Blog und Tourblog

Mit täglichen Impulsen ein Kunstwerk über Leben, Musik, Wunder und Erkenntnis. Tourberichte, lebendig, leidenschaftlich, provokativ und zum Nachdenken.

29. Mai 2020

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Wer alle seine Ziele erreicht, hat sie wahrscheinlich zu niedrig gewählt. (H.v.Karajan)

Den ich eigentlich nicht sehr mag.

Empfehlen kann ich Hello Beautiful von Bath and Body Works, duftet himmlisch. Nicht empfehlen kann ich Eucerin. Body Lotion ist zwar ok. Aber ich habe immer tränende Augen bei den Gesichtscremes. Da muss – Apotheke hin oder her – in jeder Creme ein echt scharfer Stoff drin sein. Normalerweise bin ich nicht empfindlich. Sehr empfehlen kann ich Lavendel Bad von Weleda. Danach ist die Haut wie Samt.

Reiten in der Sonne macht Spaß, auch wenn Grace oft grasen möchte. Vor allem, wenn ich einem Hasen hinterher schaue.

Dom Würzburg

28. Mai 2020

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Die Orgel redet fast alle Sprachen. (AHS)

Das Schöne bei Bachs Piece d’Orgue ist, dass man das Stück überall spielen kann, auch sehr schön auf französischen Orgeln. Entweder mit Plein Jeu (bzw. Petit Plein Jeu) oder Grand Jeu, hier keine Mixturen in den Händen, sondern Zungen dazu nimmt. Bei Grand Jeu hebt sich allerdings das Pedal nicht so gut ab, besser im Plein Jeu, das ja auch im Plein Jeu das Pedal im Kontrast Zungen hat. Allerdings kann man im Grand Jeu im Vitement sehr schön ein Kornett oder eine flötige Tierce hinzunehmen.

Ich finde es schön, wie Bach die Quartsextakkorde, die zu seiner Zeit absolute Dissonanzen waren, oder auch die Dominantseptimakkorde, manchmal gar mit None, umspielt, oder auch die Sekunden. Dicht und intensiv. Oder wie er im Gravement die Tetrachorde (4) und die Hexachorde (6) verwendet, die Moleküle des Werkes. Wie immer wieder neu nach einer Kadenz eine Hexachord-Linie irgendwo ansteigt, unten oder oben oder beides. Dass er unerträglich lange nicht abkadenziert. Dass man vor lauter Spannung keine Luft mehr bekommt. Wenn man all diese Linien verfolgt, besonders die Mittelstimmen, also keineswegs akkordisch denkt, dann ist der Gravement-Teil schwer. Denn sobald man auch nur eine Linie vergisst oder eine Note länger hält als geschrieben, klingt es bei dieser Dichte schmutzig. Auf der anderen Seite sollen die Linien gerade sehr dicht sein, die genussvollen Dissonanzen nicht abreißen, besonders dichte Terzen und Sexten. Es ist ein Vorhalts-Stück, ein Choral mit einem Diskant voll Cantilene, während es in der Mitte wie Lava brodelt und man von einem Höhepunkt in den nächsten schwimmt. Wie in einer dicken, tröstenden Masse. Ich liebe die Kadenz mit dem tiefen h, die Orgelpunkte, die Überraschungen, die springenden Oktaven, den flirrenden Schluss, aber vor allem, dass er das Anfangsmotiv vom Grave einfach mittendrin wieder einbaut, in Dur, in Moll.

Erschreckend ist, dass der KlangArt-Orgel-Kalender von benno-Verlag bisher nur Männerzitate zeigt.

26. Mai 2020

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Ich bin froh, einer dieser Menschen zu sein, die problemlos Musik hören können, ohne dabei zu joggen. (Anonym)

