Tourblog, Orgel-Blog

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21. Januar 2022

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Vertrauen ist die schönste Form von Mut. (Hildegard Wortmann)

Heute erinnere ich an Lucia Moholy, österreichisch-britische Fotografin, die Menschen wie Häuser fotografierte. Wusstet ihr, dass jedes Gehirn erst einmal weiblich zur Welt kommt? Das ist schön.

Das Gehirn ist wie Bachs Musik, nur als Gehirn. Würde jemand denken, Bachs Musik sei durch einen Urknall entstanden? Oder durch eine Kette zufälliger Umstände? Das ist Blasphemie, zu behaupten, das Gehirn hätte sich irgendwie selbst hergestellt, wobei jedes menschliche Werk zig mal anerkannt wird, vor allem, wenn es von einem Mann erschaffen wurde. Ist Gott nicht mehr als ein Mann? Oder sei aus einem Tiergehirn mutiert, wobei sich das menschliche Gehirn doch nachweislich so genau unterscheidet – und ich liebe Tiere und weiß, dass sie eine Seele haben.

Sehr mag ich die Schriften von Hermann Pfrogner, 1911 in Graz geboren. Ich vermisse solche Musikwissenschafts-Persönlichkeiten, gläubig und voller Bewunderung für die Künstler. Heute ist es so, dass eine unglaubliche Säkularisierung stattgefunden hat, wie Progner bereits 1986 angekündigt hatte. Sein Buch Zeitwende der Musik kann ich empfehlen. Ich kann 2022 bestätigen, was er vorhersagte, während er längst tot ist. Progner schrieb: “In der Musik gehört der erste Platz den Komponisten und praktischen Musikern, dem Theoretiker kommt die zweite Stelle zu, dort ist sein Platz.” – Heute sagen die Theoretiker dies: “In der Musik gehört der erste Platz dem Theoretiker, besonders den Männern, die einen Professoren-Titel haben, und die praktischen Musikerinnen haben gar nichts zu sagen, sind ja gar keine Wissenschaftler.” (Namen einfügen, die ihr kennt)

Und erstaunlich: Ich mag Adorno. Früher war ich immer genervt, weil Musikwissenschaftler pausenlos von ihm sprachen, wie ich fand. Daher wollte ich ihn nicht lesen. Ich mag keinen Hype. Und jetzt habe ich mich ihm ganz eigenständig und in Ruhe angenähert. Und ich muss sagen: Wow. Gut. Viel besser als vieles andere.

Das Zusammensetzen der großen Ballons ist…. AN…STR.. äääääää…ngen – d. Kann ich irgendjemanden bezahlen, meine Doktorarbeit zu schreiben? Bitte. Ich biete alles, was ich habe. Inklusive meiner Hängematte. Ich bezahle auch für Plagiate. Her damit. Ich muss Seiten füllen. Leider nützen mir für eine völlig neue Studie Plagiate nix, da es keine gibt.

Oben: Dom Würzburg, Foto: Mark Brooks (Titel: Flirting with stones. Devotion and Questioning) Wer malt mir dies in Öl?

20. Januar 2022

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Folge deinem Herzen. Aber vergiss dabei nicht, dein Hirn mitzunehmen. (Alfred Adler)

Wenn wir neue Wege gehen, hinterlassen wir Spuren, und nicht nur im Staub. Und auch Enttäuschungen sind ein Schritt vorwärts.

Heute erinnere ich an Eve Arnold, Fotografin, und an Alicia Alonso, Tänzerin.

Honey Pomelo-Saft mit Blutorange schmeckt gut frisch gepresst.

Ich habe eine neue schöne, weiße Yankee Candle (Large Jar Candle), Midnight Jasmine. Weißer Duft, lieblich, ganz anders als Red Apple Wreath (Roter-Apfel-Kranz). Heute arbeitete ich viel an der Gliederung. Da alles sehr genau sein muss, ist jede Verbesserung, jeder neue Gedanke und jeder Zusatz eine enorme Arbeit, finde ich, und erfordert sehr viel Konzentration. Ich bin froh, dass ich einen super Masseur habe. Sehr gern mag ich “Einsatz in Hamburg” (alter Krimi, tolle Frau “Jenny Berlin”).

