Blog und Tourblog

Eindrücke on the roads: Tägliche Impulse, Sehnsucht, Weisheiten, Zitate, Artikel über meine Konzerte, Reisen, Kunst, Musik, Wunder, Flügel, Orgel, Leben, Frauen, Erkenntnisse: lebendig, leidenschaftlich, provokativ, zum Nachdenken. Gesamtkunstwerk. Fresh. Frisch um Mitternacht neu. Soli Deo Gloria! Unterwegs. Sein. Der Mitternachtsblog.

22. Januar 2021

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Es kostet Kraft, ein Gesamtkunstwerk zu sein. Schreibe ich an meinem Roman, so verändere ich mich; so wie ich mich verändere, so verändert sich meine Kunst.” (AHS, 22. Januar 2010)

So ist es heute immer noch. Ich liebe es, eigenschöpferisch zu sein.

Es war heute recht windig-sonnig-kalt in Hamburg. Ich übte heute sieben Stunden in St. Katharinen (ich nenne es immer Katharine) ab acht Uhr, Menschen hörten unten zu, freuten sich und klatschen. Ich hatte Unterricht, habe diesen vor- und nachbereitet, mich eingespielt, schrieb alles auf, nahm auf. Sonne kam heraus. Auf dem Weg zurück habe ich mich verfahren. Später holte ich mir bei einem Italiener Spaghetti Bolognese, und es war fast wie eine Art Zurückholen von Normalität (Spielen und Spaghetti essen hinterher), obwohl ich es auf einer sonnigen Brücke im Stehen aß (und die Leute mich freundlich anlächelten).

Später habe ich mit Katelyn Emerson aus den USA gesprochen, eine phantastische Organistin. Es war ein sehr ermutigendes, fröhliches Gespräch. Wir sprachen u.a. über Frauen an der Orgel und unser gegenseitiges Erleben in der Orgelwelt.

Wir überlegten, dass die Orgelwelt eine andere Kultur sei als die Welt der Pianisten oder anderer Instrumente. Meine extrovertierte Art voller Ziele wäre zudem noch mal eine ganz eigene Kultur. Jeder Mensch ist eine eigene extra Kultur. Das ist gut, darüber nachzudenken.

In der Pianistenwelt denkt jeder von sich: I am the best. Und das ist ok. Muss so sein. Doch wehe, man überträgt dieses Mindset in die Orgelwelt. Dann ist man arrogant. Kulturschock.

Hater sollte man generell ignorieren, meinte sie.

Ausländer haben es oft leichter, da sie als faszinierend gelten für Deutsche. (Die Deutschen mögen Deutsche oft nicht. Egal, wo.) Umgekehrt auch, als ich in den USA war, war ich die faszinierende Europäerin. Außerdem gehen Ausländer oft wieder zurück. Warum sie also als Konkurrenz wahrnehmen?

Und überhaupt, wie geht man mit weiblicher Konkurrenz um? Viele Männer können ohnehin schon mit Frauen nicht normal umgehen, geschweige denn, wenn sie Konkurrenz sind oder sein könnten. Das ist noch eine Stufe schwieriger / höher.

Der Punkt, dass, sobald man über Frauenfeindlichkeit spricht, viele Männer panisch dicht machen und nicht mehr zuhören, fand ich einen wichtigen Punkt. Man muss diplomatisch um die Sache herum reden. Denn wenn sich Männer unwohl fühlen, ist es schwer, sie für Verständnis zu gewinnen.

Ich spazierte dabei durch die Innenstadt. Katelyn ist mit einem australischen Orgelbauer verheiratet. Sie meinte, ich solle unbedingt ein Buch über meine Erlebnisse in der Kirchenmusik schreiben. Sie findet das spannend. Ich nenne das Buch Kulturschock Kirchenmusik. 

Spannend war in Katharine, den extra stehenden Cornet-Baß 2 im Pedal zusätzlich im Scheidemann-Choral zu ziehen. Wow! Das ist etwas Besonderes. Es wird dadurch ein vierstimmiges Werk, als käme zum Bass noch ein imitierender und vorimitierender Sopran in Otavparallelen hinzu. Man muss jedoch zweimal oktavieren und den Cornet-Baß 2 am Ende herausnehmen. Ich liebe die melodiösen Durchgangsviertel, das Dichte. Die Zinke war kältemäßig verstimmt, eine Coronazinke. Ich finde Registrierung so interessant. Ich könnte da stundenlang tüfteln. Ganz am Anfang hatte ich Angst vor Registrierung. So vor drei Jahren. Am schönsten ist, wenn man dann wirklich eine hat, die dann final ist und die man durchgehend und immer gut findet.

Wenn man koppelt, muss man das jeweilige Keyboard nach hinten ziehen.

Wichtig ist im Pedal, dass es trotz Artikulation dicht und flächig und singend bleibt. Da ich meine Orgelschuhe vergaß, habe ich mit Socken gespielt.

