Tourblog

12. Oktober 2019

Kommentar verfassen

Schlagader Kunst: MfKG und Hamburg-Museum, Deichtorhallen, Haus der Photographie und Kunstverein

Es war sehr interessant und spannend in der Instrumentenabteilung und Orgelabteilung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, auch die Instrumente im Hamburg Museum (Museum für Hamburgische Geschichte) mit dem schönen Kunstwerk von J. Voorhout: Reincken und Buxtehude:

Kabinett-Orgeln, Schrank-Orgeln, mittelalterliche Orgeln (Taubeneimensur, Winold von Putten), römische Orgeln, byzantinische Doppel-Orgeln (Weichlöten mit Löteisen) Nachbau Schuke, Positive, eine italienische Prozessionsorgel, eine toskanische Renaissance-Orgel, Organetto, der alte Spieltisch der Arp-Schnitger-Orgel mit den Köpfen als Registerzüge, alte schöne Steinway-Flügel, beschmückte und verschnörkelte Flügeln von Steinweg, Breitkopf und Härtel, ein Lyraflügel, ein Mandolinenklavier.

An der Flentrop-Orgel in der Hauptkirche Katharinen, deren Prospekt J.S. Bach ebenfalls gesehen hat, spiele ich sehr gern. Die schwarzen runden Registerenden sind ästhetisch. Ich liebe die Klänge der vielen 16-Füße, des 32-Fußes.

Auch das Miniatur Wunderland (World’s largest model railway) gefiel mir, besonders Kiruna (Schweden), der Hamburg Flughafen, der Vulkan, Wolkenausbruch über der Schweiz, Hamburg und die Elphi in Miniatur.

Natürlich auch Kunst: Die Deichtorhallen mit den jungen Werken von Richter, dem Haus der Photographie, dem Kunstverein Hamburg mit der erstaunlichen Ausstellung von Peaches (Künstlerin und Sängerin).

8. Oktober 2019

Kommentar verfassen

Daniel Roth – französische symphonische Orgelmusik

Der Orgelmeisterkurs in Frankfurt mit Daniel Roth war sehr spannend, an “meiner” Prüfungsorgel. Mir gefällt sein Akzent, es klingt beinahe fränkisch. Sein Konzert am Abend in Höchst war auch interessant.

Er ist ja an sich ernst beim Unterrichten, aber dabei auch sehr lustig. Es wirkt so, als würde er dauernd aus allen Wolken fallen. Mir gefiel sehr, dass er viel vorgespielt hat. Auf mich überträgt sich dann immer automatisch etwas, die Energie. Insgesamt war es leider sehr kalt in der Kirche, was es schwer machte, konzentriert zu bleiben. Das mit der Kälte ist für mich immer noch schwer zu akzeptieren.

Kälte und Musik sind einfach Widersprüche. Wie kuschelig sind dagegen die Klaviermeisterkurse.

Was mir noch aufgefallen ist, dass 80 Prozent aller Orgelteilnehmenden, abgesehen davon, dass es Männer sind, auch homosexuell zu sein scheinen. Ich komme mir oft vor wie in einer Ballettschule, wobei viele dieser Orgel-Männer sogar auch Ballettschläppchen als Orgelschuhe tragen. Die meisten sind groß, dürr, bestehen nur aus Muskeln, haben riesige Hände und Füße, keinen Hintern und ellenlange Beine und haben einen Neidstock verschluckt. Wenn ich mich auf die Orgelbank setze, geben meine Oberschenkel weich nach. Dadurch werden meine Beine noch kürzer (obwohl ich sehr schöne Beine habe, aber ich bin eben klein). Aber wenn diese Männer sich setzen, geben deren Oberschenkel nicht nach, sie sitzen wie auf Muskeln, was deren Beine noch länger macht. Seufz. Ich muss mich nach solchen Begegnungen immer irgendwie erholen. Früher war das nicht so in der Orgelwelt. Früher, in der guten alten Schule, da waren die Männer Gentlemen und mochten Frauen. Heute habe ich das Gefühl, ich habe mit lauter X und XX zu tun.

