1. März 2020

Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen. (Oscar Wilde)

Wie labil das Männergemachte und ihre Wirtschaft ist, sieht man nun spätestens am Virus.

Und die Leute haben sofort Angst. Wenn ich lese, dass manche davon reden, dass “deren Waschmittel aus Kastanien für zwei Jahre ausreicht und dass sie Angst haben, dass es keinen Strom mehr gibt”, denke ich mir: Klar, der Strom ist auch vom Virus befallen, aber es gibt Kastanien-Strom, der reicht für zwei Jahre.

Oder diese Hysterie mit Aktien. Ich glaube, viele haben die Börse nicht verstanden. Nichts von Warten, Aushalten und Disziplin gehört. Da lobe ich mir das Üben. Das bereitet auf Krisen vor.

Für mich aber ist klar, ich werde lieber krank, als ein Konzert nicht zu spielen. Zudem fühle ich mich beschützt. Ich habe noch nie erlebt, dass Gott nicht auf mich aufgepasst hat. Vor langer Zeit, als ich am letzten Tag eines Meisterkurses Klavier in Salzburg kein WG-Zimmer mehr hatte, es aber schon spät war und dunkel wurde, kamen zwei Nonnen auf mich zu, als ich etwas ängstlich durch die Straße lief, und quartierten mich im Kloster ein. Sie kamen wie Engel aus der Dunkelheit.

Heute habe ich gelesen, dass für Frauen das Immunsystem eines Mannes attraktiv ist. Dass Frauen in den ersten drei Minuten spüren, ob ein Mann ein starkes Immunsystem hat oder nicht. So was! Sachen gibt es. Doch heutzutage ziehen hasenfüßige  Männer eine Banane und eine Unterhose im Rollköfferchen hinter sich her und erleiden, wenn die Sonne etwas stärker scheint, einen Kreislaufzusammenbruch. Das Einzige, was stark zu sein scheint, sind die Füße so groß wie Schiffe. Die Füße dieser Männer werden immer länger und ihr Immunsystem immer kürzer.

Ach, wenn ich bedenke, dass Männer früher edle Ritter waren… Oder zumindest in meiner Vorstellung.

Nun, das war ein etwas ironischer Beitrag. Jetzt registriere ich für heute Abend ein. Konzert 18 Uhr. Ich mag die Klais-Orgel in Heiligkreuz, sie ist nur ein wenig trompetig insgesamt.

Messiaen, Beckerath-Orgel HfMDK Frankfurt

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