Oben: Probesaal Dom Würzburg

Neu: Messiaen in Schongau, Bayern

Neu: Orgel-Information, Fotos: Mark Brooks

Klais Querhaus Orgel Würzburg

19. Januar 2022

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Geh dahin, wo es keinen Weg gibt, und hinterlasse eine Spur. (Ralph Waldo Emerson)

Wichtig finde ich, Wartezeiten dazu zu nutzen, zu beten. Ampel. Post… Sehr schöne Foto-Session gestern im Dom. Ich mag die Mauern und Ecken.

Ein LV herzustellen ist sehr ermüdend und dauert ewig. Geht das nur mir so?

Heute aß ich Ghorme Sabzi (persisch).

Oben: St. Josef Würzburg

Ich erinnere an Anna Ros, slowenische Köchin, und an Olga Tokarczuk, polnische Psychologin.

Ich mag sehr die Portraits von Edgar Degas. Neu entdeckt habe ich den Impressionisten Ludwig von Gleichen-Rußwurm (1836-1901), der erst spät Malerei studierte.

Neu: Orgel-Information, Fotos: Mark Brooks

Göckel Orgel Dom Würzburg

Klais Orgel Dom Würzburg

Neu: Jan Raas: Tango

und

Messiaen Le banquet céleste:

18. Januar 2022

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Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass Arbeit weniger geisttötend ist als Amüsement. (Charles Baudelaire)

Heute erinnere ich an Ilhan Omar, Politikerin aus den USA, und an Andrea Wulf, Kultur-Historikerin aus Neu-Delhi, die sich für das Klima einsetzt. Heute wurde mein großes Resonanz-Kapitel fertig, 16.800 Wörter. Wie eine Einsiedlerin arbeite ich daran, man taucht total ab. Ich bin dankbar über Eure Gebete und Unterstützung. Morgen Foto-Session, Literaturverzeichnis und weiter. Heute aß ich Loubia (persisch).

Olivier Messiaen – Le banquet céleste / Jan Raas – Tango voor Mineke, Mühleisen Orgel Hamburg

17. Januar 2022

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Wer zur Quelle gehen kann, geht nicht zum Wassertopf. (Leonardo da Vinci)

Welche Quelle er hatte?

Oben: Toggenburger Orgel Schweiz

Mein Pedal-Clavichord mit zwei Manualen und Pedal aus den Niederlanden kommt Ende März. Ich freue mich sehr. Es ist rötlich gebeizt, Rüster und Eibe, ganz neu gebaut von Sander Ruys und nach meinem Steinway Flügel B das wertvollste Instrument, das ich besitze. Oh, ich freue mich! Es wird ein herrlich unbarmherzig wundervoll herausforderndes Bach-Instrument für Üben, Videos und Konzertieren und hat 41.000 € gekostet. Danke ❤️

Ich weiß, dass es für Künstlerinnen wichtig ist, manchmal zu ruhen, einfach nichts zu tun zu haben, sich zu “langweilen” und zu schlafen. Auch für das Gehirn ist das wichtig. Denn das Gehirn ist sehr energiehungrig. Das spüre ich.

Wer glaubt, dass Zufall oder Evolution unser schwimmendes Gehirn mit all seinen Kammern produziert hat, das gepolstert und geschützt ist und nie im direkten Kontakt mit dem Schädel steht.. das stets einen optimalen Druck braucht..  Wer glaubt, dass ein Urknall die CSF-Flüssigkeit (Rückenmarks-Flüssigkeit), die das Rückenmark nach oben fließt, produziert hat.. Ich danke Gott für mein Gehirn. Habe ich mein Gehirn je gesehen? Mein Rückenmark? Gott ist der größte Künstler. Er schafft die größten Wunder im Verborgenen. Er schafft Wunder in mir. Ich trage seine Wunder in mir und wusste es nicht mal. So ist Gott. So ist sein Charakter. Wir tragen seine Wunder, ob wir wollen oder nicht. Selbst der böseste Mensch trägt seine Wunder.

