Tourblog

16. Juni 2019




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Üben und neue Bach-CD im Class: aktuell

Freue mich über die Rezensionen zu meiner neuen Bach-CD im Class: aktuell; es ist mein zweites Solo-Album bei Classic Hänssler; gestern in der “Crescendo”.

Üben ist ein Denksportspiel. Aber im Üben schildere ich auch meine Geschichten und Gefühle – auch und zuerst für mich. Ich lote meine Grenzen aus, Kontraste. Nachtfantasien, aber auch Einfachheit, Menschlichkeit, Frisches, Juwelen, Farben, Erbe, Unvergessenes, Klangwolken, Schweigen und Humor. Üben ist der Soundtrack zu meinen Gedanken.

15. Juni 2019




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Scene

Ich erinnere mich gern an den Gedächtnislauf letztes Jahr; meine gute Zeit in den 10 km; ich weiß ja, dass Bewegung für das Gehirn und die Seele wichtig ist, nicht nur am Instrument sitzen. Nur manchmal vergesse ich es.

14. Juni 2019




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Konzerte

Vor einem Jahr habe ich im Kloster Untermarchtal und in der Kongresshalle Nürnberg gespielt. Jetzt bald wieder in Heidelberg. Mein Lieblingsparfum ist momentan Chanel Nr. 5.

13. Juni 2019




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Pianistisches Feuerwerk

Ob ich dieses Jahr wieder nach Moskau komme, erneut die größte Glocke der Welt mit 2000 Tonnen am Kreml (obwohl mir die Herabgestürzte in St Marien Hamburg mehr bedeutet) sehe? Gute Presse erhalte? 

12. Juni 2019




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Kalabrien, Sizilien, Italien 

Ich freue mich auf Süditalien, auf die Orgel-Konzerte in Kalabrien, so nah an Sizilien, und auf die Straße nach Messina, die Meerenge hinüber nach Sizilien (Messina). Zunächst aber fliege ich via Condor von Frankfurt direkt nach Lamezia Terme SUF, zurück mal wieder mit Alitalia über Rom. In Kalabrien fahren wir nach Curinga und Catanzaro. Dort wird das Konzert sein an einer historischen Orgel. Ich wohne direkt am Meer. Es gibt in Kalabrien viel Fisch, Pinienwälder und das Ionische Meer und Gebirge. Ich spiele Sweelinck, Bach, Muffat, Frescobaldi. Ich freue mich, auch die anderen Orgeln in Kalabrien zu sehen. 

11. Juni 2019




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Konzerte in der Schweiz, Orgel plus mit Posaune

Konzerte mit Posaune und Orgel/Klavier, Weingarten und Hilzingen, auch Bodensee im Herbst.

Mein Lyrikband kommt bereits im Juli heraus, ich freue mich. Ich freue mich auch auf die Musikvermittlungskonzerte mit der Deutschen Radio Philharmonie Januar 2020.

10. Juni 2019




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… Lasst die Zungen singen

Freu mich auch auf die Konzerte in Bad Windsheim und auf die Kompositionsklasse in Ochenhausen in ein paar Wochen. Mein Stück Längtan (schwedisch für Sehnsucht) ist nun auf YouTube zum Mitlesen. 


8. Juni 2019




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Kammermusikalische Orgel

Es ist für mich immer noch erstaunlich, wie wenig Kirchenmusiker sich vorstellen können, dass manche auf dem freien Markt hauptsächlich künstlerisch unterwegs sind. Und auch, wie männerdominiert die Orgel leider zu sein scheint. Ach, die Orgel ist für mich manchmal noch ein kammermusikalischer Steinway C, dabei kann sie, so sagte man mir, ein “gewalttätiges” Instrument sein, das von vielen Männern oft “pervertiert” wird. Nun, ich weiß, dass die Orgel Ruhe und Zartheit braucht und dennoch Leidenschaft, ich liebe sie als künstlerisches Instrument, wofür ich komponiere. Sie ist für mich eine “sie”, vielleicht nicht alle Orgeln, aber viele, während der Flügel durchaus männlich ist, aber natürlich nicht nur. Die etwas dunstigen, dösigen Klänge Viernes sind für mich sehr interessant, ich liebe neue Herausforderungen, Treibhausklänge.

In der Welt der Orgel trifft frau auch auf Herausforderung Kirche, wobei Kirche für mich etwas Schönes ist. Jedoch innen und um sie herum scheinen kreative Frauen mit diesem seltsamen künstlerischen Gen wohl etwas befremdlich. Was die künstlerische Orgel in Hochschulen angeht, so sind viele Zustände schlimm. Ich glaube, das virtuose Konzertfach (Orgel) existiert für viele gar nicht real. Zwischen Carpenter und dem altbackenen Kirchenmusiker scheint nicht viel dazwischen zu liegen. Erstaunlich ist, dass der Flügel für mich männlich und weiblich ist, und so auch die Orgel. 

7. Juni 2019




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Orgelakademie

Ich freue mich auf Daniel Roth und all das, was mir hilft, zu spüren, was ich mit der Orgel eigentlich unter den Fingern habe, zu spüren, wie Musik “funktioniert” – auch wenn mir mein Gehör oft etwas anderes sagt, aber Bach wird schon wissen, was er mit seinen vierstimmigen Sätzen meinte. Wenn ich gewusst hätte, auf was ich mich einlasse mit der Orgel, ich hätte es nie noch gelernt.

Viele Kirchenmusiker können sich gar nicht vorstellen, dass man in beiden Instrumenten, Orgel und Klavier, wirklich künstlerisch tätig ist. “Von was lebst du eigentlich?”

Wenn man neue Gebiete betritt, kann man sich selbst noch nicht realistisch einschätzen und verantworten. Die Orgelwelt ist eine ganz eigene, eigenartige Welt, ein Rudel, ein Schwarm, und ich schwimme noch als fremdes, naives Wesen, als Alien, als Nemo. Dass ist wie damals, als ich ein ganz neues Stück lernte als Kind und schon nach zwei Wochen dachte: Das ist schon jetzt großartig – erst nach einer Weile erkannte ich dann den Weg. Und doch will ich das Unbeleckte, Unschuldige nicht verlieren. Ich möchte gar kein alter “Orgelhase” sein. Es ist und bleibt ein Wunder. Ich sehe die Orgel als künstlerisch-virtuos-konzertantes Instrument.