21. Januar 2021

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Das Wesen der Dinge hat die Angewohnheit, sich zu verbergen. (Heraklit)

Ich wohne in einer der schönsten Gegenden Hamburgs, im Stadtteil Rotherbaum, in der Rothenbaumchaussee. Es ist eine richtige Chaussee, voller Villen und weißen Herrenhäusern. Parks. Und Hotels. Und Museen. Und Stiftungen. Und Restaurants. Alles ist zu und friedlich. Es wirkt wie ein jüdisches Viertel, früher mal. Ich kann das spüren. Edel. Vornehm. Reich. Gebildet. Mein Zimmer ist schön, mit geschwungener Decke, Kronleuchtern, wie alle Wohnungen hier. Die Hochschule, Harvestehude Kirche und Dammtor ICE, alles nah. Beste Wohngegend. Und die Hamburger laufen gern mit ihren vornehmen Hunden.

Heute habe ich an der Klaus Becker-Orgel geübt. Und an der kleinen Jann. Ich gehe jetzt schlafen, mit dem Katharineschlüssel mit mir. Es ist, als würde man eine der schönsten Orgeln der Welt unter das Kopfkissen mitnehmen oder in der Jackentasche haben.

Wundervoll! What a city. What an organ!

AMANDA GORMAN!

Ps: Ich habe übrigens einen sehr netten Steuerberater. Wenn jemand einen braucht, meinen kann ich nur empfehlen.

20. Januar 2021

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What would Jesus write? (from WWJD)

Morgen fahre ich über/mit Zwischenstopp in Hannover.

Für Übernachtungen in Hotels braucht man nun Bescheinigungen.

Alle Leute reden vom Lockdown. Ich aber komme zeitlich mal nicht dazu, darüber zu reden. Ich atme dran vorbei, gehe sehr spät ins Bett und schaffe dennoch bei weitem nicht alles. Ich würde alles nicht mal dann schaffen, wenn ich nicht schlafen müsste.

Manchmal dauern die Dinge einfach, es kann nicht alles schnell geschehen, schnell und perfekt.

Dazu kommen ja noch die ganz normalen Alltagsdinge, die selbst Künstlerinnen erledigen müssen. Aber selbst wenn ich die nicht hätte, würde ich nicht alles so schaffen, wie ich es gerne möchte. Die normalen Alltagsdinge grounden einen aber auch irgendwie.

Mendelssohn IV 4 in Katharine würde ich mit 32-Fuß im Pedal, dazu auch mit Schallmey 4 spielen, nicht zu vergessen Trompete, Mixtur, Scharff in den Händen, während 1 mit Sesqui und Rauschpfeife.

Gut Tast! 

Es hat ein wenig geschneit, das ist schön. Auch die Losungen heute: schön.

Heute fand ich die Tasse namens: I hate being sexy but I’m an organist so I can’t help it.

Leider sagte man mir, dies sei eine Männertasse. Seltsam. Verstehe ich nicht.

Ich nahm lieber die andere Tasse: Wo ein Kaffee ist, ist auch ein Weg. 

Genau!

Die Masken I’m the psycHOTic organist everyone warned you about und Do not disturb the organist. He is disturbed enough already seien angeblich ebenfalls nur für Männer. Es gäbe noch keine Tassen und Masken für Organistinnen.  

Na dann!

19. Januar 2021

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Joh: Seb: Bach. Joh: Sebast: Bach. Director  Musices. Dein tiefster Diener Bach. (JSB)

Ich freue mich über die vielen Leserzuschriften zu meinem Artikel in der Mainpost.

Wiesbaden wurde auf August verlegt, die Konzerte im wunderschönen Österreich werden auch verlegt.

Insgesamt habe ich nun über 1000 Blogeinträge gepostet –  ja, nur die Spitze des Eisberges.

Es gibt eine öffentliche Hobby-Jazzmusik-Szene, und diese Leute sind sehr aufrichtig, erwachsen und anständig, vor allem Profis gegenüber, die von ihrer Kunst leben.

Viele Kirchenmusiker dagegen sind in meinen Augen wie öffentliche Hobbyorganisten, wie man in den Foren und Gruppen lesen kann. Das Niveau ist wie im Pausenhof in der Schule. Irgendwie wurde das Schulhof-Niveau nie verlassen; viele Kirchenmusiker verstecken sich hinter Hobbyorganisten und stänkern heimlich mit und freuen sich still, wenn jemand anderes zerfetzt wird. Der Grund, warum hauptamtliche Kirchenmusiker stänkernde Nebenamtliche oder Hobbykichenmusiker decken ist, weil sie meinen, dann am besten davor gefeit zu sein, selbst an die Reihe zu kommen und zerrissen zu werden. Mitstänkernde Mitbrüder greift man erst mal nicht an.

Ich finde es ernst zu nehmen, dass auch hauptamtliche Kirchenmusiker über Konzertorganist*innen zusammen mit einem Pulk von Hobbyorganisten lästern und mobben. Das sieht man auch auf facebook. Und auch hintenrum in einem „geschlossenen“ Forum.

Dass sie diese Dreckschleuder-Debatten ohne Kommunikationskultur nicht stoppen oder verlassen.
Hauptamtliche sollten Vorbildfunktion haben. Stattdessen treten sie gern, mit rufschädigender Absicht, mit dem Ziel der Abwertung. Aber das Internet ist keine irreale Parallelwelt. Keine Spielwiese.