Ich glaube, Charakter und Seele prägen das Gehirn.

Heute erinnere ich an Maria Holl, die sich gegen die frauenfeindlichen sogenannten „Hexen“Verbrennungen wehrte, an Jeanne-Claude, französische Künstlerin, an Anne Haug, deutsche Triathletin, und an Christina Schwanitz, Kugelstoßerin.

Ich habe auf meine Wunde Manuka Honig geschmiert, das hilft echt. Es sieht fast wieder richtig glatt aus.

Anbei mein eigener Song am Piano: Heartbeat 

Text/Lyrics von Ann-Helena:

1. Your Glory is your beautiful mind.
Your ways are straight, upright, never fail.
Your passion broke my boundaries,
Your emotions changed mine.

Chorus:

Just one word of yours breaks my yoke
and softs my frozen heartbeat.
Your touch is full of love
and all what‘s dead inside me
you call to life with fire.

2. Your Glory is your beautiful heart,
Your Love is breaking through my fears.
Your kindness rains behind my wall,
Your surrender changed my mind.

Chorus:

Your Touch is full of life
and all what‘s deaf inside me
you call to listening with fire.
Just one Word of yours calls me to life
with heart and wisdom and singing.

Soll ich es übersetzen? Ich muss mal wieder mehr Lieder machen; viele meiner Fans lieben meine Songs. Allerdings singe ich sie sehr natürlich, nicht als Mega-Sängerin.

Julia Shaw schreibt, dass Cyper-Kriminalität und Cyber-Mobbing nicht einfach abstrakt sind, sondern schlimmere Verbrechen als die meisten anderen und enormen Schaden zufügen. Ich habe Cyber-Kriminalität im Vergleich zu anderen nur “klein” erlebt, und dennoch kann ich bestätigen, was Julia Shaw schreibt. Ich finde es verantwortungslos, dass Polizei und Staatsanwaltschaft sich aus meiner Sicht nicht genügend darum kümmern oder gekümmert haben. Richter, Polizisten und Staatsanwälte sind oft anonym, tauchen mit Namen nicht bei Google oder Wikipedia auf und haben demnach keine Ahnung, was es bedeutet, im Internet bedroht oder angefeindet, beschmutzt und attackiert zu werden. Sie selbst sind ja incognito. Sie sind online nicht sichtbar oder vertreten. Sie können im Gefühl der Anonymität leben. Jedoch im Internet gibt es genügend Leute, die anonym zu Fieslingen mutieren und Teil einer Online-Gruppe werden. Online-Mobbing ist laut Shaw viel schlimmer und gewalttätiger als reales Mobbing, da Mobber online überallhin folgen können.
1. Ich kann leider keine Erfolge vorweg mehr nennen, ich muss warten, bis Erfolge bereits passiert sind, da Mobber vorweg versucht haben, Erfolge zu verhindern, aber hinterher nicht mehr oder weniger schaden können. Dabei habe ich so schöne Sachen zu berichten, die kommen werden und muss sie geheimhalten.

