ist mit all den verbundenen Vorurteilen und Abgrenzungen, sondern dass man unterschiedliche soziale Schichten, Altersgruppen und kulturelle Hintergr\u00fcnde als eine bunte, zuf\u00e4llige Gruppe antrifft&nbsp;und dadurch die M\u00f6glichkeit bekommt, einen tats\u00e4chlichen Durchschnitt von&nbsp;Post-Millennials&nbsp;untersuchen zu k\u00f6nnen. Denn es ist anzunehmen, dass diese aus verschiedenen Bildungsklassen und Schultypen in&nbsp;McDonald\u2019s-Filialen&nbsp;und an Hauptbahnh\u00f6fen stammen (vgl. SCHL\u00dcTER, 2017, S. 37).<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;Post-Millennials, die ich an diesen \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen antraf als Untersuchungsleiterin, waren&nbsp;eben&nbsp;nicht zu \u201edumm\u201c f\u00fcr Bachs Musik&nbsp;(Zitate, vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 36;&nbsp;PREISER, 2013, S. 57; VOCK, 2008);&nbsp;sie m\u00fcssen nicht erst auf ein&nbsp;Musikgymnasium gehen oder aus einem akademischen Elternhaus stammen, um&nbsp;Klassik oder&nbsp;Kunstmusik (hier am Beispiel von Bach) anh\u00f6ren und annehmen zu k\u00f6nnen.Jugendliche sind&nbsp;meist unerfahren,&nbsp;was in dem Alter ja normal ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMusik ist kein Leistungssport!\u201c&nbsp;(M\u00dcLLENSIEFEN,&nbsp;2016, S. 67), Musik und Musikalit\u00e4t steht jedem Menschen offen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses&nbsp;Vorhaben&nbsp;der Bach-Vermittlung k\u00f6nnte bewirken,&nbsp;dass&nbsp;das Selbstbewusstsein f\u00fcr&nbsp;(musische)&nbsp;Bildung&nbsp;und auch das Selbstbewusstsein hinsichtlich kultureller Teilhabe bei 14-17j\u00e4hrigen gest\u00e4rkt wird&nbsp;(vgl. GRUBE et al., 2004). Im Mittelpunkt der Studie steht,&nbsp;Post-Millennials&nbsp;eine m\u00f6glichst positive, angenehme, freiwillige und entspannte&nbsp;Erstbegegnung&nbsp;mit Bachs Musik zu bieten, in einem Rahmen, der hilft, sie&nbsp;abzuholen, wo sie sind.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Neue Vermittlungsmodelle f\u00fcr die neuen&nbsp;Generationen&nbsp;haben das Potential, einen Stein ins Rollen&nbsp;zu&nbsp;bringen und Kreise zu ziehen, n\u00e4mlich dann, wenn Bach und Kunstmusik jugendgerechter kommuniziert werden k\u00f6nnen. Die Klassik-Industrie und die Branche der Kunstmusik k\u00f6nnten dadurch motiviert und inspiriert werden, Bachs Musik anders und immer wieder neu zu kommunizieren. Paradigmen und Leitorientierungen f\u00fcr ein Kulturpublikum k\u00f6nnten \u00fcberdacht, das Image von Kunstmusik und Bachs Musik neu gest\u00e4rkt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re beispielsweise spannend, dieses Vermittlungskonzept am Flughafen von Tokio auszuprobieren oder in arabisch sprechenden&nbsp;deutschen&nbsp;Stadtteilen, weil&nbsp;Bachs Musik hier vermutlich noch viel fremder w\u00e4re und eventuell sehr viele Erstkontakte generieren w\u00fcrde.&nbsp;Das nachtr\u00e4gliche Beurteilen einer solchen Musik w\u00e4re spannend zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201ePost-Millennials&nbsp;sollen nicht einfach nur Toleranz f\u00fcr Hochkultur aufbringen und doch daran nicht teilnehmen. Von ihnen soll nicht nur ein gewisses Ma\u00df von Verst\u00e4ndnis&nbsp;f\u00fcr Kunstf\u00f6rderung verlangt und erwartet werden, da sp\u00e4ter schlie\u00dflich auch ihre Steuermittel f\u00fcr Hochkultur verwendet werden.&nbsp;Als w\u00e4re es&nbsp;ausreichend genug, dass sie etwas mittragen, was ihnen selbst nichts gibt. &nbsp;Musikvermittlung soll nicht missbraucht werden als Schutz vor der Mobilisierung von Massen gegen Aufwendungen&nbsp;f\u00fcr elit\u00e4re Hochkultur.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>(SCHL\u00dcTER, 2019, S.&nbsp;28)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Aura von \u201eGrauh\u00e4uptern\u201c, die in Konzerth\u00e4usern f\u00fcr 14-17j\u00e4hrige ein eher einsch\u00fcchterndes oder absto\u00dfendes Ambiente bewirken&nbsp;k\u00f6nnen (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 37&nbsp;und S. 42),sind bei einem Konzert an einem&nbsp;Stage-Piano&nbsp;im McDonald\u2019s nicht zu bef\u00fcrchten.&nbsp;Zudem bietet die Begegnung mit Bachs Musik an Orten wie&nbsp;McDonald\u2019s-Filialen&nbsp;die Chance, Barrieren im Kopf abzubauen. In&nbsp;McDonald\u2019s-Filialen&nbsp;ist laut deren Angaben&nbsp;das \u00fcber 40-j\u00e4hrige Bildungsb\u00fcrgertum in der Minderzahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Pianistin&nbsp;am&nbsp;Stage-Piano&nbsp;im McDonald\u2019s ist eben keine typische Lehrperson.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den Untersuchungen 2015 bis&nbsp;2017 stellte ich fest, dass die neue Generation sehr visualisiert einen hohen&nbsp;YouTube-Konsum&nbsp;aufweist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201aNur\u2019 Zuh\u00f6ren f\u00e4llt den&nbsp;Post-Millennials&nbsp;schwer (vgl. SCHL\u00dcTER,&nbsp;2019, S. 39):&nbsp;H\u00f6rten sie beispielsweise&nbsp;Franz Schuberts Erlk\u00f6nig auf&nbsp;YouTube, ohne das Video zu sehen, lachten sie \u00fcber die \u201ekomische\u201c Stimme; jedoch wenn sie die \u201ekomische Stimme\u201c (hier Philippe&nbsp;Sly) sahen, waren&nbsp;sie fasziniert&nbsp;(vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 39).&nbsp;Live ist noch viel mehr als Video (vgl. MAYER, 2017, S. 14-32).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Post-Millennials&nbsp;brauchen nicht nur Medien, Computer und Bildschirme. Essen nur auf&nbsp;YouTube&nbsp;anzuschauen, aber nie selbst essen \u2013 das macht nicht satt. Das Internet ist zwar durchaus ein neuer und wichtiger Kulturraum (vgl. MANDEL, 2008, S. 3), jedoch steht er nicht in Konkurrenz zu realen Live-Begegnungen, wie auch Mayer und&nbsp;Bernhofer&nbsp;betonen&nbsp;(vgl. MAYER, 2017, S. 14-32;&nbsp;BERNHOFER, 2015, S.&nbsp;29-39).<\/p>\n\n\n\n<p>Bachs Musik&nbsp;wird von&nbsp;Post-Millennials&nbsp;der&nbsp;Beobachtung nach als \u201everaltet\u201c oder \u201eelit\u00e4r\u201c empfunden (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 37). Bach muss&nbsp;jedoch&nbsp;nicht&nbsp;veraltet oder&nbsp;elit\u00e4r&nbsp;sein, auch wenn seine Musik&nbsp;vielleicht keine Musik f\u00fcr die Massen ist;&nbsp;aber&nbsp;sie ist&nbsp;nicht allein f\u00fcr die&nbsp;akademische Elite&nbsp;bestimmt&nbsp;(vgl. HESMONDHALG, 2002, S. 117-130; &nbsp;PETERSON, 1992, S. 243-258).&nbsp;Johann Sebastian Bach hat seine Musik selbst nicht&nbsp;als elit\u00e4r gesehen, sondern schm\u00fcckte seine&nbsp;<em>Kunst der Fuge<\/em>&nbsp;mit Blumengirlanden, f\u00fchrte seine Musik mit jungen Menschen auf,&nbsp;komponierte viel aus p\u00e4dagogischen Gr\u00fcnden f\u00fcr die Jungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Welcher Komponist kann seinen Nachnamen in T\u00f6ne fassen?&nbsp;Bach wartete&nbsp;mit diesem singul\u00e4ren Geschenk&nbsp;bis zum Schluss, seinen Namen als Fugenthema einzusetzen,&nbsp;obwohl er sein Leben lang den eigenen&nbsp;Namen als wunderbares Fugenthema&nbsp;im Kopf&nbsp;realisiert haben wird.&nbsp;Er machte sich selbst musikalisch nicht gro\u00df.&nbsp;Ein Zeichen von&nbsp;Demut, nicht f\u00fcr&nbsp;elit\u00e4res, etabliertes&nbsp;Verhalten. Warum sollte seine Musik dann nicht f\u00fcr&nbsp;Jugendliche sein? Gewisse Gesellschaftsschichten bestimmen seine Musik als nur die f\u00fcr ihresgleichen.