Die Diskriminierung von Frauen an der Orgel ist in Deutschland sehr stark. Und wenn eine Frau dabei ist, wird gelästert. Weil sie anders ist. Es ist leicht für KiMus zu stänkern, wenn man selbst nur ein Video präsentiert, dass 12 Jahre alt ist.

Doch bei KiMus und Hobby-KiMus beliebt zu sein und Fans zu haben – das schließt sich oft aus. Da muss man sich entscheiden. Es gibt keine Organistin in Deutschland, die 12.000 Fans und so viele Likes hat wie ich. Das gibt Grund genug für Hass. Wenn man nur Kollegen gefallen will und nicht dem Publikum – da wird man oft nicht weit kommen. Mir ist das Publikum viel wichtiger.

Man sollte über dem Neid schweben wie die Queen, lächelnd, oder wie Anne-Sophie Mutter, die mit ihrem Hund lächelnd spazierengeht. Oder wie eine teflonbeschichtete Pfanne, die nichts mitbekommt. 

Jedenfalls habe ich hier erneut einen Rekord gebrochen: Es wurde noch nie über einen Menschen so viel geschrieben in diesem Läster-Forum wie über mich. Es hat jemand mitgezählt, wieviele Posts und bildschirmfüllende Threads geschrieben wurden. Diese Leute sind Ann-Helena-Fans geworden, wollen es nur nicht zugeben. Sie verbringen ihre Freizeit mit mir.

Aufgrund dieser Läster-Community der Kirche haben viele Profis und Professoren Angst: Es herrscht eine Angst-Kultur in der Orgel-Szene. Ich bin gerne bereit, diese Angst-Kultur zu durchbrechen. Man muss keine Angst vor diesen Mobber-KiMus und Hilfsorganisten haben. Im Gegenteil. Diese Dinge müssen ans Licht. Die Namen. Die Leute. Deren Motive.

Einer der Stänkerer ist ein Markus Wilke. Er arbeitet bei Siemens in Erlangen. Ich bin aktuell 2020 und 2021 eine von der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung geförderte Künstlerin. Und da sitzt bei Siemens ein Angestellter, der gar kein Musiker ist und den ich nie gesehen habe, und lästert hintenrum in Foren. Dabei hat er nichts von dem erreicht, was ich mache. Ein äußerst mutiger Forums-Astronaut.

Ein weiterer: Karl-Bernhardin Kropf. Ob dieser wirklich eine Professur in Graz hatte? Was für eine soll das gewesen sein? Ein Lehrauftrag? Eine Honorarstelle? In Graz findet man da nichts. Als Beleg ein Zeitungsartikel. Und wer verlässt eine Professur, um nach Rostock zu gehen? Zu einer problematischen Orgel?

Aber genau solche Menschen lästern über meine Vita. Eine außergewöhnliche Vita, die wahrscheinlich noch nie jemals bei anderen so da gewesen ist.

Lukas Hassler hat von einem Mobber sogar schon Morddrohungen erhalten, wegen Fotos mit ihm auf einer Orgel. “Er hätte die Orgel erniedrigt”.

Religiös ohne Gott ist leider – gottlos. Was will man da erwarten.

So ein Forum ist an sich eine schöne Idee. Aber der Zweck sollte ein anderer sein.
Auch eine Gruppe ist eine schöne Idee. Aber beide verkamen hier zum Männerstammtisch, an dem frauenfeindliche Kommentare gemacht werden.
Meine eigene facebook-Gruppe hat mehr Mitglieder als die Kirchenmusikgruppe. Ich habe da nur gepostet, damit es nicht immer nur Männer sind.

Sehr schön sind die Zoom-Dirigier-Meetings.

Das pdf zum Download gibt es hier: Presse Downloads

18. Januar 2021

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Das Leben ist die Kunst der Fügung. (AHS)

Konzertkünstler*in zu sein ist eine Berufung. Das sucht sich kein Mensch aus. Wenn mich ein Mensch fragt, warum bist du da, wo du bist, oder warum willst du da hin, wo du noch hin möchtest, dann antworte ich darauf: Das ist meine Berufung, die mir Gott gegeben hat. Ich glaube, meine Fans wissen das besser als andere. Dabei ist es doch sonnenklar.

Gott ist für mich kein ferner “lieber Herrgott”, der distanziert, kühl, ohne Meinung ist, sondern noch glühender und heißer als die Sonne, und niemand kann sich ihm in den Weg stellen, weder ich noch andere, siehe seine Psalmen in der Bibel. Und wenn ich schon eine starke Persönlichkeit bin, wer ist Gott? Er weiß genau, was er will. Und egal, was ist, ich liebe ihn.

Spielen ist doch nur ein winziger Teil davon. Ich habe mich heute mit anderen Konzertorganisten unterhalten. Es tut gut, sich gegenseitig zu ermutigen. Ich bewundere auch Cameron, der über niemanden etwas Schlechtes sagt. Hätte er nicht 1000 Gründe?

Die ganze Welt ist da draußen. Wie sagte Lukas so passend zu mir – übrigens, ein ganz wundervoller Mensch: Es ist Part of the Game, die Öffentlichkeit hat Zugriff auf dich, wenn du dich ihr stellst. Man kann Hass nur mit Erfolg begegnen.