2. Meine Wikipedia Seite wurde bewusst monatelang attackiert seit den Attacken (Oktober 2020) im Pfeifenorgelforum.net, vermutlich von den gleichen Leuten, natürlich genauso feige anonym wie dort auch, so dass meine Wikipedia Seite monatelang runtergenommen wurde, und wird noch immer attackiert, vermutlich von den gleichen Leuten (die meisten Laien). Man muss sich das Pfeifenorgelforum.
net oder die Ansgar Kreutz „Kirchenmusik“ Gruppe nur durchlesen, dann weiß man, wer meine Wikipedia Seite attackiert. Meist Leute von dort, die gern selbst bei Wikipedia wären. Wikipedia ist ja ohnehin sehr männerdominiert. Welche deutschen Künstlerinnen und Organistinnen werden da schon gelistet? Fast nur Männer. Insgesamt werden es zahlenmäßig vielleicht 70 zu 30 sein maximal. Wenn überhaupt. Männer listen Männer. Welche Männerseite in der Orgelwelt wurde jemals so attackiert wie meine? Rekord. Und dennoch wollen Neider das auch noch zerstören, die wenigen Frauen, die es da gibt. Ich halte mich da raus. Ich halte seither nichts mehr von Wikipedia, ob ich da nun gelistet bin oder nicht. Gott beschützt mich. Das Verhalten von Wikipedia verstehe ich nicht, mich angeblich vor Neidern zu schützen, indem sie monatelang meine Seite runtergenommen haben. Als ob das solche Typen aufhalten würde, zu attackieren. Es sind Leute, die selbst gern auf Wikipedia wären. Es geht hierbei meist um meinen Blog oder um meine Erfolge oder um mein Alter. Da haben sich Leute wie Christoph Bornheimer und Co offenbar damals noch bestätigt gefühlt und gepostet, „meine Wikipedia-Seite sei gelöscht worden“. Als ob das meine Schuld gewesen wäre. Als ob das nicht das Ziel der Attacken gewesen wäre. Und Karl-Bernhardin Kropf, dem seine eigene Wikipedia Seite sehr wichtig ist, hatte kein Problem damit, gegen meinen Ruf zu treten. Es ist scheinbar sehr irritierend, wenn eine Frau ihre Erfolge listet. Dabei habe ich lange nichts mehr aktualisiert. Je mehr ich aktualisiere, desto mehr Neid wird es wohl geben. 
Da Staatsanwaltschaft, Polizei und Richter sich um solche Dinge überhaupt nicht kümmern, weil sie keine Ahnung haben, wie es ist, eine öffentliche Person zu sein, möchte ein paar Namen nennen, um solche Menschen, die sich eigentlich um die Würde des Menschen zu kümmern hätten und dafür bezahlt werden, ans Licht zu bringen: Richterin Sabine Baumann aus Würzburg. Trotz mehrfacher Erwähnung meinerseits, dass ich Hater habe, hat sie sich nicht nur darum gar nicht gekümmert, sondern noch versucht, mir zu schaden. Zudem kommt, dass solche Richterinnen in der Mensa oder Cafeteria oder sonst wo zusammen mit Staatsanwälten sitzen und offenbar nicht darin interessiert sind, zu helfen, im Gegenteil. Hier möchte ich den Staatsanwalt Katzenberger und Hannig aus Würzburg nennen, der fast jede Anzeige von mir diesbezüglich nicht nur abgeschmettert hat mit Begründungen, die das Desinteresse nur noch deutlicher machen, sondern auch Fälle von Stadt zu Stadt geschoben hat, nach dem Motto: “Ich oder wir kümmern uns nicht darum.” Katzenberger und Sabine Baumann sind auf jeden Fall in einem befremdlichen Kontakt. Solchen geht es offenbar nicht um Schutz, Hilfe, Recht und Wahrheit. Das deutsche Rechtssystem in Würzburg hat vermutlich keine Ahnung vom Leben von Künstlerinnen und missbraucht daher meiner Meinung nach seine Macht. Wie kann man nur so blind und damit böse und ungerecht sein? Solche Leute sind kein bisschen besser als die Hater. Gut, dass es einen anderen Richter gibt, auf den ich mich verlassen kann: Gott hat Dislikes auf YouTube unsichtbar gemacht und sich um Wikipedia gekümmert. Er wird sich auch um alles andere kümmern.

Schübleritisch:

J.S. Bach – BWV 647 – Wer nur den lieben Gott lässt walten

 

Schübler
Schübler

16. Januar 2022

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Der Proletarier ist ein Sklave. Aber der Sklave des Sklaven ist die Frau des Proletariers. (Louise Michel)

Sehr schlimmer und trauriger Satz. Französische Revolutionärin, geboren 1830.

Heute erinnere ich auch an die Schweizerin, Bankerin und Karrierefrau Marianne Wildi, und an Polina Daschkowa, Schriftstellerin.

Heute kamen die ersten Notenexemplare meines zweiten großen Orchesterwerkes LICHTUNG an. WOW!!! Es ist mein bisher größtes Orchesterwerk.