&nbsp;Bachs Musik wurde zu seiner Zeit in der Gesellschaft gespielt, nicht wie heute ausgesondert in Konzertveranstaltungen. Nun soll sie ein St\u00fcck weit wieder in die Gesellschaft zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zum&nbsp;<em>Vivaldi-Experiment<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>Flying Bach<\/em>&nbsp;wird sich diese Studie nicht mithilfe von Remixen einer Vermittlung n\u00e4hern oder sich&nbsp;Crossover-Elementen&nbsp;aus Rap,&nbsp;Hip-Hop&nbsp;oder Jazz bedienen.&nbsp;Bach wird&nbsp;nicht arrangiert oder umgekleidet undist dennoch schon&nbsp;umgekleidet durch den unkonventionellen Ort&nbsp;McDonald\u2019s&nbsp;2017-2019.&nbsp;Die Br\u00fcckenbauer und m\u00f6glichen Vorbilder sind die K\u00fcnstlerinnen und&nbsp;K\u00fcnstler im pers\u00f6nlichen Kontakt. In Alltag und Freizeit der&nbsp;Post-Millennials&nbsp;trifft und kreuzt Bachs Musik&nbsp;am&nbsp;Stage-Piano&nbsp;gespielt deren Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Um&nbsp;Musik \u201evon damals\u201c&nbsp;(vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 38)&nbsp;auch&nbsp;heute selbst sprechen zu lassen, muss man ungew\u00f6hnliche Wege gehen und experimentieren.&nbsp;Es mag puristisch und gewagt wirken, mit \u201ereinem Bach\u201c&nbsp;(vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 38)&nbsp;zu konfrontieren, jedoch m\u00f6chte diese Studie bewusst dieses Risiko eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausschlie\u00dflich mediengest\u00fctzte Vermittlungsprojekte nur mit CDs,&nbsp;Whiteboards,&nbsp;DVDs&nbsp;und Materialien ohne K\u00fcnstlerkontakt wurden in Schulen und&nbsp;Kitas&nbsp;bereits durchgef\u00fchrt, zum Beispiel in&nbsp;<em>Die Taschenphilharmonie<\/em>.Jedoch betont auch Mayer, dass ein&nbsp;<em>wirklicher<\/em>&nbsp;Kontakt nur in&nbsp;Livemusik&nbsp;herstellbar ist (vgl. MAYER, 2017, S. 13).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;Voruntersuchungen seit 2016 ergaben, dass die meisten 14-17j\u00e4hrigen in Jugendclubs&nbsp;Klaviermusik von Bach noch nie bewusst oder gar live geh\u00f6rt haben&nbsp;(vgl. SCHL\u00dcTER, 2019,&nbsp;S. 29-33). Auch Tobias Emanuel Mayer machte in seiner Studie&nbsp;<em>Der Bernstein-Effekt<\/em>&nbsp;die Erfahrung, dass \u201ebei der Mehrzahl der Jugendlichen zuvor keine Begegnung mit klassischer Musik zustande gekommen ist\u201c (MAYER, 2017, S. 14-22).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erst der Live-Kontakt ist eine Begegnung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAbgesehen vom eigenen Musizieren meint Begegnung in erster Linie&nbsp;Livemusik; denn nur hier ist die Begegnung durch die Pr\u00e4senz des Musikers auch personell und damit umfassend bzw. erst im eigentlichen Sinne eine Begegnung.\u201c (MAYER, 2017, S. 14)<\/p>\n\n\n\n<p>Der direkte,&nbsp;pers\u00f6nliche K\u00fcnstlerkontakt und der&nbsp;pianistische&nbsp;Live-Vortrag&nbsp;spielen&nbsp;in dieser Studie&nbsp;daher&nbsp;eine wichtige Rolle.&nbsp;Die Erstbegegnung mit Bach soll nach M\u00f6glichkeit f\u00fcr die jungen Menschen emotional gehaltvoll, ein Musikgenuss&nbsp;sein&nbsp;und mit einem Gemeinschaftserleben verbunden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWarum sollte ich Musik von toten Leuten h\u00f6ren?\u201c fragte ein F\u00fcnfzehnj\u00e4hriger (vgl.&nbsp;SCHL\u00dcTER, 2019, S. 39).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine gute Frage.&nbsp;Nur durch ein Live-Vorspiel besteht die Chance, Jugendliche&nbsp;neu urteilen zu lassen, ob Bachs Musik wirklich tot ist.&nbsp;Wenn seine Musik&nbsp;tot und veraltet w\u00e4re,&nbsp;w\u00fcrde ich mir sicher nicht die M\u00fche einer Bachvermittlung machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fragen der&nbsp;Post-Millennials&nbsp;in ihrem Prozess der Pubert\u00e4t und Identit\u00e4tssuche,&nbsp;die&nbsp;Neugier und ihre Interesse,&nbsp;nicht abstrakte Kunstf\u00f6rderung stehen im Mittelpunkt. Komponisten&nbsp;aus&nbsp;anderen Zeit-Epochen&nbsp;wird es aus gegebenen Umst\u00e4nden nicht mehr interessieren, was&nbsp;heutige&nbsp;Post-Millennials&nbsp;von ihnen&nbsp;halten. Oder ob Pianistinnen und Pianisten sie&nbsp;vermitteln oder gar&nbsp;verteidigen. Jedoch&nbsp;geht es nicht um die Komponierenden oder Interpretierenden, sondern um die Jugendlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4re das&nbsp;Konzept dieser Studie&nbsp;nicht&nbsp;erfolgreich, wenn&nbsp;Post-Millennials&nbsp;auf den Geschmack der&nbsp;immer noch sehr lebendigen Kompositionsmusik kommen?&nbsp;Wenn die jungen Menschen&nbsp;nicht nur&nbsp;bei den darbietenden K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern&nbsp;allein (wortw\u00f6rtlich) stehenbleiben?&nbsp;Wenn \u201edie Musik von toten Leuten\u201c (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 39) einschlie\u00dflich&nbsp;Bachs&nbsp;Chor\u00e4len, Fugen&nbsp;und Kirchenliedern eine Bereicherung f\u00fcr&nbsp;Post-Millennials&nbsp;sein k\u00f6nnten?&nbsp;Wenn sie inKontakt mit dieser Musik k\u00e4men! Dies w\u00fcrde&nbsp;zudem&nbsp;einen m\u00f6glichen&nbsp;Gewinn f\u00fcr die Gesellschaft darstellen und eine Verbindung zu&nbsp;den&nbsp;\u00e4lteren Generationen, die immer \u00e4lter werden \u2013 anstatt einen immer drastischeren Bruch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Automatisch&nbsp;begegnen sich&nbsp;Post-Millennials&nbsp;und Kunstmusik nur bedingt. Kaum. Wenn jedoch die Gesellschaft immer weiter vom bisherigen Bildungsideal abr\u00fcckt, k\u00f6nnte bei jungen Menschen die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Ideologien steigen (vgl. LOHAUS&nbsp;et.al., 2015), wie man auch an der letzten&nbsp;ECHO-W\u00fcrdigung&nbsp;antisemitischer und frauenfeindlicher Texte 2018 bemerken konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der klassische&nbsp;Vermittlungsort&nbsp;von Saal und B\u00fchne&nbsp;wird in dieser Studie&nbsp;bewusst au\u00dfen vor&nbsp;gelassen.&nbsp;Zudem wird nicht ein bunter Blumenstrau\u00df an Kunstmusik geboten, sondern gezielt nur die Musik von J.S. Bach.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Spagat zwischen Freiwilligkeit und Vermittlung soll in dieser Studie gewagt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mich interessierten weiterhin folgende Fragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Wie reagieren 14-17j\u00e4hrige&nbsp;auf handgemachte Darbietungskunst&nbsp;an einem&nbsp;Stage-Piano&nbsp;in&nbsp;einem McDonald\u2019s oder in einer anderen&nbsp;(Fastfood-)Filiale mit&nbsp;leicht und schnell zug\u00e4nglichem Essen?&nbsp;Wird Bachs Musik dadurch&nbsp;eing\u00e4nglicher?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWie wirken die ordnenden Elemente und die von K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern oft empfundene hohe Emotionalit\u00e4t in Bachs Musik auf&nbsp;Post-Millennials? Werden sie neugierig auf Kl\u00e4nge ohne gro\u00dfe Lautst\u00e4rke, Show und Effekte? Junge Menschen in einer medial gepr\u00e4gten Zeit sind gew\u00f6hnt an schnelle Rezeption durch&nbsp;YouTube&nbsp;und&nbsp;Spotify, an sofortige Erfahrungen und Erkenntnisse.