In Concert, erster Aufritt nach der Krise in der Krise: Die schöne renovierte, neobarocke Hey-Orgel in St. Kilian Bad Windsheim von 1986 mit vier Manualen und Setzer-Anlage, Druckpunkt, aktives Pedal, ist sehr spannend, da sie noch in dem wunderschönen alten Prospekt von 1735 steht. Die Orgel wirkt riesig, wenn sie hell erleuchtet ist. Die große schöne Kirche St. Kilian hat viele Orgeln erlebt. Nach dem Stadtbrand vor sehr langer Zeit wurde in Bad Windsheim damals eine wunderschöne Wiegleb-Orgel eingebaut (siehe Ansbach), doch leider wieder vernichtet, dafür eine Steinmeyer-Orgel eingebaut, die auch wieder vernichtet… Viel Chaos nach dem jeweiligen Zeitgeschmack. Aber der herrliche Prospekt ist erhalten geblieben: Überall pfeifentragende Engel und zwei große Männerfiguren, die die Pedalpfeifen tragen. Diese muskulösen Männerfiguren und Engel schauen so verzweifelt und ächzend unter ihrer schweren Last, dass man an der Orgel spielend nach einer Weile, da man diesen Figuren und Engeln ins Gesicht guckt, fast etwas depressiv wird. Der Prospekt wirkt sehr schwer. Viele kleine Pfeifen sind verschnörkelt. Oben auf der Orgel thront ein Engel-Orchester.

Bad Windsheim ist viel kälter als Würzburg. Ich habe schon oft Klavierabende in Bad Windsheim gespielt. Nun Orgel. Auch in dieser schwierigen Zeit leuchtete die große St. Kilianskirche, mit ihrem Brunnen davor. Die Gäste (zwischen 80 und 90 Leute) wurden zu ihren Plätzen begleitet von lieben Damen mit Schutzmaske. Mein erstes Schutzmasken-Konzert. Die Presse war auch da in der ersten Reihe und hat Fotos gemacht. Habe CDs verkauft, mit rasch angelegter Schutzmaske, die mir eilig hinterher getragen wurde. Ich liebe es, mich hinterher schnell nach unten zu begeben und mich zu verbeugen. Die Leute finden diese Kombination “Ann-Helena und Orgel” immer erstaunlich, das merke ich. Begeisterte emails hinterher erhalten. Anschließend war alles schon zu, aber wenigstens konnten wir zwischendurch tagsüber ein Eis essen und Kaffee trinken. Das Filmen hat Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war. Die Videos kommen bald. Danke, Bernd! 

Eine Orgel ist ein lebendiges Wesen wie ein Tier, sagen wir, ein Pferd (da ich gern reite und auch die Orgel einen trägt). Vor allem, wenn die Orgel schon oft umgebaut wurde, muss man sensibel mit ihr umgehen. Da sie erweitert wurde (die Leute mögen immer gern laute, große Orgeln, neue Setzer-Anlage, neues Extra-Manual und mehr Pfeifen…), stehen die Pfeifen hier eng gedrängt im alten schönen Prospekt. Ich aber glaube, für die Persönlichkeit einer Orgel kommt es auf keinen Fall auf Größe und Lautstärke an. Viele Männer reden immer von Riesenorgeln, von Erweiterungen, von größeren Motoren, von Universalorgeln. Aber das ruiniert manchmal anstatt zu verbessern. Denn dadurch werden Farben und Klänge auch zerstört. Die Orgel muss atmen und ihre Individualität behalten. Mir kommt es auf das Persönliche an, auf die zarten Farben. Man muss eben nicht alles auf einer Orgel spielen können. Im Gegenteil, sonst spielt man zwar alles, aber mehr schlecht als recht, weil nichts wirklich perfekt passt. Man könnte nie mit einem Pferd oder mit einem Menschen oder mit einem Auto alles können! Ein Rennwagen ist keine Kutsche und ein SUV kein Flitzer. Gerade die Entscheidungen machen eine Orgel aus, gerade der Verzicht! Aber das verstehen viele unmusikalische Menschen nicht. Dann haben sie aber auch Musik und schon gar nicht Bachs Musik verstanden, die von Verzicht und Entscheidungen lebt. Auch eine Orgel braucht einen festen Rahmen, zu manchem ein Ja und zu manchem ein Nein.

Wenn man also an einer neuen Orgel ist, muss man sehr kreativ mit den Farben umgehen und im Gehör haben, was man hören möchte. Denn man kann oft nicht die typischen oder die eigentlich “richtigen” Kombinationen nehmen, sondern muss neue suchen, die dem Gehör nahe kommen, auch ungewöhnliche, “unrichtige”. Dabei hilft, zu koppeln, vor allem das Pedal zu koppeln, wenn man dort eine leise Zunge braucht, die es sonst nicht gibt, oder zum Beispiel mit den Händen mal im Vierfuß eine Oktave tiefer zu spielen. Natürlich muss man sich auch zudem motorisch an jede neue Orgel gewöhnen.