Meine Booster-Impfung ging heute schnell und problemlos über die Bühne… und heute der letzte Tag mit Antibiotikum (wegen meiner Wunde unter dem linken Knie, die sehr gut verheilt), meine Yankee Candle ist auch zu Ende gebrannt (und ich wollte ausprobieren, ob Feuer das dicke Glas cracken kann: Ja, kann es), und heute war der letzte Tag vom offenen Methodenseminar mit Promovenden aus Leipzig, Braunschweig, Österreich und mir.

Es war ein sehr gutes Kolloquium. Mein Beitrag mit der PPP und den Grafiken war super und hat mir viel Spaß gemacht. Ich war ganz am Schluss dran, wo alle schon recht geschlaucht waren. Es war trotzdem prima.

Digital entsteht manchmal wenig persönliche Schwingung in solchen langen Meetings, finde ich. Trotzdem ist es interessant. Es ist sicher nicht immer leicht, so etwas auf die Beine zu stellen.

Was ich allgemein etwas schade finde: Die Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Soziologie und vielleicht die Geisteswissenschaft  an sich erscheint mir oft wie eine Subwelt einer privilegierten Gruppe mit Themen, die ansonsten kaum jemand versteht, “normale Leute” nicht interessieren und die auch teilweise weit entfernt von Gesellschaft und Praxis sind bzw. kaum angewendet werden können. Da wird Jahre und Jahrzehnte getüftelt und das gelesen und ausgewertet, was andere getüftelt haben… doch das, was herauskommt, erscheint mir oft etwas dünn im Vergleich – zumindest was Weltbeziehungen angeht. Ich mag die Art zu denken und zu tüfteln, aber ich möchte auch, dass etwas herauskommt.

In der Naturwissenschaft kommen oft Ergebnisse heraus, die die Welt verändern können, sei es in der Medizin oder in der Mathematik. Es gibt natürlich gewisse Ausnahmen … in der Philosophie, da kommen oft auch hilfreiche Ergebnisse heraus. Und sicher sind Geisteswissenschaften wichtig. Dennoch vermisse ich, dass aus diesem vielen Getüftle und Theoretischen insgesamt etwas Brauchbares oder überhaupt etwas herauskommt, was verständlich, anwendbar und entscheidend ist oder sein könnte für andere draußen, für den Rest der Welt und nicht nur für „die Wissenschaft“, sondern real für die praktische Musik, für die Kids. (Davon, dass mir gewisse Theorien durchaus auch unlogisch, widersprüchlich und unwahr erscheinen, ganz zu schweigen.)

Ein Theoretiker widerspricht dem nächsten. Steigt man ganz und gar ein in eine Welt ohne Praxisbezug und Kunst, dann wird man im schlimmsten Fall eine Person, die außerhalb der Praxis und Realität etwas zusammendenkt, was letztendlich kaum jemandem nützt und nur für weitere Tüfteleien geschrieben und von anderen Nachwuchs-Tüftlern gelesen werden muss. Vielleicht wird deswegen so viel theoretisiert und mit Konstrukten um sich geworfen, um die fehlende Kunst und Praxis zu kompensieren oder damit man zitiert wird von anderen oder von Nachwuchs-Tüftlern? Natürlich ist eine Dissertation nur der Anfang einer Tüftel-Karriere.

Aus meiner Sicht: Wörter wie “Alltagstheorie”, “Subjekte”, “normativ” etc. sind oft typische Abwehr-Wörter der wissenschaftlichen Hochtraberei.

Weiter habe ich über unser Gehirn gelesen – sehr spannend. Glaubt jemand wirklich, “Evolution” oder “eine Verkettung unglaublicher Zufälle” habe uns eine so komplexe Verkabelung (Nervensystem) gegeben, dass alle Nerven, aneinandergelegt, 2 1/2 mal um die Erde reichen würden? –  (unglaublich, bei jedem von uns kleinen, hilflosen, unbedeutenden Menschen) – oder ein Urknall habe dafür gesorgt, dass unsere Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit alle 6-8 Stunden vollständig ersetzt wird? – Unser Gehirn und unser Nervensystem sind Wunderwerke, Kunstwerke. Wer das nicht versteht, nicht sieht, dass dies geschaffen wurde, ist erstaunlich dämlich. Leider gehören hier auch viele Wissenschaftler dazu, die nicht einsehen wollen, dass wir kunstvoll gemacht wurden – da kann man dann doch noch so sehr Zeit verschwenden mit anderen Tüfteleien.