Es gibt zwar keine oder kaum Hobbygeiger oder Hobbyklarinettisten. Aber es gibt Hobbyorganisten. Und zwar sind das “öffentliche” Hobbyorganisten. Und diese haben offenbar das weitere Hobby des Kritisierens, wobei ich mich frage, woher sie die Lust und Zeit dafür nehmen. Ich meine, es gibt doch keine öffentlichen Hobbygeiger… Daher kannte ich das so gar nicht vorher, dieses field.

Ich habe gedacht, die Öffentlichkeit ist immer wie meine Fans. Das war naiv von mir. Ob ich Erfolg habe, das ist up to God. Ich selbst gebe mein absolut Bestes. Aber Gott öffnet auch dann die Türen, wenn ich etwas falsch mache. Ihm kommt es auf den Charakter an. Das ist ihm das Wichtigere. Und deswegen mir auch.

Sehr empfehlen kann ich den Jazz-Film Whiplash. Ich bin genauso wie dieser Drummer. Blutend kriecht er noch ins Auto nach einem Unfall, um seine Drumsticks herauszuholen, um zum Konzert zu rennen. Er hat sich nicht entmutigen lassen.

Araberpferde und Ponys, ob sie zusammenpassen?

Ich habe innerhalb von 3 Monaten unter schweren Bedingungen schwere Werke gelernt.

Und ihr Lieben, ich mag nun doch eine Bearbeitung: St. Francis von Liszt/Rogg.

Aber noch lieber Originalwerke. Bei Messiaens Banquet mag ich die Blutstropfen, aus denen Wassertropfen werden oder umgekehrt, mit dem Regenbogen und dem Licht am Schluss. Das Tüfteln an der Registrierung. Wie ein Kreuzworträtsel. Na, und dann Brahms. Streichend absetzen. Die Vergrößerung im Pedal am Schluss. Eine Wucht. Die Anlehnung an seinen Bach.

Wichtig: Augen schließen für das Motorische an der Orgel: Wie ist hier das Pedal? Sind die Obertasten zu eng für stummen Fußwechsel? Sind sie niedrig oder hoch?

Viele KiMus sind ja gar nicht sonderlich interessiert an Orgel, habe ich festgestellt. Wo bei mir 150 -300 Prozent Interesse ist, ist bei vielen vielleicht max. 30 Prozent Interesse für Orgel.

  1. Semester Köln Klavier:

17. Januar 2021

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Textgewordenes Leben. AHS.

Ich mag  von Richard Addinsell das Warschauer Konzert  – manchmal schwelge ich wieder in Klaviermusik, vor allem mit Orchester. Ach, und Liszt Klavierkonzerte… Und wie er den Klang der Klarinette liebte. Ich auch.

Sehr interessant finde ich die Komponistin Judith Weir.

Heute / gestern (16.1.21)  war der große Print-Artikel über mich und das Interview in der Mainpost Print Ausgabe unter Kultur, über eine ganze Seite, auch in e-Paper, sehr schön gestaltet von M. Wiedemann und Kollegen. Merci! Die Überschrift ist heftig, aber sie stimmt. Männerdomäne Orgelwelt.

Aber bald gibt es auch einen Artikel über all die netten und lieben Leute. Es gibt ja auch Gönner, Profis und Gütige. Wahrscheinlich ist vieles auch eskaliert wegen Covid, was viele unbewusst trübe und aggressiv macht, was ich verstehe.

Was ich vermisse ist, zu konzertieren und danach Spaghetti zu essen. Ich vermisse das Essengehen. Ich gehe soooo gern essen. Seufz.

Ich freue mich über die wundervollen Orgel-CDs, die ich geschickt bekomme. Höre momentan rund um die Uhr Orgelmusik. 24-7. Gerade höre ich Elgar, Howells und meinen Liebling Liszt Ad nos gespielt von Gillian Weir in der Royal Albert Hall. Eine wundervolle Organistin!

Judith Weir und Gillian Weir. Sehr virtuos und konzertant, gefällt mir. Offenbar ist in anderen Ländern das Virtuose an der Orgel kein Problem. Nur in Deutschland? Das Virtuose hat eine ganz bestimmte Farbe. Es sind nicht nur hohe Tempi, es ist Drive, die Leidenschaft, das Können. Wenn ich für manche Deutsche zu schnell an der Orgel bin, was bitte ist dann Gillian Weir? Ich bin beeindruckt und muss sagen: Hut ab! Ich bin sehr inspiriert. Ganz besondere neue Registrier-Ideen. SOON. Auch Jane soll eine Wucht gewesen sein, und sehr schön.

Ich verstehe nicht, warum viele Deutsche nicht über das Können oder die Leistung anderer genauso Hut ab! sagen können? Ohne Neid. Mit Freude. In anderen Ländern ist so viel mehr Liebe da als bei den Deutschen für die eigenen Landesmenschen. Ist Verbitterung in der Kirchenmusikszene (KiMus)? Es ist eben oft eine steife und selbstbezogene Szene. Wenn Frauen sich dort präsentieren, sind sie nicht bescheiden. Wenn Männer sich präsentieren, “positionieren sie sich nur”.