Wenn ich meine eigenen Stücke spiele, hilft mir das sehr, mich mit der jeweiligen Orgel anzufreunden, weil ich mich dann komplett individuell auf die Orgel einstelle. Das freut die Orgel, ich merke das. Ich werfe dann ihre Farben in die Luft und lasse sie strahlen. Ich wähle ganz instinktiv wie eine Malerin Farben aus, die zuvor noch nie oder selten kombiniert wurden. None mit Krummhorn, Plein Jeu mit 32-Fuß, Nasard mit Zimbelstern – ich komme dabei richtig in einen kreativen Flow, in Ekstase. Ich entspanne dabei. Die Orgel biegt sich mir freundlich entgegen, wie ein Pferd, dass endlich durchlässig den Rücken frei gibt. Die Orgel entspannt. Schnaubt ab. Und die Leute staunen. Natürlich ist es auch manchen Leuten zu experimentell oder zu verrückt. Das verstehe ich. Wobei mir es nicht experimentell genug sein kann. Daher habe ich auch immer ein eigenes Stück dabei, das etwas “normaler” ist. Damit belohne ich alle. 

Ich sende die Videos, sobald sie fertig sind. 

Meine Instrumente genießen hier zuhause Luftfeuchtigkeit 50-55 %. An den Nebel habe ich mich ebenfalls gewöhnt und niese nicht mehr. 

24. Mai 2020

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Die Füße an der Orgel sind viergeteilt: Zweimal Spitze, zweimal Ferse. So habe ich zehn Finger und vier Füße. (AHS)

Wenn ich die Seiten der Füße mit einrechne, sind sie eigentlich sogar achtgeteilt. Acht Füße und zehn Finger. 

Ich freue mich heute auf den ersten Auftritt nach der Krise in St. Kilian in Bad Windsheim. Es wird gefilmt. Die Adresse ist für heute Abend 19:30 ist  

Evang.-Luth. Pfarramt Bad Windsheim
Dr. Martin-Luther-Platz 3
91438 Bad Windsheim

Und ich freue mich auf die nächsten weiteren Video-Aufnahmen für die Stadt Würzburg bald, zunächst an der Schindler-Hoffmann-Orgel St. Laurentius mit einem wundervoll riesigen Notenpult – perfekt für mich und meine Noten. Diese Firma hat sogar eine LWK-Orgel, was ich witzig finde, für Konzerte im Freien. 

Der Beethoven-Klavier-Abend in Mönchengladbach findet wohl am 9. Juli statt. Freue mich. 

Die zweite Symphonie von Sibelius gefällt mir besonders gut. 

Wo immer noch eine starke Männerlobby herrscht, ist die “Komponistenwelt”. Ich erinnere mich, dass ich zu Frauenverlagen verwiesen wurde, als wären alle anderen Verlage Männerverlage. Es gab sogar einen in dieser Männerlobby, der behauptete, meine Werke würde die normale Range der Orgel sprengen, daher ließe es sich nicht verkaufen – was eine Lüge war, denn ich hatte die Werke nachweislich auf ganz normalen Orgeln gespielt. Unfassbar, was sich Männer alles an Unwahrheiten ausdenken, um Frauen abzuwiegeln. Diese Männer rechnen nicht mit  Widerstand. Und es gibt auch Männer, die fühlen sich in ihrer Ehre gekränkt, wenn eine Frau besser und kreativer ist als sie selbst. Es könnte mir egal sein, wenn nicht ausgerechnet solche manchmal an “Schaltstellen” sitzen. 

Anbei der Link für heute Abend:

Event Bad Windsheim

Schindler-Orgel Heidingsfeld

23. Mai 2020

Schlagwörter: ,

1 Kommentar
Kommentar verfassen

Alle Kunstbereiche, als mikrokosmische Abbilder göttlicher Ordnung, unterliegen der gleichen großen Aufgabe und Sinndeutung: Verwirklichung einer göttlichen Ordnung zu sein – wie Gott in den Menschen gelegt, vom Menschen für den Menschen geschaffen, um wieder innerlich eins zu werden mit der natürlichen und geistigen Umwelt, mit Gott selbst! Das ist der Sinn aller Künste! Das ist die Aufgabe jedes Künstlers! Das ist Anliegen jedes tiefer denkenden und künstlerisch interessierten Menschen. (Helmut Degen)

Ich liebe die Orgelsonate von Reubke. Es ist Musik, an die ich mich erst gewöhnen musste, aber jetzt finde ich sie umwerfend gut. 