Wissenschaft  ist nicht selten ein Ersatz für Wahrheit oder Glaube.

Heute hörte ich auch Julia Shaw. Sie berichtet, dass die meisten Mörder Männer sind, die meisten daraus wiederum aus den USA, und die meisten Ermordeten Frauen (Beziehungstaten). Das habe ich mir schon gedacht.

Sie berichtet auch von “Cute Aggression” – das kannte ich noch nicht. Dass manche Menschen mit der Niedlichkeit von Tieren, Babys oder manchmal auch von Frauen überfordert sind und daher “aggressive” Züge zeigen, süßen Wesen gegenüber. Bei mir merke ich es daran, wenn ich einen Mann süß finde, dass ich ihn beißen will. Und einmal fand ich als Kind einen Pinguin im Fernsehen, der gestolpert ist, so süß, dass ich ihn ganz arg drücken wollte und herumgesprungen bin. Das ist also ein bekanntes Phänomen und heißt “Cute Aggression”. Interessant. Dann ist das Gehirn mit Niedlichkeit überfordert und kompensiert den Wunsch zu helfen und fürsorglich zu sein mit „Aggression“. Ich habe auch schon erlebt, dass Männer mit meiner Süßheit überfordert waren.

15. Januar 2022

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Ich glaube, dass es nach 3000 Jahren an der Zeit ist, dass wir Frauen die Macht ergreifen. (Shermin Langhoff)

Deutsche Theatermacherin.

Heute erinnere ich an Tamara Lunger, Bergsteigerin mit Herz und Harmonie, und an Ruth Achlama, deutsch-israelische Übersetzerin: Frau muss im Leben das tun, wovon sie träumt.

Sehr interessant finde ich Judith Butlers Anerkennungstheorie.

Ich beschäftige mich mit Resonanz und meiner Dissertation. Das ist gerade mein Arbeitsfokus. Erkenntnisinteresse. Bereits Friedrich Dürrenmatts intelligente Tragikomödie Romulus, der Große zeigt den Ausverkauf und die Verfügbarkeit von Kultur und ist voll von Resonanzen.

Das offene Promovenden-Kolloquium heute war spannend, aber auch anstrengend, da wie am Fließband eine Dissertation nach der anderen vorgestellt wird. Das ist schon anstrengend, zuzuhören. Da ich Sprache liebe, will und kann ich auch nicht innerlich abschalten. Digitale Meetings machen das Ganze nicht leichter. Da entsteht wenig Resonanz. Ich bin ja weder Schulmusik noch IGP, sondern Künstlerin. Es wird oft etwas hochgestochen und so viel von “Subjekten” gesprochen, dabei geht es um Menschen.

Ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag etwas leisten kann, über die Musikpädagogik hinaus, das relevant ist, auch außerhalb einer privilegierten Subwelt. Es braucht dringend eine Umdeutung, eine Verschiebung von Normen.

Oben: Übungsraum an der HSLU 5. Stock mit Blick auf die Alpen

Sehr empfehlen kann ich das neue Buch “Das menschliche Gehirn und wie es funktioniert” von DK Penguin Random House. Wusstet ihr, dass ein Gehirn 1,2 kg wiegt, einen Liter Wasser enthält und rosagrauweiß ist? Das Gehirn erzeugt das Bewusstsein, Vorstellungskraft und das Selbst (zusammen mit der Seele, Anmerkung AHS). Es hat viele Falten und Schichten. Ich bin fasziniert vom menschlichen Gehirn und wünschte, ich könnte meines mal knuddeln und Danke sagen. Ich knuddel dann mal meinen Kopf.

Neu: Schübler Choräle von 2017 und 2018, jetzt hochgeladen:

und

14. Januar 2022

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Es gibt viele hasenfüßige Männer. (AHS)

Und ganz tolle.