Manche sind so nett, glücklich, zufrieden und lieben es, Künstlerinnen zu fördern, sind warmherzig, respektvoll zu mir. Aber andere… Puh. Wie Krähen, die ihre Krallen in weiches Fleisch bohren. Krähen zerfetzen alles, was weich ist. Krähen sind neidische, gewissenlose Amateure oder KiMus, die ihre Defizite durch Mobben kompensieren und meinen, ein bisschen Wissen unbedingt demonstrieren zu müssen, indem sie kritisieren. Sie lassen erst ab, wenn sie auf eine Blechbüchse stoßen. Dann suchen sie ein neues Opfer.

An Orgel sind viele KiMus nicht sehr interessiert. Nicht wie ich.

Mir gefällt das Zitat: Raben fliegen in Scharen, aber Adler allein. Wer will ein Rabe, eine Krähe sein und wer ein Adler? ADLER, ihr Lieben.

Ich lerne daraus, wie man sich bei Mobbing verhält. Ich bekomme viele Ratschläge dazu in persönlichen Nachrichten. Ich schreibe einen Ratgeber dazu, ein Buch, wie man mit Mobbing umgeht, was ich daraus gelernt habe und was man beachten muss, was man auf keinen Fall tun soll (mit ihnen Lebenszeit verschwenden oder Genugtuung bieten; aber Mobber wollen ja provozieren, damit die Opfer Fehler machen. Um dann zu sagen: Selber schuld). Ignorieren und Schweigen, nur um kein Opfer zu werden halte ich für falsch. Man könnte sagen, ich sei hetero-phob, die meisten meiner Mobber sind hetero, zu 95 Prozent; soweit ich weiß, ist da nur einer schwul, MAT Theising im Forum. Und ob der schwul oder sonst was  ist oder nicht, ist mir total egal. Ich bin eher mobber-phob. Lästerer fand ich schon immer doof.

Raben fliegen in Scharen, aber Adler allein. Das Zitat ist aus dem Film Jenseits der Stille, sehr schön, ein toller Film einer tollen Frau über eine tolle Frau. Wo bleiben noch mehr solcher deutscher Filme? Wo sind sie geblieben? Wenn auch das Ende recht melodramatisch wirkt. Klarinette ist wirklich ein wunderschöner Klang.

Auch das Zitat von meinem Dirigier-Prof, dass man “am Ende die Leiter wegwerfen muss” – genau, so ist das in der Kunst. Erst arbeitet man mit einer Leiter, baut sie auf, nutzt, verwendet und trainiert sie, und dann – am Schluss, dann wirft man sie weg: Dann macht man im Konzert genau das Gegenteil von dem, was einem gesagt wurde, das “Falsche”, also nicht das, was man die ganze Zeit als richtige Regel gelernt hat. Dann ist man in der Freiheit angekommen. Und hier entscheidet sich Kunst von einer (sehr guten) Performance. Hier beginnt das Licht von Genialität zu leuchten. Denn immer nur das machen, was einem gesagt wird, immer nur alles richtig machen wollen, ohne Risiko, das wird nie zur eigenen Kunst führen. Oder überhaupt zu Kunst. Kunst ist Regeln brechen.

Es stimmt, wie einige mir gemailt haben, dass das Verhalten der Hater in Ansgars fb-Kirchenmusikgruppe den Artikel in der Mainpost ganz von selbst zu 100% bestätigt haben. Wenigstens wurden ein paar Hater und Faker dort mal stumm geschaltet. (Manche Männerkollegen sind oft alte Kumpel und halten zusammen.)

16. Januar 2021

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Jedesmal, wenn man Dingen auf den Grund gehen will, findet man sich einem Ungeheuer mit drei Köpfen gegenüber: Vorurteil, Aberglaube, Machtgier. (Henry Miller)

Wahrscheinlich sind es noch mehr Köpfe. Offenbar muss man ans Ende von Illusionen angelangen, um einen neuen Typus an Kunst zu bilden, um zu erkennen, wo man Utopien erlegen ist. Aber es gibt auch Alternativen zur Katastrophe: Sich das Heilige bewahren. Egal, auf welchem Niveau andere sich bewegen.

Das Abhören von Klang und den eigenen Geschmack sichern und kennen, in einem Dschungel von Geschmäckern, das ist spannend. Dabei das Profane und das “sich wie King Kong auf die Brust trommeln” zusammen mit Allmachtsphantasien, die viele Organisten haben, außen vor zu lassen und das Heilige und Spirituelle wie Feuer oder ein Regenbogen (wie Messiaen in Le Banquet) in sich aufnehmen und vermitteln, an das Publikum – das ist das, was mich interessiert. Die (geistliche) (geistige) Kunst. Das Musikalische. Diese Verbindung zum Publikum ist real.

Mein Vorbild ist dabei die Sonne. Sie bewegt sich und ist dennoch ruhig, ein Ausbund von Energie und dennoch ein glühender Ruhepol. Sie glüht nach allen Seiten und ist doch fixiert. Ich habe die Farbe Gelb und die Sonne schon als Kind geliebt.