Und ich mag sehr Sibelius – besonders Night Ride und Valse Triste.

Manchmal höre ich auch gern Frank Zappa. Vielleicht probiere ich es wirklich mal aus und spiele was von Pop und Jazz auf der Orgel. 

Und vor kurzem jährte sich auch wieder der Geburtstag von Froberger.  

Es war schön, wieder draußen Spargel essen zu können oder schöne leckere, gesunde Sachen – nur wenn Jakobsmuscheln “rohvegan” angeboten werden, dann wundere ich mich doch – und Soja-Lasagne, also, ich weiß nicht … aber ab und zu vegetarische Wochen finde ich gut mit Salat. 

22. Mai 2020

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Music is not a thing at all but an activity, something that people do. The apparent thing “music” is a figment, an abstraction of the action, whose realtiy vanishes as soon as we examine it at all closely.(Christopher Small)

Ja stimmt, Musik verschwindet geradezu, wenn man sie zu eng analysieren und in Schubladen pressen will.

Frei übersetzt bedeutet dieses Zitat von dem Neuseeländer Christopher Small, der von „Musicking“ sprach, dass Musik in keinster Weise eine Sache ist oder ein Ding, sondern eine Aktivität, etwas, dass Menschen tun. Das angebliche Ding „Musik“ ist eine Abstraktion der Aktion, deren Realität verschwindet, wenn wir sie allzu genau analysieren oder in Schubladen pressen wollen.

Musik ist etwas so Zartes, ein Wunder, etwas, das wirklich verpufft, wenn sie zu aufdringlich examiniert wird.

Ich fand es sehr schön, die Orgel von St. Laurentius kennenzulernen in Würzburg. Es ist interessant zu sehen, was mit Erweiterungen aus einer kleineren Orgel (27 Register) gemacht werden kann, durch Sub- und Superkoppeln, mit der Möglichkeit des Durchkoppelns bis ins Pedal, Tastenfessel, Walze etc. Das ist natürlich teuer, um die 70.000 € kosten solche Erweiterungen schon, zudem muss meist ein größerer Motor eingebaut werden. Würzburg hat so schöne kleine Randorte mitten in den Weinbergen: Weindörfer mitten im Grün. Und es ist schön, dass Menschen wieder draußen sitzen.

21. Mai 2020

Schlagwörter:

2 Kommentare
Kommentar verfassen

Wenn du nicht Kultur bewusst baust, wirst du früher oder später überrascht sein von der Kultur, die du hast. (Anonym) 

Nämlich keine. Kunst ist auch systemrelevant. 

Es stimmt, manche Künstler sind Musik, sie machen nicht nur Musik. Diese inspirieren mich. Sehr interessant finde ich Harnoncourt, Gergijev, Simon Preston.  

Ich merke, dass ich aufgrund meiner großen Persönlichkeit manchmal mit Leuten aneinander gerate. Diese sind meist überrascht, dass jemand “Süßes” so eine Persönlichkeit hat, also zielgerichtet, mutig, wissbegierig etc. ist, aufs Ganze geht. Damit rechnen viele Männer nicht bzw. kommen mit dieser Mischung nicht klar. Wie kann jemand, der trotz Millionen von Reisen noch immer Orte verwechselt und geographisch und auch generell oft etwas chaotisch ist, eine “große Persönlichkeit” haben? Aber das geht. Für viele Männer sind Frauen schöne Blumen, eine nette Augenweide zur Ablenkung vom Stress des Alltags, eine Art Deko für das Egostreicheln. Sie erwarten, dass Frauen dementsprechend sind und sich kleiden. Von beruflichen, ernstzunehmenden, echten Seilschaften völlig entfernt. Im Ausland ist es besser, einfacher, relaxter, speziell in den USA und Skandinavien. 