Oben: Luzern, Späth Orgel

Morgen beginnt das zweitägige Doktorandenseminar (Methodenseminar) via Zoom. Ich bin der Höhepunkt am Ende.. (nunja… )… PPP, Thema: Die Resonanz-Theorie und BACH BERÜHREN. Endspurt. Den ganzen Tag dran gebastelt.

Heute erinnere ich an Ricarda Winkelmann, Klimaforscherin, an Marian Wright Edelman, Kinderschutzaktivistin, und Sandra Richter, Philologin.

Was mir auffällt: In den Bereichen, in denen Männer sich gegenseitig untertan sind, werden oft nur die Frauen zugelassen, die bei diesem Spiel mitmachen. Nehmen wir zum Beispiel den Bereich der Literaturkritik. Die wenigen weiblichen Stimmen dieser Branche übertreffen noch das unterwürfige maskuline Lob über die ach so tollen Männer, anstatt danach zu fragen, warum stets nur Männernamen auftauchen. Diese Frauen verbünden sich mit Männern, meist gegen Frauen. So auch in anderen Branchen. Auch Frauen in Germanistik lesen, studieren und erforschen fast nur alte Männer-Literatur. Ich glaube auch, obere Plätze in den unzähligen Männersystemen werden nur an Männer vergeben, die das Spiel der Unterwürfigkeit durchlaufen haben und beherrschen.

Wusstet ihr, dass gewisse Verpackungsfirmen über 15.000 Papiertaschen einfach verbrennen lassen pro Jahr, gerade nach Weihnachten? Eine unglaubliche Ressourcen-Verschwendung und doppelter Umweltschmutz.

Neu: Vierne Clair de Lune, Späth Orgel Luzern

13. Januar 2022

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Musik ist die Resonanzquelle Nummer 1. (Hartmut Rosa)

Oben: HSLU Luzern

Die Resonanz-Theorie vom Hartmut Rosa spielt für meine Dissertation eine wichtige Rolle.

Heute aß ich Gheymeh, ein persisches Gericht mit Linsen, ein sogenanntes Schmorgericht mit Safranreis und Knoblauch-Joghurt. Ich habe eine neue leckere Schweizer Trinkschokolade entdeckt: Cailler, lecker.

Gestern kam ich sehr spät heim. Kaum erreicht man die deutsche Grenze, exakt da gehen pünktlich die Verspätungen los.

Seltsam: Alles was nach Deutschland reinkommt, wird nicht/kaum kontrolliert. Keine Polizei. Schweiz und die anderen Länder kontrollieren.

Mein Bein ist so gut wie in Ordnung, Wunde ist zu, habe zudem eine Creme und ein Paar besondere Strümpfe bekommen, da es noch 1 cm geschwollen ist, wenn ich laufe. Es ist spannend, unser ganzer Körper besitzt einen Lymphkreislauf. Auch die Erde scheint einen Lymphkreislauf zu haben und muß Strümpfe tragen.
Am Samstag werde ich geboostert. Das ist für meine Reisen in die Schweiz und Österreich viel besser, auch wenn ich das alles bedenklich finde. Doch habe ich die Bakterien gesehen, die meine Wunde infiziert haben? Was weiß ich persönlich von Viren und Bakterien? Das überlasse ich anderen. Sollten die uns belügen, so ist das ihre Verantwortung.

Neu: Orgel-Information:

Toggenburger Bauern-Orgel

12. Januar 2022

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Don’t glorify stress. (AHS)

