18. Januar 2021

Das Leben ist die Kunst der Fügung. (AHS)

Konzertkünstler*in zu sein ist eine Berufung. Das sucht sich kein Mensch aus. Wenn mich ein Mensch fragt, warum bist du da, wo du bist, oder warum willst du da hin, wo du noch hin möchtest, dann antworte ich darauf: Das ist meine Berufung, die mir Gott gegeben hat. Ich glaube, meine Fans wissen das besser als andere. Dabei ist es doch sonnenklar.

Gott ist für mich kein ferner “lieber Herrgott”, der distanziert, kühl, ohne Meinung ist, sondern noch glühender und heißer als die Sonne, und niemand kann sich ihm in den Weg stellen, weder ich noch andere, siehe seine Psalmen in der Bibel. Und wenn ich schon eine starke Persönlichkeit bin, wer ist Gott? Er weiß genau, was er will. Und egal, was ist, ich liebe ihn.

Spielen ist doch nur ein winziger Teil davon. Ich habe mich heute mit anderen Konzertorganisten unterhalten. Es tut gut, sich gegenseitig zu ermutigen. Ich bewundere auch Cameron, der über niemanden etwas Schlechtes sagt. Hätte er nicht 1000 Gründe?

Die ganze Welt ist da draußen. Wie sagte Lukas so passend zu mir – übrigens, ein ganz wundervoller Mensch: Es ist Part of the Game, die Öffentlichkeit hat Zugriff auf dich, wenn du dich ihr stellst. Man kann Hass nur mit Erfolg begegnen.

Es gibt zwar keine oder kaum Hobbygeiger oder Hobbyklarinettisten. Aber es gibt Hobbyorganisten. Und zwar sind das “öffentliche” Hobbyorganisten. Und diese haben offenbar das weitere Hobby des Kritisierens, wobei ich mich frage, woher sie die Lust und Zeit dafür nehmen. Ich meine, es gibt doch keine öffentlichen Hobbygeiger… Daher kannte ich das so gar nicht vorher, dieses field.

Ich habe gedacht, die Öffentlichkeit ist immer wie meine Fans. Das war naiv von mir. Ob ich Erfolg habe, das ist up to God. Ich selbst gebe mein absolut Bestes. Aber Gott öffnet auch dann die Türen, wenn ich etwas falsch mache. Ihm kommt es auf den Charakter an. Das ist ihm das Wichtigere. Und deswegen mir auch.

Sehr empfehlen kann ich den Jazz-Film Whiplash. Ich bin genauso wie dieser Drummer. Blutend kriecht er noch ins Auto nach einem Unfall, um seine Drumsticks herauszuholen, um zum Konzert zu rennen. Er hat sich nicht entmutigen lassen.

Araberpferde und Ponys, ob sie zusammenpassen?

Ich habe innerhalb von 3 Monaten unter schweren Bedingungen schwere Werke gelernt.

Und ihr Lieben, ich mag nun doch eine Bearbeitung: St. Francis von Liszt/Rogg.

Aber noch lieber Originalwerke. Bei Messiaens Banquet mag ich die Blutstropfen, aus denen Wassertropfen werden oder umgekehrt, mit dem Regenbogen und dem Licht am Schluss. Das Tüfteln an der Registrierung. Wie ein Kreuzworträtsel. Na, und dann Brahms. Streichend absetzen. Die Vergrößerung im Pedal am Schluss. Eine Wucht. Die Anlehnung an seinen Bach.

Wichtig: Augen schließen für das Motorische an der Orgel: Wie ist hier das Pedal? Sind die Obertasten zu eng für stummen Fußwechsel? Sind sie niedrig oder hoch?

Viele KiMus sind ja gar nicht sonderlich interessiert an Orgel, habe ich festgestellt. Wo bei mir 150 -300 Prozent Interesse ist, ist bei vielen vielleicht max. 30 Prozent Interesse für Orgel.

  1. Semester Köln Klavier:

Eine Antwort auf “18. Januar 2021”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.