7. Oktober 2019

Kommentar verfassen

Konzert Schuke-Orgel Wolfenbüttel bei Braunschweig

Schöne Presse und schöne Schuke-Orgel. Rainer Sliepen von der Presse und andere lobten besonders meine Registrierung bei meinen eigenen Werken und sagten, sie hätten die Orgel noch nie so gehört: “Was ich da alles rausgeholt hätte aus dem alten Ding”. Und bei Bach wäre ich eine große Virtuosin. Dass ausgerechnet mein g-Moll 542 immer so gut ankommt – was doch mal mein ‘Problemstück’ war :). So ist das im Leben.

Ich bekam auch eine Privatführung in den Kirchen.

Ich frage mich dennoch, wie ich mit meiner Höhenangst OSV sein kann. Ich durfte in die Orgel hinein, aber ich schaffte trotz mehrfacher Ermutigung und Händen, die sich mir entgegenstreckten und Männern, die hinter mir standen, schon die erste Leiter nur bis zur Hälfte, und beim Anblick der zweiten Leiter standen mir die Haare zur Berge. Was sind das auch für schiefe, lebensgefährliche Leitern!

Die Erdanziehungskraft zerrt an mir, sobald ich nur eine Sprosse betrete. Aber die anderen und Besucher sind da ohne Probleme bis ganz nach oben geklettert. Das ist natürlich etwas traurig. 

5. Oktober 2019

Kommentar verfassen

Konzertraum – die Kraft des Nonverbalen

Das Konzert in Wolfenbüttel war sehr schön. Ach, ich war schon immer ein Schuke-Fan. Und diese Schuke-Orgel ist einfach ein Traum mit ihren vier Manualen. Eine Prachtorgel und eine Prachtkirche mit Engel und einem sehr schönen Prospekt.

Es ist eine Fritzsche- und Praetorius- und Schuke-Orgel von 1624 ursprünglich. Man darf nie die vergessen, die zuvor auch beteiligt waren. Der liebe Küster hat mir immer Kaffee gekocht, während ich auch nachts in der dunklen Kirche übte, da ich den Klang so mag. Ich war in der Zeitung angekündigt, und die Presse war auch da. Alle waren begeistert.

 

3. Oktober 2019

Kommentar verfassen

Feiertag – endlich!

Kunst ist, in den großen Reigen der Wiederherstellung einzutreten. Bewusst. (Ann-Helena Schlüter)

Für mich ist es mit Dissertation, Beethoven-Üben und Orgel genauso viel Arbeit wie an den anderen Tagen. Ich freue mich auf den Orgelkurs mit Daniel Roth und auf die Konzerte am WE, besonders auf die Schuke-Orgel in der Praetoriuskirche Wolfenbüttel.

Musikvermittlung soll aus Begeisterung heraus geschehen, aus Freude an der schöpferischen Leistung. Was sich nicht so leicht vermitteln lässt, ist eine Herausforderung.

23. September 2019

Kommentar verfassen

Kunstwelt

Freiheit und Weitergehn ist in der Kunstwelt wie in der ganz großen Schöpfung der Zweck. (Ludwig van Beethoven)

Ich freue mich, dass der neue Pressebericht über mich eine Ermutigung für Frauen an der Orgel sind, wie ich als Feedback erhalten habe. Und auch, dass meine Orgel-CD hier zu finden ist unter German Organists:

Organroxx:

https://www.organroxx.com/en_US/

Außerdem finde ich es sehr schön, in die Welt der Organbuilders ISO und der OSV (Orgelsachverständigen) hinein zu tauchen und dass hier mehr Verbindung und Einheit geschieht und mehr Frauen zu finden sind.

Heute habe ich eine leckere Kürbis-Suppe aus lauter frischem Garten-Gemüse gekocht: Kürbis, Zwiebeln, Kartoffeln, Basilikum und Walnüsse, dazu italienische Kräuter – ich gebe zu, es war noch etwas Schinken und Sahne dabei. Die kleinen gelben Tomaten esse ich so dazu, rupfe sie ungeduldig ab, auch wenn sie noch halb grün-gelb sind. Sie schmecken trotzdem immer phantastisch. Dazu Frauentee 🙂