Es ist ein Aha-Erlebnis, Klang unten im Kirchenraum zu hören. Es kommt mir vor, als würde sich derselbe gespielte und oben gehörte Klang unten mit der Luft mischen und ein ganz neues Gebilde ergeben. Mutierter Klang. Es ist unerlässlich, unten zu hören und zu zweit zu sein. Erst auf diese Weise lernt man ORGEL kennen. Die Vielfalt. Orgel ist nicht nur: die eine, die gleiche Orgel spielen. Das ist nicht Orgel oder Organistin sein. Das ist viel zu wenig, um bei der Orgel zu landen, gar zu enden.

Sondern die vielen neuen, fremden, verschiedenen Gesichter der Orgel in ihren Facetten und Ausformen und Städten und Standpunkten und damit Orgel wirklich kennen. D.h. sich immer wieder sofort abzuwechseln im Hören und Spielen und wieder sofort hören und selber spielen und gemeinsam tausend mal rauf und runter steigen.

Überhaupt ist das Unten-Abhören elementar wichtig. Fast noch wichtiger oder genauso wichtig wie das Spielen. Meine Ohren saugten sich heute hinein in den Klang in Hamburg, in einem Flow-Erlebnis. Alles andere wurde unwichtig. Über mir wölbte sich die wunderschöne St. Johannis.

Heute hatte ich auch wieder Dirigieren. Es war phänomenal. Dirigieren ist so vielschichtig, es geht auch um beidseitges Lernen, Psychologie, allgemeine Erkenntnisse über Musik und Kunst, Lebenserfahrung, Körpergefühl, Menschenkenntnis. Und naja, die Theorie und die ganz normalen Werkstattbausteine, die Technik, das Pragmatische. Bevor es ans Spirituelle und Kreative geht. Hier möchte ich auch eine Sonne sein. Wichtig dabei ist, dass man oben weich, flexibel, rund, nicht eckig –  und unten standhaft ist, nicht umgekehrt, nicht unten zu tänzerisch, was automatisch Festigkeit oben zur Folge hat. Frank ist ein unglaublich guter Lehrer und wie ein Freund.

Wahre Anekdoten mit Orgelprofessoren, Teil 4:

– Ist es bei dir auch so, dass du am Montag, am Dienstag, am Mittwoch, am Donnerstag jedesmal eine andere Registrierung möchtest, und was dir gestern gefallen hat, dir heute nicht mehr gefällt?

– Nein. Ich glaube, das ist ein typisch weibliches Problem.

Fahre nun heim von Hamburg.

15. Januar 2021

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Drinnen hat der Himmel Sitz, im Plenum zwischen Licht und Pfeilern. (Marianne Eichholz)

Sehr schön. Ich hätte geschrieben, im Plenum zwischen Licht und Pfeifen. Vor allem in Katharine in Hamburg. Obwohl die Obertasten des Pedals hoch sind, gewöhnt man sich doch gut. Ich liebe die Quintadena im RP, überhaupt das RP-Plenum. Wenn man oben sitzt, denkt man, das Pedal sei zu laut. Und wenn man unten hört, ist es genau umgekehrt, das Pedal ist zu leise. Prinzipal 8 im RP hat enormen Wumms, ebenso die Quintadena. Sehr mag ich den leisen Dulzian 16 im Pedal. Oder die Schalmey 4 (Zunge). Im OW mag ich gern die Mischung von Zungen- und Flötenchor als Solo, besonders Zinke, dazu Gemshorn 2 und Nasard 3. Das Koppeln für ein sattes HW-Plenum ist auch schön. Und  die Vierfußflöten, alle sind wunderschön. Nur für mein Werk habe ich das BW verwendet. Hier sind die Register oben an der Decke, Quintadena 4, Regal und Scharff, 8, 4… Wenn man die Orgel ausschaltet, muss das Licht rot leuchten. Das kann man leicht verwechseln.

Das Intercityhotel ist ganz angenehm, ich war da schon zuvor.

Nun spiele ich mich an der Marcussen-Mühleisen-Orgel in Hamburg Harvestehude St. Johannis ein, eine schöne Orgel, völlig anders, spätromantisch, wunderschöner Prospekt, 150 Jahre alt, mich sehr erinnernd an die Sauer-Orgel Mönchengladbach, drei Manuale. Hohes, verziertes Schiff, tolle Akustik, und am Spieltisch ist zudem viel lustiger „Firlefanz“ möglich (u.a. mit Synthesizern). Man darf mit meinen flinken Fingern nur nicht auf die gefährlichen Setzerknöpfe zwischen den Tasten kommen. Im Eifer des Gefechts.

Hübsch ist auch die Führer-Orgel im OS. Drei Orgeln an einem Tag.