\u201c&nbsp;(vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 21)<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6ren ist Musizieren \u2013 vielleicht zun\u00e4chst ein nichtpraktisches(vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 36).&nbsp;Aber Zuh\u00f6ren ist ein Tun, ein musikalisches Tun. Aus diesem ersten bewussten Zuh\u00f6ren von Bachs Musik als Initialz\u00fcndung k\u00f6nnten&nbsp;sich neue Vorstellungskraft, neues Denken, ein Aufbrechen von&nbsp;alten&nbsp;H\u00f6rgewohnheiten entwickeln. Inwiefern dies der Fall ist, wird sich im Verlauf der Studie zeigen.&nbsp;Denn ich&nbsp;gehe&nbsp;davon aus, dass jeder Mensch musikalisch ist, unabh\u00e4ngig von Intelligenz(vgl. Griffith, 2014; SPITZER, 2007).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2&nbsp;<\/strong><strong>Aspekte der Musikvermittlung mit Jugendlichen<\/strong>\u200b\u200b\u200b<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.1 &nbsp;Definitionen der Grundbegriffe<\/strong>\u200b\u200b<\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Begriffe m\u00fcssen zu Beginn gekl\u00e4rt werden:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Begriffe&nbsp;Post-Millennials,&nbsp;Musikgeschmack,&nbsp;Kunstmusikund&nbsp;Klassik&nbsp;und&nbsp;McDonald\u2019s als&nbsp;Freizeitort.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Begriff&nbsp;Post-Millennials:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lebensphase des Jugendalters hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht (vgl. MAYER, 2017, S. 26) und mittlerweile gar um das Dreifache ausgedehnt (vgl. HURRELMANN et al., 2016, S. 17; MAYER, 2017, S. 26-28). Aufgrund der demografischen Entwicklung, den sozialen und \u00f6kologischen Umweltbedingungen wird in dieser Studie nicht&nbsp;nur&nbsp;von<em>Jugendlichen<\/em>, sondern von&nbsp;<em>Post-Millennials<\/em>&nbsp;(<em>Nach-Jahrtausender<\/em>) gesprochen, den Jahrg\u00e4ngen ab 2000 (vgl. HURRELMANN et. al., 2014, S. 12-24), die also nach der Jahrtausendwende geboren sind&nbsp;&#8211; auch als&nbsp;<em>Generation Z<\/em>&nbsp;(<em>Gen Z<\/em>) bezeichnet, der Nachfolgegeneration der&nbsp;<em>Generation Y<\/em>&nbsp;(<em>Gen Y<\/em>,&nbsp;auch&nbsp;<em>Digital Natives<\/em>&nbsp;oder&nbsp;<em>Generation&nbsp;<\/em><em>Me<\/em><em>&nbsp;<\/em>genannt, Jahrg\u00e4nge 1980-2000). Es geht hierbei nicht um eine starre Typisierung, sondern um eine Identifizierung von Generationen (vgl. MANNHEIM, 1928), die helfen soll, zu zeigen, von welchen Jugendlichen die Rede ist, also von der&nbsp;<em>Generation Z<\/em>&nbsp;ab 2002 in diesen&nbsp;Untersuchungen:<\/p>\n\n\n\n<p>Die 14-17j\u00e4hrigen sind die Zielgruppe dieser empirischen Studie.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie wissenschaftliche Fassung des Jugendbegriffs ist eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts.\u201c (BERNHOFER, 2015, S. 19)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade wegen der enormen Wandlung und Entwicklung des Jugendbegriffs sollten gezielte Musikvermittlungsformate und neue Auff\u00fchrungskonzepte f\u00fcr 14-17j\u00e4hrige nicht weiter unterrepr\u00e4sentiert sein.&nbsp;Post-Millennials&nbsp;sollen ins Blickfeld der Musikvermittlung ger\u00fcckt werden.&nbsp;Die Kinder, also die noch J\u00fcngeren, sind mehr im Fokus der Musikvermittlung als die Jugendlichen,&nbsp;vielleicht, weil es leichter ist, Kinder in ihrer gr\u00f6\u00dferen Formbarkeit und Begeisterungsf\u00e4higkeit zu erreichen als Jugendliche:&nbsp;\u201eDie bereits durchgef\u00fchrten empirischen Studien zu Kindern im Konzert zielen meist auf eine j\u00fcngere Zielgruppe ab.\u201c (BERNHOFER, 2015, S. 12)&nbsp;Post-Millennialsrebellieren oft gegen Anstand, gegen Schule, Lehrer, Ordnung, gegen jedes Geschliffene und Etablierte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Denn die Lebensphase des Jugendalters&nbsp;beginnt&nbsp;heute&nbsp;fr\u00fcher, ist zeitlich verl\u00e4ngert, ist weit, offen, fast unbegrenzt geworden, unter anderem bedingt durch die l\u00e4ngere Lebensdauer, die fr\u00fchere sexuelle Reife und die Ausdehnung der Berufsvorbereitung (vgl. RICHTER, 2011, S. 27). Die wachsende Bedeutung von neuen Initiativen&nbsp;in der Musikvermittlung, diese&nbsp;Lebensphase f\u00fcr&nbsp;\u201aKlassik\u2019&nbsp;zu erreichen, hat zu dieser Studie beigetragen, denn \u201eder Verzicht auf die Ansprache von Besuchern zwischen 14&nbsp;und&nbsp;25 Jahren (&#8230;) w\u00e4re fatal.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Publikumsstruktur \u201aklassischer\u2019 Konzerte ist nicht&nbsp;gerade&nbsp;von&nbsp;Post-Millennials&nbsp;gepr\u00e4gt (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S.&nbsp;32).Der Besuch von Klavierabenden scheint bei dieser Altersgruppe keine Rolle zu spielen (vgl. KIRN, 2016, S. 24).<\/p>\n\n\n\n<p>Musik ist ein wichtiges Kommunikationsmittel,&nbsp;gerade auch f\u00fcr&nbsp;Post-Millennials. Gedanken, Gef\u00fchle und die&nbsp;musikalische Lebenswelt der 14-17j\u00e4hrigen scheinen vom Ausdruckswillen Johann Sebastian Bachs jedoch weit entfernt, wie ich in meinen Voruntersuchungen und Umfragen in&nbsp;W\u00fcrzburg&nbsp;2016&nbsp;und 2017&nbsp;feststellte (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 13).<\/p>\n\n\n\n<p>Was in der Generation Z&nbsp;heute Emotionen ausl\u00f6st oder ihr inneres Befinden widerspiegelt, scheint&nbsp;sich&nbsp;durch Bachs Fugen, Pr\u00e4ludien und Kanons&nbsp;nicht abzudecken. Zumindest nicht&nbsp;in der \u201aklassischen\u2019&nbsp;Form&nbsp;wie Konzertsaal, Kirche, \u201aklassischen\u2019&nbsp;Instrumenten&nbsp;und&nbsp;deren&nbsp;Interpretation.<\/p>\n\n\n\n<p>Anbei ein Beweis f\u00fcr Bachs Demut, die nicht nur seine Musik, sondern damit sein ganzes Leben betraf, sein Lebensprinzip wurde, &nbsp;und der \u00dcbergang zu den Jugendlichen:<\/p>\n\n\n\n<p>Der galante Stil hat bis heute die Oberhand gewonnen,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>sogar auch im Umgang mit Bachs Musik. Wenige fragen noch nach Aspekten der Musikalischen Wissenschaft, in der es Bach um viel mehr ging als nur um \u00e4u\u00dferlich- klangliche Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p>Moderne christliche Musik sind moderne&nbsp;galanterie&nbsp;pur, besonders in ihrem&nbsp;Mainstream. &nbsp;Pop-Songs auch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bachs Musik ist sozusagen gegen&nbsp;Mainstream.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kompositorisch-handwerklich extrem einfach<\/p>\n\n\n\n<p>Nur die andere Herangehensweise,&nbsp;wpo&nbsp;ist diese geblieben?<\/p>\n\n\n\n<p>Woher die eklatante Schieflage?<\/p>\n\n\n\n<p>Vo&nbsp;nBach&nbsp;als Person wissen wir wenig, vieles wird verkl\u00e4rt dargestellt, bei&nbsp;Forkel&nbsp;auch sehr&nbsp;postivi, wie haben nur zwei Briefe,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Oliver Kluge :&nbsp;das-bach-projekt.de\/texte-zu-bach<\/p>\n\n\n\n<p>Das&nbsp;<strong>Musikalische Opfers BWV 1079,&nbsp;<\/strong>Jahresbeitrag an die&nbsp;Mizlersche&nbsp;Societ\u00e4t&nbsp;1748, wurde durch Bachs Besuch im Schloss des Fl\u00f6tenk\u00f6nigs in Potsdam inspiriert, an dessen Hofe sein Sohn Carl Philipp Emanuel als Konzertcembalist und Hofmusiker arbeitete. Der 63j\u00e4hrige Bach und der&nbsp;musikliebende&nbsp;Friedrich der Gro\u00dfe prallten aufeinander, zwei grundverschiedene Pers\u00f6nlichkeiten. Mit dem ber\u00fchmten Ausspruch \u201eMeine Herren, der alte Bach ist gekommen\u201c unterbrach der Preu\u00dfenk\u00f6nig sein Kammerkonzert und bat den Thomaskantor, zu einem k\u00f6niglichen Thema sechsstimmig zu improvisieren.