Oben: Bittner Orgel

Es war sehr spannend bei Orgelbau Goll in Luzern. Es ist eine kleine, aber wunderbare und geschmackvoll eingerichtete Firma mit ca. 17 MitarbeiterInnen, wo man mehr als Lust bekommt, dort zu arbeiten (wenn man handwerklich begabt ist). Da ich etwas früh dran war, konnte ich in den Werkstätten herumlaufen und mir alles ansehen. Später dann wurde ich vom netten Chef herumgeführt. Doch die Zeit, wo ich mir alles selbst ansah, war fast das Beste. Denn es waren viele Arbeiter tätig, die sehr emsig zugange waren. Bisher war es meist eher ruhig, wenn ich eine Firma besuchte, doch diesmal hatte ich das Glück, dass Hochbetrieb herrschte und die Maschinen alle in Betrieb waren. Denn es wird die geniale, große Orgel in Clausthal in der großen, blauen Kirche bei Gosslar neu (im alten, denkmalgeschützten Gehäuse) gebaut. Da dies die größte Goll Orgel bisher ist, größer auch als Hannover, und bis April fertig wird (1 1/2 Jahre Arbeit insgesamt, 2 Millionen Euro, über 70 Register) waren die Mitarbeiter emsig bei der Arbeit. Dabei zuzusehen, war spannend. Im Montagesaal stand bereits das Gerüst für die Orgel aus frischem, hellen, duftenden Holz. Die Schreiner arbeiteten und waren an den Hobelmaschinen und an mindestens drei weiteren, sehr gefährlichen Maschinen, die zudem laut waren. Sie arbeiteten an der Winddrossel. Hierbei holten sie die Fichte-Bretter in die Werkstatt. Eine Frau oben arbeitete am Wellenbrett. Die anderen an den Windladen. Eine Schreinerin war dabei, am Schweller zu arbeiten. Insgesamt gibt es 4-6 Frauen im Team. Ich fand es sehr spannend. Es stimmt, dass eine Orgel (wie ein Dreieck) aus drei Seiten besteht: Die eine ist die technische Seite. Tatsächlich ist eine Orgel eine „Maschine“, auch wenn mir das Wort nicht zusagt und mir geradezu aberwitzig erscheint. Jedoch: Eine Hochpräzisions-Maschine: Alles muß technisch einwandfrei laufen, dafür steht Goll. Dann gibt es die ästhetische, optische Seite. Und dann die wichtigste: der Klang. Die Orgel in Clausthal wird 13 Wochen lang in einem Zweierteam viele Stunden pro Tag intoniert. Die Intonateure müssen bei Goll zudem geschickte Handwerker und Orgelbauer sein, mit viel Erfahrung, bei anderen Intonateuren ausgebildet. Sie müssen das, was sie wollen und hören, selbst umsetzen können und dürfen dabei nicht auf andere angewiesen sein. Dass sie hervorragende Literaturkenner mit gutem Gehör sein müssen, ist klar. Zudem müssen sie Klänge in sich speichern, erkennen und behalten können. 

Was müssen Orgelbauer bei Goll leisten können (vierjährige Ausbildung)? Wichtig ist, dass sie die Pläne, die die Konstrukteure zeichnen, lesen und verstehen und sich innerlich bereits vorstellen können, wie das Endprodukt sein wird. Denn diesen Detailplänen folgen sie täglich. Die dürfen also nicht nur Zettel für sie sein. Alles wird nämlich an einer Orgel bis ins Kleinste geplant. Sie müssen dreidimensional denken können und inner-optisch sein (mein Wort). 

Überall duftete es nach Holz. Das Holzlager mit Fichte und Eiche stand offen. Es war ein schöner, sonniger Tag. Das Schweizerisch von manchen Mitarbeitern habe ich nur schwer verstanden, nickte aber höflich. 

Die Pfeifen werden teils selbst hergestellt (eigener Beruf), teils gekauft. Die Gambe im SW zum Beispiel ist gekauft und wird dann mit ihren Klang-Bärten und dem Aufschnitt vorintoniert.
In der kleinen Pfeifenwerkstatt neben der Intonationslade stand eine seltene, wunderschöne, bemalte 
Toggenburger Bauern-Haus-Orgel von Josef Looser von 1801 zur Restaurierung, in Privatbesitz. Sie wurde gerade intoniert und erinnerte mich an das blaue Puppenbett von Meister Eder.

Vierne war auch gut. Die Aussicht aus dem 5. Stock der HSLU ist toll über die schneebedeckten Berge.

 Ich habe ein neues Geräusch entdeckt, das ich hasse: Das Öffnen von Dosen. Im Zug öffnete jemand 3x eine Dose in meiner Nähe. Hässliche Geräusche lösen kurzfristig Hass-Gefühle bei mir aus.

Es war meine 8. Orgelbau-Werkstatt. ❤️ Unter anderem Schuke, Beckerath, Hey, Klais, Ahrendt…