Heute las ich zufällig Karin Huffzky in der Bib. Sie schreibt 1979, dass Männer sich als „Interpreten der Moral und der Hüter der Ordnung kennen“. Oft ist aber das Gegenteil der Fall. Dass in unserer Gesellschaft eine Vergötterung des Mannes herrscht, trotz aller Verbrechen, der Mann, der sich selbst vergöttert. Das stimmt auch 2021. Und von Vorurteilen gegenüber Frauen. Nun weiß ich, dass es auch ernsthafte, kluge, lustige und nette Männer gibt, die wirklich unterstützen. Wir leben schon in einer anderen Zeit, aber oft merke ich, wie sehr Frauen sich Männern fast wie instinktiv unterordnen, als wäre es ihnen so lange eingetrichtert worden, ich denke, vor allem aus Angst. Angst vor Stress, Streit, Attacke, vor der Aggression. Sie gehen lieber den leichteren, bekannten Weg des Nickens, Aufgebens, Schweigens.

ps: Ein Grund, warum Jan Wilke aus HD so stänkert: Er wollte was von mir. Aber ich nicht von ihm. Das ist schon ein paar Mal Grund gewesen, warum Männer über mich stänkern: Weil ich sie nicht anfassen wollte.

Karl-Bernhardin Kropf schreibt mir nachts noch anzügliche Emails.

Manche Männer lästern tagsüber, und nachts haben sie offenbar ganz andere Phantasien. Manche Männer leben ihr Verschmähtsein und vielleicht sogar ihre Begierden auf aggressive Frauenfeindlichkeit nach außen aus.

14. Januar 2021

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Es ist Krafttraining fürs Leben, unangenehme Dinge zu tun. (AHS)

Ich bin in Hamburg, es ist toll.

Hinter die Bezahlgrenze wandern immer die Artikel, die auf großes Interesse stoßen, die Mainpost ist ja ein Wirtschaftsunternehmen, verstehe ich: Interview Mainpost Ann-Helena

Es haben mehrere den Artikel versucht zu posten in der Kirchenmusikgruppe von facebook, aber jedesmal haben die Hater “zugeschlagen”: Oliver Horitz bellte wie ein getroffener Hund (dabei flog er auf, denn er wusste scheinbar sofort, dass er gemeint ist?), Martin Schmitz hat an Mitglieder aufdringliche Verleumdungs-PNs geschickt, die mir diese weitergeleitet haben. Daraufhin, als er aufflog, hat er sich wohl mit einem Fake-Account eingeloggt, wie es ja auch im Strupat-Forum üblich ist, und hat mit Pseudonym weiter gestänkert. Sich dafür extra angemeldet. Die Admin Beate Winkler der Kirchenmusikgruppe schaut zu, wie fake-Accounts dort lästern. Und Läster-PNs geschrieben werden. In keiner anderen Gruppe wäre so was möglich. Diese Leute würden gesperrt werden. Aber in dieser Gruppe haben die sogar das Sagen. Das Macho-Gerede ist auch massiv in dieser Gruppe.

Gestern war wieder viel Hass und Schlamm in der Kirchenmusik-facebook-Gruppe, was die Kirchenmusik in Deutschland abbildet. Einige haben die Gruppe verlassen, weil der Hass so schlimm ist. Besonders viel Verleumdung gab es von Jan Wilke und Christoph Bornheimer. Da ist der Hass und der Neid besonders groß: Denn es ist eine bösartige Szene, die Kirchenmusikhochschule in Heidelberg, da gab es so viel Mobbing, dass sich eine Studentin das Leben genommen hat, sich im Kleiderschrank erhängt. Ich kannte diese, die sie ausgegrenzt haben, Studenten von Jan Wilke und Christoph Bornheimer. Und ein Lehrer hat den nächsten gemobbt. Das war mein erster Kontakt mit einer Kirchenmusikhochschule. Jan Wilke und Christoph Bornheimer sind da ganz oben dabei gewesen bei dem Mobbing, egal, gegen wen, auch gegen mich. Und die sind ganz dicke mit einer anderen Hochschule.

Strupat selbst war wohl auch mit einem Pseudonym in der Diskussion dabei, der ja im Grunde benutzt wird, damit sich hinter seiner Administration im “blauen Forum” andere verstecken können. Einer muss der Dumme sein, der froh und stolz ist, den aus seiner Sicht etwas mehr Bekannten dienlich zu sein, dem jammernden Karl-Bernhardin Kropf oder Küchler-Blessing. Im Grunde ist es eine Haß-Liebe, was die für mich haben. Wahnsinn. Der Neid treibt seltsame Blüten, auch bei anderen Leuten dieser Gruppe wie Jan Wilke und Markus Wilke, die Liszt nicht spielen und meiner Meinung nicht dirigieren können, trotzdem stänkern, und Thomas Engler, der es schade findet, dass nicht er, sondern ich so viel Raum bekomme. Sehr viele sind wie Fähnchen im Wind. Sagt der eine X, sagen sie auch X. Sagt jemand Y, sagen sie auch Y, u.a. Benjamin Frensel. Das geht innerhalb von Sekunden, dass die Seite gewechselt wird.

Meine Seite ist fast zusammengebrochen, weil so viel drauf gehen und lesen.

Ich bekomme alles als pdf und Fotos zugeschickt, dokumentiert, was in dem Forum und fb abgeht, und lache manchmal auf, wie böse das ist. Irgendwie kreisen die um mich. Wie sagte mir jemand: Ich hätte die Motten aufgeschreckt.

Ich melde mich da nie an.