&nbsp;Alle waren&nbsp;wohl&nbsp;verbl\u00fcfft und \u00fcberfordert, dass Bach ad hoc komplexe Fugen spielte. Bach erlebte&nbsp;auf dem Schloss&nbsp;hautnah, wie und warum der K\u00f6nig die Galanterie, den neu erwachten Stil, sch\u00e4tzte und finanziell f\u00f6rderte, und beschloss, zur\u00fcck in Leipzig, ein Exempelwerk zu schreiben, das den Sinn der Musik f\u00fcr ihn herausstellte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Er komponierte zuhause das Konvolut&nbsp;<em>Musikalisches Opfer<\/em>&nbsp;mit zwei&nbsp;Riccercar, dreistimmig und sechsstimmig, Kanons (Spiegelkanons Perpetuum Mobile), musikalischen R\u00e4tseln und einer galanten Triosonate gegen Schluss, vermutlich um zu zeigen, dass er den (bis heute) beliebten&nbsp;<em>galanten Stil<\/em>, den sogenannten&nbsp;<em>empfindsamen Stil<\/em>&nbsp;ebenfalls beherrschte, jedoch in seine musikalische Auffassung, in die Grundphilosophie der g\u00f6ttlichen, ewigen Ordnung im Kontrapunkt als Grundlage, Fundament und Handwerk einbettete. Ob der K\u00f6nig die Auseinandersetzung verstand, als er das ihm gewidmete Werk&nbsp;<em>Musikalisches Opfer<\/em>&nbsp;schlie\u00dflich per Post erhielt? Ob es seinen Horizont erweiterte? Es wird vermutete, dass der K\u00f6nig das Werk nicht einmal ge\u00f6ffnet hatte und hoffnungslos \u00fcberfordert war. Er dachte nicht daran, Bach finanziell zu f\u00f6rdern. Schade, denn Bach hatte sich gew\u00fcnscht, durch die finanzielle F\u00f6rderung des K\u00f6nigs Leipzig verlassen zu k\u00f6nnen, jedoch nicht um jeden Preis. Was w\u00e4re es ein Leichtes f\u00fcr Vater Bach gewesen, den&nbsp;<em>galanten Stil<\/em>&nbsp;auf Wunsch zu produzieren und vom Fl\u00f6tenk\u00f6nig finanziell belohnt zu werden! Jedoch Johann Sebastian hatte seine festen Prinzipien. Er komponierte mit &nbsp;kontrapunktischer Dichte, Konzentration und Spielfreude bewusst gegen den rein galanten Stil. Wenn schon sein spontanes Spiel aus dem Stegreif am Hof seine Zuh\u00f6rer \u00fcberfordert haben musste, wie viel mehr das schriftlich notierte sechsstimmige&nbsp;Riccercar&nbsp;als Kulminationspunkt und Mitte des&nbsp;<em>Musikalischen Opfers<\/em>,&nbsp;das die Grenzen des h\u00f6rend Nachvollziehbaren sprengt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Bach war ein guter P\u00e4dagoge. Das Werk war nicht nur f\u00fcr den K\u00f6nig gedacht, auch f\u00fcr seinen Sohn und all die, die dem&nbsp;<em>galanten Stil<\/em>&nbsp;hoffnungslos ergeben waren. In seinem R\u00e4tselwerk&nbsp;<em>Musikalisches Opfer&nbsp;<\/em>forderte er dazu auf, am Prozess des Komponierens kreativ teilzunehmen: R\u00e4tselkanons, Reihenfolge der Teilst\u00fccke, um hinter das Geheimnis der Musik zu kommen, das h\u00f6rende und verstehende Bewusstsein zu sch\u00e4rfen und Geschmack daran zu finden: Demut und Ehrfurcht vor dem Sch\u00f6pfer aller Dinge im&nbsp;<em>Soli Deo Gloria (Allein zur Ehre Gottes)<\/em>. Und das Werk war f\u00fcr seine Kollegen er&nbsp;Mizlerschen&nbsp;Societ\u00e4t&nbsp;gedacht, die wie er die musikalische Wissenschaft vorantreiben wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob Bach, dem man damals schon sagte, er sei konservativ, alt, in vielem \u00fcberholt, bewusst den v\u00f6llig \u00fcberholten Begriff&nbsp;<em>Riccercar<\/em>&nbsp;w\u00e4hlte als Gegenpol zur galanten Triosonate, die er mit Spiegelkanons \u00fcbertrumpfte? Eine humorvolle Art, mit seinen Kritikern umzugehen. Es spricht f\u00fcr Bachs Charakter, dass er an seinem Stil festhielt, auch wenn es ihm Nachteile brachte, er weiterhin jeden Cent umdrehen musste. Er verzichtete, wie auch seine Werke Kunstwerke des Verzichts und der Demut sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Begriff&nbsp;Musikgeschmack:&nbsp;T\u00e4glich wird von den meisten der zweiten Generation der&nbsp;\u201aNative Digitals\u2019&nbsp;Musik geh\u00f6rt: \u00fcber&nbsp;Kopfh\u00f6rer,&nbsp;Streams,&nbsp;YouTube,&nbsp;am Handy.&nbsp;Filmmusik und Soundtracks sind ein beliebter Trend,&nbsp;elektronische Musik und&nbsp;dann doch&nbsp;vor allem&nbsp;Hip-Hop&nbsp;und Rap, die gro\u00dfe Welle der letzten drei\u00dfig Jahre. Der&nbsp;Musikgeschmack der Nach-Jahrtausender&nbsp;wird ma\u00dfgeblich von Charts und Medien pr\u00e4sentiert und mitbestimmt&nbsp;(vgl. KEUCHEL,&nbsp;2011 und&nbsp;2012).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weinzierl&nbsp;Expos\u00e9 zur angestrebten Promotion zum Doktor der Philosophie der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater Hamburg im Fach Musikwissenschaft&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eAuswirkungen von \u00e4sthetischen Erfahrungen innerhalb von Musikvermittlungsprojekten\u201c&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Musikgeschmack ist subjektiv (vgl.&nbsp;GEMBRIS,&nbsp;2004, S. 37-46):&nbsp;Die Gr\u00fcnde f\u00fcr bestimmte Vorlieben sind vielf\u00e4ltig: Musikgeschmack 14-17j\u00e4hriger&nbsp;bedeutet Beziehung, Zugeh\u00f6rigkeit, Identifikation mit Peers in der Gruppe und anderen Bezugsmenschen, Abgrenzung, Wechselwirkungen und steht symbolisch f\u00fcr das, was&nbsp;\u201acool\u2019&nbsp;und \u201ain\u2019&nbsp;ist (vgl. WEBER-KR\u00dcGER, 2014, S. 98-103).&nbsp;Musikgeschmack hat mit Erwachsenwerden zu tun und geht weit \u00fcber H\u00f6ren und Musizieren hinaus.&nbsp;\u201aGeschmack\u2019&nbsp;kann auch Rebellion gegen die Eltern oder die Gesellschaft sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorlieben f\u00fcr&nbsp;Musikrichtungen werden vom emotionalen und kognitiven Entwicklungsstand der Gen Z, auch von Gef\u00fchlen wie Machtempfinden oder Machtlosigkeit beeinflusst (vgl. KEUCHEL, 2012).&nbsp;Die&nbsp;<em>Kulturbarometer&nbsp;<\/em>in Deutschland und \u00d6sterreich zeigen dar\u00fcber hinaus, dass vor allem Akademiker, und hier besonders Frauen, kulturelle Angebote nutzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Studien belegen eine Verbindung&nbsp;zwischen Bildung und&nbsp;Konzertbesuche (vgl.).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema der Vermittlung von Kunstmusik wird&nbsp;laut Seliger&nbsp;in Konzert- und Opernh\u00e4usern immer dr\u00e4ngender&nbsp;und ist hochaktuell&nbsp;(vgl. SELIGER, 2017, S. 19-25).&nbsp;Der Blick kann gesch\u00e4rft werden, welche neuen Formen und zeitgem\u00e4\u00dfenKonzepte helfen k\u00f6nnten, Klaviermusik Bachs f\u00fcr die Generationen&nbsp;Y und Z&nbsp;interessant und zug\u00e4nglich zu machen. Warum dieser Aufwand? Inwiefern k\u00f6nnte die&nbsp;von K\u00fcnstlern oft empfundene&nbsp;Sch\u00f6nheit von Bachs Klaviermusik und die Gef\u00fchle, die sie auszul\u00f6sen vermag, gewinnbringend f\u00fcr&nbsp;Post-Millennials&nbsp;sein?