Ich habe erlebt, dass Lehrende mich gerade wegen meines Potentials nicht fördern wollten. Das Fiese daran ist, dass ich als Frau mit Männern nicht dieselbe Seilschaften haben kann wie Männer untereinander. Männer verschaffen sich durch ihre Seilschaften massive und entscheidende Vorteile. Wenn ich versuche, Seilschaften mit Männern zu haben, werden Ehefrauen eifersüchtig, Männer verstehen es falsch, und Kolleginnen oder Kollegen gucken neidisch und skeptisch. Das Schlimmste aber ist, dass Männer nicht darüber hinweg kommen, dass ich eine Frau bin. Es wäre vielleicht leichter, wenn ich größer oder weniger emotional wäre. Ich müsste also für Seilschaften mit Männern ein anderer Mensch werden, am besten ein Mann. Manche Männer haben nur wegen der Seilschaft zu einem anderen Mann Vorteile, eine Stelle oder ein Angebot bekommen. Da kann Kumpelschaft ohne Flirten einfach vonstatten gehen, und keine Ehefrau wird eifersüchtig. Wie sollte ich eine beruflich intensive Seilschaft mit einem Mann haben? 

Mit Frauen kann ich keine Seilschaften haben, ich habe es verzweifelt versucht. Frauen sind leider überhaupt nicht willig, mit anderen Frauen Seilschaften zu haben. Das sieht zwar anfangs so aus. Aber es ist nicht echt. Frauen sind Einzelkämpferinnen. Das ist traurig. Oder wollen “beste Freundinnen” sein. Die Männer, die Seilschaften haben, sind oft keine engen, privaten Freunde. Das ist auch nicht immer Sinn der Seilschaft. Aber unter Frauen ist so etwas schwer. So habe ich einen doppelten Nachteil als Frau. Das wissen meine Feinde auch. Dennoch und gerade deswegen weiß ich, dass Gott auf meiner Seite ist, auch wenn der Weg steinig ist. Und Gott ist die größte und treueste Seilschaft, die ein Mensch haben kann.

Eigentlich sind nur wirklich gesunde, reife (nicht unbedingt vom Alter her) und kluge Männer in der Lage, mit mir (und anderen Frauen dieser Art von Persönlichkeit) Treue, Seilschaft, Freundschaft, oder besser, berufliche künstlerische Synergien einzugehen, die für beide Win-Win sind. Männer, die es nicht nötig haben, mich zu hindern. 

20. Mai 2020

Schlagwörter:

Kommentar verfassen

Gott ist jede Jahreszeit. Er ist Sommer, Herbst, Winter, Frühling. Jeder Abendhimmel eine Einladung. Jeder Tropfen Sonne ein Wunder. Wenn Veränderung beginnt, bist du da. Und auch wenn alles einschläft, sogar, wenn alles bricht, auch im Tod tritt dein Leben ein. (AHS)

2021 werden neue Kompositionen von mir veröffentlicht.

Ach, ich liebe Ad nos. Liszt schafft eine wunderschöne Synthese zwischen Klavier und Orgel und bringt sogar die Oper in die Orgel. Mit Ad nos hat er damals einen völlig neuen Stil geschaffen. Es ist ihm genial mit kleinen Mitteln (Echo, ausgeschriebene Crescendo…) gelungen, ein Orchester abzubilden. Es braucht für Liszt gar nicht so einen “wahnsinnigen” Aufwand. Damals hatte er selbst kaum eine Orgel mit Schweller oder 3 Manualen. Manche Organisten machen viel “Theater”, weil sie keine Technik und wenig Musikalität haben. Haben sie nicht eine riesige Orgel mit der Möglichkeit, jeden Takt zu registrieren, ist bei ihnen die Orgemusik langweilig. Es ist aber kein Manualwechselregistriertanz für Tritte und Knöpfe, sondern dynamische Musik.

Es ist lustig, wenn ich gefragt werde, warum ich auf einem Kissen sitze. Liegt es nicht auf der Hand: Weil es kalt ist? Scheinbar gibt es gar das ungeschriebene Gesetz, dass man nicht auf einem Kissen an der Orgel sitzen darf. All diese (ungeschriebenen) Gesetze werden aufgelöst ins Nichts. Die Orgel schmilzt unter meinen Händen zu Wachs.