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Gedanke 42

Energie in Zärtlichkeit

Gedichte von Eichendorff, Rückert, Keller, Celan, Fried, Augustinus, Rilke und vor allem Georg Trakl — zärtliche, dunkle Literatur, die etwas Ruhiges, Zynisches, Suchendes hat — genauso Thomas Bernhard, oder Musik Hindemiths.
Bachs Musik aber spricht rund und frei von Trost, von Liebe, als könnte ich mitschreiben, jeden Tag etwas anders, tröstend, doch immer im Niedergehen die große Kraft, im Beugen die größte Spannung und Ermutigung. Seine Musik ist eine Einladung zur Ewigkeit, zum Loslassen, Vertrauen, Glauben.

Der Quintenzirkel ist für mich eine Art Gottesbeweis. An Gott zu glauben ist nicht intellektuell anspruchslos. Die Wissenschaft ist nicht der Feind oder Gegner des Glaubens und der Literatur. Genauso wenig wie Musikwissenschaft Gegner der Musik ist, auch wenn es oft so scheint. Bach war ein großer Dichter und Denker; viele andere, die unser Land beeinflusst haben. Sie arbeiteten oft auch mit verborgener Symbolik. Symbolik addiert sich in meinen Gedanken wie verselbständigte Kunst, um auf den rechten Zeitpunkt zu warten.

 

Calvi, Rotterdam, Stuttgart, Kampala, Oberösterreich, Schwäbisch Gmünd mit Heidi Bieber (xpand), Saal Schönblick

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