&nbsp;Der erste Eindruck, das erste Nachdenken, das erste&nbsp;Ber\u00fchrtwerden&nbsp;von Musik&nbsp;ist oft entscheidend&nbsp;(vgl. BOURDIEU, 2016, S. 43-56)&nbsp;und&nbsp;birgt die Chance, Interesse f\u00fcr&nbsp;Klassik und&nbsp;Kunstmusik zu wecken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist hier erst einmal nicht entscheidend, welche zus\u00e4tzlichen \u201aNebenwirkungen\u2019&nbsp;oder Nebeneffekte in Kraft treten k\u00f6nnten (Bachs Musik als&nbsp;stress-reduzierend&nbsp;oder spirituell wahrgenommen, Vorteile der musikalischen Bildung f\u00fcr Intelligenz und Reife oder der Verkauf von Bach oder \u201aklassischer Musik\u2019 an junge Menschen, Kommerz, Konzerth\u00e4user und ihre Zahlen&#8230;), sondern eine bewusste Erstbegegnung mit Bachs Musik.<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht&nbsp;durchaus&nbsp;um die Begr\u00fcndbarkeit des ersten Umgangs mit Bachs Musik&nbsp;und um Grundf\u00e4higkeiten musikalischen&nbsp;Tuns<em><\/em>(Zuh\u00f6ren)&nbsp;im Verh\u00e4ltnis zum musikalisch&nbsp;Sein, zum&nbsp;<em>musikalisch sein<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Fallbeispiele der Voruntersuchungen&nbsp;seit 2016 (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 39)&nbsp;sollen einen ersten Eindruck f\u00fcr die Ausgangssituation&nbsp;zu Musikgeschmack&nbsp;vermitteln:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Tina<\/em><em>&nbsp;(15 Jahre<\/em><em>, Sch\u00fcler einer Mittelschule<\/em><em>\/Hauptschule)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Begriff Kunstmusik und Klassik:&nbsp;Nicht alle&nbsp;Post-Millennials&nbsp;waren&nbsp;(sofort)&nbsp;aufgeschlossen daf\u00fcr, Bachs Musik kennenzulernen. Durch weitere Umfragen mit der Generation Yim Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>&nbsp;in W\u00fcrzburg im Dezember 2016 und Januar 2017 kamen folgende Ergebnisse &nbsp;zustande (vgl. SCHL\u00dcTER, 2017, S. 45): 68 Prozent der&nbsp;befragten sechzehn&nbsp;Post-Millennials&nbsp;haben noch nie bewusst Musik von Bach geh\u00f6rt. 81 Prozent der befragten Jugendlichen wussten nicht, was eine Bach-Fuge ist. Die meisten&nbsp;wirkten unsicher dar\u00fcber, wie sie wohl auf Bachs Musik reagieren w\u00fcrden. Es schien, als m\u00fcsse Bachs Musik&nbsp;decodiert werden, um \u00c4ngste und auch Vorurteile zu \u00fcberwinden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Meiner Beobachtung nach war es besonders schwer f\u00fcr die&nbsp;Post-Millennials, Zugang zu Bachs Musik zu bekommen, bei denen weder Eltern noch Lehrer auf Bach aufmerksam machten und die zus\u00e4tzlich keinerlei Beziehung zur Kirche, Kirchenmusik&nbsp;und&nbsp;Chor hatten (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 46). Etliche&nbsp;Post-Millennials&nbsp;wussten nicht, dass \u201aklassische\u2019 Konzerte oft freien Eintritt bieten, zumindest f\u00fcr ihre Altersgruppe, und nahmen daher an, Konzerte und Klavierabende seien \u201ezu teuer\u201c f\u00fcr sie (vgl. SCHL\u00dcTER, 2019, S. 47). Viele hielten sich f\u00fcr \u201ezu dumm\u201c oder zu ungebildet\u201c f\u00fcr Kunstmusik oder Klassik (ebd.).<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist anzunehmen, dass Erstbegegnungen&nbsp;mit Bachs Musik au\u00dferhalb der g\u00e4ngigen Form&nbsp;von Konzert, Konzerth\u00e4user und Musik(schul)unterricht dies oben genannten Hemmschwellen durchbrechen k\u00f6nnten. Dies soll in dieser empirischen Studie \u00fcberpr\u00fcft werden. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Begriff McDonald\u2019s als&nbsp;Freizeitort:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.2 &nbsp;Musikvermittlung, Konzertp\u00e4dagogik und&nbsp;<\/strong><strong>Audience<\/strong><strong><\/strong><strong>Development<\/strong>\u200b\u200b<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b<strong>2.2.1 Unterschiede<\/strong>\u200b<\/p>\n\n\n\n<p>ghghjlgj<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literaturverzeichnis&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abel-Struth,&nbsp;Sigried: Musikalische Sozialisation. 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In: Bach und die Nachwelt Bd. 2, &nbsp;\u200bhrsg. von Michael Heinemann; Hans-Joachim&nbsp;Hinrichsen, Laaber 1999.<\/p>\n\n\n\n<p>Heinemann, Michael;&nbsp;Hinrichsen, Hans-Joachim: Bachs Popularit\u00e4t.&nbsp;In: Bach und die&nbsp;\u200bNachwelt Bd.&nbsp;3, &nbsp;hrsg. von Michael Heinemann;&nbsp;Hans-Joachim&nbsp;Hinrichsen,&nbsp;Laaber&nbsp;\u200b2000.<\/p>\n\n\n\n<p>Hesmondhalg, David;&nbsp;Negus, Keith (Hrsg.):&nbsp;Popular&nbsp;musicaudiences&nbsp;and&nbsp;everyday&nbsp;life, in:&nbsp;\u200bPopular&nbsp;Music&nbsp;Studies, London 2002.<\/p>\n\n\n\n<p>Hoke, Hans Gunter: Neue Studien zur Kunst der Fuge BWV 1080, Halle 1975.<\/p>\n\n\n\n<p>Huber,&nbsp;Ludarika;&nbsp;Kahlert, Joachim (Hrsg.): H\u00f6ren lernen. Musik und Klang machen Schule,&nbsp;\u200bBraunschweig 2003.<\/p>\n\n\n\n<p>Hurrelmann, Klaus; Albrecht, Erik: Die heimlichen Revolution\u00e4re, Weinheim 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Hurrelmann, Klaus;&nbsp;Quenzel, Gudrun: Lebensphase Jugend. 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Teil II: Analysen,&nbsp;Wilhelmshaven 1977.<\/p>\n\n\n\n<p>Konrad, Ulrich: Aspekte musikalisch-theologischen Verstehens in&nbsp;Mariane&nbsp;von Zieglers und&nbsp;\u200bJohann Sebastian Bachs Kantate&nbsp;<em>Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen<\/em>\u200bBWV 87. In: Archiv f\u00fcr Musikwissenschaft, 2000-3,Stuttgart 2000.<\/p>\n\n\n\n<p>Krause, Martina:&nbsp;Perturbation&nbsp;als musikp\u00e4dagogischer Schl\u00fcsselbegriff?. In: Diskussion&nbsp;\u200bMusikp\u00e4dagogik 40\/08,&nbsp;Rheinau&nbsp;2008.<\/p>\n\n\n\n<p>Krummacher, Friedhelm: Bachs fr\u00fche Kantaten im Kontext der Tradition. In: Bach-Studien&nbsp;\u200b10, Leipzig 1991.<\/p>\n\n\n\n<p>Kruse, Andreas: Musik und Religion im Kontext p\u00e4dagogischer Reflexionen. In: Forum&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u200bMusikp\u00e4dagogik, Bd. 133, Augsburg 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>Kuckartz, Udo: Mixed&nbsp;Methods,&nbsp;Heidelberg 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Kuckartz, Udo: Methodologie, Forschungsdesigns und Analyseverfahren, Berlin 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Lehmann-Wermser, Andreas; Busch, Veronika;&nbsp;Schwippert, Knut;&nbsp;Nonte, Sonja: Mit&nbsp;\u200bMikrofon und Fragebogen in die Grundschule, M\u00fcnster 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Lehmann-Wermser, Andreas:&nbsp;Musikdidaktische Konzeptionen,&nbsp;Augsburg 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>Longardt, Wolfgang: Musikerziehung braucht Phantasie. Essen 1968.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mahlert, Ulrich: \u00dcber \u00e4sthetische Bildung und ihre Funktion. In: Schriftenreihe des&nbsp;\u200bDeutschen Tonk\u00fcnstlerverbandes Berlin, Bd. 2, Regensburg 2004.<\/p>\n\n\n\n<p>Mandel, Birgit:&nbsp;Audience&nbsp;Development, Kulturmanagement, Kulturelle Bildung:&nbsp;\u200bKonzeptionen und Handlungsfelder der Kulturvermittlung, M\u00fcnchen 2008.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mandel, Birgit: Interkulturelles&nbsp;Audience&nbsp;Development?, Bielefeld 2011.<\/p>\n\n\n\n<p>Mannheim, Karl: Das Problem der Generationen, Heidelberg 1928.<\/p>\n\n\n\n<p>Mast, Christine;&nbsp;Milliken, Catherine:&nbsp;Zukunft@BPhil. Die&nbsp;Education-Projekte&nbsp;der Berliner&nbsp;\u200bPhilharmoniker, Mainz 2008.