Dass Leute wie Küchler-Blessing und Kropf (what a name) und andere solche Foren seit Jahren nutzen, und wie sie sie nutzen, dass sie dieses Forum verteidigen, fast reines Männerforum, wo Sexismus und Verleumdung an der Tagesordnung sind, und dass sie Unbekannte als Admins den Kopf hinhalten lassen, damit sie selbst evtl. gedeckt sind, weil es ja “eine Kasse gibt bei Klagen” – das finde ich erschreckend, damit wird die ganze Kirche, in der sie angestellt sind, beschmutzt. Ich frage mich, wie viele Domorganisten und Orgelprofs mit einem Deckmäntelchen hier mobben. Die brauchen die Kleinen, Unbekannten, Harmlosen, Arglosen als Admins, die “dicken Fische”, sie selbst wollen ja die Verantwortung nicht übernehmen.

Es ist kein Strupat-Forum. Es ist ein Kropf-Forum. Ein Schmitz-Kropf-Forum, geblessed.

Ich glaube, dass die deutsche Kirchenmusikszene durch dieses Verhalten der Männer, die mobben und lästern, dem Verfall preisgegeben ist und einmal Rechenschaft ablegen muss, ich meine auch am Ende, nicht nur hier auf der Erde. Jedenfalls wird das sicher hier mal Geschichte schreiben.

Anbei meine neue CD und Bog bei Audite: Audite Front CD und Blog

Auch bei Audite Verlag schreibe ich einen kleinen Blog, einmal pro Woche, aber nicht so ausführlich oder täglich wie hier.

Auch hier: Audite Ann-Helena englisch

13. Januar 2021

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Der Tropfen höhlt den Stein nicht durch Kraft, sondern durch stetes Fallen. (Ovid)

Kraft ist Loslassen, ist Heiliger Geist. Diese neue Art von Kraft finden, das ist es. 

Auf der Seite audite bin ich nun auf der Startseite: Audite Startseite Künstlerin Ann-Helena Schlüter

Neue CD 2021 

Ganz neu der Mainpost-Artikel über Orgel, Fans und Hater im Netz: Ann-Helena Schlüter Mainpost Artikel über Orgel, Fans und Hater im Netz

Danke an Mathias Wiedemann!

Da der Artikel große Aufmerksamkeit bekommt, ist er ein Bezahl-Artikel, wird aber vielleicht auch mal kostenlos zu lesen sein, und es gibt bald pdfs und print, halte euch auf dem Laufenden. 

Erstaunlich ist, dass die Moderatorin der Kirchenmusikgruppe auf facebook von einzelnen dieser Hater so bedrängt wurde, dass sie die Kommentarfunktion zu diesem oben genannten Artikel ausgeschaltet hat, weil sie “sonst Ärger” bekommt (Zitat). 

Ich habe keine Namen genannt im Zeitungsartikel, was diese Männer erleichtert hat, beim nächsten Mal, dann, wenn alles geklärt ist, was wohl noch Monate dauern kann. Es gibt große Zeitungen, die interessiert sind. Es ist ja auch schlimm und unseriös, wenn eine Frau in der Kirchenwelt attackiert wird. Da schlagen die Wellen schon hoch. Das ist so richtig Anti-Kirche.

Kaum zu glauben, dass manche der Hater Töchter haben. Ob die wollen würden, dass deren Töchter eines Tages von Männer-Hatern im Netz belästigt werden? Mir tun solche Leute auch leid, die es wirklich nötig haben, andere zu hassen. Wer hat sich schon jemals gewehrt oder diese Dinge angesprochen? Den meisten ist es zu peinlich, besonders Frauen. Daher konnten diese Leute ja so lange ungestraft weitermachen. 

Bedenklich finde ich die, die schweigend mitverfolgen, ohne etwas zu tun. Ich glaube, die würden genauso weggucken, wenn jemand auf der Strasse vor ihrer Nase misshandelt wird. Kann man “neutral und sachlich” zusehen, wie jemand zusammengeschlagen wird? Nein. Schweigen und Zusehen und ein Nichteingreifen ist auch Aktivsein. Besonders bei Sexismus, noch dazu in Foren, in denen es kein Impressum gibt. Daher sind Leute und Angestellte der Kirche, die sich seit Jahren in solchen Foren herumtreiben und “zusehen”, kein Vorbild, schon gar nicht für die Kirche.

Einer schrieb mir, dass es bei Organisten oft um Futterneid geht, nach dem Motto: “Warum wird jetzt sie eingeladen und nicht ich?” Vor allem die, die meinen, es würde immer nur um Tausch-Konzerte gehen. “Altherrenclub-Tausch-Konzerte…”.. liebe Zeit. Ich mache das nicht so. Ich spiele da, weil sie mich wollen. 

Ich glaube, manche denken auch, Frauen seien selbst schuld darin, gestalked, gedisst und beleidigt zu werden. Frei nach dem Motto: Wer einen Minirock trägt, muss damit rechnen, vergewaltigt zu werden. Wer Karriere macht in einer Männerwelt, muss damit rechnen, attackiert zu werden. Ist doch “normal”. Außer man bleibt still und leise in der Ecke. 

Morgen fahre ich nach Hamburg, ich freue mich so. 

Sehr empfehlen kann ich Pinimenthol zum Baden. 

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