<\/p>\n\n\n\n<p>Martin, Bernhard: Untersuchungen zur Struktur der \u201eKunst der Fuge\u201c J.S. Bachs,&nbsp;Dortmund&nbsp;\u200b1940.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mayer, Tobias Emanuel: Der Bernstein-Effekt. Klassikstars als Musikvermittler f\u00fcr&nbsp;\u200bJugendliche, Mainz 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>Mayring, Philipp: Einf\u00fchrung in die qualitative Sozialforschung. Eine Anleitung zu&nbsp;\u200bqualitativem Denken, Weinheim 2002.<\/p>\n\n\n\n<p>Mayring, Philipp: Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken, Weinheim 2008.<\/p>\n\n\n\n<p>Mayring, Philipp: Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken, Weinheim 2015.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mayntz, Renate; Holm, Kurt; H\u00fcbner, Peter: Einf\u00fchrung in die Methoden der empirischen Soziologie.&nbsp;Opladen&nbsp;\u200b1972.<br>Meischein, Burkhard: Einf\u00fchrung in die&nbsp;historische Musikwissenschaft,&nbsp;K\u00f6ln 2011.<\/p>\n\n\n\n<p>Mersch, Dieter; Ott, Michaela: Kunst und Wissenschaft, Paderborn 2007.<\/p>\n\n\n\n<p>Mohr, Katharina: Wie findet klassische Musik ein neues Publikum?, L\u00fcneburg 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcllensiefen, Daniel: Studie zur Musikalit\u00e4t, London 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcllensiefen, Daniel; Gingras, Bruno; Musil, Jason; Stewart, Lauren:&nbsp;The&nbsp;Musicality&nbsp;of Non-\u200bMusicians. An Index of&nbsp;Assessing&nbsp;Musical&nbsp;Sophistication&nbsp;in&nbsp;the&nbsp;General Population,&nbsp;\u200b2017.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcller, Renate:&nbsp;Musikalische Sozialisation und Identit\u00e4t. Ergebnisse einer&nbsp;\u200bcomputerunterst\u00fctzten Befragung&nbsp;mit dem klingenden Fragebogen. In: von&nbsp;\u200bSch\u00f6nebeck, Mechthild (Hrsg.): Entwicklung und Sozialisation aus&nbsp;\u200bmusikp\u00e4dagogischer Perspektive, Musikp\u00e4dagogische Forschung, Bd. 19, Essen 1980.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcller, Renate: Musikalische Erfahrung als soziale Erfahrung. Aspekte soziokultureller<\/p>\n\n\n\n<p>\u200bMusikp\u00e4dagogik, in: Kaiser, Hermann J. (Hrsg.): Musikalische Erfahrung:&nbsp;\u200bWahrnehmen \u2013 Erkennen \u2013 Aneignen, Musikp\u00e4dagogische Forschung, Bd. 13, Essen&nbsp;\u200b1992.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcller, Renate;&nbsp;Glogner, Patrick; Rhein, Stefanie; Heim, Jens: Wozu Jugendliche Musik und&nbsp;\u200bMedien gebrauchen.Jugendliche Identit\u00e4t und musikalische und mediale&nbsp;\u200bGeschmacksbildung, Weinheim 2002.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcller, Renate: Soziale Bedingungen der Umgehensweisen Jugendlicher mit Musik:\u200bTheoretische und empirisch-statistische Untersuchung zur Musikp\u00e4dagogik,&nbsp;Essen&nbsp;\u200b1990<\/p>\n\n\n\n<p>Neumann, Werner und Schulze, Joachim: Bach-Dokumente II,Kassel 1963.<\/p>\n\n\n\n<p>Niermann, Franz (Hrsg.): Elementare musikalische Bildung,&nbsp;Wien 1997.<br>Langer, Armin;&nbsp;Oebelsberger, Monika (Hrsg.): Forschungsaufgaben im Diskurs, Bd. 1, Wien&nbsp;\u200b2005.<\/p>\n\n\n\n<p>Lohaus, Arnold; Vierhaus, Marc: Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters,&nbsp;\u200bHeidelberg 2015.<\/p>\n\n\n\n<p>Neuhoff, Hans: Die&nbsp;Konzertpublika&nbsp;der deutschen Gegenwartsliteratur. Empirische&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u200bPublikumsforschung in der Musiksoziologie, &nbsp;Laaber 2008.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nimczik, Ortwin: Musik \u2013 Vermittlung &#8211; Leben, Essen 2001.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nowakowski, Mark: Stra\u00dfenmusik in Berlin \u2013 eine Feldstudie, Bielefeld 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>Orgass, Stefan: Kommunikative Musikdidaktik, in: Forum Musikp\u00e4dagogik, Bd. 22,&nbsp;\u200bAugsburg 1996.<\/p>\n\n\n\n<p>Parzer, Michael:&nbsp;Der gute Musikgeschmack zur sozialen Praxis \u00e4sthetischer Bewertung in der&nbsp;\u200bPopularkultur&nbsp;(Musik und Gesellschaft),&nbsp;Bern 2011.<\/p>\n\n\n\n<p>Peterson, R.A.:&nbsp;Understanding&nbsp;audience&nbsp;segmentation:&nbsp;fromelite&nbsp;and&nbsp;mass&nbsp;to&nbsp;omnivore&nbsp;and&nbsp;\u200bunivore, in&nbsp;Poetics, Amsterdam 1992.<\/p>\n\n\n\n<p>Petzoldt, Martin: Zur Differenz zwischen Vorlage und komponiertem Text in Kantaten&nbsp;\u200bJohann&nbsp;\u200bSebastian Bachs am Beispiel von BWV 25. In: Bach-Studien 10,&nbsp;Leipzig 1991<\/p>\n\n\n\n<p>Pfeffer, Martin; Rolle, Christian; Vogt, J\u00fcrgen (Hrsg.): Musikp\u00e4dagogik auf dem Wege zur&nbsp;\u200bVermittlungswissenschaft?, in: Wissenschaftliche Musikp\u00e4dagogik, Bd. 2, M\u00fcnster&nbsp;\u200b2008.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Pitts, Stephanie E.:&nbsp;What&nbsp;makes&nbsp;an&nbsp;audience?&nbsp;Investigating&nbsp;theroles&nbsp;and&nbsp;experiences&nbsp;of&nbsp;\u200blisteners&nbsp;at a&nbsp;chamber&nbsp;musicfestival, in: Music &amp;&nbsp;Letters, Vol. 86, Oxford 2005.<\/p>\n\n\n\n<p>Prediger, Susanne: &nbsp;Design-Research&nbsp;als fachdidaktisches Forschungsformat, M\u00fcnster 2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Preiser, Siegfried: P\u00e4dagogische Psychologie, Weinheim und M\u00fcnchen 2003. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Radbourne, Jennifer;&nbsp;Johanson,&nbsp;Katya;&nbsp;Glow, Hilary:&nbsp;The&nbsp;Valueof \u201aBeing&nbsp;There\u2019:&nbsp;How&nbsp;the&nbsp;\u200bLive&nbsp;Experience&nbsp;MeasuresQuality&nbsp;for&nbsp;the&nbsp;Audience, in:&nbsp;Burland, Katja; Pitts,&nbsp;\u200bStephanie (Hrsg.):&nbsp;Coughing&nbsp;and&nbsp;Clapping:&nbsp;InvestigatingAudience&nbsp;Experience,&nbsp;\u200bFarnham&nbsp;2014.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Rathert, Wolfgang: Kult und Kritik. In: Bach und die Nachwelt Bd. 3, &nbsp;hrsg. von Michael&nbsp;\u200bHeinemann; Hans-Joachim&nbsp;Hinrichsen, Laaber 2000.<\/p>\n\n\n\n<p>Rauhe, Hermann; Reinecke, Hans-Peter;&nbsp;Ribke, Wilfried: H\u00f6ren und Verstehen. Theorie und&nbsp;\u200bPraxis&nbsp;handlungsorientierten Musikunterrichts, M\u00fcnchen 1975.<\/p>\n\n\n\n<p>Reinmann, Gabriele: Freie Bildungsressourcen, Hamburg 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>Richter, Rudolf: 1.1 Soziologischer&nbsp;Jugendbegriff \u2013 Was ist Jugend?. In: Bundesministerium&nbsp;\u200bf\u00fcr Wirtschaft, Familie und Jugend (Hrsg.), Wien 2011.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Roth, Barbara: Die Bedeutung von Motivation und Willen f\u00fcr das \u00dcben von Instrumenten. In:&nbsp;\u200bForum&nbsp;\u200bMusikp\u00e4dagogik, Bd. 113, Augsburg 2012.<\/p>\n\n\n\n<p>Russell, Bernard H.;&nbsp;Wutich, Amber; Ryan W.&nbsp;Gery:&nbsp;Analyzingqualitative&nbsp;data.&nbsp;Systematic&nbsp;\u200bApproachess, Los Angeles 2010.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcdiger, Wolfgang (Hrsg.): Musikvermittlung wozu? Umrisse und Perspektiven eines jungen&nbsp;\u200bArbeitsfeldes, Mainz 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlemmer, Kathrin; James, Mirjam: Klassik, nein Danke? Die Bewertung des Besuchs von&nbsp;\u200bklassischen Konzerten bei Jugendlichen. In:&nbsp;Lehmann-Wermser, Andreas (Hrsg.):&nbsp;\u200bBeitr\u00e4ge empirischer Musikp\u00e4dagogik, Vol. 2,&nbsp;Hannover&nbsp;2011.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schleuning: Peter, Johann Sebastian Bachs Kunst der Fuge, Kassel 1993.<\/p>\n\n\n\n<p>Schloemann, Johann: \u201eBildungsfern\u201c ist grausamer als \u201eungebildet\u201c, M\u00fcnchen 2015.<\/p>\n\n\n\n<p>Schl\u00f6tterer-Traimer, Roswitha:&nbsp;Musik und&nbsp;musikalischer Satz Teil 1 und 2,&nbsp;Regensburg&nbsp;\u200b1991.<\/p>\n\n\n\n<p>Schl\u00fcter, Ann-Helena: Bach zwischen L\u00fcbeck und Paris,&nbsp;Emsdetten\/Rheine&nbsp;2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Schindler, Steffen: \u00d6ffnungsprozesse im Sekundarschulbereich und die Entwicklung von&nbsp;\u200bBildungsgleichheit. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2013.<\/p>\n\n\n\n<p>Schmid, Silke: Dimensionen des Musikerlebens von Kindern. Theoretische und empirische&nbsp;\u200bStudie im Rahmen eines Opernvermittlungsprojekts, Augsburg 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Schmidt, Hans-Christian: Jugend und neue Musik. Auswirkungen von Lernprozessen auf die&nbsp;\u200bBeurteilung Neuer Musik durch Jugendliche, K\u00f6ln 1974.<br>Schneider, Ernst Klaus; Stiller, Barbara; Wimmer, Constanze (Hrsg.): H\u00f6rr\u00e4ume \u00f6ffnen.&nbsp;\u200bSpielr\u00e4ume gestalten. Konzerte f\u00fcr Kinder, Regensburg 2011.<\/p>\n\n\n\n<p>Schneider, Ernst Klaus: Das Visuelle als Erfahrungsfeld im Konzert. In: Stiller, Barbara;&nbsp;\u200bSchulten, Maria Luise;&nbsp;Lothwesen, Kai Stefan (Hrsg.): Methoden empirischer&nbsp;\u200bForschung in&nbsp;\u200bder&nbsp;Musikp\u00e4dagogik, M\u00fcnster 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>Schultze, Walther&nbsp;Siegmund: Johann Sebastian Bach,&nbsp;Laaber 1976.<\/p>\n\n\n\n<p>Schweitzer, Albert: Johann Sebastian Bach,&nbsp;Leipzig 1955.<\/p>\n\n\n\n<p>Seliger, Berthold: Klassik-Kampf. Ernste Musik, Bildung und Kultur f\u00fcr alle, Berlin 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>Spitzer, Manfred: &nbsp;H\u00f6ren, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuronalen Netzwerk,&nbsp;\u200bStuttgart 2007.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Stamm, Margrit: Arbeiterkinder an die Hochschulen!, Fribourg 2016.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Stiller, Barbara: Erlebnisraum Konzert. Prozesse der Musikvermittlung in Konzerten f\u00fcr&nbsp;\u200bKinder, Regensburg 2008.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Stiller, Barbara; Wimmer, Constanze; Schneider, Ernst Klaus (Hrsg.): H\u00f6rr\u00e4ume \u00f6ffnen.&nbsp;\u200bSpielr\u00e4ume gestalten. Konzerte f\u00fcr Kinder, Regensburg 2011.<\/p>\n\n\n\n<p>Stiller, Barbara; Schulten, Maria Luise;&nbsp;Lothwesen, Kai Stefan (Hrsg.): Methoden&nbsp;\u200bempirischer Forschung in der Musikp\u00e4dagogik, M\u00fcnster 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>Stiller, Gerhard: Glaube und Fr\u00f6mmigkeit des Luthertums im Leben und Werk Johann&nbsp;\u200bSebastian Bachs. In: \u00d6kumenische Rundschau, Frankfurt am Main 1986.<\/p>\n\n\n\n<p>Strauss, Anselm und&nbsp;Corbin, Juliet:&nbsp;Grounded&nbsp;Theory, Weinheim 2010.<\/p>\n\n\n\n<p>Suzuki,&nbsp;Shin\u2019ichi; Mills, Elizabeth; Murphy, Therese Cecile; Honda,&nbsp;Masaaki:&nbsp;The&nbsp;Suzuki&nbsp;\u200bConcept, Berkeley, San Francisco 1973.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwarting, Jutta:&nbsp;da capo &#8211; Klingende Geschichten f\u00fcrVorschul- und Grundschulkinder,&nbsp;\u200bBoppard 1976.<\/p>\n\n\n\n<p>Tr\u00f6ndle, Martin: Das Konzert. Neue Auff\u00fchrungskonzepte f\u00fcr eine klassische Form, 2. Aufl.,&nbsp;\u200bBielefeld 2011.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tr\u00f6ndle, Martin: Das Konzert II: Beitr\u00e4ge zum Forschungsfeld der Concert&nbsp;Studies, Bielefeld&nbsp;\u200b2018.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vock, Hanna: Normalverteilung der Intelligent, &nbsp;Bonn 2008.<\/p>\n\n\n\n<p>Weber, Barbara&nbsp;Balba: Entfesselte Klassik. Grenzen \u00f6ffnen&nbsp;mit k\u00fcnstlerischer&nbsp;\u200bMusikvermittlung, Bern 2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Weber-Kr\u00fcger, Anne: Bedeutungszuweisungen in der Musikalischen Fr\u00fcherziehung, M\u00fcnster&nbsp;\u200b2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Wiemer, Wolfgang: Die Kunst der Fuge. Bachs Credo, K\u00f6ln 2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Wiemer, Wolfgang: Die wiederhergestellte Ordnung in Johann&nbsp;Sebastian Bachs Kunst der&nbsp;\u200bFuge,&nbsp;Wiesbaden 1986.<\/p>\n\n\n\n<p>Wimmer, Barbara: Exchange. Die Kunst, Musik zu vermitteln, Salzburg 2010.<\/p>\n\n\n\n<p>Winner, Ellen; Goldstein, Thalia R.;&nbsp;Vincent-Lancrin,&nbsp;St\u00e9phan: Art&nbsp;for&nbsp;Art\u2019s&nbsp;Sake? Boston&nbsp;\u200b2013.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9&nbsp;<\/strong><strong><\/strong><strong>Tabellenverzeichnis&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 1: Wortmeldungen in Bezug auf ungewohnte &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 2: Zwei Sichtweisen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 3: Zusammenfassung&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Tabelle 4: Von&nbsp;Post-Millennials&nbsp;beschriebene&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10&nbsp;<\/strong><strong><\/strong><strong>Abbildungsverzeichnis&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 1: Interview&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 2: Vergleich &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 3: Modell &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 4: \u00dcbersicht aller &#8230;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11&nbsp;<\/strong><strong><\/strong><strong>Anhang&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Interviewdaten der Befragungen&#8230;.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Frageb\u00f6gen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>CD<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde ein Fragenkatalog mit Frageb\u00f6gen entwickelt, in dem auch auf allgemeine H\u00f6rgewohnheiten aus der Kindheit, Erfahrungen mit klassischer Musik in der Kindheit, \u00fcber Bedeutung und Rolle von Musik, von Medien und Radio in diesem Zusammenhang, Geschmack, Familie, Lebensl\u00e4ufe und Entwicklung eingegangen wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Antworten von Jugendlichen sollen in dieser Arbeit pr\u00e4zise wiedergegeben und zitiert werden (kursiv gedruckt), um einen guten \u00dcberblick zu bekommen, vergleichen und konsequent ableiten zu k\u00f6nnen (O-T\u00f6ne der Jugendlichen). Alle Gespr\u00e4che im Wortlaut abzudrucken w\u00fcrde allerdings den Rahmen sprengen, aber ein wichtiger Querschnitt aller Erhebungen soll dargestellt werden. Im Beobachtungsverfahren wird herausgefunden, wie die Beurteilung von Bachs Klaviermusik&nbsp;<em>vor&nbsp;<\/em>und&nbsp;<em>nach&nbsp;<\/em>dem Live-Spiel mit Klavier aussieht und ob es eine Rolle spielt,&nbsp;<em>wer&nbsp;<\/em>Bach von der Vergangenheit in die Gegenwart holt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tatsache ist, dass Vergangenheit und Altes bei Jugendlichen \u201auncool\u2019 sind. Die Gegenwart und ein \u201alebendiger\u2019 Bach von heute sind daher wichtige Punkte: Buchst\u00e4blich Untersuchungsinstrumente sind ein&nbsp;Stage-Piano&nbsp;bei Bedarf, Klavier und Fl\u00fcgel, wenn m\u00f6glich, Stimme, Frageb\u00f6gen, Noten, Interaktionen, Diskursprinzipien, kreativem improvisatorische und spontane Modelle der Musikvermittlung.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Bisherige Ver\u00f6ffentlichungen von Texten zu&nbsp;<\/em><em>(Bachs)&nbsp;<\/em><em>Musik:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bDiplomarbeit \u00fcber&nbsp;Szymanowskis&nbsp;<em>Masken<\/em>, Hochschule f\u00fcr Musik und Tanz K\u00f6ln<\/p>\n\n\n\n<p><br>\u2022\u200bMasterarbeit \u00fcber Schuberts&nbsp;<em>Wandererfantasie,<\/em>&nbsp;Arizona State University, Phoenix<\/p>\n\n\n\n<p><br>\u2022&nbsp;\u200bMagisterarbeit \u00fcber Bachs&nbsp;<em>Goldberg-Variationen<\/em>, Universit\u00e4t W\u00fcrzburg,&nbsp;\u200bVergleichsstudie,&nbsp;Hamburg 2010<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;\u200bLyrikb\u00e4nde&nbsp;<em>Fl\u00fcgelworte Piano Lyrik op. 1 und op. 2<\/em>:&nbsp;Periplaneta&nbsp;Lyrikverlag Berlin&nbsp;\u200b(Musikgedichte) Berlin 2013 und 2015&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;\u200bFl\u00fcgel auf Reisen. Die auf den Tasten tanzt: Brunnen&nbsp;Fontis&nbsp;Verlag (Erlebnisse mit&nbsp;\u200bKonzertpublikum) Basel 2016<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bBachelorarbeit&nbsp;zur&nbsp;Bach-Orgel-CD.&nbsp;Classicophon&nbsp;Verlag&nbsp;Emsdetten\/Rheine&nbsp;2019,<\/p>\n\n\n\n<p>\u200bHochschule f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst&nbsp;HfMDKFrankfurt 2019<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bBooklets&nbsp;zu 9&nbsp;weiteren eigenen CDs (H\u00e4nssler&nbsp;ClassicVerlag Neuhausen,&nbsp;cap-\u200bmusic&nbsp;\u200bVerlag Altensteig,&nbsp;Periplaneta&nbsp;Verlag Berlin)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bDas Demutsprinzip in Bachs Musik und die&nbsp;Wirkung der&nbsp;<em>Kunst der Fuge<\/em>&nbsp;im&nbsp;\u200bErstkontakt&nbsp;mit Jugendlichen:M\u00fcnchen,&nbsp;kopaed-Verlag&nbsp;M\u00e4rz 2019<\/p>\n\n\n\n<p><em>Verzeichnis bisheriger projektbezogener Voruntersuchungen<\/em><em>und wissenschaftlicher Arbeit:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bUmfragen, wie Klaviermusik von Bach von Kindern und Jugendlichen in&nbsp;\u200bMusikschulen bewertet wird&nbsp;\u200b(in der Jazzhausschule K\u00f6ln, Musikschule Klangwerk&nbsp;\u200bKoblenz, Musikschule&nbsp;Scottsdale&nbsp;Performing&nbsp;Art Studio Arizona, USA, Musikschule&nbsp;\u200bSchweinfurt, Musikschule Konservatorium Magdeburg, Musikschule&nbsp;Backline&nbsp;School&nbsp;\u200bW\u00fcrzburg)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bUmfragen zum Thema&nbsp;<em>Bach und Jugendliche<\/em>:&nbsp;<em>Zempleni<\/em><em>Festival&nbsp;<\/em><em>Sarospatak<\/em>, Ungarn&nbsp;<br>\u2022\u200bUmfragen zum Thema&nbsp;<em>Bachs Musik<\/em>&nbsp;in&nbsp;<em>University of&nbsp;<\/em><em>the<\/em><em>Philippines<\/em>&nbsp;Manila<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;\u200bUmfragen zum Thema&nbsp;<em>Bachs Musik<\/em>&nbsp;im&nbsp;<em>Deutscher Tonk\u00fcnstlerverband W\u00fcrzburg<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;\u200bStudien innerhalb von Lehrauftr\u00e4gen: Leitung wissenschaftlicher, musikalischer und&nbsp;\u200bp\u00e4dagogischer Projekte an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg in der Klavierklasse: Zyklen von&nbsp;\u200bHugo Distler, Helmut Lachenmann, Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Frederic&nbsp;\u200bChopin<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bTeilnahme an den&nbsp;AMPF-Konferenzen&nbsp;Dortmund, Hannover, K\u00f6ln, W\u00fcrzburg 2017-19<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bInterviews mit&nbsp;Post-Millennials&nbsp;zwischen 14 und 17 Jahren im Jugendclub&nbsp;<em>B-Hof<\/em>&nbsp;\u200bW\u00fcrzburg seit Sommer 2015, Befragungen in den Musikgymnasien W\u00fcrzburg und&nbsp;\u200bN\u00fcrnberg 2016 und 2017<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022\u200bKinder- und Jugendkonzerte&nbsp;u.a. in der Gesamtschule D\u00f6beln bei Leipzig, in der&nbsp;\u200bKindertagesst\u00e4tte N\u00fcrnberg-Langwasser, in der Gesamtschule Lukas-Schule M\u00fcnchen<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;\u200bModeration&nbsp;Doktorandenforum Universit\u00e4t Leipzig&nbsp;2018<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;\u200bLehrende Leipziger Hochschultage 2016<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b2.4.4&nbsp;Studien zu Stra\u00dfenmusik, Flashmobs, Happenings\u200b\u200b\u200b<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b\u200b3.1.3.6&nbsp;<em>Das \u00f6ffentliche Klavier<\/em>&nbsp;an Hauptbahnh\u00f6fen&nbsp;\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b3.2.1&nbsp;Kombinierte Frageb\u00f6gen&nbsp;(quantitativ und &nbsp;qualitativ)\u200b\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b\u200b3.2.1.1 Fragebogenkonzeption und theoretische Bez\u00fcge\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b\u200b3.2.1.2 Fragebogen I (Test)\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b\u200b3.2.1.3 Live-Bach-Spiel 10 Minuten (Stage-Piano)\u200b\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b\u200b3.2.1.4 Fragebogen II (Re-Test)\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b3.2.2 &nbsp;Teilstrukturiert-leitfadengest\u00fctzteGruppeninterviews I und II\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b3.2.3 &nbsp;Narrative Einzelinterviews nach Live-Spiel&nbsp;\u200b\u200b\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b3.2.4 &nbsp;Ablauf von teilstrukturierten und narrativen Interviews&nbsp;\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b3.2.5 Kontrollgruppe: Bach auf CD ohne K\u00fcnstlerkontakt\u200b\u200b\u200b00<\/p>\n\n\n\n<p>\u200b\u200b3.2.6 Zusammenfassung der m\u00fcndlichen und schriftlichen Befragung\u200b<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<strong>Befragung zu&nbsp;<\/strong><strong>\u201c<\/strong><strong>B<\/strong><strong>ACH BER\u00dcHREN\u201d<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Danksagung An dieser Stelle m\u00f6chte ich meinem Doktorvater Herrn Prof. Dr. Armin Langer f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung danken, f\u00fcr die Anregungen, Hinweise, den spannenden Austausch, die Begleitung und zur Verf\u00fcgung gestellten Zeit. Auch der Universit\u00e4t Mozarteum Salzburg und dem Standort Innsbruck sei f\u00fcr die Unterst\u00fctzung gedankt,&nbsp;besonders Frau Prof. Dr. Heike Henning, zudem Frau Prof. Dr. Silke&#8230; <a class=\"view-article\" href=\"https:\/\/www.ann-helena.de\/fr\/2022\/01\/20\/vorwort-doktorarbeit\/\">Voir l&#8217;article<\/a>","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-38176","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tourblog-orgel-blog-ahs-blog-vlog"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Vorwort Doktorarbeit Einleitung<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Vorwort Doktorarbeit Einleitung Vlog Blog AHS Ann-Helena 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